Toller Shooter aber kein echtes "KILLZONE"...
10.03.2011
Pro:
bisher beste Grafik für die PS3, unverbrauchtes Setting
Kontra:
spielerisch schlechter als der zweite Teil, Mainstream
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 le-male
Über sich:
Mitglied seit:24.01.2003
Erfahrungsberichte:20
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Vorab sei gesagt, dass es unglaublich schwer ist Killzone 3 objektiv zu bewerten - gleiches gilt für die Frage welches der Killzone Spiele für die PS3 das bessere ist. Ich denke hier kommt es stark auf die jeweiligen Vorlieben des Spielers an. Daher möchte ich an dieser Stelle betonen, dass ich hier meine Meinung widergebe und diese versuche möglichst ausführlich darzulegen, damit sich der ein oder andere Leser eventuell wiederfindet. Zudem möchte ich bereits an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich meine Kritik an Teil 3 immer nur relativ im direkten Vergleich zu Teil 2 bezieht und nicht als "schlecht" zu werten ist! Daraus hört man leise heraus, dass mir Teil 2 besser gefällt als Teil 3 - wieso?!? Ganz einfach, vieles in Killzone 3 wirkt auf mich konstruiert, zu sehr auf Mainstream getrimmt und irgendwie zu sehr abgehakt: Es will kein richtiger durchgängiger Spielfluss aufkommen, weil man in (für mich!) zu kurzen Abständen Videosequenzen oder plumpe "Moorhuhn" Szenen vorgesetzt bekommt. Bei letzterem muss man immer eine Stellung beziehen und in der Folge eine bestimmte Anzahl Gegner ausschalten ehe ein Trigger gesetzt wird, so dass es weiter geht....in Summe eine Gameplay und Atmosphären Killer!
Dabei fängt es sehr gut und äußerst Actiongeladen an, es spielt sich sich viel spektakulärer als Teil 2 und es macht sich immer wieder der "WOW" Effekt breit und subjektiv läuft man Gefahr Teil 2 zu vergessen und Teil 3 in den Spileolymp zu beförden. Aber diese Effekthascherei nutzt sich dann aus den o.g. Gründen leider zu schnell ab! Insgesamt ist Killzone 3 vom Gameplay und der Atmosphäre nicht mit Teil 2 zu vergleichen: Teil 2 fühlt sich zu jeder Zeit bedrohlicher, beengter und atmosphärisch sehr viel dichter an als Teil 3. Der Planet Helghan und die Tatsache, dass es sich hierbei um einen reinen Industrieplaneten handelt ist jederzeit spürbar und in dieser Form mit keinem Szenario anderer Shooter vergleichbar. Das hatte Killzone 2 seinen eigenen Stil verliehen und machte es unvergleichbar. In Teil 3 ist die Welt Helghan zu jederzeit ersetzbar und beliebig: Zu Beginn in der von der A-Bombe aus Teil 2 zerstörten Hauptstadt - dies fühlt sich an wie eine x-beliebige zerbombte Stadt anderer Shooter Games. DIe Schneelandschaft ist sehr gut gelungen, aber in meinen Augen "zu schön" geraten um auf Helghan zu sein... gleiches gilt für den Dschungel, der für mich erst recht nicht in die lebensfeindlichen Planeten Helghan passt! Leider hat es die Szenerie in Teil 3 damit geschafft mir die beklemmende Illusion vom Planeten Helghan aus Teil 2 zu nehmen. Jedoch kann man diesen Szenerien auch etwas positives abgewinnen, da sie das Leveldesign auffrischen und für Abswechslung sorgen. Aber wie gesagt: Ich persönlich heisse das nicht gut, und denke hier ist man Opfer des Mainstream geworden, und somit dem Zwang immer möglichst verschiedene Artdesigns unterbringen zu wollen. KIllzone 3 und 2 spielen sich zudem sehr unterschiedlich: Während Teil 2 einem taktischen Shooter gleicht, kann Killzone 3 in bester "Run and Gun" Marnier gespielt werden. Soll heissen: In Teil 2 war der offene Schusswechsel mit mehreren Gegner fast zwangsläufig ein Garant für das schnelle Ableben der eigenen Figur (gilt insbesonder ab dem Schwierigkeitsgrad "Veteran"). Wer hier nicht taktiert und sich optimal positioniert hatte seine Probleme mit den Gegner fertig zu werden. In Teil 3 wurde dies etwas aufgelockert und das Taktieren beim Bekämpfen von Gegnermassen ist nicht mehr derart vordergründig. Man kann sich gerne auch ohne Deckung auf die offene Strasse stellen und schiessen-laufen-schiessen-laufen... dem geneigten CoD Spieler mag das gefallen, aber mit "Killzone" hat das leider nur noch wenig zu tun. Massentauglich ja - einzigartig nein! Ebenso - setzt Teil 3 auf "Auto-Aiming", d.h. man muss nur den Button zum anviesieren drücken und schon ist der Gegner im Visier. Gut, das ist jetzt etwas überspitz dargestellt, in Wirklichkeit muss das Fadenkreuz zumindest in der Nähe des Gegners sein, aber Auto-Aiming gehört nicht nach Killzone, in welcher Form auch immer - zumal es nicht abschaltbar ist! Ich kann mich noch daran erinnern, wie (positiv) verzweifelt ich in Teil 2 gewesen bin um meinen Gegner korrekt anzuvisieren. Es war "realistisch" da es nunmal schwer ist einen sich bewegenden Gegner über eine gewisse Entfernung zu treffen. Diese spielerische Herausforderung wird einem in Teil 3 genommen.
Abschliessend möchte ich nochmals betonen, dass sich meine Kritik immer in direkter Relation zu Killzone 2 bezieht. Und hier sehe ich Killzone 3 leider - aus spielerischer Sicht - als Rückschritt an, weil man die Besonderheiten von Killzone dem Mainstream geopfert hat und das Spiel somit seinen Charakter irgendwie verfehlt. Killzone 3 ist ein sehr guter Shooter der sehr viel Spass macht, aber mit Killzone im engeren Sinne nichts mehr zu tun hat! Löst man sich von dem Gedanken einen Nachfolger zum zweiten Teil spielen zu wollen, so bekommt man einen Shooter der absoluten Oberklasse!
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11.03.2011 23:22
Bisschen konfus geschrieben für Leute, die die Spiele nicht kennen, aber sonst ganz okay. LG (Und den Dschungel mochte ich eigentlich gern)
10.03.2011 20:28
Teilweise verstehe ich auch nur Bahnhof!
10.03.2011 20:07
ich muss gestehen,dass ich es auch nicht so ganz verstanden habe, denn ich kannte das spiel gar nicht und eine kleine Hilfe wäre angemessen., dennoch ist es hilfreich