Erfahrungsbericht über

Kind der Hölle / John Saul

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~The right hand of Evil~

5  02.09.2005

Pro:
Schreibstil  |  Charakterveränderungen sind nachvollziehbar und irgendwie auch wieder nicht  |  Schreibstil ist einfach  |  hoher Grusel - /Horrorfaktor

Kontra:
fällt mir nichts ein

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

mehr


BulmaZ

Über sich: Besonders lang ist nicht gleich besonders hilfreich. Bitte kein Gebettle und keine Nachfragen.

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 136 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leser und Leserinnen!

Wie einige vielleicht wissen, bin ich ein großer Bücherwurm. Somit vergeht bei mir auch meist kein Tag, an dem ich nicht über irgendeinem Buch hänge und meist auch nicht mehr ansprechbar bin. So ging es mir auch bei dem Buch, welches ich gestern Abend ausgelesen habe und euch heute bereits vorstellen möchte.

>> John Saul - Kind der Hölle <<

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Bezugsquelle & Preis & Kaufgrund
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Gekauft habe ich das Buch aufgrund eines Büchergutscheins, den ich für www.buch.de gewonnen hatte. Der hatte einen Wert von genau 5,00 € und somit habe ich mir auch nur ein Buch ausgesucht, welches denselben Preis hatte. Man bekommt "Kind der Hölle" allerdings auch schon für 1,00 € bei Ebay oder auf anderen gängigen Seiten wie amazon.de, libri.de oder buecher.de. Ich gehe mal davon aus, dass ihr dafür auch nicht mehr als 5,00 € bezahlen müsst, denn meist haben die ganzen Bücherseiten annähernd die gleichen Preise.
Warum habe ich mich grade für "Kind der Hölle" entschieden?
Zum einen, weil es, wie ich bereits sagte, genau 5,00 € gekostet hat und ich somit nur noch die Portokosten von 2,00 € übernehmen musste und zum anderen, was ja viel wichtiger ist, weil ich von John Saul bisher zwei Bücher gelesen habe und bisher eigentlich nicht enttäuscht wurde. Außerdem fehlen mir in meinem King Sammlung nur noch genau vier Bücher und somit muss ich mich ja langsam mal nach einem anderen Autor umsehen. Und John Saul schreibt Bücher, die genau nach meinem Geschmack sind. So habe ich beschlossen, mir nach und nach auch hier eine gesamte Sammlung zuzulegen.

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Der Klappentext
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Als die Conways eine prachtvolle alte Villa erben, ahnen sie nichts von der dunklen Vergangenheit des Hauses. Auf grausame Weise erhängte sich hier der Onkel von Ted Conway. Bald schockieren Verbrechen die Kleinstadt, und die Familienbibel der Conways offenbart Grauenhaftes: Der älteste Sohn ist dem "Bösen" geweiht, und nur seine Zwillingsschwester kann dem Albtraum ein Ende bereiten.

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Der Inhalt in eigenen Worten
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Ted und Janet Conway sind ein Ehepaar, deren Ehe nicht eben harmonisch verläuft. Ted ist seit Jahren Alkoholiker und lässt somit keine Gelegenheit für einen "kleinen Drink" aus. Die Folgen sind, dass er oft aggressiv gegen seine Frau und vor allem seine Kinder ist.
Als seine Tante Cora stirbt, vermacht sie der Familie eine große Villa in St. Albans.
Da Ted seinen Job im Hotel sowieso grade mal wieder los ist, spricht nichts dagegen in das neue Haus einzuziehen. Er hat sogar die Idee, aus dieser riesigen Villa ein eigenes Hotel zu machen. Sehr zum Leidwesen der Anwohner...

Schon als die Conways im neuen Haus sind, betrinkt sich Ted wieder und es kommt zu einem großen Streit nachdem Janet beschließt ihren Mann samt Kindern, Hund und Katze zu verlassen. In der Nacht jenes Streites hat
Bilder von Kind der Hölle / John Saul
Kind der Hölle / John Saul Bild 4562783 tb
Meine Ausgabe [2005]
Ted aber einen, wie er glaubt, Albtraum. Dieser verändert sein ganzes Leben. Am nächsten Tag schüttet er sämtliche Alkoholvorräte weg und ist wie ausgewechselt. Woher kommt dieser Wandel...?

Bald werden auch die Zwillinge, Jared und Kim, von Albträumen geplagt. Jared verändert sich zusehends zum Negativen. Er ist bösartig und kalt zu seiner gesamten Familie, sogar der Hund, Scout, hat Angst vor ihm. Plötzlich will Jared ein Zimmer im Keller, welches er schwarz streicht und er distanziert sich von seiner Familie. Bald darauf lernt er den gleichaltrigen Luke kennen. Mit ihm zusammen geht er in das Haus eines im Wald lebenden Trappers um dort den Mord an Kims Katze Muffin zu rächen, den er zufällig aufgedeckt hat. Er tötet seinen Hund auf grausame Weise und stellt mysteriöse Dinge an.
Bald darauf hält er in seinem Zimmer zusammen mit Luke eine Art "schwarze Messe" ab, in denen er anhand von Visionen, Luke gegen seine Mutter aufhetzt.
Alle fragen sich, was mit dem Jungen wohl los ist. Janet ist zusehends besorgter, aber Ted tut sein merkwürdiges Verhalten als normal für einen Jugendlichen ab.

Inzwischen sind auch zwei Priester des sehr katholischen Ortes St. Albans aufmerksam geworden. Ihnen war es allerdings von Anfang ein Dorn im Auge, wieder Conways in der Stadt zu haben. Denn über die Familie kursieren wilde Gerüchte.
Angeblich soll Teds Onkel sich erhangen sich dabei die Eingeweide rausgeschnitten haben. Auch soll man in der großen Villa, von der ein enormer Hass auszugehen scheint, nachts immer ein Baby weinen hören. Handelt es sich dabei um das nie gefundene Baby, welches Cora Conway in den Armen hielt, als sie ihren erhangenen Mann gefunden hat?

Inzwischen wurde auch das Grab von Teds Onkel geschändet und der Trapper hat sich aufgrund einer Intrige, die von Jared eingefädelt wurde, erhangen. Die Situation spitzt sich also immer mehr zu.
Auch plagen Kim immer öfter Albträume, in denen sie ihren Bruder in einer großen Kathedrale sieht, wie er zusammen mit Luke ihre kleine Schwester Molly, die noch ein Baby ist, an ein falsch herum hängendes Kreuz genagelt hat und sogar Scout, den Hund der Familie aufschlitzt.

Als Scout und Molly plötzlich tatsächlich verschwunden sind, überschlagen sich die Ereignisse...

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Der Autor
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John Saul wurde am 25.Februar 1942 in Pasadena, Kalifornien, geboren. Als Zehnjähriger hatte er sich bereits das Ziel gesetzt, Schriftsteller zu werden. Nach seinem High-School Abschluß an der Whittier High School 1959 besuchte er vier Colleges in fünf Jahren (Antioch, in Ohio, Cerritos, in Norwalk, California, Montana State University and San Francisco State College) und versuchte sich in Theaterwissenschaft, Anthropologie und Literaturwissenschaft, ohne jedoch jemals einen Abschluß zu machen. Nach seinem Studienabbruch 1965, schlug er sich 15 Jahre mit Gelegenheitsjobs bei Autovermietungen, als Datentypist und Bürokraft herum. Nachts schrieb er, wie so viele seiner Kollegen, an, wie er selbst sagt, "komischen Mordgeschichten", von denen nie eine veröffentlicht wurde. Zusammen mit einer Agentin betrieb er "Marktforschung". Man kam überein, daß Horrorromane und Psychothriller gefragt waren. 1976 erschien in den USA sein erster, innerhalb von 28 Tagen verfaßter Roman, "Suffer the Children". Es war eines der ersten Paperbackausgaben eines Erstlingswerkes, daß von einem Verlag im amerikanischen Fernsehen beworben wurde. Es zahlte sich aus. Wie alle seiner folgenden Werke, erreichte "Suffer the Children" alle Bestsellerlisten im Lande und wurde Platz 1 ins Kanada. 1977 erschien der Roman auch bei und unter dem Titel " Wehe, wenn sie wiederkehren":
Seit dieser Zeit, bringt der Autor, der selbst niemals Horror liest, ungefähr jedes Jahr einen Roman heraus. Seine Bücher wurden bisher in fast 20 Sprachen übersetzt und erreichten eine weltweite Gesamtauflage von etwa 25 Millionen. Nebenbei arbeitet der passionierte Theaterfreak auch an Ein-Mann-Stücken, die bereits in Los Angeles, Seattle und New York produziert wurde. Für viele seiner Bücher liegen bereits Filmangebote vor und John Saul könnte sich durchaus vorstellen, das Drehbuch selbst zu schreiben. Drei Kurzgeschichten, an denen er mitgearbeitet hat, wurden bereits von C.B.S. verfilmt. Miramax erwarb vor kurzen die Verfilmungsrechte für "Kind der Hölle".

Quelle:www.buecher4um.de

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Weitere Werke von John Saul
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1976 - Wehe, wenn sie wiederkehren
1978 - Im Zeichen Kains
1979 - Am Strand des Todes
1980 - Blinde Rache
1981 - Wehe, wenn der Wind weht
1982 - Das Gott - Projekt
1984 - Nathaniel | Prophet des Unheils
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Meine Meinung
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Vorweg muss ich nehmen, dass ich begeistert von diesem Buch war bzw. es immer noch bin. Selten hat es ein Autor geschafft, mir eine Gänsehaut und Herzklopfen beim Lesen seines Buches zu bescheren. Vor allem dann, wenn ich abends allein zu Hause war. Wow!
Dass John Saul das sehr gut kann, wusste ich allerdings schon seit dem Lesen von "Die Blackstone Chroniken".

Mir ist zuerst einmal positiv aufgefallen, dass das Buch nicht so lange braucht, um Spannung aufzubauen. Saul hebt sich die ganze Spannung und den Horror also nicht, wie bei "Schule des Schreckens" bis zum Ende auf. Das finde ich sehr klasse.

Während des Lesens dieses Buches, musste ich unwillkürlich an Filme wie "The Ring" oder "The Grudge" denken. Es ist schwer zu beschreiben, wieso. Aber ich will es versuchen.
In beiden genannten Filmen gab es ja einige unerwartete Schockszenen zu sehen, bei denen ich mich gut erschreckt habe. Sowas macht einen guten Horrorfilm ja auch aus, oder?
Jedenfalls ist es bei "Kind der Hölle" so ziemlich dasselbe. Nur dass die Bilder sich eben im Kopf abspielen. Plötzlich und unerwartet passiert irgendetwas. So, wie zum Beispiel zum Ende des Buches hin. Kim ist grade in der Schule unterwegs, als sie ihren Bruder rufen hört. Sie läuft die Korridore entlang und kommt schließlich im Biologieraum an. Dort sieht sie ihren Bruder zusammen mit Luke stehen- und etwas anderes aus einem ihrer furchtabren Träume auf dem Tisch liegen....
Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet. Denn an dieser Stelle sah es für mich sehr nach dem üblichen Schulszenario aus. Solche Beispiele gibt es in dem Buch zu Hauf. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, sie alle zu nennen.

Bisher war ja viel von Alpträumen die Rede. Dazu muss ich sagen, dass ich oftmals Schwierigkeiten hatte, zu folgen. Das heißt, ich musste erst mal eine Weile überlegen, ob es sich nun um einen Traum oder "Realität" handelt. Weiter schlimm ist das aber nicht, denn dem Protagonisten geht es ja nicht anders. ;)

In "Kind der Hölle" haben mir die Charaktere und deren Einführung recht gut gefallen. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie Ted Conway sich aufgeführt haben muss, wenn er getrunken hatte. Dieses Bild hat man einfach mit dem Namen verbunden. Doch als er seine Veränderung hinter sich hat, ist er, wie ich bereits erwähnte, vollkommen anders.
Die gleiche Veränderung sieht der Leser auch bei Jared. Nur dass es hier eine umgekehrte Veränderung ist. Scheint sich mit Ted alles zum Guten zu wenden, wird Jared zunehmend bösartig und grausam. Man fragt sich allerdings, zumindest ging es mir so, die ganze Zeit, ob Teds Veränderung auch wirklich "ernst" ist. Denn bald soll es eine Art Schlüsselszene geben, die dem Leser genau diese Frage aufdrängt... Aber ich will nicht zuviel verraten.

Was bleibt mir also abschließend noch zu sagen?
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und es genossen, mich so dermaßen zu gruseln bzw. gruseln zu lassen. Mit "Kind der Hölle" hat man ein ,echtes' Horrorbuch vor sich, das sämtliche Elemente enthält, die es braucht, um dem Leser das Fürchten zu lehren. Stellenweise zwar ziemlich brutal, aber ich bin das gewohnt, da ich viiiele Stephen King Bücher gelesen habe. Stellenweise ist mir beim vorliegenden Buch aufgefallen, dass sie Sprache etwas obszön ist. Auch dies fand ich nicht schlimm, denn wie bereits gesagt - ich kenne so was.

Ich kann also dieses Buch also nur empfehlen und vergebe fünf Sterne. So muss ein Horrorbuch sein. ;)

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Technische Daten
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Titel: Kind der Hölle
Originaltitel: The right hand of Evil
Autor: John Saul
Übersetzt von: Alexandra von Reinhardt
Seitenzahl: 381
Erscheinungsdatum: 1999
Genre: Horror

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Leseprobe
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Und dann veränderte sich sein Gesicht.
Seine Lippen verzerrten sich noch mehr und entblößten scharfe Eckzähne. Speichel tropfte aus seinem Mund, und als die Zunge hervorschnellte, spürte Ellie die Berührung durch die gespaltene Spitze wie einen Peitschenhieb, obwohl es unmöglich war, dass diese Zunge sie über eine Entfernung von mehreren Metern wirklich getroffen hatte.
Die Veränderung ging aber noch weiter: seine Ohren wurden spitz, die Haut wurde rot und schuppig. Sein Körper schwoll an, die Kleider fielen von ihm an und enthüllten unzählige Geschwüre, aus denen Eiter troff. Die Augen verwandelten sich in glühende Schlitze, die Finge in messerscharfe gebogene Krallen. Es war nicht so sehr die Furcht vor dem heranbrausenden Auto, die Ellie aufschreien ließ - es war das Entsetzen über die grässliche Vision. Für den Bruchteil einer Sekunde - bevor sie von Claries DeSoto erfasst und in die Luft geschleudert wurde - hatte sie die Fratze des Bösen erblickt.
"Der Teufel" flüsterte sie jetzt und umklammerte die Hand des Priesters, die sich mit kaltem Schweiß überzogen hatte, während er zuhörte. "Ich habe den Teufel gesehen, Vater! Den Teufel höchstpersönlich!"[...]

Diese Stelle habe ich gewählt, weil sie den subtilen Horror, der in diesem Buch durchaus nicht zu kurz kommt, deutlich zeigt und eindrucksvoll schildert. Ich hoffe, es hat bei euch Lust auf mehr dieses Buches geweckt. ;)

Danke, für's Lesen und Bewerten
-blessed be-
Eure BulmaZ


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
jansdarling2002

jansdarling2002

28.08.2006 13:39

HI, wahnsinn dein Bericht ist sehr gut geschrieben und der Inhalt des Buches entspricht genau meinem Geschmack, wieder ein Buch mehr auf der Liste, brauche wohl ein paar jahrhunderte bis ich sie durch habe. Habe mir auch gerade ein Buch von John Saul geholt - Hauch der Verdammnis - Lg Jansdarling2002

leseratte89

leseratte89

28.06.2006 23:26

Dein Bericht ist absolut top. Ich hab mir das Buch auch gekauft und natürlich gelesen. So wie du es geschrieben hast,bekommt man glatt noch mal Lust drauf das Buch zu lesen.Lg

Azrael77

Azrael77

18.10.2005 20:12

Mein Interesse ist geweckt! Und dabei habe ich noch soviel auf meiner Liste...

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