"Die verrottete Welt der Außenweltler."
26.06.2012
Pro:
ganz solide Darsteller
Kontra:
verhunzdümpelt den ersten Teil völlig; überzogen; unlogisch; albern
Empfehlenswert:
Nein
 Cosmay
Über sich:
"Stecke lieber eine Niederlage in der Gegenwart von Weisen ein, als
dass du einen Sieg über Ig...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 108 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es mag durchaus zig Filme geben, in denen ich mich bereits während der ersten Minuten Laufzeit rigoros veralbert fühle. Der große Buuuuuuuuuuuuuuuuh!-Moment inmitten von
“Kinder des Zorns 5 ~ Feld des Terrors“ ließ ebenfalls nicht allzu lange auf sich warten. Zum einen ob des Umstandes, dass hier mit einer Art Telekinese-Zauberkraft gefuhrwerkt wurde, zum anderen, da fluchs aus dem „er, der hinter den Reihen geht“ ein „er, der im Hintergrund steht“ gemacht wurde. Ebenfalls findet die Handlung nunmehr nicht in Gatlin oder gar nur Umgebung statt, sondern in einem bis dato völlig unbekannten Kaff namens Divinity Falls. Und das, Freunde des ewigen Fortsetzungs-Wahns, das geht nun wirklich nicht.
Wenig später tut sich immerhin eine für mich leicht erfreuliche „eine Gruppe Jugendliche alleine im...“ Stimmung auf, die jedoch nichts aus ihrem Potential der absoluten Verlässlichkeit zu tun versteht. Greg (Alexis Arquette), Kir (Eva Mendes), Tyrus (Greg Vaughan), Alison (Stacy Galina), Charlotte (Angela Jones) und Lazlo (Ahmet Zappa) machen sich in getrennten Wagen auf den Weg zu einem gemeinsamen, nicht näher bekannten Urlaubsziel. Nachdem die voran gefahrenen ziemlichen Unsinn treiben, dürfen sie mit ihr Ableben demonstrieren, mit welcher Art von Unterhaltung in dem versehentlich angesteuerten Dorf zu rechnen ist. Auch die Nachzügler werden über kurz oder lang mit der religiösen Sekte rund um Anführer Luke (David Carradine) konfrontiert. Die Offenbarung, dass ein jeder über 18 Jahre geopfert werden soll, lässt ebenso kurz auf sich warten wie die zuschauerliche Frage, warum der doch recht ältliche Luke dann überhaupt noch am Leben ist. Dies wird zwar in einem schlagfertigen späteren Dialog erklärt, der mich persönlich kurz begeistern konnte ~ doch wirklichen Sinn sucht mein meines Erachtens nach in dem Gesamtwerk vergeblich.Wer will, kann sich natürlich über das Scientology-lastige Camp oder gar den vermeintlichen Zen-Meister Zane (Aaron Jackson) amüsieren; wer für jene Art von Horrorfilm-Amüsement nicht in der Lage ist, der bereut rasch, dass er sich der doch recht knappen Spiellänge von 79min überhaupt ausgeliefert hat.
Durch ein paar versucht-raffinierte Details wollte Regisseur Ethan Wiley „Kinder des Zorns 5“ eine Tiefe verleihen, die meines Erachtens nach nicht sonderlich glücken wollte. Generell darf man sich fragen, warum um alles in der Welt die vermeintlichen Helden überhaupt so lange in der Gegend verharren. Alison beschließt, ihren Bruder zu suchen, schön und gut. Sie findet ihn, noch schöner. Er sagt, es geht im Hurra... warum ist dann nicht alles hurra?
~ So nobel es gedacht sein mag, dass Schwesterchen ihren Bruder aus den Klauen der Sekte (?) befreien will... so wenig authentisch wirkt das Szenerio jedoch im kompletten Verlauf.
Weiterhin lernen die College-Schüler allzu schnell, sich mit durchgehender Kaltschnäuzigkeit via Kettensäge und Co gegen die Angreifer aus dem Maisfeld (welches im Grunde genommen eine erstaunlich kleine Rolle spielt) zu verteidigen, schrecken weder davor zurück, den kindlichen Angreifern einen Arm abzuschneiden noch diese (und sich selbst) in die Luft zu jagen. Da macht der Umstand, dass ein jemand, der erschossen wird, erst etliche Momente später durch die Brüstung kracht, auch schon keinen wirklichen Unterschied mehr.
Die Idee, sich zur Wehr zu setzen und den ganzen Spuk zu beenden, mag in jedem anderen Film Gang und Gebe sein ~ inmitten „Kinder des Zorns 5“ wirkt dieser Umstand jedoch lediglich einer willkürlich aneinandergereihten Abfolge von Gewaltszenen dienlich. Nicht minder flott wird ebenfalls klar: jene, die die story des ersten Teils nicht kennen, werden lange Zeit überhaupt nichts mit dem Dargebotenen anfangen können, während die Front, die um den Charme von „Kinder des Zorns“ weiß und jenen ebenso schätzen kann, zumindest enttäuscht sein dürfte.
Der Ausgang des Szenarios hätte eine kleine Aussagekraft ob gewisser „Gehirnwäschen“ innetrage können, vergeigt jedoch erneut sämtliches Potential, auf welches man gehofft haben könnte. Und wer nun glaubt, es könnte kaum noch depperter kommen, der darf sich auf die allerletzte Großaufnahme freuen. Buhu, oder so. Buhu im gewissen Sinne ebenfalls die DVD selbst: erneut gibt es ein paar trailer (und zwar genau die, die man auf dem Vorgänger auch schon gesehen hat) nebst ein paar Biografien als Texttafel. Kann man sich also ingesamt ruhigen Gewissens sparen.
Summa summarum befinde ich persönlich „Kinder des Zorns 5“ als – pardon – großen Muckefuck.
Spannung, Überzeugungskraft oder gar nur einen Deut von Gruselatmosphäre darf man schmerzlich vermissen, während zumindest die Darsteller allesamt ihr bestes geben und nicht wirklich kritisierbar sind. Adam Wyle sehe ich schon seit seiner Hauptrolle in der schwarzhumorigen TV-Serie „Picket Fences ~ Tatort Gartenzaun“ recht gerne, konnte mich dieser weiterhin in „Halloween H20“ überzeugen. Ohne seine Anwesenheit und eigene charismatische Ausstrahlung würde „Kinder des Zorns 5“ vermutlich noch schneller in Vergessenheit geraten, als man es sich ohnehin wird wünschen können.
Pflichtsternchen, keine Empfehlung.
Bilder von Kinder des Zorns 5 (DVD)
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04.12.2012 08:12
Nicht so wirklich was für mich ;o)
20.07.2012 18:13
Eh Nichts für mich!!!
20.07.2012 16:13
BH nachgereicht :-) LG