Klapperschlange, Die

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Klapperschlange, Die

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*Kurt Russell in einem ganz besonderen Gefängnis*

4  21.01.2003

Pro:
Kurt Russell, die Idee, Atmosphäre

Kontra:
stellenweise zu langatmig und ideenlos

Empfehlenswert: Ja 

Tom_Araya

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:284

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 108 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Diesen Science Fiction Thriller hat John Carpenter während der ganz starken Phase seines Schaffens gedreht - zwischen "Halloween", "The Fog" und "Das Ding aus einer anderen Welt".
Während das alles Horrorfilme waren hat John Carpenter bei Die Klapperschlange mehr auf Mystery und düstere Visionen gesetzt - leider muss ich sagen als Horrorfreak denn z.B. Halloween ist schon ein einmaliger Titel.

Die Klapperschlange ist zwar ein Film den ich immer wieder gerne in den Videorekorder schmeisse, aber an die Horrorstreifen kommt er bei weitem nicht heran.


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Story
*****
Wir schreiben das Jahr 1997, und da der Film von 1981 ist befinden wir uns also in einer ferneren Zukunft.
Die Verbrechensrate in den amerikanischen Grosstädten ist unerträglich gestiegen und die Regierung hat nur einen Ausweg gesehen:
ganz Manhatten wurde zur Gefängnisinsel erklärt, und die Verurteilten werden einfach alle da hineingeschmissen und sich selbst überlassen.
Dementsprechend haben sich dort natürlich Gangs gebildet, eine Hirarchie ohne Wächter.

Dumm natürlich wenn gerade über diesem riesigen Gefängnis ein Flugzeug von Terroristen übernommen wird in dem sich der Präsident befindet und dieser mit einer Rettungskapsel dort notlanden muss...
da geht dem Chef der Polizei Bob Hauk (Lee van Cleef) natürlich der Arsch ganz schön auf Grundeis.
In seiner Verzweiflung erinnert er sich an einen Gefangenen der ideal für ein Befreiungsmanöver wäre: Snake Plissken (Kurt Russell).
Dieser hat aber überhaupt keine Lust auf das Ganze, lässt sich aber mit dem Versprechen einer Begnadigung letzendlich doch auf die Sache ein.
Bob Hauk will allerdings natürlich auch nicht das Plissken einfach so abhaut wenn er erstmal in Manhatten ist - der Präsident interessiert unseren Snake nämlich nicht die Bohne.
Also verpasst er ihm per Spritze eine Art innere Bombe die nur seine Ärzte wieder entfernen können - Snake hat 24 Stunden Zeit den Präsidenten zu finden.

Auf gehts also, Snake landet in Manhattan - mit ein paar Waffen und einem Suchgerät zum aufspüren des Präsidenten ausgerüstet.
Die Atmoshpäre da ist mehr als düster und beunruhigend, Snake irrt zunächst ein bisschen durch heruntergekommene Häuser denn das Suchgerät zeigt an das der Präsident ganz in der Nähe sein müsste.
Leider findet er aber nur einen ziemlich heruntergekommenen Penner mit dem Peilsender den eigentlich der Präsident haben sollte...
Snake teilt das dem Polizeichief mit, aber der gibt sich damit natürlich nicht zufrieden - und er muss weitersuchen.

Immer wieder trifft Snake auf Leute die ihn erkennen - darunter auch Cabbie (Ernest Borgnine) der ganz begeistert ist Snake zu sehen.
Snake erzählt ihm von seinem "kleinen" Problem mit dem Präsidenten, und Cabbie bringt ihn mit seinem Taxi zu einem Haus in dem "Brain" (Harry Dean Stanton) und Maggie (Adrienne Barbeau).
Wie die meisten kennt Snake auch die beiden, und sie erzählen ihm das der Präsident wahrscheinlich beim "Duke" ist - das ist der Obermacker auf dieser Knastinsel.
Snake hat keine andere Wahl als sich in die Höhle des Löwen zu begeben, und der Trip zum Duke wird alles andere als ein Zuckerschlecken werden denn scheinbar unzähliges Gesocks und Schlägertrupps arbeiten für ihn...

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Kritik
******
Soweit also die Handlung, die Idee mit Manhatten als riesigem Gefängnis find ich schon klasse.
Auch das der Präsident da abstürzt und Snake reingeschickt wird ist noch cool, Schwächen hat die Story meiner Meinung nach aber dann bei der Action in Manhattan:
Rumstreunende Penner und ein Obermacker der alles unter Kontrolle hat - naja nicht so spannend...
Dazu kommt das einige Stellen wirklich wirr erscheinen, z.B. haut da einer wie in Zeitlupe auf den Penner ein der das Ortungsgerät des Präsidenten hat - wirkt einfach wie soll ich sagen...komisch eben, unpassend.
Genau wie das anscheinend Hunderte von lumpigen Gestalten urplötzlich ein Haus stürmen weil sie nix zum essen haben während in einem gemütlichen Kinosaal anscheinend niemand an einer Theateraufführung interessiert ist lol - einfach strange so manches.

Allerdings ist das teilweise so komisch anzuschauen das es schon wieder kultig wird - die Atmosphäre ist schon nicht schlecht insgesamt, auch wenn sie noch deutlich gruseliger hätte ausfallen können nach meinem Geschmack.
Um es auf einen Punkt zu bringen: Wirkt teilweise sehr unrealistisch und übertrieben auf verrückt getrimmt, aber genau das unterscheidet diesen Film eben von den meisten anderen und macht seinen Reiz aus.
Das Finale ist ganz brauchbar, aber bis es soweit war kam bei mir einige Male Langweile auf weil manche Stellen zu sehr in die Länge gezogen sind.

Da die Handlung also nur durchschnittlich ist hat John Carpenter gute Schauspieler gebraucht - und die hat er auch gefunden:
Kurt Russell ist in diesem Film Mr. Cool persönlich - seine Dialoge am Anfang mit Lee van Cleef (leider schon lange gestorben, war einer der alten Haudegen in zahlreichen Western) sind absolut kultig. Auch im weiteren Verlauf behält die Klapperschlange immer einen kühlen Kopf, und es macht einfach Spass Kurt Russell zuzusehen da er total natürlich wirkt auch wenn er saucool ist.
Lee van Cleef fand ich unfreiwillig komisch - seine Abneigung Snake gegenüber ist einfach nur witzig, ganz besonders weil er den Namen Plissssken so herrlich befehlend aussprechen kann.
Ernest Borgine als Taxifahrende Quasselstrippe die Snake anhimmelt kommt ganz kumpelhaft-sympatisch rüber, und Donald Pleasance als Präsident wirkt ein bisschen unbeholfen - aber das soll er ja auch, allerdings wirkt er nicht gerade wie der geborene Herrscher.
Die anderen naja, ist mir keiner mehr besonders aufgefallen.

Action gibt es durchschnittlich viel zu sehen, oft drückt Kurt Russell nicht den Abzug seiner Maschinenpistole - eher wird er in Nahkämpfe verwickelt. (z.B. gegen einen glatzköpfigen Koloss in einem Ringkampf).
Dementsprechend geht FSK 16 auch in Ordnung, Gewaltorgien sehen sicherlich anders aus.

Fazit
*****
Kurt Russell ist es zu verdanken das dieser Film Kultstatus erreicht hat - alles andere ist meiner Meinung nach nur Durchschnitt.
Die Grundidee war klasse, aber die Umsetzung eher durchwachsen.
Atmosphäre und Unterhaltungswert sind aber sehr hoch, und dementsprechend geb ich 4 Sterne und eine Empfehlung aus.


Originaltitel: Escape from New York , 1981
Regie: John Carpenter
Stars: Kurt Russell
Laufzeit: 99 Minuten
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MOFFt

MOFFt

25.11.2007 17:26

hab ich noch nicht gesehen, aber soeben bestellt ... grüsse MOFFt

Wikinger123

Wikinger123

26.01.2003 18:27

Der Film ist zwar uralt aber genial gut. Liebe Grüße Annette

D-Tox

D-Tox

23.01.2003 20:15

Der Film wirkt für mich heute noch richtig cool!!! MFG der Patrick

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