Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
man lernt fürs Leben, Stolz bei Erfolg |
| Kontra: |
Streß, Zeitverbrauch |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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In meinem Leben habe ich einige Prüfungen, sei es in der Schule, während der Berufsausbildung oder im Studium. Vor allem im Studium habe ich sehr viel Zeit und Energie in meine Prüfungsvorbereitung gesteckt und dabei entdeckt, daß man mit sturem Pauken allein nicht weit kommt. Der Erfolg war dementsprechend unterschiedlich. Es kommt auch auf die Rahmenbedinungen, das richtige taktische Lernen an und auf eine gewisse Cleverness während der Prüfung.
Daher möchte ich im folgenden Bericht meine Erfahrungen zum Besten geben und hoffe, dem einen oder anderen Mitglied damit weiterhelfen zu können.
1. Rahmenbedinungen
1.1. Emotionale Belastungen von außerhalb
Streß mit dem Partner, Krankheits- oder Sterbefälle im Familien- oder Bekanntenkreis während der Vorbereitungsphase sind natürlich Gift für eine effektive Vorbereitung. Genau das kann man natürlich nicht gebrauchen, da es zu sehr ablenkt. Ich litt während der Vorbereitung auf meine Lehrlingsprüfung unter Liebeskummer, der sich glücklicherweise erst eine Woche vor dem Prüfungstermin einstellte, aber mich doch ein oder zwei Zehntel meiner Abschlußnote gekostet hat.
Natürlich läßt sich so was nie ganz vermeiden, aber in meinem Fall war ich selbst schuld. Sollte es jedoch möglich sein, dann sollte man alles unternehmen oder unterlassen, was einem die Vorbereitung verhageln kann.
Das Ausüben von Nebenjobs während der Prüfungsvorbereitung ist auch nicht gerade ideal. Es lenkt zwar ab, kostet aber eine Menge Zeit. Besser vorher ein finanzielles Polster oder Urlaub aufbauen. Ich habe mich bei meinen Abschlußklausuren beurlauben lassen und bin ganz gut damit gefahren.
1.2. Sich nicht selbst unter Druck setzen
Wer zuviel will, der erreicht umso weniger. Im Studium sollte man seine eigenen Grenzen eigentlich schon erkannt haben. Wer die ganze Zeit nur durchschnittliche Noten erzielt hat, der sollte sich nicht einbilden, in der Abschlußprüfung die Topleistung abliefern zu können. Der Spatz in der Hand ist schließlich besser als die Taube auf dem Dach. Vielleicht wird aus dem Spatz vielleicht noch eine Taube, aber eine Garantie gibt’s nicht.
Meine besten Prüfungen habe ich immer dann geschrieben, wenn ich mich selbst nicht unter Druck gesetzt habe – egal ob in der Schule oder im Studium.
2. Technische Vorbereitung
2.1. Zeitmanagement
Schon Gorbi sagte: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
In diesem Fall bedeutet es: nicht zu spät anfangen, sondern besser noch ein oder zwei Wochen Puffer einbauen. Auf meine letzten beiden Klausuren habe ich mich drei Monate lang vorbereitet. War ehrlich gesagt zuviel, denn ich war in der letzten Woche vor meinem letzten Prüfungstermin ziemlich genervt. Aber es hat sich gelohnt, weil ich nicht unter Streß stand, wieviel noch zu lernen war.
Konsequenz ist auch ein wichtiges Thema. Es bringt nicht viel, ein paar Tage lang nichts zu machen und dann 18 Stunden am Tag zu lernen. Besser lernt man zwischen 7-10 Stunden pro Tag, aber das in regelmäßigem Rhythmus. Das frustet weniger, da einem dann immer noch genügend Zeit zum Essen und Schlafen bleibt. Ausgeruht lernt es sich besser und ein wenig Zeit zur Zerstreuung braucht man auch.
Daher sollte man unbedingt nach 90-120 Minuten 15-30 Minuten Pause einplanen, damit sich der Geist wieder erholen kann. Kein Mensch ist unbegrenzt aufnahmefähig und es lernt sich hinterher wieder leichter. Ich bin in diesen Pausen meist mit meinem Hund spazieren gelaufen, um mich wieder zu regenerieren.
2.2. Überblick verschaffen
Ein Überblick über das Lernpensum ist besonders wichtig, daher sollte man sich vorher eine Liste machen, was alles zu lernen ist. Erst dann kann man abschätzen, wieviel Zeit zur Vorbereitung man eigentlich braucht.
Außerdem läßt sich der Stoff so strukturieren und man kann erkennen, was zusammenhängt, was die Effektivität erhöht, da man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.
2.3. Das Gelernte zusammenfassen
Klar, daß das Gelernte nach einiger Zeit nicht mehr da ist. Ist verständlich, denn wer hunderte Buchseiten liest, kann nicht alles im Gedächtnis behalten. Stoffzusammenfassungen bilden hier ein gutes Hilfsmittel, um den Stoff auf das wesentliche zu begrenzen.
Ich bin da noch weiter gegangen und habe für jedes Stoffgebiet Inhaltsangaben verfasst und dann eigentlich nur noch anhand dieser Seiten gelernt.
Die Zusammenfassungen wurden von mir meist noch auf 2-4 Seiten in Form einer Kurzzusammenfassung gebracht und ich habe in den letzten Wochen vor der Prüfung nur noch anhand dieser Mittel gelernt.
2.4. Frühere Prüfungen heranziehen
Meist bieten die Studentenvertretungen (ASTA) oder die Fachbereichsvertretungen die Möglichkeit alte Klausuren zu kopieren. Manchmal kann man auch beim Lehrstuhl direkt fragen, wobei manche Professoren sich weigern ihre alten Klausuren rauszurücken. Man sieht dann, wie der Lehrstuhl seine Prüfungen gestaltet und kann sich frühzeitig darauf einstellen.
Gerade in mathematisch angehauchten Fächern sind alte Klausuren ein gutes Hilfsmittel, denn hier macht vor allem Übung den Meister.
2.5. Vorlesungen nochmals besuchen
Habe ich bei meinen letzten beiden Prüfungen gemacht und bin gut damit gefahren. Man muß nicht nur ständig in Bücher starren, sondern man erhält oft wertvolle Hinweise, worauf es eigentlich ankommt.
2.6. Pokern
Das Problem kennt jeder: Eine Menge Stoff, nur ein Bruchteil davon wird verlangt und es steht wenig Zeit zur Verfügung. Also schaut man sich in alten Klausuren, was denn gefragt sein könnte oder schaut nach den Vorlieben des Professors.
Davon kann ich nur warnen, denn man kann damit furchtbar auf die Nase fallen. Zwei Beispiele hierzu:
a) Ich habe auch gemeint, ich muß bei der Vorbereitung für die Finanzpolitik-Prüfung pokern, habe einen Themenschwerpunkt rausgelassen und habe mich voll auf die drei anderen konzentriert, weil ich ja wußte nur drei von vier Gebieten müssen bearbeitet werden. Wäre nicht weiter schlimm gewesen, aber weil mich die Gesundheitspolitik nicht interessierte, habe ich diesen Punkt beim sozialpolitischen Teil weggelassen, obwohl ich wußte, daß mein Professor Mitglied der „Fünf Weisen“ im Bereich Gesundheitspolitik war. Schön doof. Und genau das kam dann dran, ich stand in der Prüfung ganz schön belämmert da, mußte umschwenken und habe dann mehr schlecht als recht in der Infrastrukturpolitik herumgestochert. Hat mich damals die Eins gekostet.
b) In der BWL gab es damals einen ziemlich hinterlistigen Professor, der machte die Vorlesung „Betriebswirtschaftliche Steuerlehre“ bestehend aus Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer. Dieser liebenswürdige Mensch ließ während der Vorlesung die Bemerkung fallen, er würde die Umsatzsteuer in der nächsten Prüfung nicht behandeln. Daraufhin kamen in den nächsten Wochen nur noch 100 anstatt 300 Leute in die Vorlesung, da bis Semesterende eh nur noch Umsatzsteuer behandelt wurde. Und dann meinte der liebe Herr Professor während der letzten Vorlesung (ca. 1 Woche vor dem Prüfungstermin), er hätte es sich überlegt und würde die Umsatzsteuer doch dranbringen. Kann sich jeder denken, wie diese Prüfung ausgefallen ist.
Man kann zwar Schwerpunkte setzen, aber man sollte sein Blatt nicht überreizen.
3. Der Tag vor der Prüfung
Bis zur letzten Minute lernen bringt nicht viel, denn was ich bis zum letzten Tag nicht gelernt habe, lerne ich an diesem Tag sowieso nicht mehr. Ich habe mich am Tag vor der Prüfung meist auf eine Shopping-Tour begeben, ging mit meinem Hund spazieren und bin früh zu Bett gegangen. Nur meine Unterlagen habe ich nicht angerührt.
Zusammenfassung:
Ich bin mit dieser Art der Vorbereitung eigentlich immer gut gefahren und habe in meinem Studium nur im 1. Semester einen Schein verhauen. Bei den anderen Prüfungen hatte ich durch diese Vorbereitungen nie das Problem, ob ich die Prüfung bestehe, sondern eigentlich nur mit welcher Note.
bert0302
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sehr hilfreich
17.02.2001
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Hiiiilfeee, schon wieder Prüfungen . . .
Bewertung für Klausurvorbereitung - Tipps & Tricks von
Meg200x
Pro: gutes Ergebnis = Erfolgserlebnis, gute Noten können für später nicht schaden
Kontra: zeitaufwendig, zu hohe Selbsterwartung werden meist enttäuscht
. . . das denk ich mir schon seit über nem halben Jahr immer dann, wenn wieder eine Klausur, oder wie in meinem Falle momentan, eine mündliche Prüfung für's Vordiplom ansteht. Nicht nur während meiner mittlerweile 2 Semestrigen Studienerfahrung, auch währ ...
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sehr hilfreich
29.09.2003
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Was könnte der Prof wohl fragen
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lehrerbiene
Pro: das muß jeder für sich selbst herausfinden
Kontra: für mich gibts keins
Oftmals, so ist es jedenfalls bei mir, finden "Klausuren" nicht in der schriftlichen Frage-Antwort-Form statt, sondern in der mündlichen, genannt Kolloquium! Vor so einer kurzen, in der Regel 15minütigen mündlichen Abfrage des Semesterstoffs bin ich meist ...
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sehr hilfreich
11.12.2000
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