In seiner Verfilmung des ersten Romans der Österreicherin Elfriede Jelinek ("Lust") bleibt der Österreicher Michael Haneke ("Bennys Video", "Funny Games") seinem Hauptthema treu: Der Anatomie von Gewalt. Diesmal hat er sich erstmals großer (französischer) Stars, Isabelle Huppert und Annie Girardot ... Bericht lesen
Geschichte einer destruktiven Mutter-Tochter-Beziehung, hat Elfriede Jelinek ihren Ruf als grandiose Sprachvirtuosin gefestigt, aber eben auch einen der umstrittensten Romane der 80er-Jahre geschrieben. Die zwiespältigen Reaktionen von damals werden sich nun anlässlich von Michael Hanekes Verfilmung wiederholen. Doch der Skandal, den man angesichts dieses Stoffes vielleicht von Haneke, dem Provokateur, der manchmal auch zum Brandstifter wird, erwartet hätte, bleibt aus. Der österreichische Regisseur, der mit Filmen wie Bennys Video und Funny Games ein ums andere Mal zu weit gegangen ist, übt sich hier in einer sehr angenehmen Zurückhaltung. Erika Kohut (Isabelle Huppert) ist Ende 30 und lebt noch mit ihrer Mutter (Annie Girardot) zusammen, von der sie tagein, tagaus tyrannisiert wird. Die Professorin am Wiener Konservatorium hat kein eigenes Leben, über jeden Schritt muss sie Rechenschaft abgeben. Sie hasst ihre Mutter und liebt sie zugleich über alles. Dieses fragile, an sich schon gefährliche Gleichgewicht der Gefühle gerät völlig durcheinander, als Walter Klemmer (Benoit Magimel), einer von Erikas Schülern, die Klavierspielerin unbedingt verführen will. Michael Haneke erforscht die sadomasochistische Beziehung zwischen Erika und ihrer Mutter genauso wie das von Unverständnis und Intoleranz geprägte Verhältnis zwischen Erika und Walter, aber er erklärt nichts. Die Figuren bleiben ein Rätsel, dem man sich nur über ihre Darsteller nähern kann. Isabelle Huppert und Benoit Magimel wurden beim Filmfestival in Cannes mit den Schauspielerpreisen ausgezeichnet, eine Ehrung, die mehr als nur gerechtfertigt erscheint. Alleine schon Isabelle Hupperts Mut, diese zutiefst verletzte Figur zu spielen, die sich selbst immer weiter verletzt, ist bewundernswert. Sie öffnet sich hier in einem Maße, das einen beinahe erschauern lässt. So tief kann man nur selten im Kino in die Seele eines Menschen, besonders einer Frau, blicken. Was man dabei sieht, ist natürlich schockierend, aber es geht Haneke dabei nicht um den Effekt. Das Außergewöhnliche, das Unverständliche, auch das Obszöne werden kenntlich als ein Teil der menschlichen Natur. Die Klavierspielerin fordert von uns, den Zuschauern, die Offenheit und Toleranz, die seine Figuren eben nicht aufbringen können. --Sascha Westphal
(2001): Erika Kohut (Isabell Huppert) gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstoßung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Es wird ein Kamp Die Ausgesperrten (1982): 'Die Ausgesperrten' erzählt von jungen Leuten, die aus dem Schatten der älteren Generation herauskommen möchten. Sie schließen sich (ein authentischer Fall) zu einer Bande zusammen, um im Schutz der Dunkelheit und ihres schülerhaft-harmlosen Aussehens Passanten zu überfallen, auszurauben und zu mi
Die Klavierspielerin (DVD)
Erika Kohut (Isabell Huppert) gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist ... mehr
Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstossung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Es wird ein Kampf...
Geschichte einer destruktiven Mutter-Tochter-Beziehung, hat Elfriede Jelinek ihren Ruf als grandiose Sprachvirtuosin gefestigt, aber eben auch einen der umstrittensten Romane der 80er-Jahre geschrieben. Die zwiespältigen Reaktionen von damals werden sich nun anlässlich von Michael Hanekes Verfilmung wiederholen. Doch der Skandal, den man angesichts dieses Stoffes vielleicht von Haneke, dem Provokateur, der manchmal auch zum Brandstifter wird, erwartet hätte, bleibt aus. Der österreichische Regisseur, der mit Filmen wie Bennys Video und Funny Games ein ums andere Mal zu weit gegangen ist, übt sich hier in einer sehr angenehmen Zurückhaltung. Erika Kohut (Isabelle Huppert) ist Ende 30 und lebt noch mit ihrer Mutter (Annie Girardot) zusammen, von der sie tagein, tagaus tyrannisiert wird. Die Professorin am Wiener Konservatorium hat kein eigenes Leben, über jeden Schritt muss sie Rechenschaft abgeben. Sie hasst ihre Mutter und liebt sie zugleich über alles. Dieses fragile, an sich schon gefährliche Gleichgewicht der Gefühle gerät völlig durcheinander, als Walter Klemmer (Benoit Magimel), einer von Erikas Schülern, die Klavierspielerin unbedingt verführen will. Michael Haneke erforscht die sadomasochistische Beziehung zwischen Erika und ihrer Mutter genauso wie das von Unverständnis und Intoleranz geprägte Verhältnis zwischen Erika und Walter, aber er erklärt nichts. Die Figuren bleiben ein Rätsel, dem man sich nur über ihre Darsteller nähern kann. Isabelle Huppert und Benoit Magimel wurden beim Filmfestival in Cannes mit den Schauspielerpreisen ausgezeichnet, eine Ehrung, die mehr als nur gerechtfertigt erscheint. Alleine schon Isabelle Hupperts Mut, diese zutiefst verletzte Figur zu spielen, die sich selbst immer weiter verletzt, ist bewundernswert. Sie öffnet sich hier in einem Maße, das einen beinahe erschauern lässt. So tief kann man nur selten im Kino in die Seele eines Menschen, besonders einer Frau, blicken. Was man dabei sieht, ist natürlich schockierend, aber es geht Haneke dabei nicht um den Effekt. Das Außergewöhnliche, das Unverständliche, auch das Obszöne werden kenntlich als ein Teil der menschlichen Natur. Die Klavierspielerin fordert von uns, den Zuschauern, die Offenheit und Toleranz, die seine Figuren eben nicht aufbringen können. --Sascha Westphal
von ihrer Mutter zur Pianistin gedrillt, ist es nicht möglich, aus ihrer Isolation heraus eine sexuelle Identität zu finden. Unfähig, sich auf das Leben einzulassen, wird sie zur Voyeurin. Als einer ihrer Schüler mit ihr ein Liebesverhältnis anstrebt, erfährt sie, daß sie nur noch im Leiden und in der Bestrafung Lust empfindet.
Die Klavierspielerin (DVD)
Erika Kohut (Isabell Huppert) gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist ... mehr
Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstossung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Es wird ein Kampf...
Die Klavierspielerin (DVD)
FSK: ab 16 JahreSprache: DeutschRegie: Michael Haneke. Nach e. Roman v. Elfriede Jelinek. ... mehr
Mit Isabelle Huppert, Annie Giradot, Benoit Magimel u. a.Erika Kohut gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter zusammen. Machmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos und Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstoßung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide, das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln.
am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstossung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide, das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Ein Kampf entsteht ... "Die Ausgesperrten" (A 1982): Der Abiturient Peter Witkowski und seine Zwillingsschwester Anna leben in einer kaputten Familie. Ihr Vater, ein ehemaliger SS-Offizier und Kriegsinvalide, terrorisiert die ganze Familie. Seine Frau zwingt er zu perversen Aktaufnahmen und demütigt sie damit vor den Kindern. Peter will nur noch raus und schafft sich seine eigene Traumwelt. Er phantasiert von Anschlägen gegen die Reichen und Oberen, die er gemeinsam mit Anna, ihrer adeligen Schulkameradin Sophie und deren Freund Hans durchführen will. Doch sehr schnell wird der Gruppe klar, dass Peter nur ein Träumer ist. Sophie übernimmt die Führungsrolle innerhalb der Clique, und Peter wird immer mehr zum Aussenseiter. Seine angestaute Frustration und sein grenzenloser Zorn entladen sich schliesslich in einer grausamen und schrecklichen Bluttat ...
Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter Annie Girardot zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten Benot Magimel sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstoßung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide, das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Ein Kampf entsteht ... "Die Ausgesperrten" A 1982 Der Abiturient Peter Witkowski und seine Zwillingsschwester Anna leben in einer kaputten Familie. Ihr Vater, ein ehemaliger SS-Offizier und Kriegsinvalide, terrorisiert die ganze Familie. Seine Frau zwingt er zu perversen Aktaufnahmen und demütigt sie damit vor den Kindern. Peter will nur noch raus und schafft sich seine eigene Traumwelt. Er phantasiert von Anschlägen gegen die Reichen und Oberen, die er gemeinsam mit Anna, ihrer adeligen Schulkameradin Sophie und deren Freund Hans durchführen will. Doch sehr schnell wird der Gruppe klar, dass Peter nur ein Träumer ist. Sophie übernimmt die Führungsrolle innerhalb der Clique, und Peter wird immer mehr zum Außenseiter. Seine angestaute Frustration und sein grenzenloser Zorn entladen sich schließlich in einer grausamen und schrecklichen Bluttat ...
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Erfahrungsbericht von Athomzombie über Klavierspielerin, Die 21.07.2004
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Eine überirdische Huppert
Kontra:
Dass dieses alles nicht so fiktiv ist, wie man wünscht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
In seiner Verfilmung des ersten Romans der Österreicherin Elfriede Jelinek ("Lust") bleibt der Österreicher Michael Haneke ("Bennys Video", "Funny Games") seinem Hauptthema treu: Der Anatomie von Gewalt. Diesmal hat er sich erstmals großer (französischer) Stars, Isabelle Huppert und Annie Girardot bedient und den Spezialpreis der Jury von Cannes bekommen. Ein schwer zugänglicher Film über Neurosen, Sonaten und Gewalt.
Die nicht mehr ganz junge Pianistin und Professorin für Klavier Erika Kohut (Isabelle Huppert) lebt mit ihrer Mutter (Annie Girardot) seit dem Tod des Vaters in einem fatalen Abhängigkeitsverhältnis. Sogar das elterliche Ehebett teilen die Frauen. Eifersüchtig bewacht die Mutter die Tochter, die es anscheinend schon lange aufgegeben hat, sich aus dieser erstickenden Hassliebe zu befreien. Ihre Befriedigungen findet die freudlose Erika in Selbstverstümmelungen, beim Schnuppern am Sperma in Sexvideokabinen und in einer übergrossen Strenge und Grausamkeit gegenüber ihren Klavierschülern, bis sie sich eines Tages in einen Studenten verliebt: Walter Klemmer (Benoit Magimel), ein vielversprechendes Klaviertalent, der ihr offen Avancen macht, und es gegen ihren Willen schafft, in ihre Meisterklasse aufgenommen zu werden. Nach anfänglichem Widerstand stellt Erika autoritär Bedingungen für ihre Art einer Liebesbeziehung: Nur in masochistischer Erniedrigung will sie "geliebt" werden. In einem langen Brief verlangt sie u.A. "Schläge mit dem Handrücken, und wenn ich bettele, dass du aufhörst, sollst du mich nur noch härter schlagen". Als Walter sich daraufhin angewidert von ihr abwendet, stellt sie ihm nach und verspricht ihm, alles zu tun, was er will, seine "normale" Liebe zu praktizieren, weil sie "ein Leben lang auf ihn gewartet" habe und ihn liebe. Aber dann demütigt, misshandelt, vergewaltigt und verlässt er sie schliesslich, aus Gründen gekränkter Eitelkeit, voller Verständnislosigkeit und Hass. Erika bleibt allein in ihrem Käfig. Die einzige Chance einer Äusserung und Kontaktaufnahme ihres eingesperrten Ichs ist gescheitert. Sie wird nicht verstanden. Ihr Leben ist endgültig obsolet geworden.
Wie in seinen wichtigen Filmen "Benny‘s Video" und "Funny Games" ist auch die Hauptfigur in "Die Klavierspielerin" nahezu entmenschlicht und unfähig zu Gefühlen. Nur in der Ausübung oder dem Erdulden von Gewalt scheinen Hanekes Protagonisten noch einen Rest von Erleben zu finden. Meistens bleibt es nicht bei dieser konkreten Studie, denn immer wieder werden diese Kranken und Degenerierten als aus ihrem Umfeld, der Familie, der Gesellschaft erzeugte, gezeigt.
"Die Klavierspielerin", nach aussen hin angesehenes und etabliertes Mitglied der Gesellschaft, ist im Privatleben ein Katastrophe, wie auch ihre Mutter eine ist. Das dunkle, schreckliche Geheimnis psychischer Verwahrlosung lebt hinter verschlossenen Türen. Das künstlerische Erbe der grossen Komponisten Bach, Schubert, Schönberg (die im Film häufig und beeindruckend interpretiert werden), das auch ein Synonym für vollendete aufgeklärte Kultur darstellt, wird konterkariert mit Erikas Bedürfnis nach ausgefeiltem Sadomasosex. Die öffentliche, bildungsbürgerliche Kultur geht gut Hand in Hand mit destruktivsten Trieben, und selbst der charmante und begabte Klemmer bildet da keine Ausnahme.
Auffallend ist die Kälte der Welt, in der diese Figuren leben. Ein den Figuren eigener Humor wie auch erzählerischer Humor glänzt in Hanekes Filmen grundsätzlich durch Abwesenheit. Atmosphärische Kälte wird erzeugt durch gnadenlos lange Einstellungen auf grausame, unmenschliche Szenen. Die Kamera ist unnachgiebige Berichterstatterin des Grauens. Sie beobachtet einsame und verlorene Menschen in ihren schrecklichsten, quälendsten Erlebnissen. Menschen, deren Geheimnis nur angedeutet wird, die selbst dem Zuschauer fremd bleiben. "Die Klavierspielerin" ist alles andere als eine leicht zu enträtselnde Figur, trotz einer bis an ihre Grenzen schauspielernden Huppert, und so scheint es fast, als bliebe sie nicht nur allein in ihrer Geschichte, sondern als würden auch wir sie verständnislos allein lassen müssen. Trotz der brutalen Offenheit macht die gleichzeitigeVerschlossenheit seiner Erzählweise den Film schwer zugänglich, mitunter kann man die manchmal quälende Dauer sicher in realo genauso langer Szenen gar als langweilig empfinden, aber dann kann einen auch wieder jener Kälteschauer überkommen, wenn man spürt, wie nahe doch diese zeitlich eins zu eins dargestellte Gewalt jener real existierenden Gewalt sein muss, die es immer wieder und überall gibt.
Nachtrag: Diese Kritik bezieht sich auf die Kinoversion der "Klavierspielerin". Die Videofassung ist gerade in den Szenen gekürzt, die den Film zu einem echten Haneke machen: Quälend lange Einstellungen von Gewaltakten, Erbrechen von Sperma, etc.
Dadurch verliert der Film wesentliche Aussagen und wird zu einem eher harmlosen Stück über eine kranke Frau. Zu empfehlen aber sind die gelegentlichen Aufführungen bei arte oder 3Sat, die den Film noch ungekürzt gelassen haben.
10 von 10 Punkten
Andreas Thomas / athomzombie
Diese Kritik ist zuerst erschienen bei: filmrezension.de und in meiner www.filmzentrale.com
weitere Erfahrungsberichte
Frigide Bewertung für Klavierspielerin, Dievon
XXLALF58
Pro: Sorgt hinterher für ausreichend Gesprächsstoff Kontra: Zum Berieseln lassen völlig ungeeignet
Ein weiterer Film, den mein Mann in der Bücherei entdeckte hat und meinte, dass dieser ganz nach meinem Geschmack sei, zumal sich doch der Titel "Die Klavierspielerin" schon recht interessant anhört. Von was sich dieser Film handelt, davon wusste nur mein ...
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sehr hilfreich
03.10.2009
Abgründe ... Bewertung für Klavierspielerin, Dievon
Posdole
Pro: siehe Bericht Kontra: --
Als ich aus diesem Film, im wahrsten Sinn: aus dem Film, nicht aus dem Kino, herauskam, war mir zum Heulen. Michael Haneke, dessen Filme (z.B. »Funny Games« oder »Code: Unbekannt«) immer umstritten waren – oft ein großer Vorteil ernster Filme –, mutete mi ...
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Pro: Regie,Schauspieler,Bildsprache,Handlung Kontra: Direkt und ungeschminkt.Nichts für schwache Seelen
Was hat mich bewegt, in diesen Film zu gehen? Elfriede Jelinek ist eine faszinierende Autorin, Michael Haneke ein ebensolcher Regisseur. Seit seiner
Verfilmung von "Das Schloß" nach Franz Kafka für mich auch ein Spezialist für Literatur. Grund genug für ...
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Hört man den Namen der Autorin - Elfriede Jelinek -, sollte man gewappnet sein und wissen, daß man sich auf eine Reise in das Innerste des menschlichen Zentrums begibt. Destruktiv, morbide, verstörend, in der Hauptsache jedoch entlarvend. Hohngelächter fo ...
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Pro: Tiefe Blicke in Abgründe anderer Seelen Kontra: Nicht für Jedermann
Völlig Ahnungslos schaute ich mir diesen Film an, denn trotz zum Teil warnender Kritik war ich nicht auf solch einen Film vorbereitet. In diesem Bericht möchte ich meine Gedanken mit den Lesern teilen.
Die Story
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Schon der Anfang dieses Fi ...
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Pro: kommt ohne großes Tamtam aus; Darsteller, Atmosphäre, hält sich zum Teil sehr ans Buch... Kontra: ...manches ist ohne Kenntnis des Buchs nicht wirklich nachvollziehbar
...Passend zum Buch legte ich mir ? mehr oder minder konsequenterweise ? ebenfalls die Verfilmung von
Die Klavierspielerin zu; schenkte der darauf thronenden Bezeichnung ?obzön, skandalös, pervers? hingegen keinerlei wirkliche glaubende Beachtung ~ wer Michael Haneke kennt, der weiß, dass dessen Werke oftmals recht pompös angekündigt werden (u.a. ?Funny games U.S.?) , sich der wesentliche Kern hinter den entsprechenden Schlagworten jedoch eher versteckt hält.
De facto hält sich die 134minütige Bebilderung hin und wieder detailgetreu an die Romanvorlage Jelinek's; während andere, meiner Meinung nach durchaus wertvolle Informationen, herausgelassen wurden. Die DVD-Extras habe ich dahingehend beachtet, dass ich mir das Interview mit Michael Haneke zumindest zum Teil angesehen habe ~ hier erklärt dieser, dass der einstigen...
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...Die Klavierspielerin ist ein Film von dem ich nur abraten kann. Das gleichnamige Buch von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek auf dem der Film basiert kann ich nicht beurteilen aber wenn es auch nur halb so krank wie der Film ist rate ich davon auch ab.
Beim Film Die Klavierspielerin wollte ich schon sehr schnell W.O. geben aber dann hätte ich keinen ciao.de Bericht schreiben können :-)
So hielt ich durch, der Film ist bei mir aber unter den "Worst 10" Filmen die ich je gesehen habe.
Daten:
Darsteller: Isabelle Huppert|Benoit Magimel
Regisseur(e): Michael Haneke
Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Euro Video
Erscheinungstermin: 27. Juni 2005
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 130...
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Pro: Sehr gute und realistische Umsetzung des gleichnamigen Romans der Nobelpreisträgerin Kontra: Erika Kohut ist einen Tick zu unsympathisch, Walter Klemmer einen Tick zu sympathisch.
...Gestern haben wir noch einmal den Film "Die Klavierspielerin" gesehen, und eigentlich wollte ich gar nicht mehr darüber schreiben, weil ich ja schon über das Buch ausführlich geschrieben habe.
Dann aber las ich, dass es nur eine - und dazu noch herabwürdigende - Meinung zum Film gibt, und das veranlasst mich, doch meine Stimme zu erheben.
Eins vorweg: Der Film ist sehr belastend und schwierig, schwieriger als manche Bergman-Filme und Ekel von Polanski, und die Szene, die auf dem Cover abgebildet ist, ist so ziemlich die erotischste des Films. Es geht auch gar nicht um Erotik, es geht um falsche Erziehung, um eine repressive Mutter und eine Tochter, die aufgrund der Repression keine normale, nur kranke Erotik entwickeln kann.
Erika Kohut hat drei Leben:
Im ersten Leben ist sie eine gescheiterte Konzertpianistin, aber dann doch...
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sehr hilfreich 01.01.1970
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