Klavierspielerin, Die

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In seiner Verfilmung des ersten Romans der Österreicherin Elfriede Jelinek ("Lust") bleibt der Österreicher Michael Haneke ("Bennys Video", "Funny Games") seinem Hauptthema treu: Der Anatomie von Gewalt. Diesmal hat er sich erstmals großer (französischer) Stars, Isabelle Huppert und Annie Girardot ... Bericht lesen





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80er-Jahre geschrieben. Die zwiespältigen
Reaktionen von damals werden sich nun anlässlich
von Michael Hanekes Verfilmung wiederholen. Doch
der Skandal, den man angesichts dieses Stoffes
vielleicht von Haneke, dem Provokateur, der
manchmal auch zum Brandstifter wird, erwartet
hätte, bleibt aus. Der österreichische Regisseur,
der mit Filmen wie Bennys Video und Funny Games
ein ums andere Mal zu weit gegangen ist, übt sich
hier in einer sehr angenehmen Zurückhaltung. 
Erika Kohut (Isabelle Huppert) ist Ende 30 und
lebt noch mit ihrer Mutter (Annie Girardot)
zusammen, von der sie tagein, tagaus tyrannisiert
wird. Die Professorin am Wiener Konservatorium hat
kein eigenes Leben, über jeden Schritt muss sie
Rechenschaft abgeben. Sie hasst ihre Mutter und
liebt sie zugleich über alles. Dieses fragile, an
sich schon gefährliche Gleichgewicht der Gefühle
gerät völlig durcheinander, als Walter Klemmer
(Benoit Magimel), einer von Erikas Schülern, die
Klavierspielerin unbedingt verführen will. 
Michael Haneke erforscht die sadomasochistische
Beziehung zwischen Erika und ihrer Mutter genauso
wie das von Unverständnis und Intoleranz geprägte
Verhältnis zwischen Erika und Walter, aber er
erklärt nichts. Die Figuren bleiben ein Rätsel,
dem man sich nur über ihre Darsteller nähern kann.
Isabelle Huppert und Benoit Magimel wurden beim
Filmfestival in Cannes mit den Schauspielerpreisen
ausgezeichnet, eine Ehrung, die mehr als nur
gerechtfertigt erscheint. Alleine schon Isabelle
Hupperts Mut, diese zutiefst verletzte Figur zu
spielen, die sich selbst immer weiter verletzt,
ist bewundernswert. Sie öffnet sich hier in einem
Maße, das einen beinahe erschauern lässt. So tief
kann man nur selten im Kino in die Seele eines
Menschen, besonders einer Frau, blicken. Was man
dabei sieht, ist natürlich schockierend, aber es
geht Haneke dabei nicht um den Effekt. Das
Außergewöhnliche, das Unverständliche, auch das
Obszöne werden kenntlich als ein Teil der
menschlichen Natur. Die Klavierspielerin fordert
von uns, den Zuschauern, die Offenheit und
Toleranz, die seine Figuren eben nicht aufbringen
können. --Sascha Westphal
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Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann
besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität
erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich
nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages
einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den
Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung
und Abstoßung wächst die Lust. Nach einem ersten
missglückten Versuch der Annäherung versuchen
beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach
den jeweils eigenen Regeln. Es wird ein Kamp   
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beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach
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Erika Kohut (Isabelle Huppert) ist Ende 30 und
lebt noch mit ihrer Mutter (Annie Girardot)
zusammen, von der sie tagein, tagaus tyrannisiert
wird. Die Professorin am Wiener Konservatorium hat
kein eigenes Leben, über jeden Schritt muss sie
Rechenschaft abgeben. Sie hasst ihre Mutter und
liebt sie zugleich über alles. Dieses fragile, an
sich schon gefährliche Gleichgewicht der Gefühle
gerät völlig durcheinander, als Walter Klemmer
(Benoit Magimel), einer von Erikas Schülern, die
Klavierspielerin unbedingt verführen will. 
Michael Haneke erforscht die sadomasochistische
Beziehung zwischen Erika und ihrer Mutter genauso
wie das von Unverständnis und Intoleranz geprägte
Verhältnis zwischen Erika und Walter, aber er
erklärt nichts. Die Figuren bleiben ein Rätsel,
dem man sich nur über ihre Darsteller nähern kann.
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Filmfestival in Cannes mit den Schauspielerpreisen
ausgezeichnet, eine Ehrung, die mehr als nur
gerechtfertigt erscheint. Alleine schon Isabelle
Hupperts Mut, diese zutiefst verletzte Figur zu
spielen, die sich selbst immer weiter verletzt,
ist bewundernswert. Sie öffnet sich hier in einem
Maße, das einen beinahe erschauern lässt. So tief
kann man nur selten im Kino in die Seele eines
Menschen, besonders einer Frau, blicken. Was man
dabei sieht, ist natürlich schockierend, aber es
geht Haneke dabei nicht um den Effekt. Das
Außergewöhnliche, das Unverständliche, auch das
Obszöne werden kenntlich als ein Teil der
menschlichen Natur. Die Klavierspielerin fordert
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Die Klavierspielerin, Elfriede Jelinek Die Klavierspielerin, Elfriede Jelinek
1986, 284 Seiten, Maße: 11,4 x 19 cm, Taschenbuch, DeutschDer Klavierlehrerin Erika Kohut, ... mehr
von ihrer Mutter zur Pianistin gedrillt, ist es
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anstrebt, erfährt sie, daß sie nur noch im Leiden
und in der Bestrafung Lust empfindet.
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Die Klavierspielerin (DVD) Die Klavierspielerin (DVD)
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beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach
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Die Klavierspielerin & Die Ausgesperrten (DVD) Die Klavierspielerin & Die Ausgesperrten (DVD)
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verführen. Zwischen Anziehung und Abstossung
wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten
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weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils
eigenen Regeln. Ein Kampf entsteht ... "Die
Ausgesperrten" (A 1982): Der Abiturient Peter
Witkowski und seine Zwillingsschwester Anna leben
in einer kaputten Familie. Ihr Vater, ein
ehemaliger SS-Offizier und Kriegsinvalide,
terrorisiert die ganze Familie. Seine Frau zwingt
er zu perversen Aktaufnahmen und demütigt sie
damit vor den Kindern. Peter will nur noch raus
und schafft sich seine eigene Traumwelt. Er
phantasiert von Anschlägen gegen die Reichen und
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Schulkameradin Sophie und deren Freund Hans
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Clique, und Peter wird immer mehr zum
Aussenseiter. Seine angestaute Frustration und
sein grenzenloser Zorn entladen sich schliesslich
in einer grausamen und schrecklichen Bluttat ...
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Die Klavierspielerin / Die Ausgesperrten [2 DVDs] Die Klavierspielerin / Die Ausgesperrten [2 DVDs]
"Die Klavierspielerin" A/F 2001 Erika Kohut Isabelle Huppert gibt Klavierunterricht am ... mehr
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terrorisiert die ganze Familie. Seine Frau zwingt
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1-6 von 13 Erfahrungsberichten    
> Alle 13 Klavierspielerin, Die Erfahrungsberichte anzeigen
Die Gewalt der schönen Künste
Erfahrungsbericht von Athomzombie über Klavierspielerin, Die
21.07.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Eine überirdische Huppert
Kontra: Dass dieses alles nicht so fiktiv ist, wie man wünscht

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

In seiner Verfilmung des ersten Romans der Österreicherin Elfriede Jelinek ("Lust") bleibt der Österreicher Michael Haneke ("Bennys Video", "Funny Games") seinem Hauptthema treu: Der Anatomie von Gewalt. Diesmal hat er sich erstmals großer (französischer) Stars, Isabelle Huppert und Annie Girardot bedient und den Spezialpreis der Jury von Cannes bekommen. Ein schwer zugänglicher Film über Neurosen, Sonaten und Gewalt.

Die nicht mehr ganz junge Pianistin und Professorin für Klavier Erika Kohut (Isabelle Huppert) lebt mit ihrer Mutter (Annie Girardot) seit dem Tod des Vaters in einem fatalen Abhängigkeitsverhältnis. Sogar das elterliche Ehebett teilen die Frauen. Eifersüchtig bewacht die Mutter die Tochter, die es anscheinend schon lange aufgegeben hat, sich aus dieser erstickenden Hassliebe zu befreien. Ihre Befriedigungen findet die freudlose Erika in Selbstverstümmelungen, beim Schnuppern am Sperma in Sexvideokabinen und in einer übergrossen Strenge und Grausamkeit gegenüber ihren Klavierschülern, bis sie sich eines Tages in einen Studenten verliebt: Walter Klemmer (Benoit Magimel), ein vielversprechendes Klaviertalent, der ihr offen Avancen macht, und es gegen ihren Willen schafft, in ihre Meisterklasse aufgenommen zu werden. Nach anfänglichem Widerstand stellt Erika autoritär Bedingungen für ihre Art einer Liebesbeziehung: Nur in masochistischer Erniedrigung will sie "geliebt" werden. In einem langen Brief verlangt sie u.A. "Schläge mit dem Handrücken, und wenn ich bettele, dass du aufhörst, sollst du mich nur noch härter schlagen". Als Walter sich daraufhin angewidert von ihr abwendet, stellt sie ihm nach und verspricht ihm, alles zu tun, was er will, seine "normale" Liebe zu praktizieren, weil sie "ein Leben lang auf ihn gewartet" habe und ihn liebe. Aber dann demütigt, misshandelt, vergewaltigt und verlässt er sie schliesslich, aus Gründen gekränkter Eitelkeit, voller Verständnislosigkeit und Hass. Erika bleibt allein in ihrem Käfig. Die einzige Chance einer Äusserung und Kontaktaufnahme ihres eingesperrten Ichs ist gescheitert. Sie wird nicht verstanden. Ihr Leben ist endgültig obsolet geworden.

Wie in seinen wichtigen Filmen "Benny‘s Video" und "Funny Games" ist auch die Hauptfigur in "Die Klavierspielerin" nahezu entmenschlicht und unfähig zu Gefühlen. Nur in der Ausübung oder dem Erdulden von Gewalt scheinen Hanekes Protagonisten noch einen Rest von Erleben zu finden. Meistens bleibt es nicht bei dieser konkreten Studie, denn immer wieder werden diese Kranken und Degenerierten als aus ihrem Umfeld, der Familie, der Gesellschaft erzeugte, gezeigt.

"Die Klavierspielerin", nach aussen hin angesehenes und etabliertes Mitglied der Gesellschaft, ist im Privatleben ein Katastrophe, wie auch ihre Mutter eine ist. Das dunkle, schreckliche Geheimnis psychischer Verwahrlosung lebt hinter verschlossenen Türen. Das künstlerische Erbe der grossen Komponisten Bach, Schubert, Schönberg (die im Film häufig und beeindruckend interpretiert werden), das auch ein Synonym für vollendete aufgeklärte Kultur darstellt, wird konterkariert mit Erikas Bedürfnis nach ausgefeiltem Sadomasosex. Die öffentliche, bildungsbürgerliche Kultur geht gut Hand in Hand mit destruktivsten Trieben, und selbst der charmante und begabte Klemmer bildet da keine Ausnahme.

Auffallend ist die Kälte der Welt, in der diese Figuren leben. Ein den Figuren eigener Humor wie auch erzählerischer Humor glänzt in Hanekes Filmen grundsätzlich durch Abwesenheit. Atmosphärische Kälte wird erzeugt durch gnadenlos lange Einstellungen auf grausame, unmenschliche Szenen. Die Kamera ist unnachgiebige Berichterstatterin des Grauens. Sie beobachtet einsame und verlorene Menschen in ihren schrecklichsten, quälendsten Erlebnissen. Menschen, deren Geheimnis nur angedeutet wird, die selbst dem Zuschauer fremd bleiben. "Die Klavierspielerin" ist alles andere als eine leicht zu enträtselnde Figur, trotz einer bis an ihre Grenzen schauspielernden Huppert, und so scheint es fast, als bliebe sie nicht nur allein in ihrer Geschichte, sondern als würden auch wir sie verständnislos allein lassen müssen. Trotz der brutalen Offenheit macht die gleichzeitigeVerschlossenheit seiner Erzählweise den Film schwer zugänglich, mitunter kann man die manchmal quälende Dauer sicher in realo genauso langer Szenen gar als langweilig empfinden, aber dann kann einen auch wieder jener Kälteschauer überkommen, wenn man spürt, wie nahe doch diese zeitlich eins zu eins dargestellte Gewalt jener real existierenden Gewalt sein muss, die es immer wieder und überall gibt.

Nachtrag: Diese Kritik bezieht sich auf die Kinoversion der "Klavierspielerin". Die Videofassung ist gerade in den Szenen gekürzt, die den Film zu einem echten Haneke machen: Quälend lange Einstellungen von Gewaltakten, Erbrechen von Sperma, etc.

Dadurch verliert der Film wesentliche Aussagen und wird zu einem eher harmlosen Stück über eine kranke Frau. Zu empfehlen aber sind die gelegentlichen Aufführungen bei arte oder 3Sat, die den Film noch ungekürzt gelassen haben.

10 von 10 Punkten

Andreas Thomas / athomzombie

Diese Kritik ist zuerst erschienen bei: filmrezension.de und in meiner www.filmzentrale.com
   
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03.10.2009
Abgründe ...
Bewertung für Klavierspielerin, Die von Posdole

Pro: siehe Bericht
Kontra: --

Als ich aus diesem Film, im wahrsten Sinn: aus dem Film, nicht aus dem Kino, herauskam, war mir zum Heulen. Michael Haneke, dessen Filme (z.B. »Funny Games« oder »Code: Unbekannt«) immer umstritten waren – oft ein großer Vorteil ernster Filme –, mutete mi ... Bericht lesen

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sehr hilfreich

28.11.2001
Erotisch anziehend-abstoßend?
Bewertung für Klavierspielerin, Die von buhsi

Pro: Regie,Schauspieler,Bildsprache,Handlung
Kontra: Direkt und ungeschminkt.Nichts für schwache Seelen

Was hat mich bewegt, in diesen Film zu gehen? Elfriede Jelinek ist eine faszinierende Autorin, Michael Haneke ein ebensolcher Regisseur. Seit seiner Verfilmung von "Das Schloß" nach Franz Kafka für mich auch ein Spezialist für Literatur. Grund genug für ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

04.02.2002
Meisterliche Literaturverfilmung
Bewertung für Klavierspielerin, Die von LoreenaMcKay

Pro: Meisterwerk
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Hört man den Namen der Autorin - Elfriede Jelinek -, sollte man gewappnet sein und wissen, daß man sich auf eine Reise in das Innerste des menschlichen Zentrums begibt. Destruktiv, morbide, verstörend, in der Hauptsache jedoch entlarvend. Hohngelächter fo ... Bericht lesen

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19.02.2003
Gefühle in einem Käfig
Bewertung für Klavierspielerin, Die von christuser

Pro: Tiefe Blicke in Abgründe anderer Seelen
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Völlig Ahnungslos schaute ich mir diesen Film an, denn trotz zum Teil warnender Kritik war ich nicht auf solch einen Film vorbereitet. In diesem Bericht möchte ich meine Gedanken mit den Lesern teilen. Die Story --------- Schon der Anfang dieses Fi ... Bericht lesen

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21.04.2002

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"Letztlich ist der Bodensatz der Liebe immer nur banal."
Bewertung für Die Klavierspielerin (DVD) von  Cosmay

Pro: kommt ohne großes Tamtam aus; Darsteller, Atmosphäre, hält sich zum Teil sehr ans Buch...
Kontra: ...manches ist ohne Kenntnis des Buchs nicht wirklich nachvollziehbar

...Passend zum Buch legte ich mir ? mehr oder minder konsequenterweise ? ebenfalls die Verfilmung von Die Klavierspielerin zu; schenkte der darauf thronenden Bezeichnung ?obzön, skandalös, pervers? hingegen keinerlei wirkliche glaubende Beachtung ~ wer Michael Haneke kennt, der weiß, dass dessen Werke oftmals recht pompös angekündigt werden (u.a. ?Funny games U.S.?) , sich der wesentliche Kern hinter den entsprechenden Schlagworten jedoch eher versteckt hält. De facto hält sich die 134minütige Bebilderung hin und wieder detailgetreu an die Romanvorlage Jelinek's; während andere, meiner Meinung nach durchaus wertvolle Informationen, herausgelassen wurden. Die DVD-Extras habe ich dahingehend beachtet, dass ich mir das Interview mit Michael Haneke zumindest zum Teil angesehen habe ~ hier erklärt dieser, dass der einstigen... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich

sehr hilfreich
01.01.1970
Krankhaft
Bewertung für Die Klavierspielerin (DVD) von  templerthomas

Pro: nix
Kontra: s.Bericht

...Die Klavierspielerin ist ein Film von dem ich nur abraten kann. Das gleichnamige Buch von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek auf dem der Film basiert kann ich nicht beurteilen aber wenn es auch nur halb so krank wie der Film ist rate ich davon auch ab. Beim Film Die Klavierspielerin wollte ich schon sehr schnell W.O. geben aber dann hätte ich keinen ciao.de Bericht schreiben können :-) So hielt ich durch, der Film ist bei mir aber unter den "Worst 10" Filmen die ich je gesehen habe. Daten: Darsteller: Isabelle Huppert|Benoit Magimel Regisseur(e): Michael Haneke Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Region: Region 2 Bildseitenformat: 16:9 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Studio: Euro Video Erscheinungstermin: 27. Juni 2005 Produktionsjahr: 2001 Spieldauer: 130... Bericht lesen

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01.01.1970
Die Folgen repressiver Erziehung suchen Ventile
Bewertung für Die Klavierspielerin (DVD) von  w.gruentjens

Pro: Sehr gute und realistische Umsetzung des gleichnamigen Romans der Nobelpreisträgerin
Kontra: Erika Kohut ist einen Tick zu unsympathisch, Walter Klemmer einen Tick zu sympathisch.

...Gestern haben wir noch einmal den Film "Die Klavierspielerin" gesehen, und eigentlich wollte ich gar nicht mehr darüber schreiben, weil ich ja schon über das Buch ausführlich geschrieben habe. Dann aber las ich, dass es nur eine - und dazu noch herabwürdigende - Meinung zum Film gibt, und das veranlasst mich, doch meine Stimme zu erheben. Eins vorweg: Der Film ist sehr belastend und schwierig, schwieriger als manche Bergman-Filme und Ekel von Polanski, und die Szene, die auf dem Cover abgebildet ist, ist so ziemlich die erotischste des Films. Es geht auch gar nicht um Erotik, es geht um falsche Erziehung, um eine repressive Mutter und eine Tochter, die aufgrund der Repression keine normale, nur kranke Erotik entwickeln kann. Erika Kohut hat drei Leben: Im ersten Leben ist sie eine gescheiterte Konzertpianistin, aber dann doch... Bericht lesen

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01.01.1970

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