Kleintiere

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Erfahrungsbericht über "Kleintiere"

veröffentlicht 24.01.2003 | Perro72de
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Aus der Versenkung wieder aufgetaucht. Mal sehen was mir wieder schönes einfällt ;-)}. Grüße an alle PERRO72de PS: Für erworbenes Vertrauen freue ich mich besonders gern ;-)}
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"Insekten das etwas andere Hobby"

Ja, was soll denn das sein? Werden sich einige jetzt Fragen. Ja das gibt es auch, das heißt Entomologie oder besser Insektenkunde.


Hallo @ll Ciaoaner!
Nach einer längeren Pause möchte ich doch erst einmal etwas über mein Hobby berichten.

Wie kommt man zu so einem, etwas außergewöhnlichen Hobby? Ich bin schon länger ein Hobbyentomologe, "Mückenfänger", wie Vatern immer scherzhaft zu sagen pflegt. Ich interessiere mich über alles was mit Insekten zu tun hat, auch die Zucht.

Durch meine langjährige Erfahrung, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, nicht nur mit Käscher und Tropenhut ;-D} durch die Botanik zu springen, sondern auch was dafür zu leisten, die Zucht von Insekten (die meisten lasse ich wieder frei). Ich sammel ja auch einige Tiere für meinen Bestand. Leider sind Wildfänge immer etwas beschädigt, so sieht die Sammlung nicht gerade schön aus. Bei einer Zucht sind die Tiere "frisch", ohne Abnutzungserscheinungen.
Einige werden das jetzt nicht gerade befürworten, da habe ich auch Verständnis und deshalb schreibe ich ja auch diesen Bericht, um Vorurteile aufzuheben.

Der Größte Vorwurf, den Entomologen anhängt, ist das Sammeln, auch von geschützten Arten. Sie schädigen die Bestände bis zum Aussterben. Nein das stimmt nicht, wir sind ja keine Schlächter. Aber das Sammeln hat schon seinen Sinn. Wenn es richtig gemacht wird!!!
Viele Sachen aus der Natur sind bisher noch unklar, vor allen Dingen der Klein- und Kleinsttiere. Dazu gehören auch die Insekten. Die meisten übersehen sie beim spazieren gehen oder besser beachten sie nicht. Einige haben auch ein gewissen Ekel, gut, da sage ich mal, nicht richtig aufgeschlossen oder aufgeklärt (möchte jetzt mit niemanden anecken, ich weiß es gibt Phobien, sorry). Wenn sich jemand mit solchen Dingen etwas beschäftigt, wird er sehen wie vielgestaltig und interessant die Natur in Sachen Insekten ist. Viele Neuentdeckungen gehen auf das Konto von Hobbyentomologen, auch das Wissen über die Lebensweise und das Verhalten. Dieses Wissen wird wiederum dazu genutzt, diese LEBEWESEN zu schützen.

Mann sollte bedenken, daß es schon in frühester Erdzeit z.Bsp. Mücken und Libellen gab, die sich eigentlich kaum verändert haben. Beim Betrachten von Bernsteineinschlüssen, können bekannte (vom Äußeren Eindruck) Insektenarten ausgemacht und zugeordnet werden. Da sind wir unsererseits ganz schön jung.

Habt Ihr eigentlich gewußt (nach einer Reportage):
Wenn alle Menschen auf eine Waagschale gestellt werden würden und auf die andere die Insekten, dann ist die Waage im Gleichgewicht. !!!

Vom gesamten Erdball gibt es ca. 120.000 bekannte und beschriebene Arten von Schmetterlingen (Lepidopteren). Diese erhebliche Anzahl wird nur noch von den Käfern (Coleopteren), mit ca. 300.000 Arten, gedopt. Andere liegen weit von dieser Zahl entfernt. So kommen die Hautflügler (Hymenopteren)wie, Bienen, Ameisen, Wespen, auf ca. 110.000 Arten. Die Zweiflügler (Dipteren) wie, Fliegen, Mücken auf 80.000 Arten und die Wanzen (Heteropteren) gerade mal auf "nur" 40.000 Arten.
Spinnen und Skorpione gehören nicht zu den Insekten!!!
Der Unterschied klärt sich beim Körperaufbau.
Insekten bestehen aus drei gegliederten Körperteilen. Dem Kopf, die Brust (Thorax) und dem Hinterleib (Abdomen). Am Kopf haben sie zwei Fühler (Antennen) und verschieden ausgebildete Mundwerkzeuge (Mandibeln: Saugrüssel, Stechrüssel, Kneif- und Beißwerkzeuge). Am Brustglied sind 6 paarweise angeordnete Füße (Tarsen) und einige haben auch paarweise angeordnete Flügel. Der größte Unterschied ist aber in der Entwicklung zu sehen. So zeigen alle Insekten eine 3fache Metamorphose. Sie entwickeln sich aus dem Ei zur Raupe oder Larve (larvae), verpuppen (pupae) sich und kommen als fertiges Insekt (adult) wieder zum Vorschein. Wenn man das Ei mit dazuzählt sind es sogar 4 Stadien die ein Insekt durchläuft. Auch ist die Lebensgewohnheit meist unterschiedlich von Raupe/Larve zum adulten Insekt. Bei Schmetterlingen ist es sehr schön zu beschreiben. Die Raupen fressen Pflanzen, wobei die Schmetterlinge sich von Flüssigkeiten ernähren. Nicht alle, so haben z.Bsp. einige Nachtfalter, aber auch Käfer, im Raupenstadium sich genug angefressen, daß es bis zur Vermehrung reicht. Diese sterben auch relativ schnell nach der Paarung (korpula). Auch die Zeiten in den einzelnen Stadien sind bei jeder Art verschieden. Da betragen die Zeiten zwischen ein paar Tagen bis hin zu Jahren. Ein Hirschkäfer braucht von der Larve bis zum Käfer ca. 6-8 Jahre, eine Fliege dagegen ein paar Tage.

Die Verbreitung der Insekten entspricht ungefähr dem der Pflanzen. Die meisten bevorzugen Wärme, Sonne und eine blütenreiche Vegetation. Der Großteil ernährt sich ja auch von Nektar und ist so für die Bestäubung unerläßlich. Daher findet man den größten Artenreichtum auch in tropischem und subtropischen Raum. Ab dem 60. Breitengrad nimmt die Anzahl der Insekten schnell ab. Wohl gemerkt sei, das es in allen Gebieten der Erde Insekten vorkommen. Weit im Norden gibt es z.Bsp. eine Grillenart, die sich einfrieren lassen kann und nach dem Auftauen muxfiedel ist. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Natur selbst in den lebensfeindlichen Lagen immer wieder Überlebensmöglichkeiten findet.

Das soll’s für jetzt erst einmal Reichen, sonst habe ich ja keine Möglichkeit mehr andere Berichte zu schreiben ;-D}.

Vielleicht schaut ja der ein oder andere beim Frühlingsspaziergang etwas genauer hin.

Zu der Zucht von Schmetterlingen und Käfern werde ich später noch genaueres zum Besten geben.
Also, immer neugierig bleiben und öfters vorbeischauen.

Danke für Eure Bewertung, eventuell ein kleines Kommentar, wie Euch der Beitrag zusagt?

Tschau und Gruß
:-D}
PERRO

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • nahue veröffentlicht 04.03.2003
    jaja, ich sach da nur "mimic"...
  • Shigorus veröffentlicht 24.01.2003
    Ich glaub vor sowas würd ich mich ekeln ... naja kann man nichts machen! MfG sHiGoRuS
  • Schiller1971 veröffentlicht 24.01.2003
    Heimchen, Grillen und ägyptische Wanderheuschrecken bewohnen bei mir zu Hause einen eigenen Raum - finde ich witzig die Tierchen. Allerdings enden sie als Futter für meine Arachniden, die mein geliebtes Hobby sind.
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Produktdaten : Kleintiere

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