Lernen? Nö...Spielen!!!
10.03.2002 (11.03.2002)
Pro:
Lerneffekt, Spielspaß, liebevolle Grafik
Kontra:
nervige Steuerung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
mehr
 cfmax
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:43
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
~~~ Installation und Kompatibilität~~~ Die Installtion des Spiel verläuft ohne jegliches Problem, da keine weiteren Einstellungen getroffen werden müssen.
Das Spiel soll sowohl unter Macintosh als auch unter Win95/98 und NT laufen. Bei allen Windowsversionen (so getestet) läuft das Spiel mit einem 800Mhz Athlon recht flüssig. Ich bezweifle jedoch, dass die auf der Verpackung empfohlenen 200Mhz, 32MB RAM und 8x CD-ROM-Laufwerk für angenehmen Spielspaß ausreichen, da dieses Spiel auch bei meinem wesentlich besser ausgestattetem Rechner manchmal stockte. Quicktime 3.0 wird von dem Spiel benötigt und ist natürlich auf einer der beiden CD’s enthalten. Ein Handbuch ist schlicht und ergreifend nicht nötig, da sich das Spiel von allein erklärt.
~~~ Das Spiel und der Effekt ~~~ Aufgrund eines Meteoriten hat ein Planet aufgehört sich zu drehen. Dadurch entstand ein enorm großes Hitze-Kälte-Gefälle, was die Bewohner des Planeten veranlasste diesen zu verlassen. Man muss als Wissenschaftler in dieser physikalisch-fantastischen (in beiden Sinnbedeutungen) Welt eine bereits vorhandene, aber nicht funktionstüchtige Maschine zum Laufen bringen, die den Planeten wieder rotieren lassen soll. In Physikus muss man als Wissenschaftler in einer Fantasiewelt verschiedene kleine physische und teilweise etwas mathematische (aber Physik und Mathematik gehören ja eh fast zusammen) Rätsel lösen, um am Ende ein großes, allesumfassendes Rätsel lösen zu können.
Man läuft durch eine vollkommen auf physikalische Lerneffekte ausgerichtete Welt, in der man Gegenstände hier einsammeln , dort anbringen und schließlich an einem weiteren Ort in Bewegung bringen muss. Auf den Abenteuern steht einem ein Laptop zur Verfügung auf den man ständig zugreifen kann. Er beinhaltet alle wichtigen physikalischen Informationen, die im Verlauf des Spieles gebraucht werden.
Dem Spaß beim Spielen wird zumindest von Seiten des Aufgabengehaltes kein Abbruch getan. Ständig neue und immer weiterführende Problemstellungen spornen dazu an, sich mit physikalischen Problemen und Gegebenheiten ausgiebig auseinanderzusetzen. ~~~ Steuerung und Grafik ~~~
Das Spiel wird (fast) ausschließlich mit der Maus gesteuert. Man wechselt von einem Scrren in den anderen, indem man mit der Maus über eine bestimmte, Stelle auf dem Bildschirm fährt. Der Mauszeiger ändert sich dann in ein eintsprechendes Richtungssysmbol. Das ist zwar einfach zu verstehen, aber bei längeren Spielen – und dieses Spiel ist relativ lang – ein wenig nervig, da man sich durch viele einzelne Szenen klicken muss, wenn man an eine etwas weiter entfernte Stelle möchte. Teilweise sind Landschaften zu durchqueren, bei denen keinen Aktionen durchgeführt werden können und die aus mehreren Screens bestehen. Bei jedem neuen Bild allerdings ändert sich der Sichtwinkel ein wenig, sodass man nicht einfach 4 mal schnell hintereinander klicken kann um zur nächsten Aktionsstelle zu kommen, sondern auf jedem neuen Screen wieder den Bildschirbereich suchen muss, der weiter geradeaus führt. Gerade zum Ende des Spiels, wenn man merkt, dass man viele kleinere Sachen vergessen hat, ist es nervig sich sinnlos durch in- und auswendig bekannte Gegenden zu klicken.
Die Grafik besteht, wie oben schon genannt aus vielen, aneinandergereihten Bildern, die durch richtungsweisende Mausklicks nacheinander abgerufen werden. Die Zeichnungen selbst sind aber sehr liebevoll und detailiert gestaltet. Ein großer Pluspunkt, der den Spielspaß länger aufrecht erhält. ~~~ Fazit ~~~
Das Spiel sollte den Namen Lernsoftware wohl endgültig aus dem Kreis der bei Kindern unbeliebten Software verbannen. Dieses Spiel macht einfach Spaß und bringt weiter. Eine einfache Bedienung und liebevolle Grafik sorgen, trotz kleinerer nerviger Tücken für öanganhaltenden Spielspaß, dem man sich nur schwer entziehen kann. Von der Klett-Lernsoftware-Reihe gibt es außerdem: Chemicus, Bilogicus (noch nicht gespielt aber vorhanden) und Opera Fatal (Musik).
Sollten in diesem Bericht wichtige Informationen fehlen, so bitte ich um schnellstmögliche Benachrichtigung um dieses Problem zu lösen. ---------
Preis: Sowohl amazone.de als auch bol.de bieten eine Sonderedition an, in der auch ein Lösungsweg enthalten ist. Diese Edition kostet momentan 14,95€. Allerdings liegt der Preis der Normalversion bei beiden aus für mich unerklärlichen Gründen bei 49,95€. Für wen: Die Anforderungen im Spiel sind nicht die allerhöchsten. Ich würde sie auf Physik bis Klasse 10 vielleicht auch 11 einstufen. Allerdings kann ich (trotz sehr guter Physiknote in der 10. Klasse) nicht von mir behaupten, ich hätte das Spiel in Nullkommanix durchgespielt. Also, auch für ältere was - dann lohnt sicher der Kauf aber nur, wenn später auch Jugendliche Halbteenies (7. bis 10. Klasse) an das Programm herankommen können, sobald man (als Erwachsener) fertig ist.
Hugh
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14.12.2002 14:08
Solche und andere Lernsoftware können wir in unserer katholischen öffentlichen Bücherei kostenlos ausleihen. Das ist eine prima Sache, wenn Kinder unbedingt am PC "spielen" wollen und dabei trotzdem spielend lernen können.
12.04.2002 16:58
Damit könnte ich bestimmt nix anfangen, ich bevorzuge dann doch richtige PC-Spiele. gut geschrieben! cu alired
31.03.2002 13:06
Sehr guter und ausführlicher Bericht, mir wäre das Spiel aber bestimmt zu langweilig. cu hampa