DAS ENDE VOM ANFANG?
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Ein neues Zeitalter bricht heran. Nach der Entdeckung des Penicillin (ein Antibiotikum) im Jahre 1928 durch den britischen Bakteriologen Alexander Fleming hat die Menschheit einen weiteren großen und entscheidenden Meilenstein gelegt – das Klonen. Doch handelt es sich tatsächlich um ein neues Zeitalter? Und wenn ja, wie sollten die großen Staaten mit dieser Realität umgehen? Dieses und mehr versucht der folgende Bericht kritisch zu beleuchten. (Es wird in diesem Bericht von der erste Bedeutung des Wortes Klonen ausgegangen, sonst würde wohl der Bericht noch etwas länger werden.)
1. Was versteht man unter Klonen?
-------------------------------------------Bei einem Klon handelt es sich um eine (oder mehrere) Nachkommenzelle(n), die aus einer einzigen Elternzelle durch ungeschlechtliche Fortpflanzung entstanden sind. Dabei ist insbesondere bedeutsam, das die Nachkommen eines Elternorganismus dieselben Erbeigenschaften und dieselben Gene besitzen.
Klonbildung (asexuelle Vermehrung) ist in der Natur ein ganz natürlicher Vorgang. So vermehren sich bspw. Prokaryonten (z.B. Bakterien), aber auch viele Algen und einige Hefearten auf diese Weise. Interessanterweise treten aber auch Klone bei einigen höheren Organismen, wie Plattwürmer aus dem Bereich der Pflanzen oder Blattwürmer aus der Tierwelt auf.
Einmal kurz nachgedacht, was sind eigentlich unsere eineiigen Zwillinge ;o) (Vergleiche hierzu bspw. Buch: Der dritte Zwilling oder schlichtweg mit jedem guten Biologiebuch)2. Kurzer Einblick in den Vorgang Klonen
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Einzelne Gene (bzw. Gengruppen) einer Art werden in eine Eizelle eingeschleust. Durch Klonbildung werden diese Gene vermehrt, so dass daraus Zellklone entstehen. Wie wir heute bereits wissen, können durch Klonen experimentell eineiige Zwillinge von Tieren (und Menschen) erzeugt werden. Diese Klone entstehen durch eine interessantere, aber auch komplexere Methode, bei der ein ganzer Zellkern (mit vollständigem Chromosomensatz) als Implantat in eine unbefruchtete Eizelle (ohne eigenen Zellkern) verpflanzt. Wenn sich diese Zelle teilt, führt dieses auch zur Teilung des Zellkernes, womit der ganze Injektionsvorgang von vorn beginnt. Nach einigen solchen Kreisläufen sind die Zellkerne schließlich in der Lage, die Entwicklung dieser Eizellen zu vollständigen Organismen in Gang zu setzen. Damit werden die sogenannten Klone höherer Art geschaffen, die mit dem Organismus identisch sind, dem der erste Zellkern entnommen wurde.3. Was hat Klonen für Nutzen?
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Beispielsweise Bakterien, Hefen und andere im Labor kultivierte Zellen lassen sich schnell vermehren, und es können so von einem gewünschten Gen unzählige Kopien mit Hilfe dieser Methode erzeugen. Das Stoffwechselprodukt Insulin wird quasi durch das Klonen für medizinische Zwecke hergestellt. Und dieses ist nur ein Beispiel dafür, das die Klonproblematik sich entscheidend für eine Lebensverlängerung und für die medizinische Verbesserung auszahlt. Weitere Vorzüge möchte ich im nächsten Unterpunkt „verstecken“, da diese eventuell je nach Sichtweise des einzelnen Betrachters auch zum Nachteil fungieren könnten.
4. Was haben wir eigentlich nur gegen diese Problematik?
-------------------------------------Dieser Punkt wirft rhetorische Fragen auf, die von Betrachter zu Betrachter in ihrer Beantwortung durchaus variieren können.
Ist es nicht schön, wenn wir zahlreichen kinderlosen Ehepaaren durch die oben beschriebene Klonmethode zum lang ersehnten Nachwuchs verhelfen? Oder stören wir uns an dem Gedanken „Also wem siehst Du ähnlicher, der Mutter oder dem Vater?“ Sicher ein lustiger Gedanke, obwohl dies durch ausreichend Forschung auch wieder gelöst werden könnte (natürlich immer vorausgesetzt, dass der natürliche Weg scheitert).Ist es nicht schön, wenn bekannte Krankheiten wie das Parkinsonsyndrom, Krebs, BSE (nach letzten veröffentlichten Ermittlungen durch körpereigene Stoffe erzeugt, die aus dem Gleichgewicht geraten sind oder auch durch Vererbung übertragbare Fehlfunktion) oder andere seltene Vererbungskrankheiten nun endlich vollständig geheilt werden könnten? Wir schaffen den „perfekten“ Menschen. Oder sind beispielsweise Behinderungen menschlich. Sicher nicht...
Ist es nicht schön zukünftig bequem 130 Jahre alt zu werden und mit 75 noch so auszusehen, wie heute mit 37. Dieses Alter würde uns sofort neue Dimensionen eröffnen, z.B. in der Raumfahrt. Auch das Thema Überbevölkerung (vorbeugend sei dies erwähnt) wäre dann passee. (Meereskolonien, Kolonien auf dem Mars, Mond, ...) Aber sicher noch etwas zu futuristisch...Ist es nicht schön mit einem organischen Ersatzteillager, wo nur getrennte Organe produziert werden neben der betreffenden Lebensverlängerung auch noch einen Betrag gegen die Kriminalität zu tun. Weil wie oft hört man doch heutzutage von illegalem Organhandel?!
Ist es nicht schön in Deutschland die Basis für erfolgreiche Forschungsarbeiten zu legen und jungen Wissenschaftlern endlich mal wieder einen Anreiz zu schaffen überhaupt in Deutschland zu verweilen, anstatt bspw. in die USA auszuwandern. Interessant ist doch die Frage wie viele reinrassige Nobelpreisträger (ab 4. Generation amerikanisch) hat eigentlich die USA – vergleicht einfach einmal. Zudem wäre dieses Wissenschaftsgebiet ein enormes Arbeitskräftepotential.Ist es nicht schön festzustellen, dass Gehirnzellen vielleicht nicht nur absterben (Alkohol ohjeh) sondern auch nachwachsen können. Bisher lehren uns ja die Universitäten noch das Gegenteil.
Doch wo liegt die Grenze zwischen Leben retten und dem Entgegenstreben zur Perfektion?Doch gibt es für jeden Klon eine eigene Seele? Hätte Gott etwas gegen unser Bestreben?
Doch ist die Technik der Beschaffung von embryonalen Stammzellen nicht verwerflich und sollte anstatt dessen durch obige Methode ersetzt werden?Doch könnten nicht beispielsweise Frauen ärmerer Länder als „Leihmütter“ missbraucht werden und somit einen neuen und lohnenswerten Markt mit Babys eröffnen?
Doch müsste nicht beispielsweise das Grundgesetz der BRD entscheidend überprüft werden (Unantastbarkeit des Lebens usw.)?Doch wären wir nicht die Krönung der Schaffung von besseren Weizen, größeren Tomaten? Ach und was passiert eigentlich mit dem genetischen „Abfall“ und Fehlbildungen, Rückschlägen? Was sagt die Moral und die Ethik dazu oder passen diese sich etwa schnell genug an die Zeit an?
5. Zusammenfassung
----------------------------------Bedenken stehen Vorzügen der Stammzellenproblematik/Klontechnik gegenüber. Doch der Mensch ist viel zu sehr nach seiner eigenen Perfektion bestrebt. Sein FORSCHERDRANG ist gewaltig und wird ihn noch zu viel höheren Sphären treiben, da ist vielleicht das Thema dieses Berichtes erst das Ende vom Anfang. Der Mensch wird lernen müssen historische Ereignisse zu verdauen und mit Ihnen fertig zu werden. Es gibt in jeder Epoche herausragende Persönlichkeiten, die behilflich sein werden und wenn es nur bei der Gestaltung neuer Rahmengesetzgebungen geschieht.
Ich persönlich kann mich von der Klonproblematik nicht ausreichend genug distanzieren, d.h. dass ich überwiegend vom Nutzen dieser genialen „Technik“ überzeugt bin. Auch wenn noch viele Schwachstellen diese positive Meinung erschweren. Doch da gibt es nur einen Weg – packen wir es an und zeigen der gutartigen Forschung NICHT DIE KALTE SCHULTER!!!
Ach was mir gerade auffällt, je mehr wir über dieses Thema reden, umso leichter können wir damit umgehen. Also reden wir darüber. Reden hilft bekanntlich.Deutschland hat heute übrigens meiner Meinung nach den ersten Schritt erkannt. Nähere Informationen hierzu unter folgender Internetadresse:
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200050,498994/SH/0/depot/0/index.html
Viele Grüße von © Robiator
11.04.2002 19:38
Hi. Na ich weiß nicht ob das wirklich eine geniale Technik ist. Klar, um Krankheiten zu heilen ist das klonen nicht schlecht. Aber was ist wenn wir bis zu 130 werden?? Überbevölkerung und die natürlichen Ressourcen gehen zu Ende. Und ich glaube nicht, wie du sagst das wir so schnell eine Möglichkeiten finden auf den Mars zu ziehen. Außerdem, was ist wenn wir durch das therapeutische Klonen eine neue Krankheit schaffen, die wir nicht mehr heilen können, weil wir den ursprünglichen Menschen nicht mehr haben??? Ich weiß nicht, wer erlaubt uns eigentlich so arrogant zu sein Menschen klonen zu wollen. Was man dazu bedenken sollte momentan werden nur Tiere geklont (Dolly) Und um Dolly zu erschaffen wurde hunderte Fehlversuche produziert.Die Zwar teilweise noch gelebt haben, aber trotzdem getötet wurden. Also ich kann mich mit klonen nicht anfreunden, trotzdem fand ich deinen Brief interressant. lg
31.01.2002 14:30
Das Problem ist hier - wie so oft! - dass uninformiert mit einem Schlagwort umgegangen und nicht differenziert wird. So bin ich vor fast 20 Jahren von einer aufgeregten AKW-Gegnerin gefragt worden, ob ich denn nicht auch "grundsätzlich gegen Atom" bin. Jetzt mit dem Einsatz der Klonierungstechniken ist es ähnlich. Du hast das schön aufgezeigt. Sicher bin ich strikt dagegen, Menschen zu klonen und zu Xerokopien zu degradieren. Aber das Klonen in toto abzulehnen, ist für mich genauso unsinnig, wie Messer nur deshalb zu verbieten, weil immer wieder Menschen damit zu Schaden kommen. Viele Grüße! Bernd
31.01.2002 11:56
Ein sehr interessanter Bericht, hat mir gut gefallen und mich zum Nachdenken angeregt. Prinzipiell bin ich für fortschrittliche Forschung, doch kann man einen Mißbrauch verhindern? Ich sag nur Atombombe.