Ein Kochbuch nur für Babys
07.01.2003
Pro:
wichtige Informationen, einfache Rezepte
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
 knupsi
Über sich:
Mitglied seit:10.09.2000
Erfahrungsberichte:95
Vertrauende:14
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Als bei meinem Sohn das Thema Beikost aufkam, hab ich, wie die meisten Mütter wahrscheinlich, erst einmal Möhren gefüttert - aus dem Glas. Und dann kam Möhren mit Kartoffeln. Da ich aber ohnehin relativ spät angefangen hatte, ihm Beikost zu geben, da ich relativ lange gestillt hatte (8 Monate), wollte ich dann schnell dazu übergehen, selber zu kochen anstatt die Gläschen zu kaufen. Zum einen geht das auf Dauer ganz schön ins Geld, zum anderen hört man ja immer wieder, daß die Gläschen nicht so viele Nährstoffe enthalten wie sie angeblich sollen, und außerdem fand ich es irgendwie schön, selber für ihn zu kochen als einfach nur einen Deckel zu öffnen. Da ich ihm nicht einfach irgendwas geben wollte, sah ich mich nach einem Kochbuch speziell für Babynahrung um und entdeckte von GU das Buch "Kochen für Babys", in dem nicht nur Rezepte zu finden sind, sondern auch Wissenswertes um das Thema herum.Das Buch ist rot, auf der Vorderseite ist ein an der Flasche nuckelndes Baby abgebildet und in gelb der Titel aufgedruckt. Es umfaßt 68 Seiten und ist von den Rezepten her nach dem Alter unterteilt: Bis zum 4. Monat, 5.-9. Monat, 9.-12. Monat. Im ersten Kapitel erfährt man erst einmal Grundsätzliches über das Thema Babynahrung. Was braucht das Kind für Nährstoffe, was verträgt es in welchem Alter, worauf muß man achten... Eine Graphik zeigt uns, in welchem Alter das Kind was bekommt. Also z.B. Frühstück: bis zum 10. Monat wird laut Schema Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung empfohlen, die danach durch ein Frühstück ersetzt wird. Gemüsebrei zum Mittag wird ab dem 5. Monat empfohlen u.s.w. Natürlich ist dies von Buch zu Buch verschieden und mit Sicherheit kein Muß; ich gebe meinem Sohn heute noch zum Frühstück eine Milchflasche, und der ist schon fast 19 Monate alt. Aber er hat morgens keine Lust auf ein Brot, er knabbert nur ein bißchen dran herum. In diesem ersten Kapitel wird auch erklärt, wie der Darm und der Magen eines Babys funktionieren, woher die Blähungen kommen, unter denen so viele Babys leiden, die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung wird erklärt, wofür die einzelnen Vitamine zuständig sind und und und. Man erhält also in Puncto Babyernährung so ziemlich alle Infos, die man braucht. In dem Kapitel über die ersten 4 Monate bekommt man auch ein Rezept, wie man die Flasche selber machen kann und die einzelnen Arten der Säuglingsmilchnahrung werden vorgestellt (HA, Pre-Milch...).Erst im Kapitel 5-9. Monat kommen dann richtige Rezepte. Da die Babys jetzt erst anfangen, vom Löffel zu essen, wird erst einmal erklärt, wie man einem Baby das am besten beibringt und warum das Kind anfangs so Probleme damit hat. Wir lernen, was das Kind jetzt alles schon zu sich nehmen darf und was nicht, und dann folgen die Rezepte: als erstes natürlich ein Gemüsebrei. Was ich sehr interssant fand, war die Tatsache, daß in das Essen 2-3 EL Orangensaft gegeben werden, da das darin enthaltene Vitamin C die Aufnahme des im Fleisch enthaltenen Eisens begünstigt. Außerdem verfeinert es den Geschmack (ich fand es zumindest sehr lecker). In diesem Kapitel finden wir 10 Mittagsrezepte, auch ein vegetarisches. Aber wenn jemand sein Kind vegetarisch ernähren will, kann er ja bei den anderen Rezepten einfach das Fleisch weglassen. Was ich sehr gut finde, ist die Tatsache, daß die Rezepte in den meisten Fällen für mehrere Portionen aufgeführt sind, so daß man immer ein paar Portionen zum Einfrieren hat und nicht jeden Tag kochen muß. So hat man auch was, wenn es mal schnell gehen muß. Bei jedem Gericht steht dabei, ab welchem Monat man es dem Kind bedenkenlos geben kann. Zusätzlich finden sich noch Rezepte für Vollmilch-Getreidebrei, Milchreis mit Beerensaft, frischen Vollkornbrei etc. Das nächste Kapitel (9.-12. Monat) ist genau so aufgebaut wie das vorherige. Den Rezepten geht diesmal Berichte über Selber-Essen, Trinken lernen aus dem Becher und gesunde Zähne voraus. Dann folgen wieder Rezepte. Neben den normalen Menus gibt es hier z.B. auch ein Rezept für Karotten-Geflügel-Puffer, die die Kleinen schön mit den Händen essen können, wenn man sie in Stücke schneidet. Dadurch können sie schon selber essen, wenn sie noch nicht mit dem Löffel umgehen können. Meinem Sohn hat das immer Spaß gemacht, und ich konnte sicher sein, daß es damit nicht rumsaut, wie z.B. mit Nudeln. In diesem Kapitel sind auch einige Nachtischrezepte enthalten, wie z.b. Himbeerpudding, der mit einem Förmchen zum einem auf dem Teller schwimmenden Fisch wurde, oder Fruchtgelee in Form eines Bärchens. So schmeckt es nicht nur gut, sondern wird auch noch liebevoll angerichtet.Zum Schluß folgt noch ein Kapitel über Allergien und Risiken, womit ich zum Glück bislang keine Probleme hatte, weil auch in unserer Familie eigentlich keine Allergien auftauchen. Alles in allem bietet dieses Buch auf seinen 60 Seiten sehr viele wichtige Informationen, leckere Rezepte auch zum Vorkochen, Wissenswertes über die Nahrung und deren Grundstoffe an sich und die Sicherheit, dem Baby alles das an Nährstoffen zu geben, die es braucht. Ich kann das Buch nur jeder jungen Mutter empfehlene. Es kostete damals 12.90DM und ist somit auch wirklich erschwinglich.
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16.08.2003 17:24
das buch haben wir auch! LG sendet Nutsi
25.03.2003 14:32
Hallo Anja, ich muss gestehen, wir haben ein Kochbuch für Babies, aber uns ist es doch manchmal zuviel, und wir greifen faulerweise auf Kaufgläschen zurück. Schäm'... Liebe Grüße, Stefan
31.01.2003 15:06
Ich hab meinem Sohn, bis er ca. 1 Jahr war, teils Gläschen (meistens Obst) und teils selbstgekochtes gegeben, aber ich konnte nicht soviel einfrieren, da war es manchmal umständlich so eine Miniportion zu kochen. Ab einem Jahr hat er normal mitgegessen, nur hab ich für uns Große nachgewürzt, weil er es ja nicht vertragen hätte.