Für die Jackentasche
07.01.2010
Pro:
gute Einsteigerkamera
Kontra:
geringer ot . Zoom
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 mars725
Über sich:
Ich schaue selten ins Gästebuch - für BHs braucht sich keiner bedanken, die waren dann verdient und ...
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Ich fotografiere recht gerne und habe seit drei Jahren eine Canon- Kamera, mit der ich sehr zufrieden bin, die aber für Schnappschüsse nicht besonders gut geeignet ist, schon da sie doch recht groß ist und ich sie daher nicht immer dabei habe. Da meine Frau das natürlich weiß, hat sie mir letzten September eine Kodak M320 geschenkt. Eine Kodak hätte ich mir nie gekauft, da ich einige Besitzer der Vorgängermodelle kenne, und die waren nicht gerade zufrieden – vor allem was die Bildqualität angeht. Aber Geschenke von meiner Frau nehme ich immer dankend an, und inzwischen hatte ich ausreichend Gelegenheit, die Kamera ausgiebig zu testen. Und – ohne das Fazit vorwegzunehmen – ich bin durchaus zufrieden mit ihr. Zuerst die
Technischen Daten / Lieferumfang
Die Kodak EasyShare M320, die ich übrigens in elegantem Schwarz habe, verfügt über - 9,2 Megapixel Auflösung - 3-fach optischen/ 5-fach digitalen Zoom - ein 2,7 Zoll (6,9cm) Display - 16 MB internen Speicher - Li-Ionen-Akku Zum Lieferumfang gehören weiterhin ein USB- Netzteil (zum Aufladen des Akkus), eine Trageschlaufe, ein USB- Kabel zum Übertragen der Fotos auf den Computer und ein Benutzerhandbuch.
Meine Meinung
Zunächst ein paar Bemerkungen zu den technischen Daten:
9,2 MP: laut Werbung ausreichend für Ausdrucke bis zu 75cm x 100cm. Dafür ist die Bildqualität leider nicht ganz ausreichend – aber dafür will ich die Kodak ja auch gar nicht nutzen. Für mich ist das eine „Schnappschusskamera“, und dafür hätten mir auch 6 MP gereicht.
3-fach optischer Zoom: Standard, mehr wäre mir lieber gewesen, aber für den Preis angemessen.
5-fach digitaler Zoom: wer braucht denn so was? Ich nicht; die Bildqualität bei Nutzung von digitalem Zoom ist einfach zu miserabel. Keine Ahnung, warum der digitale Zoom immer noch mit angegeben wird, als Verkaufsargument dürfte der nun wirklich nicht mehr gelten.
2,7-Zoll-Display: das ist ausreichend groß und auch bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich erkennbar. Die automatische Bilddrehung funktioniert gut; die Bilder werden immer in der richtigen Ausrichtung angezeigt –egal, ob ich sie im Hoch- oder Querformat aufgenommen habe.
16 MB interner Speicher: na ja, als „Notfallreserve“, falls die Speicherkarte voll ist, lass’ ich das mal durchgehen. Eigentlich kann ich auf internen Speicher verzichten, eine zweite SD- oder SDHC- Speicherkarte (die Kodak „schluckt“ beides) habe ich immer dabei (im Urlaub ja sowieso) und 16MB ist bei 9,2MP ohnehin sehr wenig.
Li-Ionen-Akku: der ist sehr ausdauernd, bisher hatte ich noch nie Probleme damit. Mir persönlich sind ja „normale“ Akkus lieber, aber das ist Geschmacksache. Ein Ersatzakku ist aber empfehlenswert.
Einstellungsmöglichkeiten Die M320 bietet keinerlei manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Das gibt aber von meiner Seite aus keine Abzüge, denn – wie oben schon bemerkt – dient die Kodak mir als Zweitkamera, die ich bequem in die Jackentasche stecken kann und damit immer parat habe. Für „professionelle“ Fotos nutze ich eine andere Kamera. Und für Schnappschüsse ist die EasyShare bestens geeignet, zumal es jede Menge automatischer Programm gibt, die außerdem noch bei der Auswahl hervorragend erklärt werden. Für Einsteiger also ausgezeichnet geeignet!
Über ein kleines „Drehrad“ lassen sich grundlegende Einstellungen vornehmen, und zwar:
- Die Standardeinstellung „Auto“ sorgt, wie der Name schon sagt, automatisch für gute Fotos unter normalen Bedingungen. Das reicht meistens als Einstellung aus. - Das „verwackelte Männchen“ korrigiert Unschärfen bei bewegten Motiven. Funktioniert halbwegs. - ISO: Bei schwierigen Lichtverhältnissen lässt sich dadurch ein hoher ISO-Wert einstellen. Das klappt wirklich gut, allerdings muss man ein stärkeres Bildrauschen in Kauf nehmen. - Berge-Symbol: Für Landschaftsaufnahmen in weiter Ferne. Hier habe ich keine wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem Automatik-Modus erkennen können. - Blume-Symbol: für Makroaufnahmen bis max 70cm Entfernung. Für die Preisklasse in Ordnung, bei Entfernungen unter ca. 8 cm ungeeignet, sonst sehr konturenreiche, scharfe Aufnahmen. - Kamera-Symbol: für die Aufnahme von Videos in VGA-Auflösung (640 x 480) mit 30 Bildern pro Sekunde (oder geringere Auflösung 320 x 240, die nutze ich allerdings nie). Funktioniert recht gut, die Qualität ist o.k. Sehr gut ist, das der Zoom auch bei der Videoaufnahme genutzt werden kann. - SCN: mein Lieblingsmodus, hier kann man aus 17 verschiedenen Automatikmodi auswählen (und bekommt immer eine Erklärung dazu!).
Einige von den Modi unter SCN nutze ich häufiger oder habe ich zumindest ausprobiert. Im Moment experimentiere ich am häufigsten mit der Einstellung Schnee (für Aufnahmen im Schnee bei hellen Sichtverhältnissen). Dieser Modus bringt wirklich Einiges – im Normalmodus wird das Bild zwangsläufig etwas abgedunkelt, im „Schnee“- Modus kommt das Foto den realen Lichtverhältnissen wesentlich näher. Um die Weihnachtszeit habe ich auch des Öfteren den Kerzenlicht- Modus genutzt. Der erzeugt sehr gelungene, stimmungsvolle Bilder, allerdings braucht man eine ruhige Hand, sonst verwackelt das Foto sehr schnell. Der Modus Gegenlicht funktioniert auf kürzere Entfernung gut; hier wird einfach zugeblitzt. Weniger Sinn macht der Modus Museum, hier wird der Blitz einfach ausgeschalten, was man auch per Hand im Automatikmodus tun kann. Ach ja, beim Fotografieren wird auch der Sound unterdrückt – auch das lässt sich anders verhindern. Super ist dagegen die Panorama – Bild – Funktion, die man von links nach rechts oder auch von rechts nach links nutzen kann. Hier nimmt man einfach der Reihe nach drei Fotos auf und bekommt nach jedem Foto den linken (oder bei der Gegenrichtung den rechten) Rand des Bildes eingeblendet, so dass man das nächste Foto passgerecht ansetzen und aufnehmen kann. Am Schluss wird das Bild sofort zusammengesetzt – funktioniert nach zwei, drei Versuchen hervorragend!
Weitere Modi sind: Portrait, Sport, Nachtportrait und Nachtlandschaft (hier braucht man wegen der längeren Belichtungszeit eine sehr ruhige Hand oder besser ein Stativ, sonst verwackelt das Foto sehr schnell; bei mir gelingen diese Bilder nur mit Stativ), Strand, Text (für die Aufnahme von Dokumenten, entspricht im wesentlichen der Makroaufnahme), Feuerwerk, Blumen (für Nahaufnahmen von Blumen bei hellem Licht – eher nichts für mich), Selbstportrait, Kinder (für „Actionaufnahmen“ von Kindern) und Sonnenuntergang.
Robust ist die Kamera auch, gleich in der ersten Woche ist mir die Kodak aus der Hand geglitten und sehr unsanft auf Steinfußboden gelandet – hat das aber ohne Beschädigung, ja sogar ohne Kratzer überstanden (wobei Kratzer mich nicht wirklich gestört hätten).
Was gibt es noch zu kritisieren? Als erstes vielleicht das Tempo; mir dauert es einfach zu lange, bis die Kodak nach einer Aufnahme wieder „schussbereit“ ist (und das liegt nicht an den Speicherkarten – ich habe auch einige sehr schnelle SD-Karten getestet). Und vielleicht noch der Preis – der empfohlene Preis von 116 Euro erscheint mir zu hoch; meine Frau hat die Kamera für 98 Euro erstanden, bei Plus.de gab es die Kamera letztens für knapp 90 Euro (das ist gerade noch annehmbar). Fazit: Für Einsteiger eine empfehlenswerte Kamera; auch als Zweitkamera für Schnappschüsse gut geeignet und dafür absolut zu empfehlen. Für „professionelle“ Ansprüche bietet die Kodak zu wenige manuelle Einstellungsmöglichkeiten – aber dafür ist sie ja auch nicht gedacht, das wäre in diesem Preissegment zuviel verlangt. Ich habe die Kamera jetzt jedenfalls immer in Jackentasche oder Handschuhfach dabei – was ich im Sommer (ohne Jacke) mache, weiß ich noch nicht...
Alles in allem würde ich der Kodak 3,5 Sterne geben, da das nicht möglich ist, runde ich auf 4 Sterne auf (aber nur für den 90- Euro- Preis!) und vergebe eine Kaufempfehlung.
Das war’s auch schon wieder.
Danke fürs Lesen! Mars
Bilder von Kodak EASYSHARE M320
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