Erfahrungsbericht über

Kodak EASYSHARE CX4230

Gesamtbewertung (19): Gesamtbewertung Kodak EASYSHARE CX4230

 

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Für den Preis OK, trotz kleiner Schwächen

4 21. Sep 2003

Pro:
Frisst normale Akkus, Stativgewinde, optischer Zoom, TV - Out, einfache Bedienung

Kontra:
Sehr kleines Display, keine Videoaufnahme, wenig Einstellmöglichkeiten

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Bildqualität:

Akkulaufzeit:

Zuverlässigkeit:

Bedienung:

mehr


olafbau

Über sich:

Mitglied seit:25.03.2000

Erfahrungsberichte:176

Vertrauende:44

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorgeschichte:
---------------

Vor gut einem Monat gab's bei den Media-Märkten in Berlin die Kodak EasyShare CX4230. Da sie ein Auslaufmodell war, gab's sie anstatt für 330€ UVP für nur 149€. Da musste ich einfach zu schlagen, denn trotz meines knappen Budgets hatte diese Kamera im Prospekt wirklich eine gute Ausattung.
Da ich vorher noch keine Digitalkamera besaß, aber schon viele Datenblätter studiert und die Digicam (Canon Powershot A200) ausprobiert habe, konnte ich die Kamera ohne Reue kaufen.


Austattung:
-------------
Sensor: CCD-Chip mit 2.141.928 Pixeln
Auflösung: 1.632 x 1.232 Pixel
Speicher intern: 16 MB
Speicherkartentyp: SecureDigital (SD)
Anschlüsse: USB, DockingStation, TV-Out, Netzteil
Stromversorgung: Netzteil, 1 x Lithium-Batterie Typ CR-V3 oder 2 x Lithium-Batterie Typ AA oder 2 x NiMH-Akku Typ AA
Zoom: 3x Optisch (36-108 mm), 2x Digital
Makro: 10 bis 60 cm
Sucher: LCD 1,6 Zoll, optischer Sucher
Blitzmodi: Auto Blitz, Blitz aus, Aufhellblitz, Anti-Rote-Augen
Gewicht: 260 g
Lieferumfang: CX4230 Kamera, CR-V3 Einweg-Lithiumbatterie, Videoanschlusskabel, USB-Anschlusskabel, Trageschlaufe
Kamerasoftware Kodak Easy Share-Software für Windows und für Macintosh
USB-Gerätetreiber für Windows und Macintosh


Erläuterungen zur Austattung:
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Die Kamera besitzt einen Sensor der unteren Mittelklasse mit rund 2 MegaPixel. Das reicht für auf dem PC ansehnliche Fotos und Fotoabzüge in der Größe 9x13. Etwas ungewöhnlich ist die Bildgröße aber trotzdem; alle Kameras beschneiden die Bilder auf die am PC gängigen Größen (1024x768, 1600x1200) nur die Kodak nicht, die sind immer ein paar Pixel größer. Das ist zwar nicht extrem störend, aber schlampig gemacht. Der interne Flashspeicher ist knapp 16 MB groß, so dass in bester Qualität gerade mal 17 Fotos raufpassen. Aufrüsten ist auf jeden Fall nötig. Allerdings schwanken die Preise von SD-Karten recht stark. Da muss man auf jeden Fall Preise vergleichen. Manchmal bekommt man für den Preis nur Karten mit 32 MB, wo man im nächsten Laden schon 64 für bekommt. Ein Richtwert wäre 30€ für 64 MB, mehr sollte man nicht bezahlen. SD-Karten sind übrigens sehr klein, ungefähr so groß wie ein Briefmarke, also sehr handlich, aber wer schusselig ist, kann sie wohl leicht verlieren. Auf einer 64 MB-Karte kann man dann 75 Fotos in bester Qualität speichern (ohne den internen Speicher).
Angeschlossen an den PC wird die Kamera über ein USB-Kabel (kein normales, der Anschluss an der Kamera ist um einiges kleiner) oder über die DockingStation, die man extra kaufen muss. Allerdings kostet diese über 80€ und ist nutzlos. So eine DockingStation ist mehr ein Marketinggag um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die ideale Stromversorgung sind NiMH-Akkus mit mehr als 2000 mA/h Kapazität. Weniger sollten es auf keinen Fall sein. Aber auch hier muss man aufpassen!
Viele Läden (auch Elektronikversand Conrad) zocken extrem ab, verlangen viel Geld für wenig Kapazität. Mehr als 10 € für 4 Akkus mit 2100 mA/h sollte man auf keinen Fall ausgeben. Am günstigen kommt man bei Reichelt (www.reichelt.de) weg, dort gibt es Akkus und Ladegeräte wirklich extrem günstig. Ich habe gerade mal 22 € für ein Ladegerät (mit Zigarettenanzünderanschluss) und 4 Hochkapazitätsakkus von Sanyo bezahlt.
Wenn man wollte, könnte man auch normale Alkaline-Batterien verwenden, aber diese sind der Hochstrombelastung nicht gewachsen und innerhalb weniger Fotos leer.


Erfahrung:
----------
Was mir nach dem Auspacken gleich als erstes Auffiel war das extrem kleine Display. Man sollte ziemlich gute Augen haben, wenn man auf diesem was erkennen will. 1,6 Zoll sind einfach zu wenig. 2 Zoll sind mittlerweile praktisch Standart und auf denen erkennt man auch schon mehr. Ansonsten reagiert das Display sehr fix und ist Kontraststark, das Display der Canon von meinem Kollegen war schon wesentlich träger und nicht so Kontrastreich. Dafür sieht man auf dem Display der Kodak leider nicht die für den Autofocus verwendeten Messfelder. Was Einsteiger vielleicht irritiert ist für Erfahrende Anwender fast unverzichtbar und schlägt sich in teilweise unscharfen Fotos nieder. Was dann noch auffällt ist, dass das Display ziemlich ungünstig gelegen ist. Es ist genau da, wo man mit dem rechten Daumen raufpatscht und die Kamera zu halten, so dass fast die Hälfte vom Display verdeckt und mit Fettflecken übersäht wird.

Kommen wir zum Objektiv. Es hat einen guten optischen Zoom, der Objekte schon erstaunlich nah heranholt. Ein schlagkräftiges Argument, denn Digitaler Zoom hat seinen Namen nicht verdient, man könnte es eher "Funktion zur Erzeugung unscharfer und pixeliger Bilder" nennen. Ein großes Manko vieler NoName-Cams die zwar mit 4x Digitalzoom prahlen, der aber unbenutzbar ist, da die Fotos die dabei rauskommen nur nach 40 € Webcam aussehen.
Was mich allerdings stört ist die Tatsache, dass die Linse ziemlich nah an der Objektivöffnung liegt, ja schon fast rauragt. So ist es mir nicht nur einmal passiert, dass ich mit dem Finger raufgelangt habe und einen hässlichen Fettfleck produziert habe. Würde man die Linse ein wenig tiefer einbauen, wäre das leicht zu verhindern.

In Sachen Stromverbrauch ist die Kamera auch nur durchschnitt. Sie verbraucht recht viel Strom, was aber mehr oder weniger alle Digicams tun. Ist man unterwegs, sollte man schon vorsichtshalber ein zweites Pack Akkus mitnehmen, denn wenn die Warnanzeige des schwachen Batteristands kommt, kann man meist nur noch 10 Fotos machen und dann ist schluss. Sowas ist in Zeiten billiger Akkus kein Problem.

Das Menü ist leider nicht gerade üppig ausgefallen.
Makromodus, Selbstauslöser, Belichtungausgleich, Bildqualität, Datumsstempel, Bildausrichtungsensor und SetupMenü. Wer gerne Kontrolle über sein Gerät hat, wird hiermit nicht glücklich.
Besonders mangehlaft ist die Bidlqualitätseinstellung. Es gibt nur "Optimal" (1600er Auflösung) , "Besser" (1200er Auflösung) und "Gut" (800er Auflösung). Für absolute Laien vielleicht hilfreich, aber der Rest fühlt sich ein wenig verschaukelt. Auch kann man nicht die stärke der Kompression einstellen, so dass selbst kleine Produktfotos für z.B. die eBay extrem groß sind, da die höchste Qualitätstufe der Komprimierung genutzt wird. Schade.

Die Bildqualität ist etwas durchwachsen. Bei gutem Licht hat man gestochen Scharfe Fotos mit schon fast unreal kräftigen Farben und tollen Kontrasten, wird's aber etwas dunkler oder der Autofocus stellt nicht ganz scharf ein (passiert öfter), hat man schwammige Kanten, Bildrauschen und unscharfe Bilder. Also nur eine Kamera für Orte wo man immer helles Tageslicht hat, denn der Blitz ist wie bei allen Kompatkameras nur den Nahbereich ausleuchtend.

Die sonstige Verarbeitung ist aber gelungen, alles stabil, nicht so schwer, gut griffig und edle Front in Silber, sogar der Objektivdeckel.

Kurze Videos kann die Kamera leider nicht aufnehmen, aber der TV-Out hat eine gute Qualität und so kann man am TV eine Dia-Show der geknipsten Fotos angucken. Leider wechseln die Bilder nur im wählbaren Intervall, manuelles Klicken zum nächsten Bild ist leider nicht möglich. Eine nützliche Funktion ist der Bildrausrichtungssensor. Hält man die Kamera hochkannt, wird das Bild automatisch gedreht, so dass man nicht per Bildbearbeitunsprogramm das Bild selber drehen muss.
Der Makromodus ist auch gut gelangen, durch den nahen Bereich kann man z.B. von Blüten fantastische Nahaufnahmen machen.

Zum Thema Handbuch ist zu sagen, dass dies leider nur auf CD als PDF-Datei vorliegt. Auf Papier gibt es nur eine Kurzanleitung mit den wichtigste Funktionen der Kamera, die aber eigentlich auch ausreichen sollte (aber eben nicht für Einsteiger, der Zielgruppe wofür die Kamera gedacht ist). Die Kodak EasyShare ist nicht übel, aber nicht gerade ein Verwaltungskünstler. Die Installation lohnt sich nicht, da die Software nichtmal annhähernd die Sortierfunktionen wie z.B. Adobe Photoshop Album (<-- mein Tipp!) besitzt.


Fazit:
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Trotz vieler kleiner Fehler, Mängel und Undurchdachtheiten ist die Kamera im Endeffekt schlechter als sie sein müsste. Allerdings muss man dabei immer im Hinterkopf behalten, dass die Kamera für Einsteiger gedacht und schon über 2 Jahre alt ist. Unter 200 € gibt es eigentlich keine Vergleichbaren, guten Markenkameras mit der gleichen Austattung. Damit habe ich auch schon den Preis genannt, den man für die Kamera maximal bezahlen sollte - 200 €. Für alles was darüber liegt bekommt man eigentlich schon bessere Kameras, mit mehr Funktionen. Weil die Kamera wirklich ein gutes Preis/Leistungsverhältnis hat und mit ihr gute Fotos für wenig Geld schießen kann, bekommt sie trotzdem 4 Sterne von mir. Für 5 Sterne ist sie zu kastriert, 3 Sterne wären nicht angemessen, für diese gute Qualität. 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
funny68

funny68

21.09.2003 16:35

Mir hat dein Bericht sehr geholfen, da ich mir auch meine erste Digicam zulegen möchte und in deinem Bericht doch einiges herauslesen konnte, auf was ich nun achten werde. Grüßle Heike

olafbau

olafbau

21.09.2003 16:31

@Hombre: 2 MegaPixel reichen doch eigentlich vollkommen aus. An einem 17 oder 19 Zoll Monitor kann man sich eh nicht das Bild in voller größe Angucken und wir benutzen in der Familie seit je her 9x13 als Größe für Fotoabzüge. Bisher bin ich auch noch nich in die Verlegenheit geraten, Bildauschnitte vergrößern zu müssen. Falls ich was größer haben will, geh' am Motiv mit dem Makro ran. Und 2 MP optisch sind besser als 4 MP interpoliert.

Canadian121

Canadian121

21.09.2003 16:26

Wow, echt cooles Teil *grins* Mal schaun, wir wollen uns auch bald eine zulegen, vielleicht im Winter... lg, Marcel

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