Werd ich doch noch zum Fotografen??
13.08.2003
Pro:
einfache Handhabung, klein
Kontra:
bis jetzt nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 JSo75
Über sich:
Das Osterfest ist vorbei - das Jahr läuft mit großen Schritten voran. Ich wünsche Euch eine schöne W...
Mitglied seit:11.02.2002
Erfahrungsberichte:16
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 63 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Ciao-Gemeinde und hallo auch an alle anderen Leser! Nach etwas längerer Abstinenz wollte ich doch gerne mal zurückmelden. Für meinen heutigen Erfahrungsbericht brauchte ich natürlich auch etwas Zeit, um die eine oder andere Recherche zu betreiben.
Früher waren wir Fotografier-Muffel. Filme, die in der Kamera waren, wurden nicht voll. Hatten wir es dann doch mal geschafft, ganze 36 Bilder zu machen, so lagen die Filmdosen wiederum einige Wochen zuhause herum, bis sie dann endlich mal zum Entwickeln gebracht wurden. Dort mussten wir dann feststellen, dass einige Fotos nichts geworden sind, und der ganze Krams eine Menge Geld kostet. Wir wollen auch erwähnt haben, dass die Bilder dann wieder daheim auf gar keinen Fall mal sortiert, geschweige denn in ein Album gebracht wurden. Also musste eine Digitalkamera her. Wo fängt man bei der Auswahl an?
Preislich sind natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Mittlerweile kann man sogar bei Aral (die mit den Bällen) eine Digitalkamera für € 119,- erwerben. Diese hat dann einen zweifachen digitalen Zoom. Für Unfallfotos im Auto reicht die bestimmt allemal. Nach reichlicher Überlegung haben wir uns dann für die Kodak „EasyShare“ DX6340 für € 349,- entschieden. Die technische Ausstattung und was sie bedeutet:
Bildauflösung: 3,1 Megapixel (2032 x 1524 Pixel) Bei heutigen Digitalkameras sind Auflösungen von ca. 3 Megapixel (MP) gutes Mittelfeld. Angefangen bei 2 MP (günstig) bis hoch zu 5 MP dieser Tage kann man seine Digicam für den normalen Privatgebrauch kaufen. Klar, je höher die Auflösung, desto größer auch der Preis. 3,1 Megapixel genügen, um vernünftige Fotos im Ausdruck bis zu 28 x 36 cm zu erhalten.
Vierfacher optischer Zoom + 3,5facher digitaler Zoom (insgesamt bis zu 14facher Zoom) Der Faktor des optischen Zooms ist mitentscheidend beim Kauf einer Digitalkamera. Er sollte möglichst hoch sein, denn damit lassen sich die Fotoobjekte erst vernünftig „heranziehen“. Der digitale Zoom verstärkt das ganze dann noch, aber die Auflösung und die Proportionen leiden darunter. (Kleiner Hinweis: 3fach optisch ist auch in Ordnung)
4,6 cm großer Farbbildschirm Um einen der Vorteile der Digitalkamera im Vergleich zu den normalen Fotoapparaten auch ausnutzen zu können, braucht man das LCD-Display. Bei der Kodak DX6340 passt sich das Display den Lichtverhältnissen der Umgebung an. Sollte schon eine gewisse Größe haben, sonst ist das ganze witzlos.
16 MB interner Speicher Irgendwo müssen die gemachten Fotos gespeichert werden. Das kann sowohl im internen Speicher geschehen, als auch im externen Speicher (siehe nächster Punkt). Bei höchster Auflösung braucht man ca. 1 Megabyte pro Bild. Geht man mit der Auflösung auf ein gutes Mittelmaß herunter, schafft man ca. 32 Fotos mit dem internen Speicher. So haben wir in etwa wieder die Menge, die ein herkömmlicher Film schafft.
Steckplatz für weiteren Speicher Für den Urlaub oder andere „fotointensive“ Anlässe kann man sich weitere Speicherkarten zulegen. Wir haben derzeit eine 64 MB Karte eingebaut (ca. € 49,-), mit der man (siehe oben) ca. 130 Bilder speichern kann. Angefangen bei 16 MB, kann man derzeit bis zu 256 MB große Karten kaufen. Dabei sollte man auch auf das Kartenformat achten. Die Kodak DX6340 benötigt SD-Karten.
Optischer Sucher mit Schärfeangleichung Wie beim normalen Fotoapparat – bei der Digitalkamera aber vielleicht nicht ganz so wichtig, da man auch auf dem LCD-Schirm vorher schon sehen kann, was man gleich fotografieren wird. Wenn man allerdings in den Stromsparmodus wechselt, bleibt das Display aus, also muss dann doch der Sucher benutzt werden. Die Schärfeangleichung ist dann für Brillenträger gedacht, damit auch sie ohne Brille vernünftig durch den Sucher schauen können.
Blitzlicht Ich glaube, hierbei muss ich nichts erklären. Trotzdem will ich erwähnen, dass diese Digitalkamera sowohl einen Aufhellblitz als auch einen Vorblitz hat. Natürlich kann man das Blitzlicht auch manuell ausstellen.
Stromversorgung über 2 Lithium AA Batterien Endlich braucht man keine speziellen Batteriegrößen mehr. Zur Not nimmt man einfach die Dinger aus der Fernbedienung, und man kann losknipsen. Länger halten natürlich Fotobatterien mit einer Kapazität von etwa 2000 mAh (Milleamperestunden). Ganz simpel von früher aus dem Physikunterricht: 1 Watt = 1 Volt x 1 Ampere. Hier haben wir also 3 V und 4 Ampere = 12 Watt. (Zum Vergleich: die Batterien in meiner Maus haben gerade mal 240 mAH. Also 3 V x 0.48 mAh = 1,44 Watt)
Ich denke, mit der oben angeführten Ausstattung kann man sich schon mal sehen lassen. Es gibt mit Sicherheit noch hochwertigere Modelle, diese wollen dann aber auch bezahlt werden. Nun können wir mit dem Fotografieren anfangen. Die Digicam muss dazu erst mal eingeschaltet werden. Das passiert mit einem Drehrad auf der Rückseite neben dem LCD-Display. Die erste und am meisten genutzte Stellung ist die Auto-Funktion. Hiermit kann man so ziemlich alles machen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, wenn man weiter dreht, bewegte Gegenstände aufzunehmen, Portraits und Nachtaufnahmen zu fotografieren, ganz nahe und sehr weit entfernte Objekte festzuhalten. Zwei Besonderheiten sind folgende: Es gibt noch einen manuellen Modus, bei dem Belichtungszeiten und Brennweiten selber eingestellt werden können (benutzen wir eher selten). Zum anderen können aber auch kleine Videofilme inklusive Ton aufgenommen werden. Bei der 64 MB Karte kann man so etwa einen 5 Minuten langen Film „drehen“.
Zum Zoomen gibt es auf der Rückseite rechts oben einen Kippschalter. Ich denke, jeder weiß, wie so etwas funktioniert. Hat man dann ein Bild gemacht, so erscheint es nur kurz im Display. Drückt man auf die „review“-Taste, kann man sich das eben erstellte Foto ausführlich betrachten.
Weiterhin gibt es eine ganze Menge Spielereien, die sich unter dem Menu-Knopf verbergen. Dazu gehört unter anderem der Datumsstempel. Man kann das Verschlussgeräusch an oder ausstellen, je nachdem, ob man den alten Fotoapparat noch vermisst oder nicht. Ein kleines Leckerli – wie wir finden – ist die Möglichkeit, entweder Farb-, Schwarz-Weiß- oder Sepiafotos zu machen. Die Einstellung Sepia bringt ein Schwarz-Weiß-Foto mit einem dezenten Rotstich, so dass die gemachten Fotos ganz alt aussehen. Damit kann man wirklich gute Effekte erzielen. Irgendwann sollen die Fotos dann die Kamera auch wieder verlassen. Dazu ist in der Packung der Kamera auch gleich eine Bildbearbeitungs- und –archivierungssoftware enthalten. Diese kann man schnell auf dem PC installieren. Laut Hersteller sind WIN 98 / 2000 / ME oder XP notwendig. Der Computer sollte min. 233 MHz und 64 MB haben (unter XP 128 MB Arbeitspeicher). CD-Rom und freier USB-Anschluß sind ebenso ein Muss. Aber Vorsicht – am Anfang habe ich Schwierigkeiten gehabt, den Faxserver meines HP OfficeJet zu initialisieren, wenn die Kodak-Software im Autostart enthalten war. Also, lieber manuell starten, damit das Fax auch noch seine Daseinsberechtigung haben darf. Verbindet man nun die Kamera mit dem PC über ein mitgeliefertes USB-Kabel, drückt man auf der Digicam die rote „Share-Taste“ und die Fotos werden automatisch übertragen. Auf dem Computer kann man diese nun noch nachbearbeiten. Rote Augen werden einfach weggemarkert, verschiedene Effekte können eingearbeitet werden. Die Bilder können verbessert werden durch andere Kontraste, andere Schärfen, andere Farben.
Ich muss sagen, seitdem wir die Digitalkamera haben, machen wir wesentlich mehr Fotos als vorher, um besondere Momente und Situationen festzuhalten. Anfänglich dachten wir, es wäre nur, weil der Apparat neu ist, aber mit der Zeit ist es nicht unbedingt weniger geworden. Schnell ein Bild gemacht, schauen, ob es was geworden ist. Wenn nicht einfach löschen und weiter geht es. Die Leichtigkeit der Handhabung, das Bearbeiten der Bilder, die einfache Archivierung machen einfach Spaß. Mit handlichen Abmessungen von ca. 11 x 6.5 x 4 cm ist die Kodak DX6340 genauso groß / klein, wie unser normaler Fotoapparat – lässt sich also gut mitnehmen. Die Erfindung der Digitalkamera gehört für uns zu den besonderen.
So, das soll es erst mal gewesen sein. Wenn Euch der Bericht gefallen hat, lasst es mich kurz wissen. Bis zum nächsten Mal – Euer Jürgen.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Kodak EASYSHARE DX6340
|
|
15.04.2005 15:52
Sehr schöner und gut strukurierter Bericht den ich als sehr hilfreich und wahrheits getreu einschätze! Top!
06.07.2004 18:26
Ein sehr guter Bericht. Habe mich jetzt entschlossen diese Camera zu kaufen. Habe immer noch über lebt ob Kodak oder Nikon. Aber wenn ich so die Preise lese muss ich ja sagen das ich nie mehr wie 220 Euro ausgeben wollte. Und nach Preisvergleichen diese Camera DX 6340 für 168 Euro bekommen habe.
01.12.2003 15:11
sehr gut gegliedert, sehr detailiierte Erfahrungswerte eingebracht... aufgrund dieses Berichtes kaufe ich mir diese Kamera... ... aber wehe wenn sie nicht gut ist :-) verkaufe dann meine yakumo mega image iv...