Was einem so vor die Linse kommt
13.07.2008
Pro:
gute Kamera, handlich, umfangreich
Kontra:
spezieller Akku, keine Möglichkeit, per AV - Anschluß Bilder auf den Fernseher zu bringen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Der_Troll
Über sich:
Bitte keine Klickzirkelanfragen (bzw. Leserunden, wie das manche so gern umschreiben)
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Heute möchte ich mal über meine Digitalkamera schreiben. Anlaß für den Kauf war der Urlaub auf Fuerteventura, über den ich auch schon bei ciao geschrieben habe. D.h. es war eigentlich nicht der Anlaß sondern eine Folge dessen. Denn dorthin bin ich ja geflogen mit einer sehr guten Digitalkamera, die mir schon lange treue Dienste geleistet hatte. Aber seit mir die Kamera einmal in den Sand gefallen ist, hat sie einfach nicht mehr funktioniert. Ich vermute einfach mal, daß ein Sandkorn in die Blende geraten ist sie sich dadurch nicht mehr öffnen ließ. Diesen Fehler konnte ich nun mal nicht beheben, so daß ich den Rest des Urlaubs nur mit dem Handy fotografiert habe, aber mir dann in Deutschland doch schnellstmöglich wieder eine Digitalkamera zulegen wollte. Ich muß dazu sagen, daß ich eigentlich sehr gerne Fotografiere. Ich mache es zwar sicher nicht so professionell wie andere Leute, aber ich fange einfach gern spontan mal tolle Motive ein, und ansonsten geht es mir darum Erinnerungen festzuhalten.
Daher war für mich klar, ich will eine Kamera für jedermann, die Dank Sachen wie Autofocus oder automatischem Weißabgleich zum einen zwar sehr leicht zu bedienen ist, aber dennoch eine hohe Qualität an Bildern liefert. Die Kamera sollte kompakt sein, denn ich bin nicht so der Typ, der gern mit einer großen Tasche rumläuft, in der neben der Kamera noch 10 verschiedene Objektive enthalten sind und 5 verschieden Blitzlichter. Es sollte einfach ein Gerät sein, in dem alles enthalten ist. Nun bin ich dann zum Mediamarkt gegangen, wo ich mir verschiedene Modelle ansehen wollte. Da ich vorher mit einer Kodak-Kamera gute Erfahrungen gemacht habe, wollte ich auch diesmal wieder mein Augenmerk darauf richten. Und siehe da, es gab eine zum Aktionspreis von 89 Euro. Es war die EasyShare M753, über die nun auch dieser Bericht geht. Das war recht günstig. Wenn ich hier die Preisvergleichfunktion bei ciao nutze, komme ich hier in der Regel nicht unter 99 Euro bei weg. Und die Kamera hat durchaus einiges zu bieten
Das entscheidende ist sicher immer die Auflösung, und mit 7,0 Megapixeln habe ich sicher eine, die meinen Ansprüchen genügt. Wer nur so mal Fotos schießt und sie als solche verwendet, kann auch mit weniger Pixeln auskommen, wer aber wie ich auch mal gern mit kleineren Bildausschnitten arbeitet, sollte ruhig eine höhere Auflösung wählen. Für die Bildqualität habe ich aber lieber zunächst eine hohe Auflösung, und reduziere die Bildgröße dann lieber hinterher am PC. Dann sollte die Kamera diverse Funktionen haben, Anschlußmöglichkeit an den PC, ausreichend Speicher, Möglichkeit auf ein Stativ zu schrauben usw. Das alles bietet die Kamera auch. Und ich werde nun im einzelnen auf die Funktionen eingehen: Auf der Rückseite befindet sich das Display. Im Gegensatz zur meiner vorherigen Kamera bin ich auf das Display angewiesen. Bei der Kamera davor konnte ich alternativm
Bilder von Kodak EASYSHARE M753
um Energie zu sparen, auch durch einen Sucher gucken. Aber da ich das sowieso nie so gemacht habe, vermisse ich den Sucher auch nicht. Auf der Oberseite befinden sich die entscheiden Knöpfe, einmal einer zum An- und Ausschalten, einmal einer die Einstellungen für den Blitz (automatisch, an, aus, mit Vorblitz...), einmal zum Einstellen der Aufnahmeart und natürlich der Auslöser. Auf der Rückseite befindet sich der Zoom, so daß man ihn leicht mit dem rechten Daumen bedienen kann, wenn man die Kamera normal hält, also so mit dem Zeigefinger über dem Auslöser.
Zum Aufnehmen kann man am Rädchen oben verschieden Einstellungen auswählen. Am einfachsten nimmt man "Auto". Dann stellt sich die Kamera automatisch so ein, wie es wohl optimal zu sein scheint. Man kann aber auch gezielt den Bildstabilisator verwenden, wenn man Wackeleffekte vermeiden will. Dann gibt es den Makromodus, für Aufnahmen aus der Nähe (so unter 70 cm Abstand zur Linse), gezielte ISO-Aufnahmen bei problematischen Lichtverhältnissen gibt es, natürlich die Möglichkeit, Videos aufzunehmen und etwas, das mit "SCN" beschriftet ist. Dort findet man zahlreiche voreingestellte Aufnahmemodi. - Sport ist gezielt für die Aufnahme von Objekten in Bewegung - Landschaft, ist gezielt für Aufnahmen in weiter ferne - Nachtportrait erklärt sich von selbst - Nachtlandschaft erklärt sich auch von selbst - Schnee oder Strand kann man verwenden, bei hellen Lichtverhältnissen - Text verwendet man zur Aufnahme von Dokumenten - Es gibt eine eigene Einstellung speziell für Feuerwerk, Blumen, spielenden Kinder usw. - Im Modus Museum wird einfach so optimal wie möglich fotografiert ohne Sound und Blitz - Selbstportraits kann man einstellen, wenn man sich mal selber mit der Kamera in der Hand fotografieren will - Gegenlicht kann man auswählen, wenn man mal vom Dunklen ins Helle fotografiert - Man kann speziell einstellen, wenn man bei Kerzenlicht fotografiert oder einen Sonnenutergang - Und was ich auch super finde: Panoramabild-Funkton. Wenn einmal ein weites Panorama nicht auf einmal erfaßt, werden kann, dann fotografiere ich halt einmal soweit wie möglich, mache danach noch ein Foto, von dem Teil nebendran, und davon nebendran wieder usw. Die drei einzelnen Bildern werden dann automatisch optimal zu einem schönen breiten Panoramafoto zusammengeschnitten. Das funktioniert erstaunlich gut. Ein Beispiel hänge ich an den Bericht dran. Nun hatte ich also diese Kamera gekauft. Im Zubehör war gleich neben der Kodaksoftware (die kein Mensch braucht) ein Adapter zum Aufsetzen von Kodakkameras für spezielle Fotodrucker. Für diesen Adapter habe ich aber keine Verwendung. Ein USB-Kabel war vorhanden, so daß man Daten über USB-Anschluß in den PC kriegt. Außerdem kann man den Akku auch über das USB-Kabel aufladen, aber alternativ oder sogar vorzugsweise über ein spezielles Ladekabel, das auch im Lieferumfang war. Ach ja, einen Akku hat die Kamera. Bei dem Modell davor mußte ich entweder ständig die Akkus aufladen, weil sie nach sehr kurzer Zeit leer waren, oder ständig neue Batterien kaufen, weil die auch nicht lange hielten oder spezielle Fotobatterien kaufen, denn dann wenigstens ein paar Tage gehalten haben. Nun habe ich aber zu meiner Überraschung festgestellt, daß man da gar keine Standartbatterien einsetzen kann. Es gibt einen speziellen Akku, der ebenfalls mit im Lieferumfang war. Da war ich dann am Anfang nicht so begeistert. Kann man damit überhaupt einen Tagesausflug machen und den ganzen Tag fotografieren? Das waren so meine bedenken. Aber ok, ich habe den Akku erst einmal vollständig aufgeladen und dann ein die nächsten Tage sehr viel ausprobiert. Und der Akku hat fast eine Woche gehalten und mir wurde wirklich rechtzeitig vorher angezeigt, daß ich den Akku laden soll. Nicht so, wie man es von manchen Geräten kennt, wo das Akkuzeichen kurz aufblinkt und schon ist er leer.
Die Fotos, die ich in der Testphase und auch in der Zeit danach gemacht habe, sind wirklich alle von einer sehr guten Qualität. Sowohl was sie Schärfe als auch die Farbgebung angeht, bin ich ganz zufrieden. Selbst Sachen wie einen Regenbogen konnte ich mit verschiedenen Einstellungen fotografieren und habe tolle Bilder erhalten. Bei der Kamera davor waren die Farben bei so etwas immer sehr blaß und nicht so kräftig wie in der Realität. Ich würde meine Bilder beschreiben als gestochen scharf aber dennoch schön weich. Wenn man Bilder im Hochformat aufnimmt, werden sie auch automatisch richtig rumgedreht. Wer nicht so große Bilder braucht, kann auch eine kleinere Einstellung wählen. Also z.B. 6,2, 5,3, 5,0, 3,1 usw. bis 1,2 Megapixel. Die ganze Funktionen, die automatisch geschaltet sind, kann man natürlich auch manuell aktivieren oder deaktivieren. Man kann sich einen Datumsstempel einblenden lassen oder einen Bilderrahmen einfügen..., man kann relativ viel tun. Wenn man will, kann man die Sprache ändern, und dann ist alles auf englisch oder spanisch oder französisch oder in der halt ausgewählten Sprache dargestellt. Man kann einstellen, ob die Kamera einen Sound machen soll, wenn man sie bedient, wobei ich davon abrate, weil dadurch viele Schnappschüsse mißlingen, wenn die Objekte durch den Sound vorgewarnt werden.
Natürlich hat die Kamera optischen Zoom, diesen aber leider nur dreifach und fünffachen digitalen Zoom überdies, wobei ich diesen aus Qualitätsgründen immer vermeide. Was ich hier besonders positiv finde, man kann auch während einer laufenden Videoaufnahme noch zoomen. Bei meiner alten Kamera mußte ich vorher festlegen, auf welcher Zoomstufe ich filmen möchte. Die Handhabung ist eigentlich denkbar einfach. Wer sich nicht näher damit auskennt oder kaum Erfahrungswerte hat, stellt sie eigentlich immer auf "Auto" und holt er sich das Objekt in die Mitte des Bildschirms und focusiert es durch leichtes eindrücken des Auslösers. Dann wird das Bild so verschoben, daß man alles drauf hat, was man haben will und drückt den Auslöser ganz durch. Anschließend wird einem das geschossene Bild für einige Sekunden auf dem Display angezeigt. Wenn man jetzt schon merkt, daß einem das Bild nicht gefällt, drückt man dann einfach auf "delete" und schon ist das Bild wieder gelöscht. Wenn man weiter fotografieren will, aber nach der letzten Aufnahme noch das Bild im Display angezeigt wird, dann muß man nur leicht den Auslöser drücken und schon wird wieder die live-Ansicht gezeigt. Sollte man sich später einfach einmal alle Aufnahmen ansehen wollen, drückt man einfach auf "review" und sieht dann die neuste Aufnahme und kann sich durch alle Aufnahmen durchblättern, auch auf dem Display einen Bildausschnitt vergrößern usw.
Etwas länger hat es gedauert, als ich neulich einmal etwas per Selbstauslöser aufnehmen wollte. Ich (©Troll) hatte die Funktion dort noch nicht genutzt und wollte es mal spontan tun, als ich unterwegs war. Und eine Gebrauchsanweisung hatte ich natürlich auch nicht dabei. Bei meiner alten Kamera gab es dafür einen eigenen Knopf, den hat man kurz gedrückt und schon war der Selbstauslöser eingeschaltet. Bei dieser Kamera muß man hingegen durch das Menü blättern. Aber dann findet man auch den Menüpunkt Selbstauslöser, wo man diesen dann einschalten kann. Die Kamera hat einen internen Speicher von 16MB, wobei diese an sich schnell erreicht werden, wenn man gerne viel filmt. Aber man kann ganz normale handelsübliche SD-Karten einsetzen und somit weit mehr Speicher nutzen, man muß nur einstellen, daß die Kamera standardmäßig auf der Karte speichert. Ich selber habe zur Zeit eine Karte mit 4GB drin. Dies funktioniert problemlos, obschon man ja früher immer gesagt hat, daß die Geräte so viel Speicher gar nicht verwerten können. So eine Speicherkarte hat den Vorteil, daß man auch leichter die Bilder in den PC kriegt, auch ohne alles zu verkabeln. Ist also schon praktisch, wenn im Rechner ein Kartenlesegerät eingebaut ist. Oftmals ist es z.B. so, daß ich ein geniales Foto geschossen habe und dann auch gleich Leuten wie dem ciao-Autoren Mark_Oh sofort zeigen will. Dann nehme ich halt schnell die Karte raus, stecke sie in den PC, es wird ein neues Laufwerk im Arbeitsplatz angezeigt, auf dem das Bild drauf ist. Das kann ich ihm dann zuschicken z.B. per icq.
Zu Hause habe ich einen HP-Drucker, der auch vorne einen separaten USB-Anschluß hat, an dem man auch gezielt eine Digitalkamera anschließen kann. Das habe ich einmal ausprobiert und mit dem USB-Kabel direkt die Kamera an den Drucker angeschlossen. Das hat prima funktioniert. Auf dem Display der Kamera wurde ein Menü angezeigt und ich konnte direkt auswählen, was ich als Druckauftrag hätte losschicken wollen. Bilder, die man aufnimmt, werden standardmäßig als jpg-Datei gespeichert. Videos als mov, was ich persönlich eher ungünstig finde, da man mov-Dateien nicht mit dem Standartmediaplayer wiedergeben kann. Entweder nimmt man Quicktime oder einen anderen speziellen Player, der das Format unterstüzt.
Die Aufnahmequalität ist sehr zufriedenstellend. Auf dem PC kann man Filme gut sehen und bei normaler ruhiger Kameraführung ist auch nichts verwackelt. Auch der Ton kommt gut und deutlich und ohne Störgeräusche wie einem Hintergrundrauschen rüber. Lediglich das Anhören der Aufnahme direkt auf der Kamera ist fast unmöglich, wenn es nicht ganz leise ist. Selbst bei höchster Stufe der Lautstärkeregelung kommt der Sound über die eingebauten Lautsprecher kaum rüber. Also wenn man eine Aufnahme mal schnell jemanden vorführen will, ist das in sofern nur suboptimal. Auch das vorführen der Aufnahmen auf einem normalen Fernseher ist nicht so einfach. Bei meiner alten Kamera konnte ich ein spezielles Kabel anschließen, über das ich die Kamera mit dem AV-Anschluß eines Fernsehers verbinden konnte. So ein Kabel bzw. den Anschluß für so ein Kabel gibt es aber bei der M753 leider nicht. Zum Schluß noch ein paar Worte zum Design. Es gibt diese Kamera in schwarz mit silberner Umrandung. Diese Kamera besitze ich. Und es gibt sie in ganz silber. Beides verdeutliche ich am besten anhand von Bildern im Anhang an diesen bericht. Die Ausmaße der Kamera sind 9x6x2cm(BxHxT) und sie wiegt ca. 115g. An der Seite ist eine kleine Öse, durch die man eine Handschlaufe, die übrigens auch im Lieferumfang enthalten ist, einfädeln kann.
Fazit: Zwar ist die Kamera für richtige Profis sicherlich eher etwas zum Belächeln. Aber für Leute wie mich, die einfach nur mal so gern in der Gegend herumfotografieren, ist sie wirklich super. Für den Preis bietet sie sehr viel und ist dennoch handlich und kompakt und sehr leicht zu bedienen. Bis auf die wenigen Kleinigkeiten, die ich im Bericht angesprochen habe, bin ich mit der Kamera sehr zufrieden und kann sie gerne weiterempfehlen!
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30.03.2010 12:55
Brauchte ich gerade :-) Dieter
04.12.2008 15:40
Top!, vielleicht könnte man an der Formatierung noch ein wenig arbeiten.. aber.. naja ;-) Auch so BH
10.11.2008 15:15
BH und Liebe Grüße vom STRIKER