Gut - aber nichts für hohe Erwartungen
26.12.2006
Pro:
10x optischer Zoom, Bedienung, Video - Aufnahmefunktion
Kontra:
Bilder werden zu stark komprimiert + keine Einstellmöglichkeit, starkes Rauschen
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Shutt
Über sich:
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Erfahrungsberichte:41
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo zusammen, in meinem ersten Bericht seit über zwei Jahren schreibe ich heute über die digitale Fotokamera Kodak Easyshare Z740. Viel Spass beim Lesen, über eure Kommentare freue ich mich sehr.
1. Allgemeines, Kaufentscheidung, technische Daten Die Kodak Z740 ist ein Vertreter der sogenannten Mega-Zoom-Kameras. Mega-Zoom bedeutet dass solche Kameras mit einer grossen Bandbreite an optischen Zoom, 10- bis 12-fach, aufwartet, so dass auch weit objektive Motive im Kleinbild-Bereich formatfüllend fotographiert werden können.
Nach meiner ersten digiatalen Fotokamera, der Sanyo Xacti VPC-S1, über der ich bereits berichtet habe, wollte ich irgendwann mehr: Es ging mir mir nicht um das Mehr an verfügbaren Pixel, sondern die Möglichkeit des 10-fach optischen Zooms hat es mir angetan und ich sah eine Möglichkeit, um um die grössere Anschaffungssumme einer digitalen Spiegereflex-Kamera erstmal herumzukommen. So entschied ich mich im September 2005 für die Kodak Z740, für der ich damals 260 Euro bezahlt habe. Was bietet mir also die Z740?
Die Kamera verfügt über ein asphärischen Retinar-Objektiv mit 10-fach optischen Zoom (entspricht im Kleinbild-Bereich 38-380mm) und einem 5-fach digitalen Zoom, insgesamt ergibt sich ein maximaler 50-facher Zoom. Es verfügt über einen optischen Sucher (201.000 Pixel) sowie einem 1,8" grossen, hoch auflösenden LCD-Display, mit der man das Motiv anvisieren als auch die fertigen Bilder anschauen kann. Die höchste verfügbare Bildauflösung ist 5,0 Megapixel, was einer Auflösung von 2576 x 1932 Pixel entspricht. Um Speicherplatz zu sparen, kann man die Auflösung reduzieren. Die Kamera verfügt über einen internen Speicher von 32 MB mit der Möglichkeit, sie mit SD/MMC-Speicherkarten zu bestücken. Zudem gibt es die Möglichkeit, Filme im MOV-Format (Quicktime) in der VGA-Auflösung von 640x480 bei 13 Bildern/Sekunde oder QVGA (320x240) bei 20 Bildern/Sekunde aufzunehmen. Weitere meiner Meinung nach wichtige technischen Daten:
- Gewicht ohne Akku 287g - Abmessungen 9,76 x 7,75 x 7,2 cm - Blende f/2,88 bis f/8 (Weitwinkel), f/3,7 bis f/8 (Tele) - Format Bilder: jpeg 2.21, kein RAW-Format - Stromversorgung: Kodak Lithium-Akkus, AA-Batterien bzw. Akkus - verschiedene Modis für Motiv und Farbe - Blitz: deaktiviert, Automatisch, Vorblitz, Aufhellblitz - Blitz-Bereich: Weitwinkel: 0,6-4,9m bei ISO 168; Tele: 2-3,7m bei ISO 168 - automatische Bilddrehung Im Lieferumfang waren die Kamera, Tragegurt, eine nicht aufladbare Lithium-Batterie, eine 85-seitige Bedienungsanleitung sowie ein umfangreiches Software-Paket für Windows ab 98 sowie Mac ab G3 dabei.
Weitere Daten kann man beispielsweise noch bei Amazon entnehmen. Die Kamera wird nicht mehr hergestellt, als Nachfolger steht die Z710 bereit, dessen unverbindliche Preisempfehlung bei knapp 300 Euro liegt, im Handel für unter 250 Euro verfügbar ist. 2. Inbetriebnahme, Fotographieren & Filmen
Die Bedienung der Kamera fällt von Anfang relativ leicht. Sowohl am Anfang als auch nach jeder längeren Standzeit ohne Akku muss das Datum und Uhrzeit eingestellt werden. Danach kann man sofort loslegen. Es stehen - zumindest auf den ersten Blick - zahlreiche Modi für das Fotographieren unter unterschiedlichsten Bedingungen zur Verfügung. Entweder man überläßt der Kamera komplett die Kontrolle über das Fotographieren - Automatikmodus - oder man stellt sämtliche Parameter wie Weissabgleich, ISO-Zahl, Verschlusszeit selbst ein, letzteres erfordert allerdings Kenntnisse über die Fotographie. Mit verschiedenen Modi wird der Benutzer unter anderem bei Aufnahmen bei Nacht, bei schnellen Bewegungen des Objekts, bei Party-Aufnahmen, Fotographieren beim Strand, eines Feuerwerks unterstützt.
Die Navigation durch die zentralen Funktionen (Automatikmodus, manueller Modus, Videofunktion und mehr) geschieht mit dem Rädchen neben den LCD-Display, die weitergehende Navigation mit dem kleinen Joystick. Beide Elemente lassen sich bequem mit dem Daumen der rechten Hand bedienen, während man die Kamera zum Fotographieren oder zum Filmen beireit in den Händen hält. Auf die Installation der Software habe ich verzichtet, daher kann ich über die Funktion und Bedienung der Software nichts sagen. Da ich die Fotos auf SD-Speicherkarten hatte, habe ich sie direkt am PC ausgelesen. Auch ein Firmware-Update habe ich mit der Speicherkarte ohne Hilfenahme der Software vorgenommen.
3. Mein Alltag mit der Kamera Schon bei der Inbetriebnahme der Kamera fiel mir negativ auf dass man die Kompression der JPEG-Bilder nicht beeinflussen kann, was beispielsweise bei der DX7590 (Normal, Fein) noch möglich war. Bei der Z740 werden die Bilder relativ stark komprimiert, so dass Bildinformationen auf der Strecke bleiben. Selten überschreitet ein Bild bei der höchstmöglichen Auflösung (2576 x 1932) die Größe von 1,2 Megabyte.
Zunächst konnte ich damit gut leben, im Urlaub gelangen mir die Aufnahmen ganz gut. Vorallem Nahaufmahmen gelingen mit dieser Kamera hervorragend (siehe erstes Foto, unbearbeitet). Sollten aber auch weiter entfernte Objekte möglichst scharf abgebildet werden, stieß die Kamera an ihre Grenzen. Untergegangende Bildinformationen durch die hohe Kompression machten sich trotz niedriger ISO-Werte dann vorallem in Bildrauschen bemerkbar (zweites Foto, unbearbeitet), was sich auch durch Nachbearbeiten nicht beseitigen läßt. Unter nicht optimalen Lichtverhältnissen liefert die Kamera manchmal unterschiedliche Ergebnisse. Somit ist die Kamera für die Hobbyfotographie ("Planespotting" beispielsweise) trotz verfügbaren Mega-Zooms ungeeignet. Daher gebe für die Bildqualität nur ein befriedigend. Die Film-Funktion habe ich nur selten benutzt. Leider kann man während der Aufnahme nicht zoomen und man muss den Autofokus ausreichend lange arbeiten lassen bevor man den Auslöser drückt. Für meine Zwecke hat dies aber immer noch so ausgereicht und die Filme gelangen mir auch ganz gut. Für häufigeres Filmen sollte man sowieso eine Videokamera benutzen.
Ansonsten habe ich an der Kamera nichts auszusetzen: Die Bedienung fand ich wie erwähnt klasse, die Haptik und Verarbeitung der Kamera ist tadelos, sie macht auch nach 15 Monaten Gebrauch und ca. 2.000 Fotos einen robusten Eindruck. Sie liegt sehr gut in der Hand. Die Akkulaufzeiten sind mit ca. 80-150 Bilder pro Akkuladung, je nach Gebrauch des Blitzes, noch ok, der Stromverbrauch könnte aber geringer sein. Den Service habe ich nicht in Anspruch nehmen müssen. Inzwischen habe ich mir vor zwei Wochen ein eigenes Weihnachtsgeschenk gemacht und bin mit der Canon EOS 400D in die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras eingestiegen. Ob ich die Z740 weiterhin einsetze, habe ich noch nicht entschieden.
4. Fazit Die Kodak Easyshare Z740 ist prinzipiell eine gute Kamera. Sie liefert für den privaten Gebrauch und vorallem bei Aufnahmen in geringerer Entfernung sehr gute Ergebnisse. Daher gebe ich im Gesamtergebnis noch ein Gut. Die zu hohe Kompression der Bilder allerdings verhindern eine Empfehlung meinerseits.
Alles was darüber hinausgeht und in den Bereich der Hobbyfotographie geht , dafür ist die Kamera nicht mehr geeignet. Man sollte darauf schauen, dass die Kompression justiert werden kann, evtl. sorgt ein Bildstabilisator für bessere Ergebnisse, es gibt entsprechende Mega-Zoom-Kameras die eine solche Ausstattung haben. Oder man sollte das Geld sparen und eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen. In diesem Sinne .... viel Spass beim Fotographieren und danke fürs lesen :)
© by Shutt, 26.12.2006
Bilder von Kodak EasyShare Z740
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27.12.2006 17:02
Sehr guter Bericht da gibts nichts zu meckern :) LG Nicky87
27.12.2006 09:29
Viel Spaß bei knipsen:-). ------------- Guten Rutsch ins Neue Jahr ------------heiko.acksteiner
27.12.2006 00:19
Genialer Bericht , lässt sich Prima lesen und dann auch noch mit Bildern . Dafür ein Besonders Hilfreich vohn mir. Bis dann . Gruß