Erfahrungsbericht über

Konica Minolta DiMAGE Z3

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Konica Minolta DiMAGE Z3

 

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Super Kamera der Kompaktklasse.

5  18.08.2004 (02.10.2004)

Pro:
Geschwindikeit, Handlichkeit, Preis

Kontra:
Systemprobleme

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


DocDoom

Über sich: Fotograf mit Herz und Seele.

Mitglied seit:31.07.2002

Erfahrungsberichte:172

Vertrauende:74

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 167 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eigentlich hatte ich mir vor kurzer Zeit erst die Minolta Z2 gekauft und war zufrieden mit der Kamera. Als Konica Minolta dann aber das Nachfolgemodell, die Dimage Z3, vorstellte und diese Kamera über einen Bildstabilisator verfügt konnte ich nicht widerstehen. Habe mir das Teil sofort vorbestellt und nun nach 3.5 Wochen Wartezeit die Kamera seit letzten Montag in meinen Händen. Habe mittlerweile so an die 1000 Fotos damit gemacht und möchte euch nun gerne an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Gekostet hat mich das Gerät bei Eurodatec Hannover 399 Euro.


Einige Technische Details
******************************
Pixel: 4.0 Megapixel
Speicherkarte: SD und MMC Karten
Objektiv: 35 - 420 (bei 35 mm Format), Lichstärke 2,8 – 4,5
Autofokus: RAPID AF: Video AF + externer passiver AF
Belichtungsmessung: Mehrfeld, Mittenbetont, Spot
Verschlusszeiten: 15 – 1/1.000
Belichtungsprogramme: P, A, S, M, 5 Motivprogramme
Belichtungskorrektur: ±2.0 EV in 1/3 Stufen
ASA/ISO AUTO / ISO50 / 100 / 200 / 400
Sucher: Elektronischer Farbsucher
Blitz: Aufhellblitz eingebaut
Belichtungsmodi: Single / Continuous / Supercontinuous / Flash ON / Flash OFF / Makro / Selbstauslöser (10 s, 2 s) / Portrait/ Landschaft / Nacht / Sport / Belichtungsreihen
Standard-Serienbildfunktion: ca. 2,5 Bilder/Sek (bei 2272 x1704 Pixel)
Videofunktion: 640 x 480 mit 30 fps
LCD Monitor 1, 5 Zoll TFT Farbmonitor
Energieversorgung: 4 AA Mignonzellen), Netzgerät AC-11(optional)
Schnittstelle: USB


Lieferumfang
***************
Im Lieferumfang sind folgende Gegenstände enthalten:
Umhängeriemen NS-DG7000
Objektivdeckel LF-243
Zubehörschuh-Deckel SC-1000
Videokabel AVC-700
SD-Speicherkarte 16 MB
USB-Kabel
Dimage Viewer
ArcSoft Videoimpression 2 CD-ROM (nur für Windows)
vier Alkali-Batterien

Optional ist folgendes erhältlich:
Netzteil AC-11 oder AC-1L
Kameratasche CS-DG1000
Umhängeriemen Leder NS-DG1000
Weitwinkel-Konverter-Set ZCW-300
Adapterring für Filter/Konverter ZCA-300
Programmblitzgeräte: 5600HS (D), 3600HS (D), 2500 (D)


Aussehen
************
Die Kamera sieht besser verarbeitet aus als der Vorgänger Z2 und ist dies auch. Sie ist in kompletten seichtem silbern gehalten und wirklich modern designd. Mit Batterien und Speicherkarte beträgt das Gewicht ca. 420 Gramm (ohne ca. 335) und die Abmaße sind für eine Superzoom Kamera mit 108,5 (B) x 80,0 (H) x 83,5 (T) mm sehr kompakt.

Vorne befindet sich das 12fach Zoomobjektiv, welches durch den beiliegenden Objektivdeckel gut geschützt werden kann. Der Blitz ist eingeklappt und muss bei Bedarf manuell ausklappt werden. Der optische Sucher ist nicht wirklich optisch, dieser ist ein EVF (Electronic View Finder) der mit 118.000 Pixeln auflöst. Der LCD Monitor ist 1.5 Zoll groß und löst mit 78.000 Pixeln auf. Erfreulicherweise ist dieses mal eine „normale“ Umstellung von LCD auf Sucher vorhanden und nicht die Spiegel-Klapp-Lösung mit der viele Leute bei der Z2 Probleme hatten.

Hinten befindet sich das LCD Display. Obwohl es nur eine Auflösung von 78.000 Pixeln hat ist es auch bei zu hellen oder zu dunklen Umgebungsverhältnissen gut zu betrachten. Der optische Sucher ist ein EVF (Electronic View Finder) der mit 113.000 Pixeln auflöst und ein kleines Rad zur Dioptrin Einstellung hat. Egal welche Sucherart man bevorzugt, beide lösen sehr gut auf. Hinzu kommen folgende Tasten:
-Wippschalter für den Zoom
-Menü für erweiterte Einstellung wie Iso Wert, Belichtungskorrektur, Weißabgleich u.s.w.
-Taste zum Bilder löschen
-Histogramm ein oder ausschalten
-Umschalten von LCD auf EVF und umgekehrt, sowie Bildwiedergabe
-Vier Pfeil Bedienfeld um bei Einstellungen in den Menüs zu navigieren, außerhalb des Menüs zum navigieren für Weißabgleich und Halbautomatikeinstellungen
-Ein und Ausschalten Taste

Oben findet man den Auslöser, das Einstellrad für die verschiedenen Modi der Kamera, die Funktionstaste für den Blitz (Auch frei belegbar mit anderen Funktionen wie Iso Einstellungen oder was man gerade bevorzugt) und die Taste für die Auswahl Makro oder Supermakro. Weiter befindet sich hier noch das Mikrofon für Videoaufnahmen und ganz oben der Blitzschuh für externe Blitzgeräte.

Unten ist ein Stativgewinde, zudem noch das Fach für Batterien (4 AA oder NiMh) und der Speicherkartenslot.

Links befindet sich der Anschluss für das USB Kabel und der für ein optional erhältliches Netzteil. Dazu kommt noch der AV-Anschluss. Alles gut geschützt durch eine Gummiabdeckung.

Rechts befindet sich nichts außer einer gummierten Fläche um die Kamera sicherer zu halten.

Allgemeiner Eindruck
*************************
Der allgemeine Eindruck ist auf den ersten Blick schon eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen. Die Kamera sieht qualitativ besser verarbeitet und auch durchdachter aus. 4 Megapixel in Verbindung mit einem 12x optischen
Bilder von Konica Minolta DiMAGE Z3
  • Konica Minolta DiMAGE Z3 Bild 63992 tb
  • Konica Minolta DiMAGE Z3 Bild 63993 tb
  • Konica Minolta DiMAGE Z3 Bild 63994 tb
  • Konica Minolta DiMAGE Z3 Bild 63995 tb
Konica Minolta DiMAGE Z3 Bild 63992 tb
Anti Fake Picture
Zoom in einem recht günstigen Preissegment sprechen eigentlich sowieso für sich. Die Kamera ist sehr stabil und liegt optimal in meinen Händen. Die Griffstellen zu gummieren ist eine super Idee gewesen und gibt sicheren halt beim Umgang mit der Cam. Es besteht die Möglichkeit vorhandene optional erhältliche Weitwinkel- oder Telekonverter zu verwenden. Insbesondere die Form der Kamera macht das Handling für mich zu einem Genuss, einfach klasse, Ergonomie pur. Die Kamera unterstützt folgende Auflösungen:

2.272 x 1.704 Bildpunkte
1.600 x 1.200 Bildpunkte
1.280 x 960 Bildpunkte
640 x 480 Bildpunkte

Dazu kann man noch die Stärke der Komprimierung zwischen Fine, Standard oder Economy wählen. In höchster Auflösung mit geringster Komprimierung gehen ca. 5 Fotos auf eine 16 MB SD-Speicherkarte. Man kann im Menü einstellen ob die Farben natürlich, kräftig, sephia oder schwarz/weiß aufgenommen werden sollen.

Die Kamera hat alle Moduseinstellmöglichkeiten die man sich wünschen kann. Es steht Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manueller Modus, Portrait, Sport/Action, Landschaft, Sonnenuntergang (automatische oder manuelle Wahl) und Nachtportrait (nur manuelle Wahl) und Film zur Verfügung. Verschiedene Weißabgleichvoreinstellungen wie Kunstlicht wolkig, sonnig u.s.w. kann man natürlich auch auswählen. Ein manueller Weißabgleich steht selbstverständlich auch zur Verfügung.

Die Kamera ist für eine 12x Zoom rasant schnell bereit. Es dauert ca. 1,5 Sekunde nach dem einschalten bis der Zoom ausgefahren ist und man das erste Bild machen kann. Der Automatikmodus funktioniert sehr gut. Einziger Kritikpunkt ist das die Cam relativ früh die ISO Werte hoch setzt um eine kurze Verschlusszeit zu realisieren. Das soll den unerfahrenen Anwender vor verwackelten Bildern schützen. Dies war auch schon bei der Z2 so. Beim Ausdrucken der Bilder sollte das aber kaum eine Rolle spielen, da fällt ein wenig Bildrauschen (umso höher die Iso, umso mehr Rauschen) sowieso kaum oder nicht auf. Auch der automatische Weißabgleich funktioniert recht gut, nur in geschlossenen Räumen mit Kunstlicht sind die Farben manchmal (in absoluten Ausnahmefällen) leicht rotstichig und etwas zu satt. Überaus selten gibt es mal ein wenig gelbstichige Bilder (wieder in absoluten Ausnahmefällen) bei Außenaufnahmen. Allerdings so gering das dieser nur mit überaus geschultem Auge erkennbar ist. Die Bilder werden scharf und sehr realistisch. Jedoch empfehle ich jedem die Halbautomatiken oder den Manuellen Modus. Nur so kann man wirklich das optimale an Schärfe und Belichtung herausholen. Ich habe mich selber lange Zeit davor gescheut diese zu benutzen weil ich auch immer dachte eine Automatik müsste das besser können, das ist nicht so. Wie gesagt die Automatik ist wirklich sehr gut, aber es geht eben noch mehr wenn man will und sich mit der Materie beschäftigt.


Der eingebaute Blitz wird mit einer Reichweite von bis zu 4.5 Metern im Weitwinkel und 2.5 Metern im Telebereich angegeben. Dieser ist also deutlich schwächer als es bei der Z2 (ca. 6 Meter) der Fall war. Mich stört dies wenig da ich blitzen nur im äußersten Notfall anwenden würde. Der Blitz verfälscht mir die Bilder zu sehr. Der Bildstabilisator der Kamera ermöglicht sowieso meist fotografieren ohne Blitz. Nachdem man ein Foto mit Blitz gemacht hat dauert es ca. 2-3 Sekunden bis dieser wieder aufgeladen ist und man das nächste Bild machen kann. Der Blitz bietet auch noch weitere Einstellmöglichkeiten wie Aufhellblitz, Rot Augen Reduktion u.s.w. Bei dem Selbstauslöser der Kamera hat man endlich die Wahl zwischen 2 sec und 10 sec Wartezeit bis diese das Bild macht. Hier mein Dank an Minolta für diese Verbesserung. Auch muss man nicht nach jedem getätigten Bild den Selbstauslöser wieder aktivieren, dieser bleibt eingestellt bis man die Funktion manuell wieder ändert, das war beim Vorgänger anders und hat genervt. Bei der Belichtungsmessung kann man sich zwischen AF-Mehrfeldmessung (256 Segmente), Mittenbetonte Integralmessung und Spotmessung entscheiden. Der Weißabgleich ist natürlich auch manuell einstellbar wie eigentlich alles an der Kamera. Der AF-Bereich hat ein 5-Punkt-AF-Messfeld verpasst bekommen welches sehr zuverlässig arbeitet.

Der 1.5“ LCD Monitor ist zwar recht klein, aber gibt die gemachten Bilder trotz der geringen Auflösung auch so wieder wie diese hinterher auf dem Monitor erscheinen. Keine Farbverfälschung oder sonstiges. Ich mache fast alle Bilder durch den Sucher, das zu aufnehmende Motiv ist auch hier sehr gut einzuschätzen. Ich bevorzuge den Sucher da ich die Kamera einfach ruhiger halten kann als wenn ich den LCD benutze.

Ich fotografiere meistens mit der mittenbetonten Integralmessung. Die Kamera fokussiert wirklich sehr schnell und die Auslöseverzögerung empfinde ich auch als extrem schnell. Ich kann dies leider nicht mit Zahlen belegen weil ich die technischen Möglichkeiten dies zu messen nicht habe. Jedoch schlägt die Z3 in diesen beiden Disziplinen fast alle Vorgängerkameras die ich bis jetzt in den Händen hatte (Olympus C-150, Olympus C-350, Canon Powershot A80, Fuji S5000, Olympus C740UZ, Canon S1 IS, Panasonic FZ-10). Geschätzt sogar knapp doppelt so schnell wie die Z2. Gefühlsmäßig wahrscheinlich so was um die 0,2 Sekunden inklusive fokussieren, jedenfalls habe ich noch nichts vergleichbares in der Hand gehabt. Dabei ist es der Kamera egal ob voller Weitwinkel oder voller Tele, beides gleich schnell. Gerade für den Telebereich ist das enorm.

Nun zu dem Highlight der Kamera, dem Bildstabilisator in Verbindung mit dem optischen 12fach Zoom. Der Zoommotor der Kamera ist sehr leise, nicht mehr so ein „Video-Zoom-Töter“ wie bei der Z2. Der stufenlose Zoom lässt sich außerordentlich präzise einstellen und ist zudem überaus schnell aus- oder eingefahren. Der Bildstabilisator verrichtet seine Arbeit hervorragend. Ich hatte auch schon die Canon S1 IS und die Panasonic FZ-10. Bei beiden funktionierte der Stabi auch sehr gut, aber nicht so klasse wie bei der Z3. Dies liegt vielleicht an den unterschiedlichen Techniken, Canon und Panasonic stabilisieren die Objektive. Konica Minolta hingegen den CCD-Chip und dies funktioniert meiner Meinung nach etwas besser. Kann natürlich sein das ich mich irre, aber von der Logik her denke ich das es wesentlich einfacher, schneller und präziser ist einen kleinen leichten Chip zu stabilisieren als ein Objektiv. Mit dem von Minolta sogenannten „CCD-Shift Anti-Shake“ Bildstabilisator kann ich wesentlich mehr Freihand fotografieren als mit einer Kamera ohne Stabi. Meine Erfahrungen zeigen mir das ich im Weitwinkelbereich bis 1/10 Sek. Belichtungszeit verwacklungsfreie Bilder bekomme. Im Telebereich bei 12x Zoom verwackelt mir nichts mit 1/80 Sek. und sehr selten etwas mit 1/60 Sek. Belichtungszeit.


Fotos
*******
Jetzt möchte ich über die Bildqualität der Kamera sprechen und einige Tipps mit auf den Weg geben welche auf meinen Erfahrungswerten die ich gesammelt habe beruhen. Allerdings sollten meine Erfahrungen nicht als Allheilmittel oder Standard gesehen werden, jeder fotografiert anders und hat einen anderen Entwicklungsstand seiner fotografischen Kenntnisse.

Außenaufnahmen und Rauschverhalten:
Die Aufnahmen der Kamera werden sehr scharf und die Farben sind natürlich, manchmal bei starkem Sonnenschein etwas gesättigter als das Motiv wirklich war. Ich mag dies und wer das nicht mag kann es ja mit EBV (elektronischer Bildverarbeitung) in ein paar Sekunden korrigieren. Bis zu einem 3fach Zoom kann man bedenkenlos Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von ca. 1/10 Sekunde machen, vorausgesetzt natürlich das Motiv bewegt sich nicht und der Bildstabilisator ist eingeschaltet. Bei vollem 12fach Zoom würde ich empfehlen die Blendenautomatik zu benutzen und die Belichtungszeit auf 1/80 sec einzustellen. Mir gelangen so bei vollem 12fach Zoom verwacklungsfreie Bilder bei unbewegten Objekten. Bei bewegten Motiven sollte man die Belichtungszeit der Bewegung entsprechend abändern. Die kürzeste Belichtungszeit der Z2 lag bei 1/2000 Sek, die Z3 beherrscht nur bis 1/1000 Sek. Im Normalfall lassen die Lichtverhältnisse sowieso kaum mehr als 1/1000 Sek. zu, also für mich völlig ausreichend. Für meine Sportaufnahmen reicht mir dies. Bei genügend Licht würde ich immer ISO 50 fest einstellen damit meist rauschfreie Bilder entstehen (In sehr dunklen Bereichen bei längeren Belichtungszeiten in seltenen Fällen sichtbar). Erfreulich ist das sich das Rauschen von Iso 50 bis Iso 200 fast gar nicht erhöht, wirklich nur sehr geringfügig. Es steigt nicht proportional so hoch an wie ich es von anderen Kameras gewohnt bin, dort wurde es mit jeder ISO Stufe fast verdoppelt. Bei Ausdrucken bis 20 x 30 habe ich bei ISO 200 keine Spuren von Rauschen erkennen können. Das Rauschverhalten der Kamera ist also bis einschließlich Iso 200 zum direkten Ausdruck brauchbar. Dies ist natürlich wie bei allen Kameras auch teilweise Motivbedingt. Iso 400 ist mit Nachbearbeitung ebenfalls zu gebrauchen, hier ist das Rauschen jedoch auf einmal verhältnismäßig stark. Vom Blitz würde ich abraten, denn wenn man diesen benutzt ist das Rauschen bei ISO 50 schon übermäßig stark. Hier hoffe ich auf ein Firmwareupdate. Bin mit Minolta in Verbindung getreten, die haben sich heute Testbilder von mir per Email schicken lasse. Um dieses Rauschen mit Blitz deutlich zu verringern hilft im Moment nur die Programmautomatik Einstellung mit ISO 50 festeingestellt. Hier werden die Bilder wesentlich besser als mit den Halbautomatiken. Die Belichtungskorrektur würde ich standardmäßig auf -0.3 eingestellt lassen da die Kameraautomatik bei sehr guten Lichtverhältnissen (klarer Himmel und Sonnenschein) leicht überbelichtet.

Innenaufnahmen:
Der automatische Weißabgleich arbeitet hier nicht immer ganz einwandfrei, ein ganz leichter Rotstich ist in absolut seltenen Fällen mit automatischem Weißabgleich erkennbar. Aber auch hier wieder eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell bei dem jedes Bild einer Innenaufnahme einen Farbstich hatte. Die Aufnahmen werden sehr scharf und der Blitz arbeitet auch sehr zufriedenstellend. Bei ausreichenden Lichtverhältnissen arbeite der Autofokus schnell und zuverlässig. Bei wenig Licht wird die Kamera etwas langsamer weil diese über kein AF-Hilfslicht verfügt. Ich war jedoch gerade aufgrund dieser Tatsache sehr überrascht wie gut der Autofokus trotzdem funktioniert. Jede Digitalkamera hat bei schlechteren Lichtverhältnissen Probleme, das ist nun mal so und nicht Herstellerspezifisch.

Serienbilder:
In bezug auf Serienbilder mit der Z3 ist die Progressive Funktion, die ich standardmäßig für Serienaufnahmen nutze, erwähnenswert. Diese benutze ich immer bei Sportaufnahmen. Man fokussiert einfach sein Motiv und hält den Auslöser gedrückt. Die Kamera macht dann kontinuierlich Bilder und speichert diese in ihrem internen Speicher zwischen. Lässt man den Auslöser los werden die letzten fünf gemachten Bilder auf die Speicherkarte übertragen. Diese Funktion gefällt mir wirklich außerordentlich gut, da man so wenig Speicherplatz verschwendet und eigentlich immer das was man gerade gesehen und als gut empfunden hat auch als Bild bekommt.

Makroaufnahmen:
Die Minolta Dimage Z3 verfügt über zwei Arten der Makrofunktion. Die normale Makrofunktion arbeitet ab 10 cm (Weitwinkel) und 120 cm (Tele), hierbei ist der Zoom voll verwendbar. Die andere Makrofunktion heißt Super Makro und man kann mit dieser Motive ab 1 cm Abstand ablichten. Die Brennweite ist dann allerdings fest auf 10,45 mm festgelegt. Die Bilder mit den Makrofunktionen werden einfach brillant, eine der stärksten Funktionen der Kamera.

Nachtaufnahmen:
Die Z2 hatte hier in der Automatikfunktion leichte Schwächen in Form von Farbverfälschung. Schwarz wurde schon mal lila wiedergegeben. Auch hier hat Konica Minolta erfolgreich nachgebessert und die Qualität der Nachtaufnahmen ist einwandfrei und das Rauschverhalten auch hier wieder besser als erwartet.


Videos
********
Die Videofunktion ist für mich nicht ganz unwichtig da wir gerade Nachwuchs in der Familie haben. Hier kann man auch wieder zwischen mehren Auflösungen auswählen:

640x480 ( 30 fps / 15 fps) = frames per second = Bilder pro Sekunde)
320x240 ( 30 fps / 15 fps)

Ich habe mich für die 640 x 480 Pixel entschieden, Komprimierung: fine, 30 fps (Bilder pro Sekunde) und Ton. Auf meine 512 MB Speicherkarte bekomme ich mit diesen Einstellungen ca. 5,5 min Film im QuickTime Format. Wer mehr benötigt muss entweder mit der Auflösung oder Komprimierung runter gehen. Die von mir gemachten Videos sind klasse geworden. Keine Schlieren, keine Bildfehler, saubere Farben und klarer Ton. Das Zoomen bei der Videoaufzeichnung ist möglich und durch den leisen Zoommotor auch bedenkenlos einsetzbar. Ich empfehle nur beim filmen langsam zu Zoomen damit die Kamera mit dem fokussieren nachkommt. Hier macht sich auch wieder der Bildstabilisator ausgesprochen positiv bemerkbar. Man bekommt sehr schöne verwacklungsfreie Videoaufnahmen hin.


Auflösung
*************
Die Kamera hat 4 Megapixel. Dies ist auch mehr als ausreichend, man sollte nicht dem Megapixelwahn verfallen. Es wird gesagt das man so Bilder verlustfrei bis 15 x 20 cm ausdrucken kann. Ich habe zwei Bilder auf DinA4 (20 x 30 cm) ausgedruckt und kann beim besten Willen keinen Qualitätsverlust feststellen. Wer natürlich Poster ausdrucken möchte braucht mehr Megapixel, aber wenn jemand so etwas vorhat sollte seine Wahl sowieso besser auf eine Digitale Spiegelreflex Kamera oder ein 8 Megapixel Prosumer Modell fallen.


Lichtstärke
*************
Die Kamera wurde im Vorfeld recht oft wegen Ihrer geringen Lichtstärke von 4.5 im Tele Bereich kritisiert. Ich denke die meisten sind davon ausgegangen das diese 4.5 schon im geringsten Tele Bereich vorhanden sind. Hier sei mal angemerkt das dies proportional zur Brennweite erfolgt. Angefangen bei kleinstem Tele bei 3.2 bis vollem 12x Tele bei 4.5. Also gar nicht so lichtschwach wie viele vermutet haben. Für mich jedenfalls absolut ausreichend.


Software
**********
Die beiliegende CD enthält Treiber für alle gängigen Windows Betriebssysteme (auch Mac OS) und wie auch schon bei der Z2 das Minolta hauseigenen Programm Dimage Viewer, welches man aber getrost vergessen kann. Hier ist jede noch so billige Bildbearbeitungssoftware vielseitiger. Die zweite beiliegende CD enthält die ArcSoft Video Impression Software mit Version 2.0 (Nur Windows Systeme). Die Software ist leicht zu bedienen und zu verstehen. Ich kann damit alles machen was ich brauche und zudem noch in deutscher Sprache. Die vom mir gemachten Quick Time Videoaufnahmen lassen sich problemlos in DV oder AVI Dateien umwandeln um sie danach mit Nero in überaus guter Qualität auf CD oder DVD zu brennen.


Bedienungsanleitung
************************
Die Bedienungsanleitung ist hilfreich und verständlich aufgebaut. Hier steht jede Einstellmöglichkeit der Kamera gut beschrieben. Die Anleitung ist komplett in deutsch und liegt leider nur auf CD bei. Ein normales Handbuch fände ich hier wesentlich angenehmer. Scheint sich leider überall einzubürgern um Kosten zu sparen.


Bildübertragung
******************
Die Bildübertragung erfolgt mittels USB mit voller Übertragungsrate ("Full Speed") und ist sehr schnell. Ich nutze jedoch ein intern in meinen PC eingebautes Lesegerät für die Übertragung mittels USB 2.0 in Verbindung mit einer 512 MB High Speed SD-Karte. Beides ist völlig ok. Ich habe mal Testweise komplett 512 MB mit dem USB-Kabel von der Kamera aus auf den Rechner übertragen. Der Vorgang hat ca. 6 min gedauert.


Akkulaufzeit
**************
Der Kamera liegen zwar 4 AA Batterien bei, jedoch sollte man sich ein Ladegerät in Verbindung mit NiMh Akkus zulegen. Ich betreibe die Kamera mit 4 x 2300 mAh Akkus. Damit konnte ich sage und schreibe knapp über 250 Bilder unter Verwendung des Bildstabilisators, Zooms, des LCD Bildschirms und ab und an mal zugeschaltetem Blitz machen. Das ist ein hervorragender Wert in meinen Augen und mehr als ausreichend. Trotzdem empfehle ich einen zweiten Satz Batterien für längere Fototouren.


Fazit
******
Ich habe lange überlegt mir irgendwann mal eine DSLR (digitale Spiegelreflex Kamera) zu kaufen da kein kompakt Modell meine Bedürfnisse komplett befriedigen konnte. Dies hat sich nun geändert. Die Konica Minolta Dimage Z3 hat alles was ich mir gewünscht habe. Schnelle Auslöseverzögerung, annehmbares Rauschverhalten, große Brennweite, Handlichkeit und kompakte Abmaße. Sicher liegt die Qualität der Bilder einer DSLR über der meiner Z3. Jedoch zu einem Preis der vergleichbar mit den Funktionen der Z3 leicht ein fünf bis zehnfaches betragen dürfte. Von der nicht vorhandenen Videofunktion im DSLR Bereich mal ganz abgesehen. Viele sagen man sollte und kann so was nicht vergleichen. Diese Meinung akzeptiere ich, gilt aber nicht für mich. Für mich persönlich vergleiche ich alle für mich relevanten Funktionen und wäge dann ab was für mich das beste ist. Mein Fazit nach dieser Abwägung ist das für mich die Z3 meine eierlegende Wollmilchsau ist. Die kleinen minimalen „Schwächen“ die das Gerät aufweist stören mich überhaupt nicht, diese sind so gering das es im Normalfall keiner Erwähnung bedarf. Von mir für meine neue Kameraliebe volle Sterne und eine Empfehlung an den Rest der Welt.

Bilder von meinem Sommerurlaub:
http://www.pbase.com/schnappschuss/egypt_2004
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hopfinchen

Hopfinchen

27.06.2006 21:22

...nu hab ich mich wohl entschieden... inzwischen bekommt man gebrauchte um die 180-200 €. Da spiele selbst ich mit dem Gedanken, mir eine digitale zuzulegen. Daß man beim Filmen zoomen kann ist in dieser Preisklasse immer noch nicht selbstverständlich, und das ist für mich ein großer Pluspunkt einer Digitalkamera. Super Bericht, hat mir wirklich geholfen!

C3PO-oh

C3PO-oh

28.04.2006 11:33

Diesmal lese ich tatsächlich aus reinem Kaufinteresse und muß sagen, daß mich Dein Bericht vollständig überzeugt hat. Habe die gestern im Media Markt für 249,-- Eus gesehen, denke, der Preis ist derzeit nicht zu schlagen. Leider ist die Kamera "etwas" klobiger als andere, aber einen 12-fach Zoom bringt man eben nicht in 1-2 cm Tiefe unter =) - So, ich geh dann mal shoppen, vielen Dank ;-) - Gruß Martin

r.scholtz

r.scholtz

06.12.2005 16:45

Auch Ende 2005 noch ein dickes Lob für diesen Bericht (hat mich doch wahrhaftig von meinem Mittagsschlaf abgehalten).

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