Eine Kamera, die nichts vermissen läßt.
12.04.2006
Pro:
Bildqualität, Einstellmöglichkeiten, Handhabung .
Kontra:
Mitgelieferte 16MB Karte
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Fotoleszek
Über sich:
Hallo, danke für die Lesungen und Bewertungen. Ich bemühe mich auch bei Ihnen zu lesen aber Berichte...
Mitglied seit:13.10.2004
Erfahrungsberichte:31
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Eigentlich war ich bis vor kurzem ein zufriedener Besitzer einer Digicam (eine, wie ich meine, sehr gute Olympus C725UZ), bis mir mehr oder weniger zufällig, eine Minolta Dimage Z5 in die Hände fiel. Und es hat "Klick" gemacht, die Kamera und die Technischen Daten gefielen mir so gut, dass ich nicht nein sagen konnte und sie zu einem sensationellen Preis von 199,00 € bei Koch Versand bestellt habe. Nach drei Tagen konnte ich sie auspacken… Ich möchte mich in diesem Bericht im wesentlichem auf die Praxis und die Bildergebnisse beschränken. Hier nur ein kurzer Auszug aus den technischen Daten:
CCD: 2,5 Inch-Typ mit Primärfarbenfilter Effektive Pixelzahl: 5,0 Millionen ISO-Empfindlichkeit: 50/100/200/320 ISO Objektiv: 13 Elemente in 10 Gruppen APO korrigiert Brennweite: 5,83 bis 69,9mm, entspricht 35 bis 420mm bei KB Format Blenden: F2,8-3,2-3,5-4,0-4,5-5,0-5,6-6,3-7,1-8,0 bei Weitwinkel F4,5-5,0-5,6-6,3-7,1-8,0 bei Tele Schärfe Bereich: 0,6 m - ~ bei Weitwinkel und 1,6 m - ~ bei Tele Standart Makro: 0,1 - 1,0 m bei Weitwinkel 1,2 - 2,5 m bei Tele Supermakro: 1- 100 cm (bei 10,45 mm entspricht 63 mm bei KB) Fokus: Statischer AF, nachführ-AF und manuell Fokus Außerdem verfügt die Kamera über ein Anti-Shake System, das bei längeren Brennweiten sehr hilfreich ist. Verschlusszeiten: 1/1000 bis 4 s Belichtungsmessung: Mit 256 Segmenten, oder Mittenbetont, oder Spot (!!!) Belichtungssteuerung: Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuell, Programmautomatik und diverse Programm Modi (Histogramm-Anzeige vorhanden) Filmaufnahme: Max. 640 x 480 Pixel bei 30 Bilder/s, d.h. die maximale Datenmenge beträgt ca.1500KB/s Aufnahmen mit Ton sind möglich Blitz:
Bilder von Konica Minolta DiMAGE Z5
Reichweite 0,2 - 3,6m (WW), 1,2 - 2,2m (Tele) Blitzschuh für Minolta Systemblitze vorhanden (Blitzgeräte mit Mittenkontakt sind nicht verwendbar) Speicher: SD Karte Max. Auflösung: 2560 x 1920 Pixel Format: JPEG, Motion JPEG bei movi Stromversorgung: 4 x AA Akkus oder Batterien
So, das war nur ein kurzer Auszug aus den techn. Daten. Die Kamera verfügt über eine ernorme Fülle von Einstellmöglichkeiten deren einzelne Beschreibung jedoch, den Rahmen eines Berichtes sprengen würde.
Der Anschluss an PC:
Hier kann ich mich nur auf meine Erfahrungen mit Windows XP Prof. stützen und da heißt es: Kamera per USB Anschließen, fertig. Die Kamera wird automatisch erkannt und mit dem Windows Kameraassistenten funktioniert der Datenfluss fehlerfrei. Software für Windows 98, Me und Mac, gehört zum Lieferumfang.
Die Praxis:
Die Minolta gehört nicht zu den Kameras, die man in die Hosentasche stecken kann. Sie ist nur etwas kleiner als eine Spiegelreflexkamera, ist ergonomisch sehr gut geformt und da sie mit 4 AA Akkus auch schon etwas wiegt ( ca.420g), liegt sie perfekt in der Hand oder besser gesagt, in zwei Händen. Die Kamera ist nach kurzen 1,7s einsatzbereit und das fotografische Geschehen kontrolliert man entweder durch ein 2 Zoll TFT Display mit 114.000 Punkten, oder durch einen TFT Sucher. Der Sucher mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, da er aber bei jeder Brennweite 100% dessen zeigt, was auch auf der Aufnahme zu sehen seien wird, ist er Gold wert. Sowohl im Sucher, als auch im Display bekommt man alle zum gelungenen Foto wichtigen Infos angezeigt, u.a.: Blende, Zeit, Empfindlichkeit, Bel. Messart, Fokusart, Zoom Stellung, Blitzart und sogar Histogram. Auf die Belichtung kann man mit einem (!) Tastendruck Einfluss nehmen, indem man entweder die Blende/Zeit ändert oder die Bel. Korrektur (+/-2EVin 1/3 Stufen) nutzt. Man kommt auch, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen, in das übersichtliche Menü, wo man praktisch jede Funktion manuell einstellen oder beeinflussen kann. Diese Funktionen sind für mich sehr wichtig, denn ich möchte das Fotografieren erleben, ich möchte wissen was die Kamera macht und ob sie das richtig macht. Ich will mich nicht auf die vorprogrammierten Programme verlassen. Für Menschen, die sich mit dem, was während einer Aufnahme passiert nicht beschäftigen wollen (oder die Zusammenhänge sowieso nicht verstehen), bietet die Minolta Programmautomatik sowie diverse Modi: Porträt/Sport/Landschaft/Sonnenuntergang. Mit dem großen Zoombereich von 35 bis 420 mm(!), ist man in jeder Situation gut gewappnet. Hinzu kommt, dass Aufnahmen im Telebereich auch ohne Stativ zu meistern sind. Ich war am Anfang skeptisch, wollte, konnte einfach nicht glauben, dass man mit 420 mm aus der, auch ruhigen Hand, ein scharfes Foto bekommen kann aber das Anti-Shake System von Minolta hat mich überzeugt. Es ist nicht so, dass das System jedes "Gewackel" eliminiert aber, ruhige Hand voraus gesetzt, hilft es wirklich auch bei 1/100 s und 420 mm ein scharfes Foto zu bekommen. Ein Stativ ist natürlich noch besser und deswegen ist das Anti-Shake abschaltbar. (Der elektrische Kreisel, das Herz des Systems, den man übrigens hören kann, kostet auch Strom). Apropos Strom: Die Z5 geht anscheinend sehr sparsam mit der Energie um, denn ich habe schon mit einem Satz Akkus (2300mA) an die 80 Aufnahmen gemacht, teils mit Display, teils ohne und das innerhalb von mehreren Stunden. Da macht sich auch die Akku-spar-Funktion bemerkbar d.h., man kann einstellen nach welcher Zeit die Kamera nicht benötigte Funktionen abschaltet und sich quasi in Standby Modus begibt, ohne das Objektiv einzufahren und sie ist dann nach einem leichten Druck auf den Auslöser sofort wieder betriebsbereit. Die Kamera fokussiert sehr schnell (0,2s), Serienbildfunktion ist auch, wie ich meine, ausreichend (2,2B/s bei 2560x1920 Pixel oder im UHS Modus 10B/s bei 1280x960 Pixel). Der Autofokus funktioniert sehr genau und gibt sich auch in Innenräumen nicht so schnell geschlagen. Erst, wenn es ziemlich dunkel wird z.B. beim Licht, das bei Blende 4 Zeit von 3s und länger verlangt, verweigert er die Arbeit. Da kann man aber noch auf Manuellfokus umschalten und mit etwas Restlicht plus Übung und Geduld, dennoch scharf stellen.
Die Bildqualität:
Ja, dass ist das Schwierigste, nein, nicht für die Kamera, sie hat damit keine Probleme, sondern für mich, denn wie beschreibe ich die Bildqualität? Ich glaube, am besten mit dieser Bemerkung: Das was ich sehe und fotografiere, das sehe ich dank Minolta später auch auf dem Bildschirm und das fast wie im Original. Die Bildqualität ist wirklich sehr gut. Die Z5 belichtet sehr genau, auch Aufnahmen mit großem Kontrastumfang gelingen auf Anhieb, die Aufnahmen sind scharf, kontrastreich, die Farben noch neutral mit leichter Tendenz zu warm. Das viel diskutierte Rauschen ist bei ISO50/100 kein Thema, bei ISO 200 und hellen Motiven auch nicht und bei ISO 320 eben sichtbar aber ob störend? Für mich nicht, lieber ein gesundes Rauschen als ein polierter Brei. Auch ich fotografierte früher Dächer, um die Schärfe der Dachpfannen zu begutachten aber heute fotografiere ich lieber was Anderes, erfreue mich an den Bildern und das Pfannenzählen überlasse ich denen, die noch auf dem, nicht unbedingt falschem Weg zu einer passenden Kamera sind. Ich habe sie gefunden. Die Filmqualität:
Probeweise habe ich mit der Z5 zwei kleine Filme aufgenommen und war erstaunt. Die Qualität der Filme, die ich in der höchstmöglichen stufe aufgenommen habe (640 x 480 Pixel/30 Bilder p/s.), war gut. Die Z5 nimmt also keine pseudo-Filmchen in mini Format bei 15 B./s, sondern produziert brauchbare Filme mit Ton. Camcorder- Ersatz, ist sie aber nicht. Die Speichermenge, die für Filme in der o.g. Qualität benötigt wird, ist hoch: Die mitgelieferte 16MB Karte reicht für gerade mal 9 Sekunden Film. Da aber SD Karten zu den billigsten gehören (256MB Markenkarte für unter 15 €), sollte das jedoch niemanden davon abhalten, sich mit der Minolta auch auf diesem Gebiet zu betätigen. Zum filmen bevorzuge ich jedoch einen Camcorder und meine Erfahrungen beruhen eben nur auf diesen zwei Filmen. Sorry ;-) Fazit:
Mit der Minolta Z5 bekommt man eine Kamera, die jedem Motiv gewachsen ist, die gut in den Händen liegt und die eine sehr gekonnt umgesetzte Bedienung hat. Mit der Kamera kann man, nicht zuletzt dank Anti Shake und exzellenter Belichtungsmessung, in jeder Situation zu sehr guten Bildergebnissen auf hohem Niveau kommen. Die Minolta kommt der berühmten "Eier legenden Vollmilchsau" sehr nahe und eignet sich sowohl für Anfänger (Modi "P"), als auch, dank der vollen Zugriffmöglichkeit auf jede Einstellung, für Fortgeschrittene.
P.S.:
Der Preis, den man zuletzt für die Kamera bezahlen musste (199€) hat nichts mit dem Wert dieser Kamera zu tut, sondern vielmehr mit der traurigen Tatsache, das Konica-Minolta sich aus dem Kamera-Geschäft zurückzieht und die Sparte Kameras an Sony verkauft hat. Somit wurde die Kamera zu einem einmaligen Ausverkaufspreis angeboten. Sollte es Ihnen gelingen die Z5 noch irgendwo im Netz neu zu erwischen, dann überlegen Sie nicht lange…
Am Rande:
Wenn Sie sich Bilder auf dem Monitor anschauen wollen, verwenden Sie dazu nicht den Windows Fax und Bildanzeiger, denn mit ihm geht Ihnen eine ganze Portion Schärfe verloren. Das können Sie selbst testen, in dem Sie sich das gleiche Bild mit Windows Internet Explorer anzeigen lassen. Noch besser ist aber z.B. Nero 7 oder Irfan View.
Ich versuche einige Bilder, die ich mit der Z5 gemacht habe dem Bericht zuzufügen und hoffe, dass es klappt. Die Fotos sind weitgehend unbearbeitet, lediglich etwas nachgeschärft um den Verlust der Schärfe beim verkleinern zu kompensieren. So, wie in voller Auflösung, werden sie sowieso nicht. Der Turm ist mit 420mm aus der Hand fotografiert. Ich habe mir gerade die Bilder angaschaut und stelle fest, dass in der xxl Ansicht die Fotos sehr gelitten haben. Die Schärfe und Kontraste sind bei voller Auflösung etwa so, wie in der normal Ansicht.
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05.05.2006 18:30
Sehr guter Bericht! Ich werde mir die Kamera jetzt höchstwahrscheinlich kaufen. Danke!
13.04.2006 11:45
Ich werde mich mal informieren ob es die Kamera noch irgendwo gibt.Lg Maja
12.04.2006 22:38
*** SH :-) *** LG Claudi ***