Konica Minolta Dynax 7D

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Konica Minolta Dynax 7D

Digitalkamera - SLR - 6.1 Megapixel - 3.6 x, 2 x, 3.9 x Optisches Zoom - Speicher: CompactFlash Card mehr

Gesamtbewertung Konica Minolta Dynax 7D 7 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Die Dynax 7D ist die erste digitale Spiegelreflexkamera der Welt mit gehäuseintegriertem CCD-Shift Anti-Shake-System, welches kompatibel zu allen Konica Minolta...
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1-6 von 6 Erfahrungsberichten    
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Man gönnt sich ja sonst nichts…
Erfahrungsbericht von tbiegel über Konica Minolta Dynax 7D
19.02.2005


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung ausgezeichnet 
Ausstattung ausgezeichnet 
Bildqualität sehr gut 
Akkulaufzeit sehr lang 
Bedienung ausgezeichnet 

Pro: üppige Ausstattung, tolles Handling, Anti - Shake, Verarbeitung
Kontra: "nur" 6,1 Mill .  Pixel (kein wirklicher Nachteil), der Preis

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Selbst der Fotografie-Unerfahrene kann sich denken, dass eine digitale Spiegelreflex-Kamera für ca. 1200-1500 Euro ein Ausstattungsbolide ist, entsprechend schwerer fällt es, für Ciao.com einen Bericht darüber zu schreiben. Ich habe mich entschlossen, mit dem Killer-Feature zu beginnen, im Fach-Jargon auch „Alleinstellungsmerkmal“ genannt, den „Anti-Shake“.

Killer-Feature „Anti-Shake“
====================

Hierhinter verbirgt sich ein Mechanismus, um Verwacklungsunschärfen zu reduzieren bzw. gar zu vermeiden. Kompaktkameras kennen dies schon länger, bei Spiegelreflexkameras der Konkurrenz wird es solches System in den Objektiven integriert, d. h., dass ein Linsensystem beweglich gelagert ist, um Bewegungen des Fotografen auszugleichen. Nachteil: man benötigt spezielle und teurere Objektive. Minolta hat es geschafft, den großen und schweren Sensor beweglich zu lagern, so dass diese Technik mit jedem (!) Objektiv genutzt werden kann. Ausnahmen sind nur einige wenige und vor allem teure Spezialobjektive.

Tja, und es wirkt ! Die Verschlußzeit kann um etwa 2-3 Stufen verlängert werden. Als Grundregel gilt, dass man möglichst nicht unter 1/30 Sekunde fotografieren sollte (manchmal ist noch 1/15 Sekunde drin) bei kurzen Brennweiten. Ansonsten gilt Grundregel Nummer 2: Die kürzeste Verschlußzeit ist der Kehrwert der Brennweite (hier natürlich mit 1,5 zu multiplizieren). Praktisches Beispiel: Man hat eine Tele-Aufnahme mit 200mm opt. Brennweite, effektiv sind es 300mm. Demzufolge dürfte die Verschlußzeit nicht länger als 1/500 Sekunde (um sicher zu gehen) sein. Mit Antishake sind noch 1/125 Sekunde möglich, unter Umständen sogar noch 1/60 Sekunde). Wie deutlich eine Verwacklungsunschärfe letztlich sichtbar wird, hängt dann von der Größe des Ausdrucks ab bzw. von der Bildgröße am Bildschirm.

Zur Veranschaulichung der Wirksamkeit habe ich hier zwei Bilder hochgeladen, Bild 1 ohne, Bild 2 mit Antishake. Die Bilder sind selbstverständlich nicht nachgearbeitet, lediglich die Bildgröße wurde verändert. Die relevanten Aufnahmedaten: Brennweite 105 mm (also 70 mm optisch) mit 1/6 Sekunde ohne Blitz oder Stativ. Die Unschärfen am Bildrand sind natürlich bedingt durch die geringe Schärfentiefe. Wie unschwer zu erkennen ist, Antishake wirkt, und zwar genauso gut wie die Systeme der Konkurrenz, auch bei optischen Stabilisierern in Objektiven kann man die Belichtungszeit nicht beliebig verlängern, sondern „nur“ um zwei bis drei Blendenstufen.


Wesentliche Ausstattungsmerkmale
==========================

Bei der 7D handelt es sich um eine digitale Spiegelreflex-Kamera mit 6,1 Megapixeln, der Sensor ist im APS-C Format, die opt. Brennweite des Objektivs muß mit 1,5 multipliziert werden. Die Bilder werden auf CF-Karten gespeichert, entweder im RAW- oder im jpg-Format. Natürlich können auch beide Formate gleichzeitig aufgenommen werden. Jpg bietet drei verschiedene Kompressionsstufen, wenn RAW und jpg gleichzeitig aufgenommen werden, kann das jpg-Bild nur im „Fine“-Modus gespeichert werden. Auf einer 1 GByte-Karte passen 100 RAW-Bilder oder 80 RAWs mit jpgs.

Das Display ist außergewöhnlich groß, ganze 2,5 Zoll, hell und übersichtlich mit 207.000 Pixeln. Das rückseitige Display informiert auch über alle Aufnahmeparameter, ein weiteres LCD-Display existiert hierfür nicht. Natürlich werden die wichtigsten Aufnahmeparameter auch im Sucher angezeigt.

Das eingebaute Blitzgerät hat die Leitzahl 12, der ISO-Bereich der Kamera beträgt 100-3200. Sofern man die Wahl des ISO-Bereichs der Belichtungsautomatik überlässt, reicht der Bereich nur bis 400. Manuell kann zunächst bis 1600 eingestellt werden, die 3200 müssen zusätzlich einmalig über eine Custom-Funktion aktiviert werden.

Die Belichtungsmessung erfolgt mittels einer 14-Zonen-Mehrfeldmessung, Spotmessung oder mittenbetont integral, die Blitzlichtmessung entweder über TTL oder mit sg. „D“-Objektiven mit der ADI-Technik. Natürlich gibt es die Möglichkeit, Serienbilder aufzunehmen, ca. 3 Bilder/Sek, im RAW-Modus maximal 9 hintereinander. Der Autofokus besitzt neun ggf. einzeln anwählbare AF-Felder.

Kameraseitig lassen sich bereits für jpgs Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Farbton einstellen. Werkseitig ist die „0“ voreingestellt, alle Parameter lassen sich um +/- zwei Stufen verändern. Drei Farbräume stehen zur Verfügung: „Natural“ (sRGB, der Standardfarbraum für preiswertere Drucker und Monitore), „Natural+“ (sRGB, hier werden Kontrast und Schärfe erhöht) und Adobe RGB (der professionelle Farbraum für sehr gute Druckwiedergabe). Die jpgs selbst gibt es in drei Größen: Large (3008 mal 2000 Pixel), Medium (2256 mal 1496) und Small (1504 mal 1000 Pixel).

Der Verschlußzeitenbereich beträgt 30 Sekunden bis 1/4000 Sekunde, die Blitzsynchronzeit beträgt 1/160 Sekunde, mit Antishake 1/125 Sekunde. Mit externem Blitz sind kürzere Verschlußzeiten möglich, natürlich zu Ungunsten der Leitzahl. Das Blitzgerät mus natürlich HighSpeed-fähig sein. Belichtungsreihen kann man ebenfalls aufnehmen, in die Belichtung manuell eingreifen: ± 3 Stufen in halben Schritten, ± 2 Stufen in Drittelschritten. In die Blitzbelichtung kann man mit ± 2 Stufen in halben Schritten eingreifen.

Versorgt wird die Kamera mit einem aufladbaren und mitgelieferten Lithium-Ionen-Akku (7,4 Volt und 1500 mAh). Dies reicht laut CIPA-Standard (Camera & Imaging Products Association) für 400 Aufnahmen, Minolta gibt 600 Fotos an, wenn der Blitz ausgeschaltet und der Anti-Shake aktiviert ist. Das sind natürlich nur Richtwerte, je häufiger und länger Fotos auf dem Display betrachtet werden, desto schneller ist das Akku natürlich leer.

Mit dem optional erhältlichen Handgriff kann man die Kamera mit bis zu zwei Akkus betreiben, auch sechs herkömmliche Mignon-Batterien/Akkus sind möglich.

Das erste Firmware-Update
====================

erschien am 14. Februar 2005, also ca. 2-3 Monate nach Markteinführung. Dieses Update ist ein Muß für engagierte Fotografen, zumal die Installation kinderleicht ist. Von der Minolta-Webseite runterladen (551 KByte) und auf dem PC entpacken. Die beiden Dateien ist Hauptverzeichnis der Speicherkarte kopieren (also in die oberste Ebene, parallel zum Ordner „DCIM“), die Karte sollte aber von der Kamera formatiert worden sein !

Sodann schiebt man die Speicherkarte in die Kamera, schaltet sie ein und drückt auf die Taste für den Wiedergabe-Modus. Es erscheint eine kurze Abfrage, ob das Update wirklich durchgeführt werden soll, sofern man diese bejaht, ist innerhalb von wenigen Minuten die Kamera auf den neuesten Stand (zumindest was die Firmware angeht). Sechs Dinge wurden verbessert, am wichtigsten aus meiner Sicht:

1. Die Warnmeldung, dass keine Speicherkarte eingelegt ist, ist nun deutlicher auf dem Display sichtbar

2. Die Schreibgeschwindigkeit auf die Speicherkarte hat deutlich (!) zugelegt

3. Nach der Aufnahme werden nun auch über- und unterbelichtete Bildanteile blinkend bei gleichzeitiger Anzeige des Histogramms direkt nach der Aufnahme angezeigt (ging zuvor nur im Wiedergabemodus)

Handling/Haptik/Bedienung
====================

Man merkt sofort: man hat eine semiprofessionelle Kamera in der Hand. Die Kamera macht einen sehr stabilen Eindruck, das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung spricht ebenso für sich wie das Gewicht der Kamera, knapp 850 Gramm wiegt die Kamera mit Akku, natürlich ohne Objektiv oder vertikalem Handgriff.

Der Handgriff an der Kamera ist gummiert, anatomisch gut geformt, die Kamera liegt gut in der Hand. Allerdings ist die Abblendtaste blind ein wenig schwierig zu erreichen. Außerdem: wer ein längeres Shooting mit Hochformat-Aufnahmen macht, dem wird schnell der Arm bzw. die Hand wehtun. Bedingt durch die Größe und das Gewicht kann man die Kamera nicht über eine längere Zeit hochkant halten. Hierfür gibt es aber einen professionellen vertikalen Handgriff, der, wie bereits oben erwähnt, bis zu zwei Akkus aufnehmen kann bzw. sechs Mignon-Zellen.

Alle wichtigen Funktionen sind schnell zu erreichen, man muß nicht lange in Menüs wählen, um Einstellungen zu verändern. Links oben zwei Einstellräder in „Sandwich-Bauweise“ übereinander, unten für die Blitzbelichtungskorrektur, darüber für die normale Belichtungskorrektur. Das obere Einstellrad ist clever aufgebaut, ein Halbkreis ist zuständig für die ± 2 Stufen in Drittelschritten, die andere Hälfte für ± 3 Stufen in Halbschritten, farblich deutlich voneinander unterscheidbar. Um versehentliches verstellen zu vermeiden, muß das Rädchen erst entriegelt werden.

Rechts neben dem Pentaprisma (für die Nicht-Kenner der Materie: das ist der merkwürdige Aufbau für den Sucher, wo auch der Blitz aufgesteckt wird), befindet sich das Rädchen für die Belichtungsautomatik.

Hier bietet die Kamera das im professionellen Bereich übliche: keine Motivprogramme (Portrait, Landschaft usw.), sondern die üblichen Automatiken: Zeit-, Blenden, Programm- oder Programmvollautomatik, natürlich noch vollständig manuelle Einstellmöglichkeiten. Außerdem gibt es drei Presets, ebenfalls am Einstellrad bedienbar. Der Fotograf kann sich bestimmte Einstellungskombinationen abspeichern und auf maximal drei Speicherplätze legen, so dass häufig verwendete Einstellungen schnell anwählbar sind.

Darunter, wieder in „Sandwich-Bauweise“, das Wahlrad für Serienbildfunktionen, Belichtungsreihen und Selbstauslöser. Rechts daneben die Taste und Funktionseinstellung für den Weißabgleich. Auch hier gibt es verschiedene Methoden: automatisch, Presets, benutzerdefiniert, Farbtemperatur.

Der Auslöser ist rechts vorgelagert günstig zu erreichen für den Zeigefinger, der Mittelfinger bedient das vordere Einstellrad. Etwas ungünstig liegt leider die Abblendtaste am Gehäuse.

Die Rückseite (Bild 3) wird dominiert vom 2,5 Zoll großen Monitor, links 5 Tasten zur Bedienung des Displays (Menüfunktionen und Bildfunktionen), auf der rechten Seite ein ringförmig angelegtes Tastenfeld, hiermit können die 9 AF-Felder separat angewählt werden, wenn man sich im Kamera-Meü befindet, sind die horizontalen und vertikalen Tasten quasi die Cursor-Tasten, „Enter“ befindet sich in der Mitte. Außerdem noch die ISO-Taste, hiermit kann die Empfindlichkeit schnell verstellt werden, Anti-Shake an/aus, obern noch der Wahlaschalter der Belichtungsmeßart, schneller Umschalter für manuellen Fokus und die Belichtungsspeichertaste.

Vorn am Gehäuse befindet sich noch der Wahlschalter für die Art des Autofokussystems, seitlich noch die Anschlüsse für das Videokabel, Blitzsynchronkabel u. a.

Der Einschub für die Speicherkarte ist aus stabil, abgedeckt wird er mit einem gut gängigem Schiebedeckel. Die anderen Anschlüsse werden leider nur mit minderwertigeren Gummikappen verdeckt, die aber sich nur mit roher Gewalt von der Kamera lösen, so dass sie nicht verloren gehen können.

Insgesamt ist die Bedienung der Kamera recht simpel, die gewählten Symbole sind meist selbsterklärend. Alle Tasten machen einen stabilen Eindruck und sind auf jahrelangem Gebrauch ausgelegt.

Menüführung
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Auch diese ist einfach. Vier grundlegende Menüs gibt es: Aufnahme, Wiedergabe, Setup und Custom.

Im Aufnahmemenü werden die für Fotos relevanten Parameter eingestellt, z. B. der Farbmodus, Größe der jpgs, Blitzmeßart und andere Parameter.

Im Wiedergabemenü wird festgelegt, wie durch die gespeicherten Bilder geblättert werden soll, wie viele Bilder zusammen in der Index-Ansicht gezeigt werden sollen usw.

Setup liegt auf der Hand, Sprache, Datum, Uhrzeit und ähnliches wird hier eingestellt.

Das Custom-Menü dürfte am wichtigsten sein, hier lässt sich die Kamera individuell anpassen, z. B. ob die Belichtungsspeichertaste eine Taste oder ein Schalter sein soll. Dies bedeutet: die ermittelte Belichtung bleibt solange gespeichert, wie die Taste gedrückt wird oder mit dem ersten Drücken wird die Belichtung solange gespeichert, bis die Taste erneut gedrückt wird (Schalter). Oder man kann die Belichtungsspeichertaste als Spot-Belichtungstaste umprogrammieren.

Wie sollen Belichtungsreihen erstellt werden ? Sollen die Bilder in aufsteigender Belichtung hintereinander gespeichert werden oder das Foto mit keiner Abweichung zuerst ? Wie lange sollen die AF-Sensoren aufleuchten im Sucher ? Auch dies lässt sich hier einstellen und vieles mehr !

Das Sucherbild
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Das Sucherbild ist eines der besten, was der Spiegelreflecmarkt zu bieten hat, das helle und übersichtliche Bild war schon immer eine Domäne Minoltas. Am unteren Bildrand werdend ie wichtigsten Kameraparameter angezeigt, rechts eine Leiste mit fünf Dioden, um die Aktivitäten des Anti-Shakes zu zeigen.

Akkulaufzeit
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Die Akkulaufzeit ist beträchtlich, mehrere hundert Bilder sind möglich. Allerdings sollte man schon ein zweites Reserveakku dabei haben, nichts ist ärgerlicher, als wenn es schlapp macht, besonders im Urlaub.

Der Original-Akku ist leider nicht preiswert, 90-120 Euro werden dann fällig. Bei Ebay gibt es günstigere Nachbauten, Nonames für 9-12 Euro, Markenware (Soligor z. B.) kostet 40-50 Euro im normalen (Versand)handel. Ab und an werden auch (meist von privat) Originalakkus versteigert. Einmal hatte ich Glück und ersteigerte eines für knapp 10 Euro, für mein drittes Akku musste ich die 30 Euro-Grenze knapp überschreiten.

NiMH-Akkus sind schnell leer, wie lange normale AA-Zellen halten, weiß ich nicht, man kann aber sicher sein, dass ein Batteriensatz nur eine Notlösung darstellen kann. Die Originalakkus sind in etwa zwei Stunden aufgeladen.

Bildqualität
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Die Bildqualität ist sehr gut, natürlich hängt sie auch stark von der Optik ab. Generell muß das Bild im Ergebnis unscharf sein, erst am Computer wird es geschärft. Dies liegt daran, dass dem Aufnahmesensor ein sg. „Anti-Aliasing“-Filter vorgeschaltet ist, der das Licht leicht streut. Auf diese Weise werden Störmuster (Moirés z. B.) reduziert. Dies geschieht bei jeder (!) digitalen Kamera.

Intern wird diese Unschärfe wieder per Schärfealgorithmen reduziert. Wie stark, hängt vom Hersteller und „seinem“ Algorithmus ab. Canon schärft aggressiv nach, Minolta deutlich weniger. Dies hat den Vorteil, mehr Freiheiten bei der Nachbearbeitung zu haben.

Wer seine Fotos lieber nicht nachbearbeiten möchte, muß seine Bilder nicht nur als Jpgs speichern, sondern auch die Schärfe an der Kamera um mindesten eine Stufe anheben. Außerdem sollte der Farbraum „Natural+“ und „jpg Extra fine“ verwendet werden.

Die Auflösung der Kamera ist vollkommen in Ordnung, feine Strukturen werden klar dargestellt. Das Kontrastverhalten der Kamera ist auch sehr gut, wer analog fotografiert und bisher nur Negativfilme kennt, muß allerdings ein wenig umdenken. Prinzipbedingt ist der Kontrastumfang eher an Dia-Filme angelehnt.

Auch das Rauschverhalten der Kamera ist vorbildlich, bis 400 ISO ist alles bestens, bei 800 ISO ist unter Umständen ein geringeres Rauschen festzustellen. Bei 1600 und 3200 SIO natürlich stärker, hält sich aber dennoch (gerade bei 1600 ISO) noch im Rahmen.

Sehr schön ist die Histogramm-Anzeige im Display nach erfolgter Aufnahme, um die Helligkeitsverteilung im Bild zu beurteilen. Mit der neuen Firmware passiert aber noch mehr: die unter- und überbelichteten Bildteile werden blinkend im Display angezeigt ! Bisher ging dies nur im Wiedergabemodus, nach der Aufnahme musste die Kamera erst in die Bildwiedergabe gebracht werden, bevor dann diese Option möglich ist.

Wer meint, dies sei überflüssig, hat noch nie eine schwarze Katze aufgenommen. Das Histogramm kann natürlich nicht unterscheiden zwischen unterbelichteten Bildteilen und schwarzen Motivtanteilen, so dass in beiden Fällen der dunkle Anteil im Histogramm deutlich überwiegt. Auch wenn das Display selbst schon sehr gut ist, letztlich kann man nicht sofort erkennen, inwieweit die schwarzen Anteile im Katzenmotiv wirklich unterbelichtet sind oder eine noch schwache Zeichnung aufweisen. Entweder man zoomt in das Bild hinein (ja, auch das kann die Kamera !) und vergrößert Bildteile (die übrigens frei wählbar sind) oder man nutzt eben die blinkende Hilfe.

In Mischlichtsituationen hat der automatische Weißabgleich manchmal Schwierigkeiten, auf größere Probleme bin ich bisher aber nicht gestoßen. Liegt die Automatik daneben, kann dies leicht am PC verbessert werden.

Lieferumfang
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Im Lieferumfang befinden sich ein Akku, das Ladegerät, ein Trageriemen, Gehäusedeckel und die Software Dimage Viewer. Außerdem noch ein USB-Kabel, ein Video-Kabel, ein Monitor-Schutzdeckel, zwei CD-ROMs (eine mit den Benutzerhandbüchern im PDF-Format in verschiedenen Sprachen und eine für den Dimage Viewer). Die Anleitung liegt ebenfalls vollständig gedruckt vor, hinzu kommt noch ein Schnellstart-Heftchen.

Software
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Dimage Viewer ist ein einfaches Programm, der Name sagt es, die wesentliche Aufgabe besteht darin, sich die Bilder anzuschauen und zu organisieren. Wer kein Photoshop besitzt, muß die Software einsetzen, sofern er Fotos im RAW-Format schießt, denn bisher unterstützt noch keine preiswertere Software (wie z. B. Paint Shop Pro) das RAW-Format der Dynax 7D, einzige Ausnahme ist Photoshop Elements 3.0. Ohne Photoshop müssen die Bilder im Dimage Viewer verlustfrei ins Tiff-Format umgewandelt werden, um mit einer besseren Software weiter bearbeitet werden zu können. Sowohl die Organisations- als auch die Bearbeitungsfunktionen sind leider nur sehr rudimentär. Die wichtigsten Parameter zum RAW-Import sind aber einstellbar, so dass erste Korrekturen (Helligkeit, Weißlichtabgleich usw.) problemlos möglich sind.

Außerdem ist inzwischen kostenlos downloadbar die Transfer-Software, hiermit kann die Kamera per USB-Kabel vom PC aus bedient werden, für Fotostudios sicherlich nützlich, weil die Fotos sofort am Monitor betrachtet und beurteilt werden können. Ich selbst habe die Software noch nicht ausprobiert, benötige sie auch nicht.

Wichtiges zusätzliches Zubehör
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Ohne Wechselobjektive kommt man kaum aus, allerdings ist der gestalterische Spielraum auch mit einem Universalzoom schon deutlich höher als mit einer kompakten Kamera. Nachteil des Universalzooms: die geringe Lichtstärke, die aber an der 7D durch den Anti-Shake teilweise kompensiert werden kann. Dennoch schränkt natürlich eine geringere Lichtstärke ein. Ohne verschiedene Objektive kommt man kaum aus.

Ein größeres Problem ist der Weitwinkelbereich: Aufgrund der kleineren Sensorgröße im Vergleich zum Kleinbild erfasst der Sensor einen kleineren Bildausschnitt, als es das Objektiv entwirft. Was im Telebereich durchaus eine erwünschte Nebenwirkung sein kann, ist für Weitwinkelaufnahmen fatal:

Die Mindestbrennweite für einen unteren Brennweitenbereich liegt im Kleinbildformat bei 24mm. Diese Brennweite war bisher in analogen Zeiten meine kleinste Brennweite. Es gab diverse Situationen, in denen ich mir mehr Bildwinkel, also eine noch geringere Brennweite wünschte. Übertragen auf das digitale Zeitalter heißt das, ein Objektiv mit mindestens 16mm einzusetzen. Man benötigt also ein extremes Weitwinkel, das entsprechend teuer wird.

Die Objektivhersteller haben zwar das Problem und den Bedarf erkannt, die Lösungen sind dennoch kostspielig. Der Fremdhersteller Tokina wird demnächst ein 12-24 mm Zoom herausbringen, inwiefern es eine Version für Minolta geben wird, entzieht sich meiner Kenntnis, aber zumindest gibt es ein Objektiv von Sigma in diesem Brennweitenbereich, leider nicht preiswert. 899 Euro lautet die UVP, beim Händler werden ca. 670-700 Euro fällig. Mit diesem Objektiv hat man aber eine ordentliche Weitwinkelbrennweite, Sigma hat bereits ein Zoom angekündigt, das 10mm als Anfangsbrennweite hat. Inwieweit dies auch für den Minolta-Anschluß gefertigt wird, ist mir ebenfalls unbekannt. Ein extremes Weitwinkel ist also ein Muß und sollte bedacht und ggf. einkalkuliert werden.

Um die Energieversorgung zu verbessern und um bequemer Hochformat-Aufnahmen machen zu können, ist der vertikale Handgriff ebenfalls eine Überlegung wert. Kostenpunkt leider zwischen 180 und 220 Euro.

Mein Bericht ist hier zu finden:
http://www.ciao.de/Konica_Minolta_VC_7D__Test_2911017

Der eingebaute Blitz stößt natürlich auch schnell an seine Grenzen, ein externes Gerät ist deutlich besser.

Die Speicherkarten stellen ein weiteres Problem dar: gerade im Urlaub sind 2 GByte sehr schnell gefüllt, zumindest im RAW-Format (200 Bilder). Ein externes Speichermedium muß her, entweder der bereits vorhandene Laptop (Nachteil: den nimmt man nicht ohne weiteres auf Tour, muß hochgefahren werden, wenn man seine Speicherkarte kopieren will), man schafft sich viele Speicherkarten an (Nachteil: die Übersichtlichkeit leidet, wird auch teuer) oder aber man kauft einen sg. „Image-Tank“, externe Speicher mit Festplatte, eigens dazu geschaffen, den Inhalt von Speicherkarten schnell zu kopieren und dauerhaft zu speichern. Je nach Größe der Festplatte (im 2,5-Zoll-Format) und Display (LCD für Funktionen oder gar farbig, um die Fotos zu betrachten) werden zwischen 180 und bis zu 500 Euro fällig.

Transportiert werden muss das ganze auch, eine größere Fototasche ist kaum zu vermeiden.

Was man sonst noch braucht
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Man kann es sich denken, nur mit der Kamera kommt man nicht allzu weit, auch wenn man die Objektive und anderes Systemzubehör besitzt.

Eine gute Bildverarbeitungssoftware ist unumgänglich. Zunächst war ich strikter Gegner von Photoshop CS (nicht zuletzt aufgrund des Preises), inzwischen möchte das Programm nicht missen. Erstens ist der RAW-Konverter recht gut, zweitens lassen sich die Bilder gut nachbearbeiten. Natürlich braucht man für einige Aufgaben noch zusätzliche, nicht immer kostenlose, Plug-Ins. Sollen die Fotos ausgedruckt werden, schärfe ich mit dem Plug-In „Focal Blade“, für Webbilder reicht eher das Photoshop eigene „Unscharf maskieren“. Auch in letzteres muß man sich einarbeiten, hier hat man aber alle relevanten Parameter im Griff.

Wenn man seine Bilder nur auf dem Bildschirm sich anschaut, benötigt man eine solche Kamera nicht. Gute Bilder wollen ausgedruckt werden ! Entweder man sucht sich einen guten Print- bzw. Ausbelichtungsservice oder man hat einen guten Fotodrucker, die ja inzwischen nicht mehr so teuer sind.

Der Monitor sollte für die Bildarbeitung auch etwas besser sein, vor allem sollte er kalibriert sein. Das bedeutet, dass der der jeweilige Rot-, Grün- und Blauanteil korrekt eingestellt sein sollte, ansonsten filtert man Farbstiche aus seinem Bild heraus, die an einer falschen Monitoreinstellung liegen. Beispiel: am Monitor ist der Blauanteil zu hoch eingestellt, ich erhöhe in der Bildverabeitung deswegen den Rotanteil. Beim Ausdruck erscheint dann das Bild rotstichig.

Zwar bringen bessere Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop CS bzw. Elements oder Paint Shop Pro visuelle Tools mit, die Möglichkeiten der Tools sind aber doch begrenzt. Visuell lassen sich eigentlich nur der Kontrast und die Helligkeit einstellen. Preiswerte Meßhardware und Kalibrierungssoftware gibt es von Colovision, der Spyder kostet 129 Euro, preiswerter geht es leider nicht.

Fazit
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Für wen geeignet ?

Nur die Kamera bringt wenig, der Reiz einer Spiegelreflex sind die Wechselobjektive. Wer nun meint, angesichts der Megazoom-Kompaktkameras keine Spiegelreflexkamera zu benötigen, der liegt leider falsch. Diesen Denkfehler beging ich auch, die Kompaktkameras haben einen großen Nachteil: der Sensor ist recht klein, was einige Probleme mit der Schärfentiefe mit sich bringt (Stichwort: Streukreisdurchmesser – die Details erspare ich mir). Es wird schwieriger, das fokussierte Objekt deutlich vom Hintergrund abzuheben, die optische Brennweite ist zu gering, bereits große Blendenöffnungen ergeben relativ viel Schärfentiefe.

Dies bedeutet die Bereitschaft, für weitere Objektive offen zu sein, entsprechend muß man bereit sein, diese auch zu transportieren. Ebenso muß man offen sein für Bildbearbeitung am PC, am digitalen Fotolabor hat man eine Vielzahl der Korrektur- und Eingriffsmöglichkeiten.
Die Kamera verfügt zwar „nur“ über 6,1 Millionen Pixel, bis zum DIN A3-Ausdruck sind sie aber völlig ausreichend.

Die Kamera richtet sich nicht nur an bisherige analoge Minoltianer, durchaus auch an Neueinsteiger ins Minolta-Spiegelreflexsystem. Sie ist aber mit Sicherheit keine Kamera für Einsteiger und Neulinge, man sollte schon wissen, auf was man sich einlässt. Wenn man die Kamera beherrscht, wird man aber mit tollen Bildern belohnt, die denen der Konkurrenz in nichts nachstehen. Die Kamera besticht durch ihre üppige Ausstattung, die Bedienelemente sind schnell erreichbar, die Kamera wirkt dennoch nicht überladen. Man findet sich schnell zurecht.

PS: Hier noch einmal der Link zum Hochformatgriff:

http://www.ciao.de/Konica_Minolta_VC_7D__Test_2911017
© Thomas Biegel für Ciao.com am 19. Februar 2005
   
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