Königssee

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Erfahrungsbericht über "Königssee"

veröffentlicht 17.01.2002 | Trueffelschwein
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Ausgezeichnet
Pro Landschaft, Ruhe ...
Kontra Preise für Schifffahrt
sehr hilfreich

"Romantische Idylle im Winter"

Nach Weihnachten bin ich mit meiner Familie und meinen Freund über Silvester in den Urlaub gefahren. Da mein Süßer kein Ski fahren kann, haben wir uns jeden Tag etwas einfallen lassen, was man unternehmen konnte. Am Neujahrstag sind wir zu dem Entschluss gekommen zum Königssee zu fahren, da dies erstens ganz in der Nähe lag und zweitens meine Familie sehr von ihm geschwärmt hat.

Der schöne See sah bestimmt im Winter anders aus, doch auch eine Winterlandschaft kann ansprechend aussehen. Und schon saßen wir im Auto und fuhren die 50 km zum Königssee. Der Weg war sehr gut beschrieben und man konnte ihn gar nicht verfehlen. Mir mussten einfach nur den Autos folgen und diese führten uns direkt bis zum Parkplatz. Am Parkplatz bildete sich schon eine kleine Schlange und nachdem wir eine Parkgebühr von 3 Euro zahlten, war für uns der Weg frei. Die Parkplatzsuche war anfangs etwas schwer, denn es war sehr viel Betrieb, doch wir haben einen gefunden. Nur leider konnte man vom Parkplatz aus den See nicht sehen und sind auf gut Glück losmarschiert. Entlang von einer kleinen Einkaufspassage mit vielen kleinen Geschäften und Buden, die auch am Neujahrstag geöffnet hatten.

Allein die Gegend war schon einen Besuch wert. Bereits die Anfahrt zwischen den Bergen und der schöne Schnee mit Sonnenschein verlieh einem einfach eine gute Stimmung. Man konnte die Landschaft einfach nur genießen. Schließlich sind wir am See angekommen und dort war die Stimmung sehr gut. Überall wurde Musik gespielt und die Atmosphäre war sehr schön. Wir schauten uns etwas um und da das Wetter wirklich schön war, aber leider viel zu kalt für einen Spaziergang, entschlossen wir uns eine Bootsfahrt mitzumachen. Sie kostete zwar auch eine Stange Geld ( 12 Euro pro Person ) doch das war es uns wert.

Die kleinen Boote (Elektroboote um die Reinheit des Sees zu gewährleisten) gleiteten regelrecht und führten uns entlang der Gebirge und was kann schöner sein als eine Schifffahrt im Winter. Ungewöhnlich, aber einfach traumhaft. Man fährt circa 40 Minuten bis zur Station St. Bartholomä, welche eine Halbinsel ist. Weiter ging es im Winter leider nicht, denn von dort aus war der See zugefroren. Der Fahrer führte uns ohne Probleme den See entlang und der Mitarbeiter unterhielt uns etwas. Er erzählte uns alles Wichtige und am bekanntesten ist wohl die Watzmann Familie. Ich muss zugeben, die Watzmann Familie soll dort zu erkennen gewesen sein, doch mehr als unterschiedliche hohe Felsen habe ich nicht gesehen. Einen Ansatz schon, aber mit Phantasie hat man die Eltern und die Kinder schon gesehen. Weiterhin ist im Sommer ein schöner Wasserfall zu genießen, welcher ja hier nur zugefroren war. Mitten in der Fahrt hielt das Boot an und der Mitarbeiter führte uns das bekannte Echo vor. Er nahm seine Trompete und die Geräusche der Trompete wurden von dem Gebirge als echo widergegeben. Er meinte, er wird seinen Bruder am Lohn beteiligen, denn schließlich muss er das Echo ja auch immer wieder zurückblasen. Doch es war wirklich ein echtes Echo und wirklich erstaunlich.
Nach der Schifffahrt sind wir endlich in St. Bartholomä angekommen und wir konnten uns so lange dort aufhalten wie wir wollten. Wir schauten uns die weltberühmte Kirche an und haben uns anschließend in der Gaststätte niedergelassen.

Wie gesagt das eisige Wetter hat bei uns Spaziergänge und Wanderungen nicht zugelassen, doch sonst findet man immer die Gelegenheit auf den verschiedenen Wanderwegen die Idylle zu genießen. Wir sind einen kleinen Weg gegangen und haben die romantische Winterlandschaft nur beobachtet und in Fotos festgehalten.

Nicht nur die Landschaft ist hier erstaunlich, nein, es werden auch Rehe und Hirsche in freier Wildnis „gehalten“. Man kann sie vom Boot aus beobachten, wie sie mit ihren Jungen herumziehen und auch auf dem Gelände St. Bartholomä war ein kleiner Abschnitt ebenfalls mit Wild. Richtig romantisch die schönen Tiere zu sehen und gleichzeitig im Hintergrund die verschneiten Berge.

Ebenfalls ein Leckerbissen war einfach nur das Wasser anzuschauen. Es war smaragdgrün und so traumhaft schön, dass man es nicht in Worte fassen kann. Er ist ebenso der sauberste See in Deutschland und hat mit seiner 8 km Länge allerhand zu bieten. Wenn man im Sommer den Königssee besucht, sollte man sich auch nicht den Besuch der „Eiskapelle“ entgehen lassen. Meine Mutter hat mir davon erzählt und sie war schlichtweg begeistert. Man muss zwar einen schönen Fußmarsch hinterlegen, aber dann ist es umso schöner. Nur leider ist es im Winter unmöglich bei Eis und Schnee den weg zu hinterlegen und wir konnten dies nicht genießen.

Wir hatten anscheinend auch Glück mit dem Wetter, denn wie ich erfahren habe, hat der Winterschifffahrtsverkehr momentan geschlossen. Doch wer die Fahrt nicht mitmachen kann, hat wirklich so auch genug zu betrachten. Man kann nämlich im Westen das Gebirge Watzmann betrachten und im Osten den Jenner und Gotzenberg. Man kann ebenfalls vom Königssee aus mit der Jennerbahn hinauf fahren und die Landschaft auf den See von einem anderen Blickwinkel genießen. Der Königssee ist das Highlight der Landschaft und schließt die Umgebung sehr schön ab.

Wir fuhren nur bis zur Station St. Bartholomä und nicht weiter, da wie gesagt der See zugefroren war. Doch man hätte weiter nach Salet und nach Kessel fahren können. Direkt hinter dem Königssee findet man auch den Obersee. Früher waren diese beiden Seen einer. Doch leider kann ich dazu nichts sagen, denn der Besuch war unmöglich bei dem Wetter.

Ich war begeistert von dem Königssee, auch wenn man die gesamte Natur nicht genießen konnte. Für mich war es jedoch auch ein kleines bisschen reizvoller die Landschaft einmal so zu sehen. Es ist faszinierend, wie schön ein See in Verbindung mit verschneiten Bergen aussehen kann. Einfach klasse. Und wer jetzt schon einmal den Urlaub für das Jahr 2004 plant, soll zum Königssee fahren, denn direkt dort findet die Bob WM statt auf der riesigen Bobbahn.

Am Ende war ich glücklich den Königssee am letzten Tage unserer Reise besucht zu haben, denn wer sich schon im Bereich Berchtesgaden aufhält, darf sich den See einfach nicht entgehen lassen und gerade für Paarchen ist es sehr romantisch. Man findet auf den Spazierwegen seine Ruhe und kann gleichzeitig eine wahnsinnige Idylle genießen, die man sonst selten sieht. Ich kann es jedem nur empfehlen, sei es im Winter als auch im Sommer. Jede Jahreszeit hat seine Vorteile und ich muss sagen, meinen Eindruck vom Winter kann keiner mehr so schnell steigern.

Gruß eure Caro :)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Taschimaus veröffentlicht 11.03.2002
    Ein vorerst letzter Kommentar ;o) Ich war einmal in Berchtesgaden auf Klassenfahrt und da waren wir auch am Königssee, allerdings war das im Sommer.. Damals fand ich diesen See aber auch wunderschön und im Malerwinkel haben wir ihn sogar gezeichnet :o) Die Schifffahrt haben wir auch gemacht, war ja im Preis inbegriffen und ich hab das auch genossen über den See zu fahren.. Kann dir nur Recht geben bei deiner Meinung.. Bis bald, ich komme wieder *g* Taschi
  • heidifischer veröffentlicht 09.02.2002
    Hi ! Stimme Dir voll zu - aber mehr als ein Tagesausflug dorthin werd ich wohl nie machen, liegt zu nah... Grüße Heidi
  • Sor2cerer veröffentlicht 03.02.2002
    und da fahren wir zusammen hin *g*Ciao :+::+:Sor2cerer:+::+:
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Produktdaten : Königssee

Produktbeschreibung des Herstellers

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