Königssee

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Erfahrungsbericht über "Königssee"

veröffentlicht 15.01.2006 | Ciao-Reporter
Mitglied seit : 08.01.2006
Erfahrungsberichte : 7
Vertrauende : 1
Über sich :
Sehr gut
Pro traumhafte vielseitige Landschaft
Kontra als Top-Sehenswürdigkeit oft überlaufen
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"See, Berge, Bobbahn, Klamm, Nationalpark"

Es gibt kaum eine größere Abwechslungsbreite als es der Königssee bieten kann. Der Königssee liegt im absoluten Südost-Zipfel der Bundesrepublik und ist somit im Nationalpark Berchtesgadener Land gelegen. Besonders bekannt ist natürlich auch die Bob- und Rodelbahn, auf der regelmäßig internationale Wettbewerbe stattfinden. Im Norden des Königssees liegt die Gemeinde Schönau, im Nordosten des Sees liegt der Jenner mit seiner Seilbahn und anspruchsvoller Skiabfahrt im Süden des Sees liegt das Steinerne Meer (Gebirgsmassiv) und im Westen das Watzmann-Massiv sowie St. Bartholomä, das Wahrzeichen des Königssees, das nur mit dem Schiff erreichbar ist.

St. Bartholomä ist eine weltbekannte Wallfahrtskirche, deren erste Bauteile aus dem 12. Jhdt. stammen. Touristenmassen fahren in der Saison regelmäßig hier hin und kehren dann noch in das Jagdschlößchen neben an ein, das heute als idyllisches Gasthaus dient und durchaus aufgrund der Lage ein halbwegs angemessenes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Alternativ bietet sich das Fischerstüberl an, wo es insbesondere geräucherte Renken und Forellen aus dem See gibt. St. Bartholomä ist auch der Ausganspunkt für einen Besuch der "Eiskapelle", einem domartigen Eisgewölbe, das auch im Sommer nicht taut. Auf dem Weg nach St. Bartholomä halten die Elektromotorboote vor den Felsen der Westseite und mit einem Trompeten-Ständchen wird das beeindruckende Echo vorgeführt.

Bekannt ist der Königssee aber nicht nur durch St. Bartholomä, sondern auch durch die historischen Walmdach-Schiffshütten in Schönau, wo die Königsseeschiffahrt startet. Der fjordartig eingebettete See ist 8 km lang, bis zu 1250 m breit, 190 m tief und liegt 602 m über NN und hat eine Fläche vom 5,2 Quadratkilometern. Am südlichen Seeende wurde der See durch die letzte Eiszeit in zwei Teile getrennt, d.h. dadurch bildete sich am Talschluss der idyllisch gelegene Obersee. Um diesen See zu erleben sollte man mit Zwischenstopp in St. Bartholomä mindestens 4 bis 5 Stunden einplanen. Den Obersee erreicht man nach einigen Minuten Fußmarsch vom Haltepunkt Salet. Da hier weniger Touristen hinkommen, ist es hier etwas ruhiger und somit gleich viel idyllischer.

Wandern kann man direkt am Königssee sicherlich viel, nur sind die Wege schnell sehr steil und erfordern Trittsicherheit. Relativ einfachere Wanderungen bieten sich dafür im Nationalpark an. Von der Mittelstation der Jennerbahn kann man in Richtung Gotzenalm laufen. Je nach Kondition kann man hier an einer der Almen einkehren und umdrehen. Alternativ bietet sich die Wimbachklamm an, nach deren Durchqueren man in ein wunderschönes Tal gelangt, das man einem Tag hin und zurück erwandern kann. Erste Etappe ist das Wimbachschloss und wer etwas Kondition hat kann noch weiter zu Wimbachgrieshütte laufen. Kürzer ist eine Wanderung vom Hintersee in der Ramsau durch das Hirschbichltal nach Hirschbichl zur Landesgrenze. Wer es steiler und anspruchsvoller mag, der kann vom Königssee nahezu alles erleben, vom leichten Berggipfel, dem Jenner, bis hin zum anspruchsvollen Watzmannmassiv. Für alle Wanderungen gilt natürlich: Wanderkarte ist ein Muß ebenso wie eine entsprechende Ausstattung!

Ein besonderes Erlebnis, das man vom Königssee aus erleben kann, ist eine Fahrt am Abend zum Kehlseinhaus. Mit besonders leistungsstarken Bussen fährt man dazu in der Abenddämmerung über die berühmte Kehlsteinstraße und kann sehr schöne Ausblicke über den Berchtesgadener Talkessel und auf die Steilwände den Hohen Göll genießen. Das Kehlsteinhaus liegt auf einem Felsmassiv, so daß die Strasse rund hundert Höhenmeter unterhalb des Gipfels endet. Hier wurde dann in einen Stollen ein Aufzug gebaut, mit dem man hoch ins Kehlsteinhaus fahren kann. Den historischen Hintergrund vergißt man oben relativ schnell, den schließlich ist der Ausblick auf die Bergwelt im Abendlicht einfach nur traumhaft.

Ist das Wetter nicht so gut, so bieten sich zwei Top-Alternativen: die Watzmann-Therme und das Salzbergwerk. Zum Shoppen kann man natürlich auch ins Nahe Salzburg fahren und eine weitere Therme (neu erbaut) ist die Rupertustherme im nahgelegenen Bad Reichenhall, das ja leider durch den Einsturz der Eislaufhalle in den letzten Tagen traurige Berühmtheit erlangt hat. Hier ist eine sehr schöne Fußgängerzone und das Caféhaus Reber mit der Reberpassage, wo im Dezember ein sehr kuscheliger Weihnachtsmarkt ist. Die Firma Reber stellt die Mozartkugeln her und bietet hervorragende Torten und Kuchen, der absolute Tipp für Kaffeeliebhaber.

Fazit:
Die Urlaubsregion Königssee überzeugt durch ein sehr vielfältiges Angebot, das weit mehr bietet als die typischen Bergsportarten Wandern und Skifahren. Wellness, Kultur und Erlebnisse machen die Region für viele sehr attraktiv. Dadurch ist in der Hochsaison sehr voll und speziell am Wochenende kommen noch die Tagestouristen hinzu, so daß speziell die Highlights "übervölkert" sind, wodurch natürlich auch die Preise steigen. Wer aber seine Brotzeit selbst organisiert, kann seinen Urlaub in einer der vielen Pensionen und Ferienwohnungen noch halbwegs günstig gestalten.

Aufgrund der Fülle des Angebotes verweise ich hinsichtlich weiterer Informationen auf das Internet:

http://www.koenigssee.de
Hier findet man alles zum Königssee und der Gemeinde Schönau.

http://www.nationalpark-berchtesgaden.de
Die Nationalpark-Homepage, wo man auch eine Übersicht der Infostellen bzw. -häuser findet.

http://www.bayerische-seenschifffahrt.de
Alle Informationen zur Schifffahrt auf dem Königssee.

http://www.berchtesgadener-land.info
Umfassende Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung (Salzbergwerg, Therme)

Den Königssee erreicht man über die Autobahn A8 München - Salzburg, wobei man am besten bereits in Siegsdorf abfährt und über die Bundesstrasse hier gemütlich nach Schönau am Königssee fährt. Etwas schneller gelangt man über die Abfahrt Bad Reichenhall kurz vor der Landesgrenze zum Königssee, sofern die B20 nicht wie so oft überlastet ist. Bequem geht es mit der Eisenbahn bis Berchtesgaden von München aus, wobei es dann nicht weit bis nach Schönau ist.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Zilina veröffentlicht 15.01.2010
    Ja, da möchte ich auch mal hin. LG Zilina
  • VanessaKellermann veröffentlicht 12.03.2006
    am Königssee möchte ich auch mal...LG, Vanessa
  • Bodspy veröffentlicht 15.01.2006
    Super Bericht! hast dir dein SH verdient.. schön ausführlich und informativ ;) lg rene
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Produktdaten : Königssee

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

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