Königssee

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Erfahrungsbericht über "Königssee"

veröffentlicht 11.01.2008 | efi1960
Mitglied seit : 24.12.2006
Erfahrungsberichte : 30
Vertrauende : 0
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro herrliche Landschaft, etwas abseits weniger Touris als vermutet
Kontra keine
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Königssee - Da fahre ich als Senior hin ??"

Die Eiskapelle, schon bischen sommergeschädigt

Die Eiskapelle, schon bischen sommergeschädigt

Weil uns unser Sommerurlaub in die Nähe führte, stellte sich irgendwann die Frage: "Fahren wir auch an den Königssee?"

Eigentlich versuchen wir Orte, wo heerscharenweise Bustouristen einfallen, eher zu meiden.

Trotzdem haben wir uns dann an einem Tag aufgemacht, um den Versuch zu wagen.
Es sollte aber nicht nur eine Bootsfahrt werden, eine Wanderung zur Eiskapelle sollte
den Ausflug touristisch aufwerten.


Gegen 10:00 kamen wir in Schönau an. Ein großer Parkplatz bietet ausreichend Platz, um diese Zeit schon gut gefüllt. Nicht zuletzt mit etlichen Bussen. Vom Parkplatz läuft man ca. 500m zum Seeufer, links und rechts Andenkenläden und Gaststätten, die wir ignorierten.
Mit uns Unmengen Ausflugsbereite zwischen 0 und 90 Jahren, was mich für den Erwerb unserer Fahrkarten für die Bootsfahrt Böses befürchten ließ.

Der Bootsanleger befindet sich in einer Bucht, es gibt dort eine große Gaststätte, einen Bootsverleih und besagten Fahrkartenverkauf, vor dem sich eine größere Menschenmenge versammelt hatte. Sehr lobend muss ich erwähnen, dass der Verkauf sehr fix und gut organisiert erfolgt, nach 10 Minuten hatte ich unsere Tickets, mit Abfahrtszeit und Nummer des Anlegers. Dass wir bis zur Abfahrt eine Stunde Zeit hatten fanden wir nicht so schlimm, haben wir mit Eisessen überbrückt.

Pünktlich kam dann auch das Boot, um uns an Bord zu nehmen. Es wird natürlich bis auf den letzten Platz eingestapelt, geht aber.
Die Boote fahren schon seit jeher mit Elektroantrieb, was zum einen dem See gut tut und zum anderen ein fast geräuschloses Dahingleiten erlaubt.

Wir wollten bis St. Bartholomä, dort aussteigen und zur Eiskapelle laufen, nachmittags Rückfahrt. Mann kann auch den See ganz überqueren und auf der anderen Seite eine kleinere Tour machen.

Bis St. Bartholomä bracht man eine reichliche halbe Stunde. Selbstverständlich bläst der Bootsmann das Echo vom Königssee und einen Blick auf den Watzmann gibt es auch, alles erklärt vom Bootsmann. Der sagt auch, wenn man das berühmte Bild von der Kirche machen kann, nun tatsächlich treffen kann man es nicht, am Ende haben wir dann doch die Ansichtskarte gekauft.

Das Kirchlein ist sehenswert, auch das Jagdschloss lohnt einen Blick. Dahinter geht es in den Wald, Eiskapelle ist ausgeschildert.

Nun ist es Zeit zu erläutern, was die Eiskapelle eigentlich ist. Im Winter und Frühjahr stürzen von der Watzmann-Ostwand große Mengen Schnee ab und bilden einen Eisschild, aus dem das Schmelzwasser eine Eishöhle ausgräbt.
Kaum im Wald deutlich weniger Menschen, mit abnehmender Tendenz, je weiter man geht.
Auf dem Weg kommt man am Nationalparkhaus vorbei. Die Ausstellung konzentriert sich sehr auf die Gebirgsbildung, wer kein ausgeprägter Hobbygeologe ist, hat in 10 Minuten alles gesehen, für kleinere Kinder ohne Wert.


Weiter führt der Weg durch den Wald, man überquert den Eisbach und kommt an der kleinen Kapelle St. Johann und Paul vorbei. Nun geht es in bequemen Serpentinen bergauf.
Der Wald öffnet sich, man blickt auf den Watzmann und sieht noch ziemlich entfernt die Eiskapelle, hängt auch von der Jahreszeit ab.
Mit dem Weg ist nun weitgehend Schluß, man muß durch ein Geröll und Blocksteinfeld. Deshalb rate ich auch mindestens zu Turnschuhen.
Gut beraten ist der, der sich links im Bogen einen Weg sucht. Ich habe die "querbeet-Abkürzung" versucht und war nicht schneller.

Insgesamt braucht man für den Aufstieg bis zur Eishöhle ca. 1,5 Std. bei bequemen Tempo.
Die Rückkehr findet auf der gleichen Strecke statt.

Vor dem Betreten der Eishöhle kann ich nur eindringlich warnen. Wir waren gerade 150 m auf dem Rückweg, als aus der Decke ohne vorheriges Knirschen oder Knacken ein Brocken von ca. 5 x 10 m raus gebrochen ist. Gefährliche Schönheit.

Zurück in St. Bartholomä kann man sich noch ein schönes Bier im schattigen Biergarten als Belohnung gönnen. Vergesst aber nicht zu fragen, wann das letzte Boot fährt. Es gibt keinen Landweg, nur einen Alpinsteig!!

Nachmittags sind die Boote auch nicht mehr so voll.
Sinnvoll ist es, sich einen Tag richtig mit Sonne und klarer Sicht auszusuchen. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, ich war angenehm überrascht und kann diesen Ausflug wirklich empfehlen.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • noname_6032 veröffentlicht 14.08.2008
    Schön.
  • l.x.klar veröffentlicht 03.04.2008
    das ist wirklich eher was für senioren...
  • blonde_lady veröffentlicht 24.03.2008
    Dort war ich noch nicht.
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