Kräuter

5 18. Aug 2008

Pro:
Sehr gute Zutaten

Kontra:
-  -

Empfehlenswert: Ja 

Zilina

Über sich:

Mitglied seit:18.03.2005

Erfahrungsberichte:382

Vertrauende:39

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich einmal eine Zusammenstellung einiger Kräuter aufzeigen. Denn Kräuter und Gewürze können nicht nur den Geschmack vieler Gerichte verfeinern.
Es gibt auch viele Kräuter die als Naturheilmittel dienen, sie sind eine schonende Alternative zu den chemischen Medikamenten.

Gleich zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass die meisten Informationen über die Kräuter und Gewürze natürlich nicht von mir stammen. Ich habe lediglich die eine oder andere Erfahrung von mir dazugefügt.

Ich habe die Informationen über die Gewürze aus mehreren Quellen zusammengetragen, mein Hauptlieferant war dabei das "Große Buch der Kräuter" von Könemann und viele Informationen habe ich aus diversen Zeitschriften gesammelt, bis ich so viele zusammen hatte, das es sich für eine Übersicht lohnt.

Basilikum

Basilikum stammt ursprünglich aus Indien, dort ist es den Hindus auch sehr heilig aber es wächst auch bei uns. Basilikum hat ein süßlich pfefferiges Aroma und ist vergleichsweise wie Kerbel, Estragon und Petersilie. Daher zählt es zu den feinen Kräutern.

Basilikum wird bei Hauptgerichten verwendet für Tomatengerichte, Erbsen, Linsen, Gulasch, Rotkohl, Huhn, gekochten Fisch.

Als Nebengewürz für Weißkohl, Gemüse, Kartoffelsuppe, grünen Salat, grüne Soße, Quark, Pizza und Tomatensoße.

In Frankreich oder Italien wird das Basilikum mit Knoblauch und Pinienkernen zerstoßen und zu Pesto verarbeitet, das gibt eine super leckere Soße für die Spagetti. Es passt aber auch sehr gut zu Tomaten und Paprika, Aubergine und Steaks.


Im gesundheitlichen Bereich gilt Basilikum als schneller Anti-Stress Hit. Er wird auch bei Schlafstörungen verwendet, hilft bei Spannungskopfschmerzen und bei einem nervösen Magen.

Und Basilikum soll in der Küche die Fliegen fernhalten.

Petersilie

Petersilie kennen wir alle und es gibt sie in gekräuselter Form und in glatt. Sie ist das meistverwendetste und bekannteste Kraut überhaupt. Petersilie kann zum Kochen und zum Garnieren verwendet werden. Pilinius hat behauptet, das Petersilie, wenn sie in einen Fischteich gestreut wird, sogar die Fähigkeit hat, kranke Fische zu heilen.

Für mich ist Petersilie ein ganz wichtiges Gewürz ich benutze sie auch sehr oft, egal ob glatt oder kraus. Ich finde es sieht einfach gut aus, denn das Auge isst mit, beispielsweise ganz einfache Kartoffeln mit Petersilie zu bestreuen.
verwenden.


Dill

Als Herkunftsland wird Persien angegeben, aber man ist sich nicht sicher. Aber der Dill ist inzwischen in vielen unserer Gärten oder auf dem Fensterbrett zu Hause. Der Dill ähnelt ein wenig dem Fenchel. Ich finde er hat einen würzig frischen Geschmack. Der Dill ist ein Doldengewächs und er wurde von ägyptischen und römischen Ärzten als Heilkraut verwendet.

Der Dill ist ein Hauptgewürz für Bohnen, Möhren, Tomatensuppe, für Kartoffeln, für Quark, ich nehme ihn ja auch gern für mein Zsaziki, für Aal und Karpfen.

Als Nebengewürz wird Dill verwendet, für Fischsuppen, Fleischsalat, Gurkensalat, Kartoffelsalat und grünem Salat.

Und ganz wichtig: Wenn ich Gurken einlege, brauche ich unbedingt Dill.

Zum Mitkochen ist der Dill nicht geeignet und wenn er getrocknet ist, hat er kaum Aroma.

Estragon

Estragon kommt aus Sibirien und Südasien. Er wurde durch die Kreuzzüge nach Europa gebracht. Sein Geschmack ist etwas süßlich bitter und bei frischen Kraut ist es ganz besonders intensiv. Man macht aber schon einen Unterschied zwischen dem echten französischen Estragon und dem russischen Estragon. Der französische Estragon hat ein sehr feines Aroma. Der Estragon ist eine winterharte, ausdauernde Pflanze und trägt den Namen "kleiner Drache". Mit Estragon können Schlangenbisse und andere Bisswunden geheilt werden.

Als Hauptgewürz kann er verwendet werden für Fleischbrühe, Hühnerbrühe, Kartoffelsuppe, Gulasch, Leber, Gurken und Wild. Da Estragon ein sehr intensives und typisches Aroma hat, sollte man das Gewürz nur sehr sparsam verwenden.

Als Nebengewürz wird er empfohlen für Karotten, Fischsuppen, Salate, für marinierte Heringe, eingelegte Gurken und Soßen.

Kerbel

Kerbel ist mit der Petersilie verwandt und kam auch aus Asien zu uns nach Europa. Die Kerbelblätter werden vor allem verwendet, wenn sie noch ganz jung sind und die Pflanze noch nicht blüht.

Als Hauptgewürz kann er verwendet werden für Fleischbrühe, Hühnerbrühe, Gemüsesuppen, Gulasch, Leber, Kartoffelklöße, Wildfüllungen und für Eierspeisen.

Als Nebengewürz ist er gut geeignet für Salate, Suppen, Hackfleisch und Spinat.

Kerbel sollte aber nicht mitgekocht werden.

Liebstöckel

Liebstöckel kommt ursprünglich aus Italien, aber er wird auch bei uns angebaut. Sein Aroma erinnert an den Sellerie, daher hat er auch den Beinamen "Maggikraut". Liebstöckel regt den Appetit und die Verdauung an und ist wirklich sehr intensiv im Geruch. Wenn man ihn einmal in den Händen hat, geht der Geruch einfach nicht mehr weg.

Er eignet sich gut als Hauptgewürz für Schweinefleisch, Gulasch, Hühnerbrühe oder auch für Aal.

Als Nebengewürz kann er verwendet werden für Fleischbrühe, Gemüsesuppen, Hackfleisch, Sauerkraut, Spinat und Fleischfüllungen.

Frischer Liebstöckel würzt weit intensiver als getrockneter.

Liebstöckel hat die heilende Wirkung insofern, dass der Wurzelstock reich an ätherischen Ölen ist und somit als harntreibendes Mittel verwendet wird.

Und die leuchtenden grünen Blätter des Liebstöckels eignen sich auch gut als grünes Beiwerk in Blumensträußen.


Majoran

Er wurde aus Vorderasien zu uns importiert, aber er wächst auch in unserem Klima. Er wurde schon im Altertum angebaut. Hier ist es so, das die Blätter auch wenn sie getrocknet sind, fast genau so viel Würzkraft haben. Majoran harmoniert mit Salbei, Thymian und Bohnenkraut.

Majoran dient als Hauptgewürz für Bohnen, Gemüsesuppen, Gulasch, Hackfleisch, Salate, Bratkartoffeln, Ente, Gans, Wild und Pizza.

Als Nebengewürz eignet sich Majoran gut für Erbsensuppe oder Kartoffelsuppe. Frische Majoranblätter sollten aber erst unmittelbar vor dem Servieren an Suppengerichte gegeben werden, denn nur so kann das volle Aroma bewahrt werden.

Majoran lässt Fett leichter verdauen, es stärkt die Nerven, hilft bei Schlaflosigkeit und Erkältung und ist harntreibend. Majoran ist auch sehr hilfreich, um Insekten abzuwehren.

Ich verwende Majoran immer nur für Kartoffelgerichte.


Rosmarin

Rosmarin ist ursprünglich in den Mittelmeerländern heimisch, aber er wächst auch sehr gut bei uns. Getrocknet sind die Blätter, die immer grün sind, genau so würzig wie frisch und sie können auch mitgekocht werden.

Rosmarin wird als Hauptgewürz empfohlen für Fisch, Gemüsesuppen, für alle Fleischsorten, Kartoffelklöße, Huhn, Wild und gebratenen Fisch. Rosmarin kann man in Schmorgerichten und Eintöpfen mitgaren.

Rosmarin würzt sehr stark, deshalb sollte man damit sparsam umgehen und nur wenig verwenden.

Rosmarin mag ich persönlich sehr gerne als Zierde auf dem Teller. Die Zweige sehen einfach so schön aus und es riecht so aromatisch. Der Klassiker ist ja Rosmarinzweige zu gebratenem oder gegrilltem Lamm.

Gesundheitlich gesehen ist Rosmarin ein super guter Energieschub. Morgens und mittags eine Tasse Rosmarientee hilft bei niedrigen Blutdruck, er regt an und bringt den Kreislauf in Schwung. Dazu ist Rosmarin Appetitanregend, magenstärkend und verdauungsfördernd, er hilft bei Verdauungsstörungen und Rosmarin entwässert. Außerdem eignet sich Rosmarin auch als Spülung zur Aufhellung blonder Haare.

Salbei

Salbei wächst auch bei uns, aber er entwickelt hier nicht sein volles Aroma. Das macht er nur in seiner ursprünglichen Heimat, den Mittelmeerländern. Salbei gedeiht besonders gut auf kargem trockenem Boden. Sein Geschmack ist bitter würzig und daher sollte er auch nur in kleinen Portionen verwendet werden. Ich kenne Salbei auch als Gesundheitstee. Ich verwende ihn dann immer wenn ich Grippe mit Halsschmerzen habe. Salbei wird ja auch als heilender Alleskönner bezeichnet. Wer stark schwitzt, sollte dreimal täglich eine Tasse ganz kräftig gebrühten Salbeitee trinken. Und Salbei ist auch gut bei empfindlichem Zahnfleisch und hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Als Hauptgewürz kann er verwendet werden für Bohnen, Kartoffelsuppe, Hackfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch (es gibt ganz leckere Salbeischnitzel), grünen Salat, Fisch und Wild. Salbei ist aber auch ein Gewürz das gut zu italienischen Fleischgerichten passt. Salbei ist gut für Soßen und Füllungen für fettes Fleisch wie Gans, Ente und Schwein.

Medizinisch gesehen wirken die Blätter von Salbei antiseptisch und als Tee bei Halsentzündungen und zur Nervenberuhigung. Salbei dient auch als Badezusatz und als Haarspülung zur Intensivierung für dunklere Haarfarben.

Holunder
Über den Holunder gibt es viele Geschichten. Zum einen heißt es im Volksmund dass ein vor dem Haus gepflanzter Holunderstrauch die Hexen fernhalten würde und das Haus vor dem Blitzschlag schützen würde. Dann sollte man den Strauch auf keinen Fall zurückschneiden, denn das würde wiederum Unglück bringen. So ein Holunderstrauch kann bis zu 10 Metern hoch werden und ich finde er sieht schon sehr gut aus. Holunderblüten sollen als Gesichtswasser und zur Aufhellung der Haut dienen. Wir haben die Holunderblüten einfach einmal in Mehl und Zucker gegart und gegessen. Sie waren einfach köstlich.

Thymian

Ursprünglich kommt Thymian auch aus dem Mittelmeerraum aber heute ist er auch bei uns zu Hause. Sein kräftiges Aroma behält er auch im getrocknetem Zustand, deshalb sollte er nur sehr sparsam verwendet werden. Thymian verträgt sich gut mit Basilikum und Lorbeer.

Als Hauptgewürz wird er empfohlen für Erbsen, Kohlrabi, Pilzgerichte, Weißkohl, Wirsing, Fleischbrühe, Gulasch, Hackfleisch, für Salate und für Fisch.

Als Nebengewürz eignet er sich gut für Wildgerichte.

Gesundheitlich ist Thymian auch ganz weit vorn. Er ist ein natürlicher Bakterienkiller. Bei Husten und Schnupfen sollte man morgens und abends ein Dampfbad mit Thymianöl machen. Das reinigt die Bronchien und lindert die Entzündungen der Atemwege.

Bei Gliederschmerzen oder wenn sich eine richtige Erkältung ankündigt, sollte man ein Thymianbad nehmen. Das entspannt nicht nur, es stärkt auch die Abwehrkräfte.

Bohnenkraut

Die Ursprungsgebiete des Bohnenkrautes sind die ans Schwarze Meer grenzenden Länder. Bohnenkraut verträgt aber auch unser Klima. Es wird auch oft wegen seines leicht pfefferigen Aromas als "Pfefferkraut" bezeichnet.

Als Hauptgewürz dient es besonders für Bohnengerichte, Linsen, Rotkohl, Wirsing, Erbsensuppe, Gurkensalat, Kartoffelpuffer und gekochten Fisch.

Nebengewürz für Weißkohl, Rosenkohl, Kartoffelsuppe, Kartoffelsalat, Wurstsalat, Tomatensalat, grüner Salat, Forellensud und Geflügelfüllungen.

Borretsch

Borretsch stammt ursprünglich aus Spanien, aber er gedeiht auch bei uns. Sein leicht salziger Geschmack ähnelt dem der Gurke und er wird daher auch Gurkenkraut genannt. Er eignet sich sehr für kochsalzarme Diäten. Der Borretsch hat ganz strahlende blaue Blütensterne und deshalb zählt er auch zu den hübschesten Kräuterpflanzen. Das Aroma erinnert an Gurken, deshalb heißt der Borretsch auch Gurkenkraut. Die Pflanze kann bis zu 45 cm hoch werden und bis zu 30 cm in die Breite gehen.

Als Hauptgewürz wird er empfohlen für Gurkensalat, Gurkengemüse, Rotkohl, Hammelfleisch, Nieren und Aal.

Nebengewürz: Weißkohl, Wirsing, Hackfleisch, Kräutersoße, Kartoffelsuppe, grüner Salat, Kartoffelsalat und Wurstsalat.

Nur frischer Borretsch hat seine vollkommene Würzkraft. Borretschblüten und Blätter werden ganz traditionell zum Dekorieren von sommerlichen Gin Mixgetränken verwendet, oder man streut die Blüten als Dekoration über Salate und auf Kuchen. Wenn man einen Aufguss aus frischen Borretschblättern macht, soll der Husten gelindert werden und er hilft auch bei Muskelzerrungen.

Koriander
Koriandergrün wird auch Cilantro genannt und eignet sich besonders für die Liebhaber der Curryküche. Ich persönlich kenne dieses Gewürz nicht und habe es bisher auch noch nicht verwendet. Es ähnelt der Petersilie und es gibt ihn nur in ganz speziellen Gewürzläden, vor allen Dingen in griechischen oder asiatischen. Die Samenkörner bekommt man ganz im Stück oder gemahlen und sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil von Currypulvern. Das Gewürz hat ein stark ausgeprägtes süßliches Aroma und erinnert deshalb ganz stark an Orangenschale. In der Bibel wird Koriander mit Manna verglichen. Die Blätter eignen sich nicht gut zum trocknen, aber man kann sie einfrieren. Gesundheitlich gesehen wirkt dieses Kraut verdauungsfördernd und es ist gut bei der Behandlung von Koliken.

Kümmel
Also den Kümmel kenne ich von früher aus meiner Kindheit zum Beispiel auf Kartoffeln, ich mochte ihn noch nie und heute verwende ich ihn auch nicht mehr. Im Mittelalter hat man dem Kümmel seinem Liebsten gegeben ??? oder dem Federvieh, damit man es vom streuen abhält. Kümmel kann für Gebäck, Süßigkeiten und Spirituosen verwendet werden. Er wurde sogar schon von den Römern benutzt und er hatte einen festen Platz in der Küche. Bratäpfel, Kuchen und Brot, Suppen und Salate wurden damit gewürzt. Die Blätter vom Kümmel, die Früchte und die Wurzeln wirken sehr verdauungsfördernd.

Fenchel
Fenchel mag ich sehr gerne. Und zwar als Tee. Die Blätter von Fenchel werden aber auch für die Würze von Schwein, Kalb, Fisch, Fischbrühe, Soßen, Füllungen, Mayonnaise und Salatdressings verwendet. Was die Heilkunde betrifft, werden die Fenchelblätter für Koliken bei Säuglingen oder bei Blähungen verwendet. Ein Aufguss der Blätter soll gut für überanstrengende Augen sein. Bei mir hilft er immer wenn ich eine Erkältung habe, oder wenn sich eine ankündigt.

Ysop
Ysop das kenne ich aus der Bibel. Es schmeckt leicht bitter und erinnert etwas an Pfefferminze. Ysop ist ein ausgezeichnetes Gurgelmittel und medizinisch gesehen soll es auch ein gutes Mittel gegen Rheumabeschwerden sein. Die frischen oder getrockneten Blätter der Ysoppflanze eignen sich für Suppen, Ragouts, Eintöpfe und Wurstfüllungen. Frische Blätter kann man auch unter Salate mischen. In dem Bereich der Heilkunde eignet sich Ysop für Husten, Heiserkeit, Erkältung, Bronchitis und besonders als Gurgelmittel bei Halsentzündungen.


Lorbeerbaum
Das ist ein Baum, den ich mein Leben lang falsch geschrieben habe. Ich dachte immer das heißt "Loorbeerbaum". Aber jetzt kann ich es richtig schreiben. Lorbeer gehört zu den vielseitigsten Kräutern die es gibt und wenn er regelmäßig beschnitten wird, ergibt er auch einen sehr dekorativen Strauch. Er ist als Balkonpflanze ganz leicht zu halten, ist sehr preiswert (5,99 Euro) wächst sehr schnell, braucht nicht sehr viel Pflege und sieht trotz allem gut aus. Ich persönlich verwende die Lorbeerblätter sehr gern für Fleischgerichte aber auch für Eintöpfe. Ich kaufe sie am liebsten auf Märkten. Sie kosten meistens nur einen Euro. Gesundheitlich gesehen sollen die Lorbeerblätter als Aufguss gegen Blähungen helfen.

Lavendel
Lavendel ist vor allem am Mittelmeer heimisch und seine blauvioletten Blüten bieten einen wirklich sehr schönen Anblick. Ich habe ihm mir auch schon mehrfach nach Hause geholt, er sah immer sehr schön aus, aber leider hatte ich damit am Ende kein Glück. Die alten Griechen und Römer hatten wohl mehr Glück als ich, denn sie haben den Lavendel zur Parfüm und Salbenherstellung genutzt. Die Lavendelsträuße sollen Insekten fernhalten und ein Aufguss von Lavendelblüten soll bei Insektenstichen äußerst lindernd wirken.

Lavendel ist ein beruhigender Relax-Duft und vertreibt trübe Gedanken. Bei gereizten Nerven sollte man ein Lavendelbad nehmen, denn Lavendelbäder beruhigen das zentrale Nervensystem. Am besten 15 Tropfen Lavendelöl mit 4 EL Honig mischen. Die Badezeit sollte 15 bis 20 Minuten sein und am bestens abends, damit man danach direkt ins Bett gehen kann.

Lavendel hilft auch bei Insektenstichen. Als Soforthilfe einen Tropfen reinen Lavendelöls auf den Stich geben. Es mildert die Schwellungen und dämpft den Juckreiz.

Schafgarbe

Schafgarbe ist besonders für Salate geeignet, sie duftet intensiv und schmeckt ein wenig bitter. Die gemeine Schafgarbe ist winterhart und in Europa beheimatet. Sie wächst zur Staude und wuchert wild in Feldern und in Hecken.
Ich persönlich bin bisher mit der Schafgarbe noch nicht in Berührung gekommen, zumindest nicht wissentlich, daher kann ich keine Erfahrungswerte hierzu aufzeigen kann.

Knoblauch
Knoblauch gehört zu der Gattung der Lauchpflanzen. Ich liebe Knoblauch. Er wird in weiten Teilen von Südeuropa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika als Würzmittel sehr hoch geschätzt. Der Knoblauch stammt ursprünglich aus Asien und ist in den warmen Regionen sehr einfach zu ziehen. Knoblauch dient seit mindestens 5000 Jahren als Gewürz und Arzneimittel.

Als Arzneimittel habe ich ihn bisher nicht verwendet, aber dafür um so öfter für das Essen, da ich so gerne Zaziki esse, ist es klar, das ich bei der Zubereitung nicht mit Knoblauch spare. Aber Knoblauch ist auch sehr vielseitig zu verwenden, feingehackt oder zerdrückt, oder auch als ganze Zehe bei Fleisch oder Fischgerichten. Je feiner der Knoblauch gehackt wird, desto intensiver ist er im Geschmack.

Es gibt ja viele Menschen, die den intensiven Geruch des Knoblauchs nicht mögen. Ich gehöre bestimmt nicht dazu. Milch soll ja ein gutes Mittel sein, um den Geruch zu vermindern oder nach dem Essen ein Fenchelsamen zu kauen, soll auch den Geruch vertreiben.

Knoblauch ist sehr gesund, er wirkt antiseptisch, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend und er hilft sogar bei Schnupfen und Bronchitis. Zudem wird er als harntreibendes Mittel und zur Vorbeugung gegen Krankheiten wie beispielsweise Typhus verwendet.


Schnittlauch
Schnittlauch ist auch ein Mitglied der Gattung Lauch und in Nordeuropa heimisch. Er wächst sehr oft wild. Den wildwachsenden Schnittlauch hat man bereits im Altertum verwendet. Ich persönlich verwende Schnittlauch sehr oft, er schmeckt unheimlich gut auf Rührei und außerdem sieht es auch gut aus. Schnittlauch hat einen Hauch von Zwiebelaroma und man kann ihn über Salate streuen, über Suppen oder über die Ofenkartoffeln, und alle Quarkgerichte. Die Blätter des Schnittlauchs wirken leicht antiseptisch und wurden früher auch zur Linderung von rheumatischen Beschwerden angewendet. Zudem ist Schnittlauch gut für die Atemwege.

Eibisch
Der echte Eibisch gehört zu der Familie der Malvengewächse. Er wird in Europa, Australien, Asien und Nordamerika angebaut. Die jungen Blätter und Triebe werden zerzupft an Salate und Suppen gegeben, die Wurzeln werden vorgekocht und dann in Butter gebraten. Diese Pflanze wurde in der Volksmedizin bei Prellungen und Verstauchungen und bei Muskelschmerzen eingesetzt. Ein Aufguss von Eibisch dient zur Behandlung von Halsentzündungen und Geschwüren oder als Mundspülung. Ich habe keine Erfahrungen mit Eibisch gemacht.

Kerbel
Kerbel ist neben Schnittlauch, Petersilie und Estragon Bestandteil der klassisch französischen Fines Herbes Mischung, mit der man besonders Omeletts würzt. Kerbel gehört zu der Sorte der Doldengewächse und ist ein enger Verwandter der Petersilie. Weil der Kerbel sehr schnell sein Aroma verliert, gibt man die Blätter am besten erst kurz vor dem Servieren an die Gerichte. Das Gewürz passt gut zu gegrilltem Fleisch und Geflügel, sahnige Suppen oder Eiergerichte und Käsegerichte. Kerbelblätter können mit Wasser aufgegossen auch als Gesichtswasser verwendet werden.

Meerrettich
Oregano Die großen groben Blätter vom Meerrettich haben kein Aroma und keinen wirklich bekannten Verwendungszweck. Der stechende Geruch hat die gleiche Wirkung wie Zwiebeln und kann einem schon sehr schnell die Tränen in die Augen treiben. Am gebräuchlichsten ist vielleicht die Meerrettichsoße, die ganz klassisch für Rostbeef und mein Lieblingsgericht, den Tafelspitz verwendet wird. Meerrettich ist hauptsächlich in Nordeuropa vorzufinden und wächst wild meistens am Wegesrand. Er wird seit etwa 3000 Jahren als Würzmittel verwendet.

Oregano
Oregano ist sehr mit dem Majoran verwandt. Es gibt sogar einige Verwirrungen wegen der Bezeichnung. In jedem Fall ist Oregano das klassische Gewürz für Pizza und Tomatensoße. Oregano stammt aus dem Mittelmehrraum und dort steht die Würzkraft direkt im Verhältnis mit der Sonneneinwirkung. Oregano ist für die Würzung von Salaten, Schmorgerichten (hier sollte man den Oregano allerdings erst zum Ende der Garzeit dazugeben) Suppen, Soßen, Pasteten und Geflügelgerichten.

Fazit
Soviel zu den Kräutern, ich bin froh, das wir sie haben. Denn sie sind nicht nur nützlich was die gesundheitlichen Dinge betrifft. Ich finde sie gut um das Essen zu verfeinern. Meine Favoriten sind immer noch Schnittlauch, Knoblauch, Basilikum und Rosmarin. 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
piwi09

piwi09

18.09.2009 23:55

Sehr informativ.

Mutzematze

Mutzematze

25.08.2008 09:48

Ein paar Fotos würden den Bericht abrunden...Kerbel mag ich nicht...und das mit dem Holunder und dem Blitz kannte ich noch garnicht...LG

bellanotte

bellanotte

20.08.2008 00:36

Kerbel hast du übrigens zweimal drin ;-)

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