Krieg und Frieden (1983)

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Krieg und Frieden (1983)

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***Ein epochales Meisterwerk***

5  26.02.2007

Pro:
alles

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


dahia

Über sich:

Mitglied seit:30.01.2007

Erfahrungsberichte:490

Vertrauende:81

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 51 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Krieg und Frieden - DVD

***Zur Intention des Kaufens***

Diesen Film haben wir zur gleichen Zeit gekauft wie auch schon "Ein Herz und eine Krone". Meine Mutter hatte ihre Nostalgiephase und wenn man schon einen Film mit Audrey Hepburn kauft, können es doch auch gleich zwei sein! :-)


***Inhaltsangabe***

Der Film spielt im Russland zur Zeit des Zarenreiches und der Nnapoleon-Feldzüge zw. 1805 und 1820.
Graf Besukov erkennt noch kurz vor dem Tod seinen unehelichen Sohn Pierre an, und vererbt ihm ein Vermögen. Sein weltfremder Sohn lässt sich von der Mitgiftjägerin Elena verführen und heiratet sie. Im Grunde liebt er aber die Natasha, die mit seinem Freund Andrej eine unglücklich endende Romanze führt. Dann ziehen beide Männer in den Krieg, Andrej fällt in der Schlacht von Borodin. Napoleon ist auf dem Weg nach Moskau. Um sich und die Stadt vor der Einnahme zu retten, zünden die Einwohner die Stadt an. Natasha und ihre Familie verstecken sich währenddessen an einem sicheren Platz. Moskau geht in Flammen auf, Napoleons Armee fällt dem Winter zum Opfer. Pierre kehrt desillusioniert aus dem Krieg zurück. Ob er Natasha doch noch für sich gewinnen kann?

***formale Details dieser Ausgabe***

• Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
• Sprache: Deutsch, Englisch
• Region: Region 2
• Bildseitenformat: 16:9
• FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
• Studio: CIC Video/Paramount Home Ent.
• DVD-Erscheinungstermin: 1. November 2003
• Spieldauer: 208 Minuten
• DVD Features:
• Kinotrailer und Trailer zur Wiederaufführung


***Preis***

Bei amazon.de für 7,95 €.

***Besetzung***
• Audrey Hepburn: Natascha Rostowa
• Henry Fonda: Pierre Besukow
• Mel Ferrer: Andrej Bolkonsky
• Vittorio Gassman: Anatol Kuragin
• Herbert Lom: Napoleon Bonaparte
• Anita Ekberg: Elena Kuragin


***das Buch "Krieg und Frieden"***

Krieg und Frieden ist ein Historienroman des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Zuerst erschienen ist das Werk 1868/69 in Moskau. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke Tolstois und der Weltliteratur im Allgemeinen.

Die Geschichte spielt in der Zeit der napoleonischen Kriege, im Buch von 1805 bis 1812

Das Buch wird fast ausschließlich aus der Perspektive einiger Adliger erzählt, die sich gegenseitig beeinflussen.
Es wird alltägliches aus dem Leben der Adligen (z.B. Teestunden, Liebeleien, usw.) und geschichtliches erzählt (wie z.B. die Schlacht von Borodino oder der Brand Moskaus im Jahre 1912). Auch hier wird unmittelbar aus der Perspektive der Adligen berichtet.
Manchmal nimmt Tolstoi aber auch eine allgemeine Position ein, in der er als Erzähler auftritt, eigene Theorien zum Geschehen anstellt und Thesen aufstellt, und diese für wahr betrachtet.

Der Titel des russischen Originals spielt mit der Doppelbedeutung des russischen Wortes "мир". Er kann auch als "Der Krieg und die Welt" sowie "Der Krieg und die Gesellschaft" gelesen werden, und bietet viele Interpretationsmöglichkeiten, was für die meisten Bücher der Weltliteratur gilt und was bis heute ihre überragende Stellung in der Literatur beweist und beglaubigt. Aber es war Leo Tolstoi selbst, der das Werk ins Französische als "La guerre et la paix" übersetzte.

***Ein Auszug aus dem Buch***

Gegen Ende des Jahres 1811 hatte eine verstärkte Rüstung und Konzentration aller Streitkräfte im westlichen Europa eingesetzt, und im Jahre 1812 bewegten sich nun diese Kräfte - Millionen Menschen, wenn man die mit einrechnet, die mit dem Transport und Proviant der Truppen zu tun hatten - vom Westen nach Osten auf die Grenzen Russlands zu, wo man ebenfalls schon seit dem Jahre 1811 Russlands Streitkräfte zusammengezogen hatte. Am 12. Juni überschritten diese westeuropäischen Streitkräfte die Grenzen Russlands, und der Krieg brach aus, das heißt, es vollzog sich ein Ereignis, das aller menschlichen Vernunft und Natur zuwiderlief: Millionen Menschen begingen gegeneinander eine so unzählige Menge von Verbrechen, Betrügereien, Verrat, Diebstahl, Fälschung von Banknoten und deren Weitergabe, Räubereien, Brandstiftungen und Mord- und Greueltaten, wie sie die Chronik aller Gerichte der Welt während ganzer Jahrhunderte nicht zu verzeichnen hat, und die die Menschen jener Zeitperiode, die sie verübten, nicht einmal für Verbrechen hielten. (Einleitung 9. Teil)

***Regisseur***

King Wallis Vidor lebte vom 8. Februar 1894 bis zum 1. November 1982, er war ein amerikanischer Regisseur und 5 mal für den Oscar nominiert.
Als Kind überlebte er den Galveston-Hurrikan von 1900.
Bereits 1977 erhielt er den Los Angeles Film Critics Association Award für sein Lebenswerk.
Sein letzter Film stammt aus dem Jahre 1980 und trägt den Titel "The Metaphor". Es ist eine Dokumentation.


***weitere Werke des Regisseurs***
• 1925 The big parade
• 1926 La boheme
• 1928 The crowd
• 1928 Es tut sich was in Hollywood (Show People)
• 1934 Our daily bread
• 1940 Nordwestpassage
• 1946 Duell in der Sonne
• 1949 Der Stachel des Bösen (Beyond The Forest)
• 1949 Ein Mann wie Sprengstoff (The Fountainhead)
• 1956 Krieg und Frieden
• 1959 Salomon und die Königin von Saba


***Filmmusik***

Die Filmmusik von "Krieg und Frieden" stammt von Filmkomponist Nino Rota, der auch die Filmmusik zu "Romeo and Juliette" (alte Version) schrieb.


***Eigene Meinung***

Ein epochales Meisterwerk von Regisseur King Vidor über die Wirren des Krieges, eine Familiensaga und über individuelle menschliche Leidenschaften; mit Lieblingsschauspielerin Audrey Hepburn und mit Henry Fonda. Der Film basiert auf dem Weltliteraturklassiker schlecht hin: "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi.
Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen. Aus Zeitmangel. Oder aus Furcht? An diesen gewaltigen Schinken habe ich mich noch nicht herangetraut. Auch da ich dachte, enttäuscht zu werden. Ich muss gestehen, ein Buch von solcher Größe (>1000 Seiten) habe ich nicht nie gelesen. Aber die Geschichte, die mir im Film begegnet ist, hat mich so berührt, die Leidensgeschichten von Natasha und Andrej und dem Volke von Russland waren so ergreifend, so hinreißend schön gespielt und so durchleuchtet von dem alten Glanze Hollywoods, dass die Länge des Films (3 ½ Stunden!) mir nicht viel ausmachte.

Ich habe gehört, man hat sich ganz dicht an das Buch-Original gehalten und wollte diese Literaturverfilmung so authentisch wie möglich machen. Darüber kann ich mir noch kein Urteil bilden, da ich das Buch ja nicht gelesen habe. Es ist aber bestimmt gelungen, schon alleine wegen der Länge des Films. Und es sind auch alle Handlungsschnüre ersichtlich und begreifbar. Ein roter Faden ist vorhanden.

Audrey Hepburn ist wie immer fantastisch, die Filmmusik ist grandios, die Kulissen in Moskau usw. perfekt, die Regiearbeit klasse und Bild und Ton der DVD-Version meisterhaft geglückt.

Eine wunderbare, alte Verfilmung eines Klassikers, den ich bald lesen werde, sobald sich die Möglichkeit dazu bietet. Mit solch schönen, alten Streifen kann das moderne Hollywood echt nicht mithalten.
Dort sieht man noch echten Glamour.


Fazit: Wer das alte Hollywood mag, wird diesen Film lieben!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dkruse.greven

dkruse.greven

25.07.2007 13:27

Nunja, Tolstoi ist wirklich nicht leicht, ich habe den Film nie gesehen, da ich mir vorgen0mmen habe das Buch zu lesen. Leider steht der Wälzer nun im Regal und ich ahbe nicht die Zeit es zu lesen. Vielleicht ist der Film eine alternative! BH von mir

aprikow

aprikow

04.05.2007 02:08

Wenn Du mal Lust auf Bücher von Tolstoi hast: Die Kreuzersonate kann ich Dir sehr empfehlen!!!!!

captainsparrow

captainsparrow

04.04.2007 14:27

Ich hab den Film auch schon gesehen und fand ihn ziemlich schön. Ja, Audrey Hepburn spielt schon klasse. Schöner Bericht, Lg Solvi

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  1. dkruse.greven

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  1. captainsparrow

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