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Uralt-Sci Fi zwischen Star Wars und Stargate

3  22.01.2002 (29.03.2004)

Pro:
für seine Zeit effektvoll und gut gemacht

Kontra:
hoffnungslos veraltet

Empfehlenswert: Ja 

carmen

Über sich: manchmal da....

Mitglied seit:15.12.1999

Erfahrungsberichte:1045

Vertrauende:148

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Auch diesen Filmbericht will ich mal angesichts der zigten Wiederholung des SciFi-Streifens am heutigen frühen Nachmittag recyceln, damit er mal eine angemessene Struktur bekommt. Schließlich will man ja hier bei ciao einigermaßen zeitgemäß sein.
Und zumindest für absolute SciFi-Fans könnte der Film als historisches Anschauungsmaterial interessant sein.


** Die Story **
Vermutlich aus dem All kommend landet die sogenannte "Schwarze Festung", ein unansehnlicher, überdimensionaler Steinhaufen, auf dem bis dato friedlichen Planeten Krull und unterjocht die dort lebenden Menschen mit ihren häßlichen, mordenden und unbesiegbaren Heerscharen. Der Bewohner des Felsens ist das "unbeschreibliche Ungeheuer", das sich wohlweislich im Hintergrund hält.
Das Monster verhindert schließlich auch noch in letzter Minute die Hochzeit von Prinzessin Lyssa (Lysette Anthony) und Prinz Colwyn (Ken Marshall), die den Planeten retten würde, und entführt die schöne Lyssa auf seineFestung.

Nun bleibt dem tapferen Colwyn nur wenig Zeit, seine Braut zu befreien, denn das Ungeheuer will Lyssa zwingen, schnellstens seine Frau zu werden, damit eine Allianz zu bilden und Krull endgültig zu beherrschen.
Die einzige Hilfe, die Colwyn hat, ist der weise Ynyr (Freddie Jones), der irgendwie ein starkes Interesse daran zu haben scheint, den Prinzen und Lyssa wieder zusammenzubringen.

Also machen sich die beiden auf, jenen Steinhaufen zu suchen. Auf dem schier endlosen Weg zu der Festung stoßen noch einige andere, teils sehr seltsame und bizarre Gestalten zu den zwei Helden: Rell der Zyklop (Bernard Bresslaw), Ergo der "Selbstverzauberer" (David Battley), der Bandit Torquil (Alun Armstrong) und seine Gefährten (u.a. Rhun (Robbie Coltrane) und Kegan (Liam Neeson)). Alle haben in ihrem Leben nichts mehr zu verlieren.

Doch zunächst müssen sie jemanden finden, der ihnen den Weg zur Schwarzen Festung zeigt, was nicht so einfach ist, denn die Festung wechselt an jedem Sonnenaufgang den Standort. Und das Ungeheuer ist ihnen immer einen Schritt voraus.


** Darsteller **
Hier kann ich ausnahmsweise mal kaum was schreiben, da die Schauspieler bis auf wenige Nebendarsteller kaum bekannt sind und auch danach nur die wenigsten zu Filmruhm gelangten.

Lysette Anthony ist zumindest vom Gesicht her noch einigermaßen bekannt. Sie konnte man in solchen Filmen wie "Dracula - Tot aber glücklich", Woody Allen's "Ehemänner und Ehefrauen" oder in "Wiege des Grauens" sehen. Sie blieb wohl doch nur auf Nebenrollen beschränkt.

Für Ken Marshall scheint dies die einzige große Rolle in seinem Leben gewesen zu sein. Zu ihm habe ich keinerlei Informationen weiter gefunden.

Anders sieht es wenigstens bei Robbie Coltrane und Liam Neeson aus, die jeweils eine beachtliche Filmkarriere gemacht haben. Coltrane wurde vor allem durch seine Rolle als Polizeipsychologe in "Für alle Fälle Fitz" und in diversen James Bond-Filmen bekannt.
In letzter Zeit sah man ihn vor allem in den Harry Potter-Filmen.
Liam Neeson kennt ja nun jeder seit "Schindlers Liste" und seinen Rollen als Obi Wan Kenobi in "Star Wars".


** Filmkritik **
Ich kann mich noch erinnern, dass ich den Film in meiner Jugend gesehen habe - er kam schon bald nach 1983 sogar in die Kinos der ehemaligen DDR. Und mangels Vergleich mit anderen Science Fiction-Filmen fand ich ihn damals natürlich toll. Es war eben ganz was anderes als das, was uns als Film so immer angeboten wurde. Allerdings war ich da eben auch fast 20 Jahre jünger. Wie sich der Geschmack doch ändert!

Nun habe ich ihn mir aus einem Gefühl der Nostalgie und der Neugier heraus noch einmal angesehen. Na ja, natürlich hält er dem Zeitgeist von heute nicht mehr stand.

Aber für die damalige Zeit war er schon ziemlich aufwendig gestaltet und mit einer Menge Special Effects versehen, die damals sicher beachtlich und wohl auch neu warne. Und immerhin war es das beste an Filmen dieses Genres, was das DDR-Kino zu bieten hatte.
Beim Ansehen jetzt dachte ich irgendwie, das da wohl eine ganz klare Ähnlichkeit zu Star Wars besteht (das Lichtschwert, die Uniformen der Mannschaft des Monsters u.ä.), wußte nur nicht, wer von wem geklaut hat. Beim Recherchieren kam dann heraus, daß Star Wars zuerst da war und, überrascht vom Erfolg des Films, jedes Studio daraufhin seinen eigenen Sci-Fi produzierte. Dieser hier ist eben von der Filmfirma Columbia Pictures.

Doch der Streifen hat auch noch einige andere Mängel: Zum einen ist die Story etwas unausgegoren und teilweise unlogisch. Man erfährt z. B. nie, warum es das Monster auf Lyssa abgesehen hat, warum die Hochzeit mit ihr so wichtig ist. Auch nicht, warum sich diese seltsamen Gesellen bereit sind, sich in den Tod zu stürzen im Kampf gegen eine unsichtbare Macht.

Die Schauspieler sind mir etwas zu steif, zu wenig nuanciert in ihrem Spiel. Von allen Beteiligten habe ich im Grunde nur Liam Neeson (Schindlers Liste) und Robbie Coltrane (Für alle Fälle Fitz, nur 50 kg leichter) wiedererkannt. Da sich die Geschichte fast ausschließlich auf Colwyn und Lyssa konzentriert, kommen die anderen Charaktere kaum zum Zug und bleiben blaß und unproportioniert.

Die Effekte vermögen heute natürlich keinen mehr vom Hocker zu reißen. Aber man muß bedenken, dass damals Computeranimation nur ein Fremdwort bzw. das Wort vielleicht noch nicht mal erfunden war. Dafür sind die Bauten, die Modelle und die Details des Films immerhin beachtlich, soweit ich das als Laie einschätzen kann.


** Mein Fazit **
Der Streifen ist für meinen Geschmack eine viel zu pathetische und aus heutiger Sicht unausgegorene Mischung aus Ritterfilm, Fantasy und Science Fiction. Für heutige Verhältnisse kein Reißer, aber vielleicht ein Leckerbissen für Liebhaber des Genres.


** Daten **
USA/GB 1983
Originaltitel: Krull
Genre: Fantasy
Regie: Peter Yates
FSK 12

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Nigggo25

Nigggo25

31.03.2005 16:11

ich weiss nicht, wie man sich für so einen quark begeistern kann.....LG Nico

MaeusleXXL

MaeusleXXL

04.05.2004 07:08

Ich kenne den Film zwar, aber ich bin kein Fan von Science-Fiction-Filmen. Gruß Petra

ute.g

ute.g

30.03.2004 20:13

An diesen Schinken kann ich mich auch noch dunkel erinnern.

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