Fantasy und Science Ficton Mär für Genreliebhaber
02.03.2003 (03.03.2003)
Pro:
Darsteller, Mantel - und Degenflair, Score
Kontra:
unlogische Story, Effekte mittlerweile veraltet
Empfehlenswert:
Ja
 Frontnase
Über sich:
Ich bin hauptberuflich als Medien- und Sozialpädagoge beschäftigt. So, dann schreibe ich noch ein pa...
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*** Inhalt *** Jenseits unserer Zeit und unseres Universums befindet sich der Planet Krull. Die fliegende Festung des "Unbeschreiblichen Ungeheuers" und seiner Armee den Slayers ist auf Krull gelandet, um den Planeten zu erobern und das dortige Volk zu versklaven. Die einzige Möglichkeit dieses Vorhaben zu verhindern, besteht in der Vereinigung zweier verfeindeter Nationen des Planeten, mit dem Ziel ihre Kräfte zu vereinen. Dieser Pakt soll mit der Hochzeit von Prinzessin Lyssa (Lysette Anthony) und Prinz Colwyn (Ken Marshall) besiegelt werden. Jedoch greifen während der Zeremonie die Slayers mit ihren überlegenen Energiewaffen die Hochzeitsgesellschaft im Palast an. Dabei werden beide Könige getötet und Prinz Colwyn verwundet. Seine Gemahlin Prinzessin Lyssa wird entführt und in der dunklen Festung des Ungeheuers gefangengehalten. Colwyn wird von dem weisen Ynyr (Freddie Jones) gerettet. Von Ynyr erhält Colwyn den Auftrag, das Fünfklingenschwert, ein magisches Artefakt aus alter Zeit, zu finden. Nur mit dieser Waffe ist es möglich gegen das "Unbeschreibliche Ungeheuer" zu bestehen, den Planeten zu retten und seine Gemahlin zu befreien. Auf ihrem Weg zur Festung schließt sich Colwyn und Ynyr zunächst der leicht arrogante Ergo (David Batteley) an, ein "Selbstverzauberer" aus den Bergen, der mittels seiner Magie in der Lage ist sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln. Eigentlich wollte Ergo das Heldenduo nur für kurze Zeit begleiten, beschließt dann jedoch länger zu bleiben. Als nächstes wird die Gruppe der Abenteurer von der Bande des Banditen Torquil (Alun Armstrong) aus einem Hinterhalt heraus angegriffen. Colwyn versucht Torquil von der guten Sache gegen das "Unbeschreibliche Ungeheuer" zu überzeugen, was zunächst fehlschlägt. Erst mit der Überzeugungskraft und der Weisheit von Ynyr ist Colwyn in der Lage das Blatt zu wenden. Torquil und seine Bande entscheiden sich dazu Colwyn, Ynyr und Ergo auf der Suche nach der schwarzen Festung behilflich zu sein. Als die Heldengruppe während ihrer Suche von den Slayers angegriffen wird, eilt ihnen Rell der Zyklop (Bernard Bresslaw) zu Hilfe. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen, die finsteren Schergen in die Flucht zu schlagen. Der wortkarge Rell, der die Gruppe schon längere Zeit beobachtet hatte, schließt sich nun als weiteres Mitglied den mutigen Abenteurern an. Als letztes kommen noch der blinde grüne Magier Seer (John Walsh), sowie Titch (Graham McGrath), sein Zauberlehrling, hinzu. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in den Smaragdwald. Die Macht des Ungeheuers reicht nicht bis zu ihm hin und der grüne Magier ist dort in der Lage, den genauen Standort der Festung zu lokalisieren. Jedoch kommt es meist anders, als es die Helden denken...
*** Kritik *** Ende der siebziger und Anfang der achziger Jahre entstanden große Filme die das Genre des Science-Fiction und Fantasy erblühen ließ. "Star Wars", "Star Trek" und "Conan der Barbar" waren Wegweiser einer Welle von besseren und schlechteren Vertretern dieser Genre. Ab Mitte der achziger Jahre verschwanden aufwendig inszenierte Fantasyfilme fast ganz von Bildfläche und selbst im Bereich des Science-Fiction entstanden nur noch vereinzelt große Streifen. Krull der auf der achziger Jahre Welle mitschwappte und sich so gar nicht in das typische Fantasy oder Science-Fiction Klischee einordnen lässt, zählt hierbei zu einem besseren Vertreter dieser Genre. Gespickt mit Zutaten aus dem Bereich Fantasy und Science-Fiction wird dem Zuschauer eine gute Unterhaltung geboten. Die Trickeffekte konnten sich für die damalige Zeit durchaus sehen lassen und machen selbst heute noch eine gute Figur. Die etwas dünne und teilweise auch unlogische Story wird durch gute und teilweise professionelle Darstellungskunst der überwiegend britischen Theaterschauspieler wieder etwas aufgewertet. Kaum einer weiss, dass der mittlerweile berühmte Schauspieler Liam Neeson als Kegan, ein Mitglied von Torquills Räuberbande, in einer Nebenrolle zu sehen ist. Sehr stimmungsvoll ist auch die begleitende Filmmusik von James Horner und die orchestrale Umsetzung durch das London Symphony Orchestra. James Horner, damals noch ein aufstrebender Neuling in der Filmmusikindustrie, gehört heute neben John Williams, Jerry Goldsmith, Elmer Bernstein und Hans Zimmer zu einem Highlight dieser Branche. Aufgrund der Kombination von mitreißender Filmmusik, enthusiastischen Kampfszenen und emotionaler, aber nicht aufgesetzter Darstellung der Schauspieler, fühlt man sich manchmal in die große Zeit der Mantel- und Degenfilme von Errol Flynn oder Douglas Fairbanks jr. aus den 30´er und 40´er Jahren zurückversetzt. Wie gesagt, kein absolutes Highlight, dafür bekommt man aber gehobene Kinounterhaltung mit einem Schuss Märchen geboten. Der normaler Kino- und Filmliebhaber muss den Film nicht gesehen haben. Genreliebhaber sollten in der nächsten Videothek zugreifen, vor allem weil der Film auch als Video in einer Dolby Surround Version und seit März 2001 in einer aufpolierten DVD-Version mit vielen interessanten Extras erhältlich ist.
*** DVD-Ausstattung *** Bonusmaterial: - Audio-Kommentar von Regisseur Peter Yates, dem Cutter Ken Lovejoy und den Darstellern Ken Marshall und Lysette Anthony - Featurette "Reise nach Krull" - Featurette "Design und Konzept" - Featurette Behind the Scenes - Trailer - Still-Gallery - Behind the Scenes-Audiokommentar - Marvel Comic Video Adaption - Werbemittel Bildformat: - 2.35:1; Anamorphic Widescreen
Tonformat: - Deutsch: DD 5.1 - Englisch: DD 5.1 - Französisch: DD 2.0 Untertitel: - Deutsch, Englisch, Französisch, Tschechisch, Polnisch, Ungarisch, Holländisch, Schwedisch, Türkisch, Hindi, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch, Arabisch, Bulgarisch
Kleiner Tipp für alle Kaufwilligen. Sollten sie in Besitz einer Kreditkarte sein, lohnt es sich die DVD über play.com zu ordern. Dort kostet die DVD nur ca. umgerechnet 10 Euro; der Versand ist frei. Und bitte nicht von den Angaben der Webseite täuschen lassen, denn obwohl dort angegeben ist, dass diese britische DVD über keine deutsche Tonspur verfügt, ist eine mit dabei und die DVD mit der Deutschen identisch. Hier zahlt man in den Läden meist noch 25 Euro. *** Rund um den Film *** Ken Marshall, der in Krull den Prinzen Colwyn verkörpert, spielte später den Commander Eddingtion in dem "Star Trek" Spin-Off "Deep Space Nine". Commander Eddingtion stellte sich später als Anführer der Rebellenbewegung "Marquis" heraus.
In den achtziger Jahren war der Film so populär, das unter anderem ein Brettspiel, ein Atari 2600 Videospielmodul, und sogar ein Spielautomat aus den Filminhalten entwickelt wurde. Die Schauspielerin Lysette Anthony wurde ohne ihr Wissen einfach nachsynchronisiert, da amerikanische Zuschauer sie in Testvorführungen nicht verstehen konnte. Lysette Anthony, welche eine der beiden Hauptrollen, nämlich die der Prinzessin Lyssa verkörpert, würde über die Synchronisation nicht in Kenntnis gesetzt. Stattdessen sprach die Schauspielerin Lindsey Crouse, Prinzessin Lyssa, im englischsprachigen Original.
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02.03.2003 21:42
Den hab ich früher immer gerne gesehen, allerdings ist das schon so lange her, dass ich mich kaum noch dran erinnern kann. Nur den Zyklopen hab ich noch in meinem Gedächtnis, weil ich vor dem immer Angst hatte :-) gruß André
02.03.2003 21:39
japp cooler Bericht, viele Infos, so mag mann das. den Film hab ich mal auf Kabel1 gesehen und wär fast eingepennt-dann doch lieber "Legende" von Ridley Scott...