DIE Nespresso-Maschine schlechthin
12.05.2004
Pro:
bestechendes Design, erstklassiger Kaffee in 12 Sorten erhältlich
Kontra:
teure Nespressokapseln, Entkalkung verlangt Geschick
Details:
Bedienung
Reinigung
Design
Zuverlässigkeit
mehr
 AndreasBL
Über sich:
Physik hatten wir doch alle in der Schule. Und so viele Fensterplätze kanns doch gar nicht gegeben h...
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Eine gute und eine schlecht Nachricht - die schlechte zuerst: das Modell, so wie es hier bei ciao.com aufgelistet wird, ist so nicht mehr erhältlich. Jedenfalls wird diese Spezialedition - speziell ist nur die Farbgebung titan - nicht mehr hergestellt. Und nun die gute: es gibt eine Handvoll anderer Modelle gleicher Bauart nur eben mit anderer Farbgebung.
Schon eigenartig, dass ciao.com von all den "Pelikanmodellen" bei den Nespressomaschinen ausgerechnet das auflistet, was nur zeitlich begrenzt erhältlich war. In der Schweiz und in Österreich wurde das gleiche Modell unter dem Namen Turmix C 300 plus vertrieben. Bei den anderen Modellen verzichtet(e) man auf das "plus" im Namen.
Grundsätzlich aber ist dieses Modell baugleich mit all jenen Nespressomaschinen, die als Pelikanmodell bezeichnet werden. Manche sprechen auch vom Haifischmodell. Diese beiden Namen rühren vom ausgefallenen und einzigartigen Design und der Funktionsweise her. Hatten sich die Nespressomaschinen vorheriger Modelle vor allem an das Design der Espressomaschinen angelehnt, so entwickelte Nespresso hier nun ein Gerät, was einzigartig ist und als "typisch-Nespresso" ins Auge stechen soll. Vom Design her unterscheiden sich diese Gerätetypen in zwei Gruppen: jene, die einen vollständig runden Korpus haben und jene, die links und rechts Abflachungen haben. Die mit rundem Korpus werden in Österreich und der Schweiz durch Turmix vermarktet, in Deutschland durch Krups. Von ihnen gibt es Ausgaben in gelb und schwarz. Auch hellblau war mal erhältlich, wird aber - wie titan - nicht mehr hergestellt.
Die zweite Gruppe mit dem leicht abgeflachten Design wird in Deutschland durch Jura vermarktet, in Österreich durch SAECO und in der Schweiz durch KOENIG. Es gibt diese in den Farben metallic und rot. Die Farbgebungen chrom und weiß waren auch mal erhältlich, sind aber ebenfalls nicht mehr in Produktion. Das aber sind nur Details. Von der Funktionsweise her sind sie alle gleich und entsprechend gleich ausgestattet.
Da wäre zunächst der Wassertank im hinteren Teil des Gehäuses. Er fasst 1,2 Liter und ist ohne große Umstände abnehmbar. Ja, wo kommt da nun die Nespressokapsel hinein? Ganz einfach, man zieht den Metallbügel am "Kopf" der Maschine nach oben. Es öffnet sich daraufhin der Rachen des Pelikans oder Hais. Und es wird die Stelle frei, wo die Kapsel hingehört. Man schließt den Kopf wieder und stellt eine Tasse auf das Gitter. Und nun kommt der Hebel, der auf dem Kopf sitzt, ins Spiel. Die Nullstellung des Hebels ist in der Mitte. Zieht man ihn nach vorn, wird der Aufbrühmechanismus in Bewegung gesetzt. Es wird so lange heißes Wasser durch die Kapsel gepresst, bis man den Hebel wieder zurückschiebt - es sei denn, der Wassertank ist leer. Man bestimmt also die Tassengröße manuell. Der Druck der Pumpe beträgt - wie bei allen Nespressomaschinen - 19 bar.
Der besondere Clou der Maschine aber zeigt sich erst, wenn man zum zweiten Mal einen Kaffee aufbrühen will. Beim wiederholten Öffnen des Kopfes sorgt ein kleiner Hebelmechanismus dafür, dass die verbrauchte Kapsel aus dem Kopf entfernt wird. Sie fällt in einen Behälter, der für etwa 16 Kapseln Platz hat. Um diesen Behälter zu leeren, muss man die Tassenabstellfläche herausziehen.
Natürlich verfügt diese Maschine auch über eine Heißwasser- und Dampfdüse, mit der man zum Beispiel Milch aufschäumen kann. Um diese Düse zu betätigen, muss der Hebel auf dem Kopf der Maschine nach hinten geschoben werden. Für Dampf muss zusätzlich noch der Dampfschalter an der unteren rechten Seite des Geräts betätigt werden. Auch diese Maschinen brauchen Pflege. In bestimmten Abständen - abhängig von der Nutzung - muss entfettet und auch mal entkalkt werden. Zum Entfetten legt man einfach eine Entfettungstablette an die Stelle, wo sonst eine Kapsel hinkommt und lässt mehrere Tassen Wasser durchlaufen, bis die Tablette weggespült ist.
Beim Entkalken ist es ratsam, vor dem Start bestimmte Teile aus dem Kopf der Maschine zu entfernen, damit sie durch die Entkalkungsflüssigkeit nicht angegriffen werden. Das erfordert teilweise etwas Kraft, da mit einem mitgelieferten Schlüssel ein Metallteil herausgeschraubt werden muss. Zum anderen braucht es Fingerspitzengefühl, da ein kleines Teil für den Kapselauswurfmechanismus entfernt werden muss. Die Maschine ist auf jeden Fall ein Hingucker - nur kann übermäßiger Gebrauch das monatliche Budget arg schmälern, da die Kapseln eben nicht gerade billig sind. Von Nespresso werden diese Geräte in der Schweiz einheitlich für 459 Franken angepriesen, in Deutschland dagegen für 299 Euro bis 329 Euro, in Österreich gar für 339 bis 379 Euro. Klar dürfte sein, dass diese Preise die obere Grenze darstellen. So sind die Maschinen in der Schweiz bei Media Markt für um die 400 Franken zu haben, bei Karstadt in Deutschland ist sie für 279 Euro erhältlich.
Es ist noch hinzuzufügen, dass es auch zwei Modelle gibt, die für zwei Tassengrößen programmierbar sind, also je ein rundes und ein abgeflachtes Modell. Beide werden von Nespresso in Deutschland für 449 Euro angepriesen, in Österreich für stolze 499 Euro und in der Schweiz für 695 Euro. In diversen Geschäften sind sie entsprechend günstiger zu erstehen. Bei diesen dient der Hebel auf dem Kopf nur zum Wechsel zwischen Kaffebrüh- und Dampfmodus. die Programmiertasten sind an der Seite des Korpus angebracht.
Beide programmierbaren Modelle enthalten außerdem einen sogenannten Cappuccinatore, ein kleines Plastikteil mit Röhrchen, das man an die Dampfdüse anschließen kann, um Milch aufzuschäumen, ohne das die mit dem heißen Metall in Kontakt kommt und schwierig zu entfernende Reste zurücklässt. Für die manuellen Maschinen ist der Cappuccinatore ebenfalls einsetzbar, jedoch muss er separat bei Nespresso gekauft werden.
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30.03.2005 00:40
Die Maschine und das Nespresso-System wurden recht ansprechend kommentiert, allerdings fehlt mir das wichtigste bei einem Automaten: wie schmeckt der Kaffee?
12.05.2004 23:04
Das ist mir viel zu teuer, da würd ich nie soviel Geld für ausgeben, kann ich mir gar nicht leisten. LG