Krups Orchestro

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Wahnsinn dieser Genuss ist genial - schon defekt!

3  12.11.2000 (06.09.2004)

Pro:
Bestes Aroma, toller komfort, einfach zu bedienen .

Kontra:
leider schon defekt  !  !

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Bedienung

Reinigung

Design

Kaffee Aroma

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lucomp

Über sich:

Mitglied seit:14.07.2000

Erfahrungsberichte:92

Vertrauende:50

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

--- Aktualisierung 04.09.2004

Nun ist sie hinüber, unsere geliebte Kaffeemaschine. Plötzlich gab sie ihren Geist auf und beim Zubereiten von Kaffee läuft das köstliche Nass nicht mehr zu den Düsen heraus, sondern innen in die Maschine hinein.

Ein freundlicher Mitarbeiter der Krups-Servicestelle teilte uns mit, dass die Brühgruppe defekt sei. Kostenpunkt: ca. 200,00 €.
Das wars dann. Leider ein kurzes Vergnügen, denn ich denke, solche Haushaltsgeräte sollten länger halten.


--- Berichtanfang:

Nun steht sie da, glänzend und nagelneu, bereit besten Genuss zu gewähren. Die Krups Orchestro. Endlich, nach langer reiflicher Überlegung haben wir uns zu diesem Kauf entschieden.

Wie kam es dazu. Da wir den ganzen lieben langen Tag im Büro verbringen, wird natürlich eine Unmenge Kaffee verzehrt. Und da wir auch noch begeisterte Espresso-Liebhaber sind, aber von den kleinen, billigen Maschinen eigentlich nie so recht begeistert waren, da diese weder vom Bedienkomfort, noch vom Brühergebnis tatsächliches Gastronomieniveau erreichten, beschäftigten wir uns mit dem Gedanken der Anschaffung eines Vollautomaten für Kaffee und Espresso.

Zudem haben wir desöfteren Besuch und dann das ewige Rumhantieren mit den handelsüblichen Kaffeemaschinen oder gar einen Kaffe anbieten zu müssen, der von der Warmhalteplatte kommt, erschien uns nicht mehr tragbar.

Der Gedanke war geboren und liess uns nicht mehr los. Zuerst einmal Informationen hereinholen und Vergleiche anstellen war angesagt.
Besonders wichtig war uns, dass der kommende Vollautomat verschiedene Spezifikationen aufweisen musste, als da waren:

1.) Zusatzfach für zweite, gemahlene Kaffeesorte (weil ich gerne entcoffeinierten Kaffe trinke)
2.) Gefälliges Äusseres
3.) Ausreichend grosser Wasser- und Bohnenbehälter
4.) Alles muss vollautomatisch funktionieren
5.) Zubereitung von Cappuccino
6.) Leichte, übersichtliche Bedienung
7.) Heisswasserfunktion zur Zubereitung von Tee oder Instantgetränken
8.) Preis unter DM 1000,-

Dann ab ins Internet und alles an Informationen geholt, was möglich war. Einige Stunden später war ein erster Überblick erreicht. Und da trennte sich schon die Spreu vom Weizen. Für einen Betrag von unter DM 1000,- war anscheinend nichts zu bekommen. Erst ab einer Preislage von DM 1300,- bis 1400,- schien es das von uns gewünschte Objekt zu geben.

Doch man gibt ja nicht so schnell auf. Schnell ins Auto und die einschlägigen Geschäfte abgeklappert. Doch weit gefehlt, nicht überall findet sich das gesuchte Angebot. Nur im PRO-MARKT und im AV-Markt wurden wir fündig.

AV-Markt sogar mit einem Sonderangebot, der KRUPS Orchestro zu DM 999,-. Kurz entschlossen griffen wir zu. Ein Modell in Chrom-Optik sollte es sein, das passt so schön zu den silberfarbenen Beinen unserer Ikea-Schreibtische.

Die Beratung, die wir uns noch angedeihen liessen, war kompetent und freundlich. Die junge Dame wusste offensichtlich Bescheid. Wie sich herausstellte benutzte sie zu Hause schon einige Zeit das gleiche Modell. Erfahrungswerte sind ja nicht das Schlechteste.

Als Zugabe bekamen wir noch ein Päckchen (250g) feinsten Espresso-Kaffee. Jetzt nur schnell ins Büro und das Teil ausprobieren.

Beim Auspacken der Schock: im Karton befand sich ein anthrazitfarbenes Modell, obwohl aussen eines in chromfarben abgebildet war. Hoppla, was war da passiert?

Schnell stellte sich heraus, dass die Abbildung aussen mal wieder nichts mit dem Inhalt zu tun hat, sondern die jeweilige Farbe in minimaler Kleinstschrift auf dem Typenschild abzulesen ist.

Erster Gedanke war zurückfahren und umtauschen. Doch noch mal eine Rundreise durch die City und das am Freitag Abend? Nein danke. So schlecht sieht unser neues Familienmitglied auch nicht aus.
Die Frontblende ist ja immerhin chromfarben, auch das Abstellgitter. Und der Rest passt auch. Sie darf also bleiben und uns gleich mit ihrer Leistung überzeugen.


--- Die KRUPS Orchestro 889

-- Technische Daten

- Fassungsvermögen 2 Liter
- 1350 Watt / 230 V
- Thermoblock-System mit max. 15 bar Druck
- Ultra-Aroma-System (Vor dem eigentlichen Brühvorgang wird der Kaffee mit heissem Wasser benetzt)
- Crematic-System (für beste Crema)
- Kaffee/Espresso/Cappuccino-Zubereitung
- Heisswasser für Tee oder Instantgetränke
- Milch-Aufschäumhilfe
- Vollautomat
- Zusatzfach für zweite, gemahlene Kaffeesorte
- Automatisches Reinigungsprogramm
- Automatisches Entkalkungsprogramm
- Automatisches Spülprogramm
- Einstellung für Wasserhärte
- Abschaltautomatik (einstellbar: nicht, 1,3,5 Stunden)
- Bohnenbehälter mit 250g Fassungsvermögen
- Mahlgrad des Mahlwerks einstellbar
- Kaffeeauslauf höhenverstellbar
- Tassenfüllmenge variabel einstellbar
- Automatische Anzeige bei vollem Kaffeesatzbehälter/wenig Wasser/voller Kaffeesatzbehälter
- Kabelstaufach

--- Der Test

-- Auspacken und Aufstellen
Beim Auspacken fällt sofort auf, dass die Maschine komplett fertig zusammengebaut ist. Nichts ist hinzuzufügen oder noch anzubauen. Ein Pluspunkt.
Ein Hinweiszettel weist darauf hin, dass die Maschine durchaus Kaffeepulverspuren aufweisen kann, da jede Maschine erst nach einer kompletten Funktionsprobe die Herstellung verlässt. Das schafft Vertrauen.

Ein Platz ist schnell gefunden, die 10 Kg schwere Maschine passt auch wunderbar dorthin. Das Netzkabel ist mit knapp einem Meter etwas kurz geraten, ein Verlängerungskabel muss her.


-- Gerät vorbereiten
Nach Anschluss der Maschine soll zuerst der Wasserhärtegrad eingestellt werden. Ein Teststäbchen liegt komfortablerweise bei, nach einigen Sekunden steht der Härtegrad unseres hiesigen Leitungswassers fest. Es können fünf Härtestufen eingestellt werden. Bei unserer Maschine ist keine Umstellung notwendig, da die Werkseinstellung dem Härtegrad unseres Wassers entspricht. Eine Umstellung ist jedoch ganz einfach durch ein paar gut beschriebene Tastendrucke zu bewerkstelligen.

Als nächstes wird man aufgefordert die Abschaltautomatik auf die gewünschte Zeit einzustellen. Wir belassen es auch hier bei der Werkseinstellung von 5 Stunden. Auch diese Einstellung ist auf Wunsch ohne Probleme durch einige Tastendrucke veränderbar.

Nun soll der Wassertank befüllt werden. An der linken Seite der Maschine findet dieser seinen Platz. Mit einem Fassungsvermögen von 2 Litern ausreichend bemessen und leicht heraus- und wiedereinsetzbar hat auch dieser einen Pluspunkt verdient.

Nun wird der Bohnenbehälter befüllt. Dazu benutzen wir den Espresso, den wir als kleine Zugabe von der netten AV-Markt-Verkäuferin bekommen haben. Die 250 g feinster Bohne passen unproblematisch in den Behälter.
Auf Wunsch kann der Mahlgrad angepasst werden. Es empfiehlt sich, bei helleren Bohnen einen feineren Mahlgrad einzustellen. Wir belassen es bei der voreingestellten mittleren Mahlstufe.

Als nächstes muss das Heizsystem befüllt werden. Dazu stellt man ganz einfach eine Tasse unter die Dampfdüse, betätigt den Einschalter für ca. eine Sekunde und dreht dann den Drehknopf für Dampf/Heisswasser nach links. Sofort fängt die Pumpe an zu fördern und füllt das Heizsystem. Nach kurzer Zeit stoppt die Pumpe automatisch, somit ist dieser Vorgang abgeschlossen.

Als letztes muss nun noch ein Spülvorgang vorgenommen werden. Hierzu stellt man eine Tasse unter den Espressoauslauf. In der Zwischenzeit heizt die Maschine auf. Sobald dies geschehen ist, drückt man die Spültaste und eine kleine Menge heisses Wasser wird durch die Maschine gepumpt. Auch dieser Vorgang wird automatisch beendet.

So, das waren die Vorbereitungen, jetzt kann die Maschine ihre Qualitäten zeigen.


--- Die Bedienung und das Ergebnis
Nachdem die Vorbereitungsprozedur, die nur nach der Erstinstallation vorzunehmen ist, durchgeführt wurde, sind wir schon ganz gierig auf unseren ersten Kaffee.

Zuerst einmal möchten wir einen ganz normalen Kaffee. Ein Becher ist schnell gefunden und unter die Auslaufhähne gestellt.

Die Taste für eine Tasse Kaffee leuchtet und wartet darauf gedrückt zu werden. Gesagt, getan und schon geht es los. Die Kaffeemühle mahlt einige Sekunden (zum Glück nicht übermässig laut), dann tut sich was im Inneren des Gerätes und schon läuft die schwarze, heisse Brühe in den Becher. Eine wunderbare Crema bildet sich an der Oberfläche und ein herrlicher Duft steigt in unsere Nasen.

Auch während der Zubereitung kann die Tassenfüllmenge variiert werden. Wer noch nicht weiss, bei welcher Stellung des Drehschalters die Tasse voll ist, kann einfach auf die grösste Füllmenge stellen und dann wenn die Tasse voll wird wieder zurückdrehen, bis die Maschine abschaltet. Somit ist ganz einfach die passende Füllmenge gefunden.

Unser Kaffe wartet darauf probiert zu werden. Und wir sind begeistert. Ein unvergleichliches Aroma macht sich im Raum breit. Die Flüssigkeit hat exakt die passende Temperatur, Konsistenz und Geschmack, wie man es von professionellen Maschinen aus der Gastronomie kennt. Sehr gut.

Nun der Test mit einem Espresso. Auch hier wieder nur ein Tastendruck und die Maschine übernimmt die Regie. Heraus kommt auch hier ein tadelloses Ergebnis. Besser geht es nicht.

Gleich noch ein Test. Diesmal möchte ich einen koffeinfreien Kaffee. Leider ist hierfür etwas mehr Aufwand vonnöten. Das Zusatzfach wird mit dem beiliegenden Messlöffel mit maximal zwei Einheiten Pulverkaffee gefüllt und wieder verschlossen. Dann müssen zwei Tasten gedrückt werden. Eine für die Zuweisung des Pulverkaffees und die andere zum Starten der Zubereitung. Da diesmal kein Pulver gemahlen werden muss, dauert die Zubereitung einige Sekunden weniger. Das Ergebnis jedoch ist genauso überzeugend.

Eines sollte man jedoch beachten. Je nach Kaffeepulversorte und eingestellter Tassenfüllmenge unterscheidet sich das Ergebnis heftigst vom Gewünschten. Man muss also schon mal ein paar Tassen probieren um hierbei zum besten geschmacklichen Ergebnis zu kommen.

--- Anmerkungen
Was auch prächtig funktioniert ist das Erhitzen von Flüssigkeiten. Z.B. eine Tasse Suppe ist in nullkommanix schön heiss, dank dem Dampfsprühsystem. Einfach den Dampfrüssel in die Flüssigkeit halten und losdampfen, einige Sekunden später ist die Suppe heiss.

Auch die Teezubereitung geht problemlos. Teebeutel in die Tasse, Heisswasser aus der Dampfdüse laufen lassen, fertig.

Im Lieferumfang sind zwei Päckchen Reinigungsmittel und zwei Kalktabletten für die automatischen Reinigungs- und Entkalkungsprogramme.

Weiterhin besteht die Möglichkeit der Garantieverlängerung auf drei Jahre, zum einmaligen Preis von DM 99,-.

Bester Service ist garantiert, zugesichert werden kostenloses Leihgerät für die Reparaturdauer und ein 48 Stunden- Abholservice.

Komfortabel auch die kostenfreie Hotlinenummer, für alle Fragen zum Gerät: 0800-9800000
Informationen gibt es natürlich auch im Internet unter www.krups.de

Baugleich sind übrigens die Modelle von AEG und JURA. Wer ein solches Fabrikat zum günstigen Preis erstehen kann, hat das gleiche hier von mir beschriebene Gerät.

--- Nachteile
Wenn das Dampfsrühsystem genutzt wurde, lässt sich für ca. 10 Minuten kein Kaffe mehr brühen. Das Heizsystem muss erst wieder auf normale Brühtemperatur herunterkühlen.
Jedoch lässt sich das verkürzen, indem man das Dampfsystem entleert. Einfach Tasse unterstellen und den Restdampf ablassen, darnach ist sofort wieder frischer Kaffee verfügbar.

--- FAZIT
Ein hervorragendes Gerät zum vernünftigen Preis. Die UVP liegt bei DM 1299,- , jedoch sollte der Strassenpreis unterhalb der Eintausendmarkgrenze zu finden sein.

Das Brühergebnis ist hervorragend, sowohl bei Bohnenkaffe, als auch bei Zugabe von Pulverkaffee über das zusätzliche zweite Kaffeefach.

Die Bedienung ist denkbar einfach, es wird alles vollautomatisch vorgenommen. Selbst die Reinigungs- und Entkalkungsprogramme werden automatisch angefordert und dann auf Wunsch durchgeführt.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
windeisen

windeisen

22.10.2001 15:04

klasse bericht ! da meine jura mal wieder ihren geist aufgegeben hat, werde ich wohl zur firma krups wechseln. der kundendienst ist letztlich gaaaaanz wichtig ! und gerade der ist bei jura eine einzige katastrophe.

zpo52

zpo52

02.02.2001 01:17

Eine sehr nützliche, ausführliche Meinung ! Ich habe die Krups Orchestro inzwischen bei Radio Diehl für 799,- DM gekauft! Das chromfarbene Modell kostet übrigens 100,- DM mehr, also Dein Schock beim Auspacken hätte vielleicht doch besser zum Umtausch führen sollen.

WINNYBAERPUH

WINNYBAERPUH

17.11.2000 12:05

Super geschrieben, hab gar nicht gewußt das man Soviel über eine Expressomaschiene schreiben kann! Ich trinke Ihn lieber, aber ich hab einen Tipp für Dich, fürs Wochenende " Der Genuss zu Zweit " und danach einen schönen Expresso!!! Einfach perfekt!!!! :o)))))))

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