Die Welt mit anderen Augen sehen - LASIK Istanbul

5  22.05.2006 (28.01.2007)

Pro:
Kostengünstige Alternative zur Behandlung in Deutschland, Großartiges, freundliches und kompetentes Team

Kontra:
Anreise, Nebenwirkungen möglich

Empfehlenswert: Ja 

autoklinik

Über sich: Ich hab einfach zu wenig Zeit...Aber nun ist er da: Nach einem Jahr Pause mein erster Bericht 2012 u...

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ACHTUNG! UPDATE AM ENDE DES BERICHTES!
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WIE ALLES ANFING
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Es war der Sehtest für die Führerscheinprüfung, der es - scheinbar - entgültig machte: Ich brauchte eine Brille! Auf dem Flohmarkt kaufte ich eine alte Nickelbrille, ließ die zunächst noch relativ geringfügige Kurzsichtigkeit durch Einbau entsprechender Gläser korrigieren und fühlte mich damit auch eigentlich ganz wohl.

Im Laufe der Jahre nahm der Grad der Kurzsichtigkeit sukzessive zu und das Tragen der Brille wurde zur nahezu ständigen Notwendigkeit. Nun sah ich mich durch eine Brille durchaus nicht entstellt und durch die Verwendung von leichten Kunststoffgläsern war das Tragen meiner schönen alten rahmlosen Nickelbrille durchaus nicht inkommod...doch beim Sport nervte sie dann oft ganz erheblich: Kopfballversuche beim Fußball spielen verbaten sich ebenso, wie die ernsthafte Ausübung des Kampfsports Tae Kwon Do. Hier musste die Brille abgesetzt werden und die verschwommene Sicht der Dinge irritierte mich sehr.

Am schlimmsten empfand ich mein Brillenträgerlos beim Ski fahren, insbesondere bei schlechtem Wetter. Gute Schneebrillen mit optischem Schliff erschienen mir angesichts der möglicherweise zeitlich begrenzten Nutzungsdauer als zu teuer. Mit zwei Brillen übereinander beschlug immer mindestens eine...Eine echte Crux.

Mancher wird nun auf Kontaktlinsen verweisen, eine Alternative die ich für mich ausschließen musste.

Dann lernte ich auf einer Skifreizeit einen anderen Betreuer kennen, der mir voller Begeisterung erzählte, dass er sich die Augen habe lasern lassen und sehr glücklich über das Ergebnis war. Zum ersten Male war mir diese Möglichkeit die Brille wieder los zu werden begegnet und ich war sofort fasziniert von dieser Option. Allerdings dämpfte die im Raum stehende Zahl von ca. 6000,- DM (was, so lange ist das schon her???) meine Euphorie erheblich.


DIE ENTSCHEIDUNG
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So gingen einige weitere Jahre ins Land, ohne dass ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, meine Augen lasern zu lassen auseinander gesetzt hätte. Im Oktober letzten Jahres war dann mal wieder das Teamer-Opening meines Skireisenveranstalters am Stubai-Gletscher anberaumt und der Zufall wollte es, dass einer meiner Zimmergenossen sich just vier Wochen vorher seiner Kurzsichtigkeit entledigt hat. Und zwar in Istanbul!

Hier horchte ich auf und nach einem längeren Gespräch mit ihm reifte in mir der Entschluss heran, es ihm gleich zu tun. Ausschlaggebend dafür waren im Wesentlichen zwei Gründe:

1. Die Kosten belaufen sich auf einen Bruchteil dessen, was in
Deutschland anzulegen ist, wobei

2. Istanbul als eine Hochburg dieses Verfahrens gilt, insbesondere das von meinem Kollegen empfohlene Haus mit hervorragenden Referenzen aufwarten kann.

Wieder zuhause setze ich mich sofort an den Rechner und begab mich intensiv an die Recherche über alles, wessen ich über das Thema Augen lasern habhaft werden konnte. Und je mehr ich darüber erfuhr, umso mehr legten sich meine Bedenken, zum einen diese Behandlung überhaupt durchführen zu lassen und zum anderen das in Istanbul zu tun.

Mein Entschluss war gefasst, ich würde mir in Istanbul die Augen lasern lassen und zwar beim Eye-Star-Institut.


DIE WAHL DES VERFAHRENS
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Es gibt eine Reihe von miniinvasiven Eingriffsverfahren an den Augen. Je nach Aufgabenstellung können sich diese Verfahren erheblich unterscheiden. Bei der Behandlung einer Fehlsichtigkeit wird heute in der Regel das sogenannte LASIK-Verfahren angewendet.

Dabei wird das betäubte Auge angesaugt, dann wird mit Präzisionsmessern die oberste Schicht der Hornhaut eingeschnitten und umgeklappt (der sogenannte "Flap").. Es folgt der Vorgang des Laserns, der computergesteuert innerhalb weniger Sekunden erfolgt. Danach wird der Flab wieder zugelegt und geglättet. Der gesamte Eingriff dauert ca. 20 Minuten und ist völlig schmerzfrei (wenngleich nicht wirklich angenehm...).

Dieses Verfahren hat sich in den letzten Jahren als Weiterentwicklung des LASEK-Verfahrens als sehr zuverlässige, präzise und risikolose Methode zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit erwiesen. Grundsätzlich reichen die Erfahrungen mit diesem und seinen Vorgängerverfahren mittlerweile nahezu zwei Dekaden zurück, so dass zumindest mittelfristige Erfahrungen vorliegen.

Für die Behandlung von Augenkrankheiten wie dem grauen oder grünen Star gibt es andere Laserverfahren, auf die ich hier aber nicht eingehen will.


DIE VORUNTERSUCHUNG
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Wie weiter oben erwähnt eignet sich nicht jeder Interessent für eine Lasik. So ist es bei sehr jungen Patienten eher fragwürdig eine Lasik durchzuführen, da sich das Auge erst mit etwa 30 Jahren fertig entwickelt hat. Neben der notwendigen Mindestdicke der Hornhaut werden im Rahmen einer Voruntersuchung aber noch eine Reihe weiterer Parameter abgeklopft, um eine erfolgreiche Lasik zu gewährleisten.

Nachdem ich mich nun entschieden hatte meine Lasik im Eye-Star-Institut in Istanbul machen zu lassen, ließ ich jedoch die Voruntersuchungen in der Augen-Klinik der Uni Mainz durchführen. Schließlich wollte ich nicht in Istanbul gesagt bekommen, dass der Eingriff bei mir aus irgendwelchen Gründen nicht durchgeführt werden könnte.

In Mainz wird 7 von 10 Patienten aus unterschiedlichsten Gründen von der Lasik abgeraten. Meine Intension war, sollten sie mir abraten, würde ich es lassen, aber falls sie mir zuraten, könnte ich davon ausgehen, dass meine Augen für diese Operation auch WIRKLICH geeignet sind und damit auch das Risiko, dass etwas schief geht sehr gering sein würde.

Nach zwei Terminen, die mich um gut 300,- Euro ärmer gemacht hatten, stand fest, dass meine Augen für eine Lasik sehr geeignet sind.

Dabei wurden unter anderem folgende Untersuchungen durchgeführt:

- Spaltlampenmikroskopie
- Topographische Untersuchung der Augenoberfläche
- Augendruck
- Augenhintergrund
- Brechkraft der Hornhaut
- Bestimmung der zylindrischen Refraktion

ES WIRD ERNST - ISTANBUL; ICH KOMME...
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Nachdem nun nichts mehr gegen eine LASIK-Behandlung sprach, vereinbarte ich mit dem Eye-Star-Institut einen Termin Ende April diesen Jahres. Da in den ersten vier Wochen nach der Behandlung eine erhöhte Vorsicht geboten und intensive sportliche Aktivitäten verboten sind wollte ich das Ende der Ski-Saison noch abwarten.

Am 24.04. bestieg ich einen Airbus A-321 der Lufthansa, der mich nonstop nach Istanbul Atatürk brachte. Dort wartete bereits der sehr nette, freundliche und perfekt deutsch sprechende Fahrer und Patientenbetreuer des Instituts. Er brachte mich durch das dichte Verkehrsgewühl dieser 15-Millionen-Metropole sicher zu meinem vorbestellten Hotel (Es war das ELITE Hotel in Taksim, fünf Minuten Fußweg vom Institut entfernt).

Nach dem Einchecken machte ich es mir in meinem Zimmer bequem, lief danach noch ein wenig durch die nächtlichen Straßen, nicht ohne in der einschlägigen Art und Weise zum Besuch zweifelhafter Etablissements aufgefordert zu werden.

Die Nacht schlief ich schlecht, ich war im Hinblick auf den nächsten - entscheidenden - Tag doch etwas nervös. In meinen Träumen sah ich mich mit einer gelben Binde mit drei schwarzen Punkten umherirren...

DER OPERATIONSTAG
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Am Morgen wurde ich von einer überaus netten und ebenfalls sehr gut deutsch sprechenden Mitarbeiterin (Neslihan, mit der ich im Vorfeld die telefonischen Absprachen aus Deutschland getroffen hatte) im Hotel abgeholt. Im Institut herrschte eine sehr angenehme, warme Atmosphäre. Den Patienten wurde Kaffee, Tee oder Wasser angeboten, und die Mitarbeiter waren alle freundlich bis herzlich.

Mir wurde jede Menge Informationsmaterial ausgehändigt, aber darüber hinaus auch alles nocheinmal sehr ausführlich erklärt. Mir wurde außerdem eine Beruhigungstablette angeboten, die ich aber ablehnte.

Gegen elf waren die Voruntersuchungen abgeschlossen und ich konnte - etwas eingeschränkt durch die weit getropften Augen - noch ein paar Stunden durch die Stadt laufen.

Gegen 16 Uhr des 25.4.2006 sollte dann der große Augenblick kommen. Meine Brille hatte ich schon gar nicht mehr mitgenommen. Zunächst übergab mir Neslihan ein Tütchen mit dreierlei Augentropfen, von denen ich eine Sorte zur Zeit noch tropfen muss. Danach durfte ich noch zehn Minuten auf einen Massagestuhl zum Entspannen,. Schlussendlich ging es dann aber tatsächlich auf die "Schlachtbank".

Ich sollte während der OP immer ein grünes Licht fixieren und die Augen nicht bewegen. Was sich schwierig anhörte funktionierte aber doch relativ einfach. Die durch anästhetische Tropfen schmerzunempfindlichen Augen gehorchten mir noch. Da die Augen während der OP natürlich offen sind "sieht" man alles, was passiert, aber auch wieder nicht. Nachdem das betreffende Auge angesogen worden ist (hier verspürt man einen gewissen Druck - ist aber nicht schlimm) erfolgt der Schnitt mit einem Präzisionsmesser. Von diesem Schnitt habe ich nichts mitbekommen. Erst, wenn der "Flap" umgeklappt wird ist der Blick völlig verschwommen. Es folgen die wenigen Sekunden des Laserns. Danach wird der "Flap" wieder zurückgeklappt und unter viel Wasser geglättet. Die Verklebungen rund ums Auge (die Bereiche rund ums Auge wurden vor der OP abgeklebt) werden entfernt und das zweite Auge ist dran.

Nach ca. 20 Minuten ist alles vorbei und ich wurde in einen Ruheraum gebeten um mich zu entspannen.

Zunächst sah ich alles ein bisschen wie durch Milchglas und es stellte sich relativ schnell ein Gefühl ein, wie man es hat, wenn man ein Sandkorn im Auge hat. Ich wusste, dass dies zu den seltenen Nebenwirkungen gehört und machte mir deshalb keine Sorgen. Wichtig war in diesem Zusammenhang, dass ich auf keinen Fall mit den Fingern die Augen reiben durfte, damit der "Flap" nicht verrutscht. Ja, ich sollte nicht einmal die Augen fest zudrücken.

Am besten fühlte ich mich, wenn ich einfach die Augen geschlossen hielt und so schlappte ich in mein Hotelzimmer und versuchte früh zu schlafen.

DER TAG DANACH
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Nach einer recht unruhigen Nacht freute ich mich auf ein üppiges Frühstück (es gab Olivenmus, welches einen separaten Ciao-Bericht wert wäre...), und dabei las ich mein Buch! Die Schmerzen waren weitgehend verschwunden, auch der milchige Schleier. So richtig scharf konnte ich zwar noch nicht sehen, aber es war jetzt schon kein Vergleich zu vorher. Dass die Augen bis zu sechs Monate brauchen um sich vollständig an die neue Brechkraft der Hornhaut anzupassen wusste ich ja schon vorher, von daher erwartete ich noch kein hundertprozentiges Ergebnis.

Um elf schlug ich in der Praxis auf um die Nachuntersuchung über mich ergehen zu lassen. Der Arzt war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ich wurde von Neslihan noch zu einem Milchshake im Cafe Italiano an der Ecke eingeladen, damit war meine Behandlung beendet.

Nun waren noch eine Woche lang 4 x pro Tag drei verschiedene Sorten Augentropfen zu tropfen, momentan muss ich nur noch die Tränenflüssigkeit tropfen, etwa noch zwei Wochen.

Das war es dann auch schon, man kann sofort wieder am normalen Alltag teilnehmen, nur mit anstrengendem Sport und Wind sollte in den ersten Wochen vorsichtig umgegangen werden. Auch sollten Extrema wie beim Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen vermieden werden...dieses eigentlich für immer.

Diesen und die beiden folgenden Tage erkundete ich die Stadt - auch die asiatische Seite - zu Fuß, um Freitags darauf wieder ins Flugzeug zu steigen und nach Hause zu fliegen.

DIE KOSTEN
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In Deutschland müssen für eine Lasik mit allem drum und dran mindestens 4000 Euro bezahlt werden. Ist der Geldbeutel eng geschnürt, sind da schnell Grenzen erreicht oder überschritten.

Für meine Behandlung in Istanbul sind folgende Kosten zusammengekommen:

Voruntersuchung in Mainz: 304,- Euro
Flug (hin und zurück): 226,- Euro
Hotel (mit Frühstück): 240,- Euro
Lasik incl. Flughafentransfer und Medikamente: 1060,- Euro
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Summe 1830,- Euro

Wer auf die Voruntersuchung in Deutschland verzichtet und das ganze möglichst zügig abwickelt kann mit etwa 1400,- Euro hinkommen.

GEGENANZEIGEN
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Wie ich schon erwähnt hatte kommt nicht jede(r) Interessent(in) für eine Lasik in Frage. Nun kann ich als Nichtmediziner schwerlich einen Katalog für Fälle, die eine Lasik ausschließen aufstellen, zumal sicher eine ganze Reihe von Grenzfällen eine Abwägung von Nutzen und Risiko erforderlich machen.

Ich kann allerdings sagen, in welchen Fällen das Haus wo ich war eine Lasik ablehnt:

- Bei Schwangeren
- Bei grauem oder grünem Star
- Bei Hornhauterkrankungen
- Bei Keratokonus (was auch immer das ist...)
- Bei starker Veränderung der Fehlsichtigkeit in den letzten Jahren
- Bei Patienten unter 18 Jahren
- Bei Patienten mit aktiven Gewebekrankheiten
- Bei Patienten, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen.
- Bei Patienten deren Hornhautdicke nicht ausreicht.

Eine Erfolgseinschränkung ist sicherlich auch bei einer sehr großen Fehlsichtigkeit zu vermerken. Bei Kurzsichtigkeit über -9 Dioptrien, bei Stabsichtigkeit über 5 Dioptrien (Hornhautverkrümmung) und bei Weitsichtigkeit über +5 Dioptrien ist eine vollständige Herstellung der Sehfähigkeit nicht möglich. (Diese Zahlen variieren jedoch individuell, es handelt sich lediglich um Richtwerte)


RESUMMÉE
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Ich brauche keine Brille mehr, weder beim Auto fahren, beim Boot fahren und auch sonst nicht mehr. Situationen mit zwei Brillen übereinander (Ski-Fahren, Arbeiten mit funkenreißenden Maschinen) sind vorbei. Auch zum Lesen brauche ich (noch) keine Brille.

Die Frage, wo hab' ich meine Brille? Ist passé.

Nachdem sich knapp vier Wochen nach dem Eingriff meine Augen weitgehend stabilisiert haben bin ich richtig froh diesen Schritt gewagt zu haben!

Es gibt allerdings eine Reihe von Gründen, die gegen eine LASIK sprechen können. Ein wichtiger Grund kann zum Beispiel eine zu dünne Hornhaut sein, denn bei der Lasik wird ein Teil der Hornhaut weggelasert. Dies setzt eine Mindestdicke der Hornhaut voraus, die nicht bei jedem gewährleistet ist.

Auch kann eine zu hochgradige Fehlsichtigkeit zumindest eine vollständige Herstellung der Sehkraft verhindern, wenn nicht sogar einer Lasik entgegenstehen.

Auch die möglichen Nebenwirkungen, die von einer erhöhten Lichtempfindlichkeit, über tränende Augen bishin zur Möglichkeit der vollständigen Erblindung reichen, müssen ins Kalkül mit einbezogen werden.

Letztendlich schien mir jedoch das Risiko mit dem Airbus, der mich nach Istanbul gebracht hat, abzustürzen erheblicher zu sein.

UPDATE VOM 27.01.2007
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Jetzt liegt schon ein gutes dreiviertel Jahr seit der LASIK hinter mir und auf Anregung von AMGaida will ich Euch von meinen zwischenzeitlichen Erfahrungen berichten:

Nachdem ich mir bei Gartenarbeiten vor einigen Wochen einen Ast ins Auge geknallt hatte und ich immer schlimmere Schmerzen bekommen hatte fühlte ich mich genötigt einen Augenarzt aufzusuchen. Außer der durch den Ast verursachten - reversiblen - Hornhautverletzung ist dem Augenarzt nicht einmal aufgefallen, dass ein Eingriff im Vorfeld statt gefunden hat.

Vorher hatte ich aufgrund dem Ausbleiben irgendwelcher unerwünschten Nebenwirkungen keine Veranlassung eine Nachuntersuchung durchführen zu lassen. Die letzte Untersuchung fand am Tage nach der Lasik in Istanbul statt.

An die Maßgabe des Arztes dreierlei Augentropfen mehrfach pro Tag in die Augen zu tropfen hielt ich mich natürlich sklavisch.

In den ersten Wochen und Monaten stellte ich noch leichte Schwankungen in der Sehfähigkeit fest - manchmal sah ich geringfügig verschwommen - inzwischen hat sich das auf einem sehr guten Niveau stabilisiert.

Meine Kurzsichtigkeit ist nahezu (nicht ganz 100%ig) vollständig behoben. Die Warnung des Arztes, es könne sein, dass ich nach der OP eventuell eine Lesebrille brauchen würde hat sich nicht bestätigt. Zumindest bislang. Der Zeitpunkt dafür ist durch die Lasik aber mutmaßlich einige Jahre näher gerückt.

Auch sonst hat sich weder eine besondere Lichtempfindlichkeit, noch eine Veränderung des Tränenflusses, noch sonst eine Komplikation eingestellt.

Ich war inzwischen mehrfach zum Skifahren und habe es unendlich genossen mit einer normalen Goggle fahren zu können und richtig gut sehen zu können.

Natürlich habe ich mich als LASIK-Patient in der Folge mit vielen Leuten darüber unterhalten, insbesondere auch über den Umstand, dass ich diesen Eingriff in der Türkei habe machen lassen. Für das Institut, in dem ich war würde ich meine Hände ins Feuer halten, auch andere sind sicher sehr gut. Inzwischen habe ich aber auch erfahren, dass speziell in Istanbul auf dem Gebiet einige Pfuscher am Start sind. Wer sich ernsthaft für eine LASIK in Istanbul interessiert sollte sich im Vorfeld sorgfältig informieren, wo die LASIK gut gemacht wird!

Mein Institut heißt "Eye-Star-Institut".

Sehr gut soll auch Leyla Kandur sein, die mit dem Leiter des Eye-Star-Instituts, Dr. Celikkol verheiratet war und nun eine eigen LASIK-Praxis betreibt.

Noch ein Wort zur Nachsorge: Ein Nachteil der großen geographischen Distanz liegt sicher darin, dass etwaige Nachsorgeuntersuchungen schwerlich in Istanbul durchgeführt werden können. Da bei mir alles sehr gut verlaufen ist, vermag ich nicht zu sagen, wieviel z. B. für solche Nachuntersuchungen in D zu entrichten wäre.

Sollte es zur Notwendigkeit des Nachlaserns kommen (und das kann in etwa 5 - 10 % der Fälle der Fall sein, so führt das Eyestar-Institut dieses kostenlos durch sofern dás innerhalb von 5 Jahren statt findet. Flug und Unterkunft sind dann natürlich noch einmal zu bezahlen.

Mein Fazit nach 9 Monaten: Alles bestens und nach wie vor Fünf fette Sterne!

(c) autoklinik 2006, 2007
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
xXMegamiXx

xXMegamiXx

02.02.2009 01:35

Ich bin auch noch am Überlegen, ob ich es machen soll. Schön, dass bei dir alles gut geklappt hat.

Sommergirl-Mary

Sommergirl-Mary

19.01.2009 14:57

toller Bericht, da ich total wehleidig bin und Panik vor Eingriffen habe, wäre das wohl nix für mich

Cybersyssy

Cybersyssy

30.12.2008 00:25

Orange rückt näher :-) Liebe Grüße, Elena

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