Erfahrungsbericht über

Lego Technic 8110 Unimog U400

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Lego Technic 8110 Unimog U400

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Was für ein Brummer, keine Frage, aber nicht perfekt...

3  02.01.2012

Pro:
Viel Technic, Viel Einsteckspiel, Gewaltig anzuschauen .  .  .

Kontra:
Bisschen schwach auf der Brust, wenig Spielfreude und ohne Extra Aufrüsten nicht Fahrbar .  .  .

Details:

Spaßfaktor

Design

Stabilität


LifeLines

Über sich: Vielen Dank für all eure Bewertungen und Kommentare... :-)

Mitglied seit:15.07.2003

Erfahrungsberichte:148

Vertrauende:17

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Wie einige sicherlich wissen, bin ich seit einiger Zeit im Lego Fieber. Ich selbst habe mir die Modular Haus Reihe (Berichte vorhanden) gegönnt und dekorativ platziert. Nun scheine ich auch mein beiden Männer, 40 Jahre und 3 Jahre jung, damit angesteckt zu haben. Das vergangene Weihnachtsfest war sehr Lego-lastig. Gab es für den Kleinen noch Lego Duplo Grundbausteine, so wünschte sich mein Mann schon was größeres. Und für ihn als absoluten Lego und Lego Technic Neuling musste es natürlich gleich das größte Lego Technic Modell sein, der Lego Unimog U400. Und ich als ihn liebende Frau erfüllte ihm diesen Wunsch. Und hierzu folgt nun der Bericht.


Hersteller


LEGO GmbH
Technopark II
Werner-von-Siemens-Ring 14
D-85630 Grasbrunn


Infos


Die kleinen vielfältigten Plastiksteinchen beherrschen nun seit gut 50 Jahren die Kinderzimmer. Mal mehr mal weniger. Für die Kleinen ist es Lego Duplo für die größeren, nicht verschluck-gefährdeten, die normalen Legosteine. Auf Grund der langen Lebensdauer der kleinen Baumeisterträume gehören sie heute sogar öfter mal zur Erbmasse dazu.

Der Reiz an Lego Technic liegt wohl eher bei dem männlichen Teil der Weltbevölkerung. Die meisten Modelle verlangen einem schon ein gewisses Maß an Technik-Verständnis ab. Auch optisch unterscheiden sie sich im erheblichen Maß zu den z.B. Exklusivsets der Modular Haus Reihe. Lego Technic Modelle wirken manchen sehr offen und unfertig. Sie bieten dem Bauer, Spieler und Interessierten einen Blick hinein ins Innenleben. Man kann den Zahnräder zusehen beim arbeiten, die Pneumatikschläuche eines Krans anfassen. Man ist sozusagen live dabei. Sicherlich macht dies auch für viele Bauer den Reiz aus.


Kaufort und Preis


Grundsätzlich ist fest zu halten, dass der Lego Technic Unimog 400 kein preiswertes Modell ist. Der Orginalpreis z.B. im Lego Online Shop beträgt 189,99 Euro. Sicherlich ein stolzer Preis, aber dafür bekommt man auch viel geboten. Macht man sich den Spass und rechnet die Preis pro Teil aus, kommt man auf einen Preis von 10,78 Cent pro Stein/Bauteil. Da wird selbst der Originalpreis fast zu einem Schnäppchen gegenüber einem möglichen Einzelkauf.

Ich hatte das Glück, nach langer Suche und viel Geduld den Unimog rund eine Woche vor Weihnachten im Onlineshop vom Rosa Riesen (Telekom) kaufen zu können. Der Preis betrug sehr ordentliche 149 Euro. Nach dem Zuschlag Versand stand am Ende der Rechnung dann immer noch ein sehr vertretbarer Preis von ca. 153 Euro. Da gab es für mich nichts zu meckern.


Infos zum Unimog


Mit dem vielseitig einsetzbaren Mercedes-Benz Unimog U400 meisterst du jede Herausforderung! Er ist mit einem pneumatisch betriebenen, voll beweglichen Kran ausgestattet, der über einen funktionstüchtigen Greifarm und eine Front-Seilwinde verfügt. Alle Funktionen dieses Kraftpakets werden von LEGO® Power Functions angetrieben. Die einzigartige Konstruktion verfügt auch über eine funktionstüchtige Steuerung, 4-Rad-Antrieb mit Federung, einen Getriebeblock für große Bodenfreiheit und einen detailgetreuen Motor mit sich bewegenden Kolben. Kran und Winde lassen sich in einen riesigen Schneepflug umbauen.

  • Der Unimog verfügt über einen pneumatisch betriebenen Kran mit funktionstüchtigem Greifarm und Seilwinde, alles angetrieben von LEGO® Power Functions
  • Ist mit Getriebeblock für große Bodenfreiheit in jedem Gelände ausgerüstet
  • Überwinde mit der realistischen Steuerung, dem 4-Rad-Antrieb und der Federung jedes Hindernis
  • Beobachte, wie sich die Kolben im Motor bewegen
  • Kann in einen Schneepflug umgebaut werden
  • Trotze mit dem starken Schneepflug Wind und Wetter
  • Das Modell ist über 48 cm lang und 30 cm hoch
  • Gewicht: 3318 g

Quelle: Lego


Teileanzahl


2048


Verpackung


Die Verpackung ist relativ groß. Auf der Vorderseite ist der Lego Technic Unimog 400 im aufgebauten Zustand zu sehen. Sowie die Altersempfehlung von Lego. In diesem Fall 11-16. Die Altersempfehlung bezieht sich ausschließlich auf dem Faktor des zusammen bauens. Das Spielalter wird wie bei anderen Lego Produkten mit ab 4 Jahre angegeben. Dies hab ich telefonisch beim Lego Kundenservice nachgefragt. Also nicht irritieren lassen, auf allen Lego Verpackungen steht als Altersangabe lediglich das Empfohlende Alter für den Zusammenbau. Daraus lässt sich auch die Bauschwierigkeit gut ableiten.

An dieser Stelle möchte ich anbringen das damit der Unimog leichter aufzubauen sein sollte, als Beispielsweise die Zoohandlung aus der Modular Häuser Reihe. Die hatte nämlich ein angegebenes Alter von 16+. Eigentlich nur schwer vorstellbar, aber für mich als Frau ein kleiner Sieg. *lol* Mein Exklusivset ist also deutlich schwerer aufzubauen als das größte Lego Technic Modell. Das ging dann irgendwie schon runter wie Öl.

Die Abbildungen auf der Verpackung geben einen guten Blick auf den Unimog und das was einem noch bevor steht. Dort findet man auch den wohl wichtigsten Hinweis für alle die sich gegen den Lego Unimog mit Kran entscheiden, sondern lieber das B-Modell mit Schneepflug bauen wollen. Für diese Modell liegt keine Bauanleitung im Karton. Diese wird ausschließlich online zur Verfügung gestellt.

PS: Ich möchte an dieser Stelle noch etwas anmerken. Lego stellt alle Bauanleitungen online zur Verfügung. Nicht nur von
Bilder von Lego Technic 8110 Unimog U400
  • Lego Technic 8110 Unimog U400 IMAG0361 - LEGO Technic Technic - 8110 Unimog U400
  • Lego Technic 8110 Unimog U400 IMAG0372 - LEGO Technic Technic - 8110 Unimog U400
  • Lego Technic 8110 Unimog U400 IMAG0364 - LEGO Technic Technic - 8110 Unimog U400
  • Lego Technic 8110 Unimog U400 IMAG0366 - LEGO Technic Technic - 8110 Unimog U400
Lego Technic 8110 Unimog U400 IMAG0361 - LEGO Technic Technic - 8110 Unimog U400
Seitenansicht mit runter gelassenen Stützen...
jene von B-Modellen. Man muss diese, mit unter, sehr langen Anleitungen auch nicht ausdrucken. Wenn man nicht möchte. Sie lassen sich ganz bequem als PDF runterladen und speichern. Öffnet man diese hat man die ganz normale Bauanleitung wie sie auch gedruckt aussehen würde.


Inhalt


Einen kleinen Schock bekommt man schon, wenn man die Verpackung öffnet. Lauter kleine Tüten und größere Tüten gefüllt mir ganz vielen kleinen und manchmal auch etwas größeren Legosteinen. In diesem Fall fast ausschließlich Lego Technic Steine. Für mich, die das erste Mal eine Lego Lochstange sah war es doch ein komisches Gefühl. Ich bin ja dann doch eher die normalen Bricks gewöhnt. An dem Punkt habe ich meine geliebten Noppensteine schon vermisst.

Leider war mein Mann beim auspacken in so freudiger Erregung das er natürlich nicht an meinen Wunsch dachte die Tüten einmal durch zu zählen. Dabei hatte ich mir das gerade dieses Mal so fest vorgenommen. Aber so ist das wenn man begierig endlich los bauen will und die Welt ringsrum vergißt.

Wer sich jetzt denkt, dass all die Tüten von 1-30 durch nummeriert waren irrt. Die Tüten waren lediglich auf 3 Bauabschnitte verteilt. Von 1 bis 4. Tüten mit der Beschriftung 1 für den ersten Bauabschnitt (Unterbau). Die Tüte mit 2 für die Fahrerkabine (Zweiter Bauabschnitt). Die 3 für die Ladefläche und zu guter Letzt 4 für den pneumatischen Kran. Und siehe da eine unbeschriftete Tüte befand sich auch noch darunter. Diese war der Aufbewahrungsort für die Pneumatikschläuche und die "Luftverteilerteile".

Desweiteren befand sich natürlich die Bauanleitung im Karton. Knick-sicher verpackt und in 5 Hefte unterteilt. Absoluter Rekord. 5 Bauanleitungen. Wahnsinn. Alle knapp an die 100 Seiten dick und sogar aufbauend und nur lediglich wie die Tütennummern es vermuten ließen in 3 Abschnitte unterteilt.


Baubeginn


Vielleicht sah ich ein wenig mitleidig aus, denn mein Mann fragte mich ob ich nicht mit bauen wollen würde. Ich war ihm sehr dankbar dafür, denn mein neues Set zum zusammen bauen kommt erst im März 2012. Und ich hatte solch eine Lust mal wieder was zusammen zu bauen. Also willigte ich ein, gab ihm einen Kuss und es ging los.

Eine Aufbaustrategie muss wohl jeder für sich selbst finden. Jeder wird wohl seine ganz eigene Methode haben über 2000 Steine zusammen zu setzen. Ich werde unsere kurz erläutern und dann zu den einzelnen Bauphasen mehr erläutern. Ich werde auch bei der Aufteilung von 3 Bauschritten bleiben.

Wir kippten also die ganze Verpackung aus und sortierte die ganzen Tüten ihrer Nummer nach, auf kleine Haufen. Dann setzten wir uns mit den Tüten, die die Beschriftung 1 trugen, der unbeschrifteten Tüte und der Bauanleitung 1 , an unseren 80x130cm großen Esstisch. Und dann...tja...Gemetzel der Plastiktüten. Ich kippte sämtlich Tüten auf den Tisch. Ein riesiges durcheinander.

Anmerkung: Sollte man bei dieser Methode, so wie wir, nicht alleine sein und ein kleines Kind unter vier Jahren dabei haben, so sollte man natürlich ein Auge auf die Zahnräder, Lochstangen und Stäbe haben.

Der Baubeginn war im Gange und der Lego Technic Unimog 400 war am entstehen...


Erste Bauphase


Bevor ich die ersten Zeilen zur ersten Bauphase schreibe möchte ich eines vor weg schreiben. Man Mann und ich sind absolute Lego Technic Neulinge gewesen. Mein Technic Verständnis würde ich nicht als gut bezeichnen. Ich hab von so etwas keine Ahnung und ich interessiere mich auch nicht wirklich dafür...

Das Gemetzel der Tüten hinterließ ordentliche Haufen an Zahnrädern, Stangen, Stäbe und diversen Kleinteilen wie den sogenannten Technik Pins. Letztere sind in Lego Technic Modellen zugegeben unverzichtbar. Alles deutete auf viel Steckarbeit hin. Also machten wir uns ans Werk. In gewohnter Lego Manier enttäuschte uns die Bauanleitung nicht. Alles ordentlich bebildert und somit leicht verständlich. Allerdings dauerte es auch gar nicht lange bis wir feststellen mussten dass einige Abbildungen schlecht getroffen waren. Die Darstellung war manchmal etwas undeutlich, z.B. in welches Loch der Lochstange nun der Pin kommt und in welches "Gegenloch" er nun gehört. Dies zog sich durchaus durch alle Bauabschnitte.

Die erste Bauphase war schon sehr Technik-Lastig. Es mutete auch ab und an als Fummellei an. Einige Sachen waren auch ein echtes Geduldsspiel. Ich persönlich hätte mir bei manchen Teilen dünnere Finger gewünscht. Gerade das einsetzen von Mini-Zahnrädern ins Differenzial war schon echt hart mit meinen Wurstfingern. Mein Mann hingegen war stets eifrig und voller Elan bei der Sache. Der Unterbau ging ihm recht locker über die Hände. Für diese erste Bauphase benötigten wir rund 8 Stunden.


Zweite Bauphase


Ich möchte diesen Abschnitt als Steckarbeit bezeichnen. Der zweite Bauabschnitt beschäftigt sich ausschließlich mit der Fahrerkabine. Logisches Zahnrad-Denken ist hier nicht von Nöten. Ich hab diesen Abschnitt alleine gebaut und meinem Mann eine Auszeit gegönnt, die er dazu nutzte mit dem Kleinen und dem Raupenbagger rum zu kurven. So richtige Herausforderungen gab es nicht. Es war wirklich mehr Steck- und Drückarbeit. Und diese kostete mich 3 Fingernägel und einen heftigen Wutausbruch, nachdem ich einmal einen Pin in das falsche Loch der Lochstange drückte und diesen dummen Pin dann nicht wieder raus bekam und ihm erst mit einer Zange zu Leibe rücken musste. Diese Aktion hat der Pin, sagen wir mal, mehr oder weniger überlebt. Da kann man nur sagen, ein Hoch auf die Lego Produktion die nach Gewicht packt und so immer wieder ein paar Teile (in dem Fall Pins) in den Tüten landen, als es eigentlich sein müssten.

Nach guten 2 Stunden stand sie dann vor mir, die orange, mit Aufklebern beklebte Fahrerkabine des Lego Unimogs 400. Für mich waren allerdings die Türen sehr enttäuschend. Sie gehen nicht auf, sind in dem Sinne nicht mal Türen und der Abschluss zum Fensterteiler sieht unmöglich aus, für ein Auge das auf möglichst viel Übereinstimmung wert legt.


Dritte Bauphase


Die dritte Bauphase bestand lediglich aus der Ladefläche. Die Teile dafür waren in einer Tüte sehr übersichtlich verteilt. Im Verhältnis zu den anderen Phasen doch eher ein Kinderspiel. Ok, ein Kindersteckspiel. Ein Spiel, welches ich alleine spielen durfte, denn mein Mann ließ mich das wieder alleine machen. Denn was anderes war hier nicht zu tun, als die einzelnen Teile zu einer großen Ladefläche zusammen zu stecken. Danach noch schnell zwei Aufkleber an die Seite ran und fertig war die Ladefläche. Mit einer Gesamtbauzeit von 20 Minuten war dieser Abschnitt des Unimogs wirklich ein Spaziergang. Kleiner Wermutstropfen...die Wände der Ladefläche lassen sich nicht klappen. Nicht mal eine. Schön wäre es gewesen, wenn der Kran mal nicht hinten dran hängt, das man die Ladung nicht über die Ladebordwand drüber hieven muss. Aber nun gut, was für mich ein Wermutstropfen ist, hat meinen Mann nicht mal im geringsten interessiert.


Vierte Bauphase


Die vierte Bauphase beschäftigte sich wohl mit Heiligtum des Modells...dem pneumatischen Kran. Im Verhältnis zu den zwei Bauphasen davor, war diese wieder recht anspruchsvoll und nichts für mich. Nach dem zweiten Silikonschlau und er Fummellei wollte ich nicht mehr. Ständig waren mir beim bauen Schläuche im Weg und das ein oder andere Mal passte es nicht so wie es eigentlich sollte. So überließ ich meinem Mann den letzten Bauabschnitt. Ich fasse also nun die Worte meines Mannes zusammen. Der letzte Bauabschnitt ist eine Mischung aus Steck und Fummelspiel. Das verlegen der Schläuche geht einfach, wenn man den Dreh raus und hat und auch ein bisschen Spucke zum Einsatz kommen lässt um diese an die Luftverteiler anzuschließen.

Machte der Kran in der Hand noch einen sehr wabbeligen und instabilen Eindruck, bestach er nach dem Zusammenschluss mit dem Unimog durch einen doch recht stabilen Eindruck. Sind erst einmal die Pins gesteckt, die Pumpen dran und die Schläuche verlegt ist der Kran auch schon fertig und es kann zur Endmontage gehen, sofern man nicht vorzeitig schon alle Teile vereint hat. Diese Bauphase nahm noch einmal ein bisschen Zeit in Anspruch aber nach ca. 4 Stunden war auch diese gemeistert.


Vereinigung von Fahrerkabine / Ladefläche und Kran


Alle Elemente werden nach den jeweiligen Bauabschnitten zusammen gefügt. Müssen sie aber nicht unbedingt. Wer noch mehr Freiheit haben möchte, könnte die verschiedenen Bauabschnitte auch erst zum Finale vereinigen. Die Stabilität leidet beim Fehlen, z.B. der Ladefläche oder der Fahrerkabine nicht.

Die Fahrerkabine wird mit Pins am Unterbau befestigt. Man kann könnte sie so anbringen, dass sie wie auf dem Karton zu sehen klappbar ist. Man kann sie aber auch richtig fest ran pinnen, dafür sind nur ein paar zusätzliche Technic Pins von Nöten.

Die Ladefläche ist ein Kinderspiel. Bei der Montage kann man schon gut die sensationelle Federung testen. Das macht wirklich Laune. Und die sollte man auch tanken bevor man sich an die Montage für den Kran macht. Denn das ist wieder reine Fummelarbeit. Man hat doch das Gefühl das die Silikon Pneumatik-Schläuche immer im Weg sind. Hat man den Kran dran schaut das Schlauchknäul vielleicht unschön hinten raus und es fängt die Schieberei ran.


Erster Anlauf / Gesamteindruck


Als alles klemmte und hing wie es sollte starteten wir unseren ersten Test. Alles funktionierte. Sagen wir, alles was funktionieren sollte. Der Unimog machte auch über die Funktionen hinaus einen guten Eindruck. Schönes Modell. Es machte auf uns einen sehr stabilen Eindruck. Eben bewährte Lego Qualität. Besonders überrascht waren wir von der tollen Federung des Unimogs. Er scheint wirklich auch Ausseinsatz-tauglich zu sein. Im Test zeigten sich aber auch einige Schwächen. Darüber mehr im Abschnitt Kritik.


Gesamtbauzeit


Wie bereits angemerkt waren wir 2 ja nun komplette Lego Technic Newbies. Wir haben abzüglich von Pausen für den kompletten Aufbau rund 17 Stunden gebraucht. Ob es in noch weniger Zeit zu schaffen kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Man bedenke das wir die meiste Bauzeit zu zweit parallel zueinander gearbeitet/gebaut haben. Natürlich ist die Bauzeit auch abhängig von der "Legoerfahrung". Aber wer will sich beim aufbauen schon Stress machen? Baut man alleine, ob mit oder ohne Erfahrung, sollte man aber genügend Zeit einplanen.


Bilder

Ich konnte mich wahrlich kaum entscheiden. Ich hätte euch gerne mehr als 10 Bilder hochgeladen. Trotzallem hoffe ich das ihr mit meiner kleinen Auswahl zufrieden seit. :-)


Kritik


Das Modell könnte perfekt sein. Aber dann wäre es sicherlich auch um einiges teurer gewesen. Es gibt nicht viele motorisierte Modelle von Lego, aber dieses hätte eines werden sollen, wenn es nach uns ginge. Der Lego Technic Unimog 400 ist ein Brummer von Auto und sollte fahren können ohne das man ihn altmodisch schiebt. Es gibt wahrscheinlich so einige Unimog Besitzer die gerne auch noch ein paar Euro mehr hingelegt hätten, wenn der Unimog voll Fahrtüchtig gewesen wäre. Verdient hätte er es auf jeden Fall.

Beim nächsten Kritikpunkt gehen die Meinung von Mann und Frau, in dem Fall von mir und meinem Mann auseinander. Streitpunkt in dem Fall ist der Pneumatikkran. Ich empfinde ihn als sehr behebe. Langsam, stockend und nicht flüssig. Für meinen Geschmack fehlt da eindeutig ein wenig Power. Für mein Männe hingegen ist die Power durchaus ausreichend. Er kritisiert eher das umständliche umschalten der einzelnen Power Function Funktionen.

Eines vorn weg. Mein Mann hatte nie vor den Lego Unimog als Spielzeug zu benutzen. Er wollte lediglich ab und an mal dem Kleinen ne Runde spielen. In dem Punkt ist er allerdings doch ein wenig enttäuscht. Es wird schnell langweilig, weil die Möglichkeiten und Funktionen sehr eingeschränkt sind. Beim Lego Raupenbagger gibt es auch nicht mehr Funktionen, aber die Möglichkeiten, dank Motorisierung und Fernsteuerung, sind einfach vielfältiger und erhält über einen gewissen Zeitraum den Spielspass.

Einige mögen jetzt sagen: "Hey, das ist ja auch nichts zum spielen. Das soll in der Vitrine stehen." Soll es das wirklich? Beim Lego Unimog handelt es sich um kein Exklusivset, die vorrangig zum hinstellen gedacht sind. Von 365 Tagen im Jahr wird er sich sicherlich min. 300 Tage auch in der Vitrine stehen, aber wenn meine beiden Männer dann mal mit "spielen" wollen, dann sollen sie das auch können ohne das Ihnen nach 5 Minuten die Lust vergeht.


Aufrüsten zum wirklich fahrbaren Modell


Wer wirklich Spielspaß damit haben möchte und ihn nicht 365 Tage lang in der Vitrine anstauben lassen will, muss seinen Unimog aufrüsten. Dieses klingt kniffliger als es ist. Von Nöten sind dafür nur ein paar einzelne Lego Technic Steine und Pins. Und natürlich 2 starke Motoren. In dem Fall vielleicht 2 XL Motoren. Für den richtigen Drive (gegen die starre Lenkung) hilft ein kurzer Umbau der Zahnräder. Zu guter Letzt noch fehlt noch der Empfänger und die Fernsteuerung. Und dann kann es los gehen. Alle Teile, ob groß oder klein gibt es separat im Lego Online Shop. Eine Anleitung zum Umbau ist in Lego Foren und bei YouTube zu finden.

Kosten für den Umbau: ca. 70 Euro (ohne Beleuchtung)

Eine Investition die sich auf jeden Fall lohnt. Und wer noch ein paar Euro übrig hat könnte auch darüber nachdenken richtige Lego LED´s einzusetzen. Dann hat der gute Unimog auch noch Licht für Nachtfahrten oder zwei funktionierende Leuchten oben.

PS: Wer sich jetzt fragt woher die Power für das alles kommen soll, dem sei geschrieben, das Lego selbst den Grundstein dafür schon von Hause aus in dieses Modell integriert hat. Nämlich die Batteriebox. Alles kann darüber betrieben werden.


Persönliches Fazit


Der Lego Uninmog ist ein Brummer, ein tolles Teil, keine Frage. Ich könnte das Modell auch über den Klee loben, aber für mich gehört auch Kritik in ein Erfahrungsbericht. Und in den meisten Fällen gibt es immer eine Kleinigkeit die man zu bemängeln hat. Lego hat hier gute Arbeit geleistet, aber perfekt ist er nicht. Man vermisst die Fahrbarkeit. Von Hause aus ist die Lenkung sehr schwerfällig. Aber was spielt das schon für eine Rolle? Wer lenkt ein Auto über ein Drehrad während man es auch noch selbst schieben muss?

Ich kann eines festhalten, wenn ich mir den Lego Technic Unimog U400 nur in die Vitrine stellen wollen würde, dann wäre der Preis definitiv zu hoch. Dann hätte man auf die Funktionsfähige Pneumatik verzichten können. Aber, er hat nun einmal diese Power Functions Funktionen, also ist er scheinbar nicht als reines Vitrinenfahrzeug erdacht worden. Aber für ein Spielfahrzeug, auch wenn nur für gelegentliches spielen zeigt er doch starke Schwächen.

Ich wage einen Vergleich. Wir haben nach dem Unimog auch noch den Raupenbagger von Lego gebaut. Dieser war mit ca. 100 Euro deutlich günstiger als der Unimog. Gut ok, zwar kleiner aber sei es drum. Dafür habe ich aber ein völlig fahrbares, per Fernsteuerung steuerbares Modell bekommen. Ein Modell wo nicht nur Bauspass, sondern auch Spielspass gegeben ist.

Die Pneumatik vom Lego Unimog ist innovativ, keine Frage, und mal was ganz anderes, aber vielleicht wäre ein richtiger Antrieb hier doch besser gewesen. Kurz um, für mich hält das Modell nicht, was die Werbung mir versprochen hat. Ich kann diesem Modell nur 3 Sterne geben. Und ich kann es auch nur bedingt weiter empfehlen. Man sollte vor dem Kauf wirklich überlegen, warum man und vor allem wofür man den Lego Unimog U400 haben möchte. Ob als reines Hinstellobjekt oder auch mal für ein Zusammenspiel von mehreren Fahrzeugen.

Für mich bleibt folgendes...

Für nur zum hinstellen zu teuer...
Für Nutzung und hinstellen gerade für den Teil Nutzung nicht ausgereift. Für einen richtigen Spielspaß und auch mal für einen Ausseneinsatz (der laut Lego ja möglich sein soll) muss man ihn aufrüsten. Man kommt nicht drum herum. Denn wer will so einen Brummer schon dauernd schieben?


Abschlussworte


Tja, nun bin ich fertig mit meinem Unimog Bericht. Ich bin mir durchaus bewußt das ich eure Lesegeduld mit meinem über 3300 Wörtern mal wieder auf eine harte Probe gestellt habe. So richtig Leid tut es mir nicht, denn eigentlich hätte ich noch um einiges mehr schreiben können. Es ist halt doch ein sehr umfangreiches Modell mit doch vielen Höhen und leider auch Tiefen.

Ich hätte ihn durchaus, wie schon gewähnt, über den Klee loben können, aber das wäre nicht ehrlich gewesen. Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich so ein hochpreisiges Modell zu kaufen, sollte man durchaus auch über die Schwächen Bescheid wissen und ggf. vorher darüber nachdenken ob man dazu bereit ist noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, um ihn "perfekt" zu machen.

Ich danke euch für eure Geduld beim Lesen. Ich freue mich über Bewertungen, Kommentare und auch über Kritik. Ich bin ein lernfähiger Mensch und bereit noch etwas zu verändern oder ggf. zu verbessern. Wir lesen uns dann beim nächsten Bericht wieder. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Whitesnake83

Whitesnake83

20.07.2012 06:43

Und jetzt gibts die Bewertung :)

Whitesnake83

Whitesnake83

19.07.2012 07:55

Strange, hier fehlt noch eine Bewertung von mir. Hole ich morgen nach :)

Whitesnake83

Whitesnake83

16.02.2012 14:03

Ich seh die Kritikpunkte ähnlich, allerdings hat Lego selten so ein realitätsnahes und vor allem auch großes Modell verkauft. Durch das hohe Gewicht ist die Lenkung natürlich schwerfällig, die Reifen haben auch viel mehr Oberfläche auf der sie stehen, somit mehr Reibung.

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