Erfahrungsbericht über

LG 32LV375S

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung LG 32LV375S

1 Angebote von EUR 659,00 bis EUR 659,00  

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WATCH MORE TV

5  26.02.2012

Pro:
Möglichkeiten, Qualität

Kontra:
Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

mehr


KingSparko

Über sich: Vollzeit-Umschulung März 2013-März 2015. Daher seltener hier. LR? PGB!

Mitglied seit:13.08.2004

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Vertrauende:111

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 220 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Ich hab mich ja wirklich lange gewehrt. HD, wer braucht das schon. Ich hab keinen BluRay Player und mein DVD spielt ja nun auch nicht alles ab und frei empfangbare HD Kanäle haben wir nur 3 - und GEZ Fernsehen gugg ich nicht.

Nun habe ich aber mittlerweile etliche hochwertige U2 Videos angesammelt, die ich dann doch gern mal ordentlich geniessen würde. Mein DVD kann nur .avis abspielen, bei .mkv ist Schluss.
Dann kaufte sich Futzi100 einen neuen Fernseher und als er mir die Features auflistete, geriet ich in Versuchung. Also sah ich mich bei Amazon um.

Das gewählte Modell sollte 429€ kosten. Autsch, das war zuviel. Aber vielleicht hatte ich ja auch Glück und warf ihn mal auf den Wunschzettel und beobachtete. Und plötzlich hatte Amazon Warehouse Deals 10 gebrauchte für 351,99€ im Angebot. Also rief ich meine Bank an - Volksbank Papi - und bat um Kredit. Drei Tage später stand das gute Stück in meinem Wohnzimmer - die alte Riesenröhre hatte bereits am Vorabend einen neuen Besitzer gefunden.

UPS drückte mir also einen großen Karton in die Hand...

LG 32LV375S

Wie erwähnt handelte es sich um ein Gebrauchtgerät, welches ich aber im Falle einer Fehlfunktion oder eines Defekts ebenfalls problemlos an Amazon hätte zurückschicken können. Der Karton sah jedenfalls schon mal aus, als wäre er unter die Räder gekommen. Vermutlich weil keiner dafür Umverpackungen benutzt und sämtliche Rechnungstüten aussen aufkleben und entsprechend runtergefetzt werden.

Unter der Styroporabdeckung sah ich etwas schmales, schwarzes, eingehüllt in eine Zellophantüte. Vorsichtig angelte ich die Einzelteile ringsrum aus der Kiste: Ein noch eingefolter Standfuß, die Halterung dafür, ein Buch mit CDs drin, eine Fernbedienung und zwei Tütchen mit Schrauben. Dann griff ich beherzt zu und hob das riesige Leichtgewicht aus seiner krümeligen Styroporbehausung und legte es auf mein Bett.

Zusammenbau

Zuerst entfernte ich die Folie vom Standfuß und bastelte die beiden Teile zusammen. Im Buch fand sich leider keinerlei Hinweis, welche Schrauben die passenden waren und irgendwie hatte ich auch viel mehr Schrauben, als die Grafik zeigte, die enthalten wären. Also musste ich ein wenig rumprobieren, bis ich die passenden gefunden hatte. Ich schraubte die beiden Fußteile zusammen und anschliessend die Halterung an die Rückseite des TV's. Ging recht einfach, Schrauben lassen sich sehr gut festziehen und das Ganze hält bombenfest. So hob ich den Kollegen also auf mein Regal und steckte ihn in die Steckdose.

Optik

Hammer. Todschick. Zu meiner Freude war der Rahmen nicht aus purer Klavierlackoptik, hochglänzend schwarz. Stattdessen sind die Front und auch die Standplatte mit einer Struktur versehen, die an gebürstetes Metall erinnert. Das Ganze sieht leicht metallisch aus und wirkt sehr edel. Und vor allem sieht man eben doch nicht jeden Fingerabdruck auf dem Gerät. Putzfreundlich also.

Der Rahmen ist nicht zu breit und nicht zu schmal und bietet optisch die perfekte Umrandung fürs TV Bild.

Am rechten unteren Rand sind tatsächlich Bedienknöpfe versteckt. Diese sind nur durch sehr dezente und von Fernem fast nicht erkennbare kleine Grafiken auszumachen. Lautstärke hoch/runter und Programm rauf/runter, OK, Home und Input und der Powerknopf. Sie reagieren fast wie ein Touchscreen, eine gezielte Berührung und der Fernseher reagiert. Das Powerzeichen leuchtet im Betrieb dezent in einem dunklen Orange. Wenn gewünscht auch im Standby, doch hier fragt der TV direkt beim Einrichten danach, ob man das abschalten möchte. Damit spart man auch noch die drei Gramm Strom ;).

Der Bildschirm selbst ist matt, also kein Hochglanzpanel, wie man es von modernen Laptops kennt. So kann nichts spiegeln und auch ungewollter Lichteinfall stört nicht sehr extrem.

Anschlüsse

Als nächstes inspizierte ich die Anschlüsse. Diese sind allesamt auf der Rückseite, wenn man vor dem Gerät steht, links. Ungewohnt, bei allen anderen TVs die ich kenne, sogar dem LG LCD meines Papas, sind diese rechts.

Das Gerät bietet einen USB Anschluss, 3 HDMI Anschlüsse, digitale und analoge Audio-Ausgänge, einen AV-Komponenten Anschluss, einen CI+Slot, ein Scart Anschluss, einen RGB-Eingang für Computer und natürlich Eingänge für Antenne und Sat-Schüssel. Dazu kommt noch ein LAN Anschluss fürs Heimnetzwerk.

Einrichten

Ich bin ja ein Nerd. Oder Geek. Oder einfach nur Technik-bekloppt. Bedienungsanleitungen interessieren mich ja grundsätzlich nicht, schon gar nicht wenn ich für das hunderte Seiten Machwerk erstmal die CD in den Computer werfen muss. Denn das mitgelieferte Buch ist nur ein zig-sprachiges Info-Teilchen und da stand nicht mal drin, wie rum man den Fuß anschraubt.

Die Batterien waren in der Fernbedienung schon eingelegt, wie gesagt, mein TV hatte einen Vorbesitzer. Ich drückte also mal auf den Powerknopf.

Es erschien ein LG Logo und ein paar Striche (weil die Uhrzeit nicht eingerichtet war) und kurz darauf hüpfte ein Logo mit "nicht programmiert" über den Bildschirm. Aha. Klar, macht Sinn. Der Fernseher fragt gewöhnlich hier, ob man Privatnutzer ist oder den Geschäftsmodus wählen will. Das war bei mir nicht nötig, da er ja schon mal benutzt wurde. Unterschied ist, der Geschäftsmodus fährt eine LG Präsentation ab; Fernsehempfang ist damit nicht möglich. So stehen die Geräte bei Bedarf beim Händler, der dann dafür keine GEZ Gebühr bezahlen muss. Heutzutage laufen allerdings in den meisten Märkten doch Fernsehprogramme oder gar komplett extra erstellte DVDs.

Ich hatte für meinen Kabelanschluss ein CI+ Modul gekauft und stopfte das direkt mal fröhlich in den Slot. Die Einrichtungsarie dank Kabel Deutschland habe ich im Bericht zum Modul bereits erläutert. Ich fasse daher hier die Variante zusammen, wie es im Idealfall funktionieren sollte. Der Fernseher registriert selbständig, dass ein CI+ Modul eingesteckt ist und eine SmartCard drinsteckt. Im Normalfall sollte eine Info über die Authentifizierung des Moduls in 5 Schritten auf dem Bildschirm erscheinen. Dann drückt man den HOME Knopf und geht ins Setup. Hier kann man jetzt unter Manuelle Einrichtung den Sendersuchlauf starten und dafür die Quelle wählen: Antenne, Kabel, Satellit. Ich habe zusätzlich zu meinem eigenen Kabelanschluss das im Haus anliegende Grundprogramm, diese 30 Sender findet er, wenn ich Antenne wähle. Wenn ich Kabel wähle, spuckt er alle Programme aus, die meine SmartCard theoretisch zur Verfügung stellt - inkl. aller nicht freigeschalteten Kanäle aus Sonderpaketen und Sky-Angebot. Der Fernseher belegt dabei alle Kanäle nacheinander, wie er sie findet. Also völlig durcheinander.
Der Suchlauf dauerte in etwa 5min, danach zeigte er mir an, er habe 275 Kabelkanäle, 30 Antennenkanäle und 103 Radioprogramme gefunden. Das wichtigste war also getan: Man konnte fernsehen.

Sender ordnen

Ich habe mehrere Möglichkeiten, meine Sender zu ordnen. Zum einen kann ich im Setupmenü einfach neue Programmnummern vergeben um sie zu sortieren. Ist der Zieplatz belegt, tauscht der Fernseher freundlicherweise die Programme einfach aus, man verliert dadurch also keinen Sender.

Dann kann ich 4 Favoritenlisten anlegen. Diese sind A B C D vorgegeben und ich kann einfach vier Listen mit Sendern füllen. So kann man zb. Alle Musiksender auf eine Liste packen und dann über die FAV Taste zwischen diesen hin und her wechseln.

Nachteilig ist, man muss wirklich jeden Sender einzeln anwählen und umsetzen, wenn man alles komplett ordnen will. Hat man nun Kanal 250 auf die 2 geholt und will dann Kanal 251 bearbeiten, muss man sich von 2 wieder auf 251 hinterklicken. Das kann nerven. Praktischerweise kann man zumindest etwas hüpfen, da die Übersicht in 3 Spalten angezeigt wird und man einfach mit weiter nach rechts klicken auf die nächste Dreierpackung schalten kann. Bei meinen rund 80 oder 90 Programmen, die ich sehen kann, kann das natürlich dauern. Ich schiebe den Großteil des Umsortierens daher bis heute vor mir her und habe mir erstmal nur ein paar Vollprogramme auf die Favoritenliste gelegt.

Im Ordnungsmenü kann ich auch einzelne Sender sperren. Macht Sinn, wenn man irgendwas partout nicht sehen will oder so ein TV im Kinderzimmer steht und man die Nicht-kinderfreundlichen Sender sperren will.

Funktionen & Qualität

Da stand es nun also, das Wunderwerk modernster Technik. Als erstes wollte ich FULL HD sehen. Es gab nur ein Video in meiner Sammlung was zum Test in Frage kam. Der Full HD Stream der BBC von U2's Auftritt bei Glastonbury. Ich kopierte die .ts files auf meine externe Festplatte und stopfte sie in den USB Anschluss . Sofort erschien eine Info auf dem Bildschirm, dass ein USB Gerät angehangen wurde und ob ich das denn jetzt benutzen möchte? Ich drückte OK, um das unterlegte JA zu bestätigen. Die Anzeige sprang um und zeigte mir den Dateimanager . Dort stand "Drive 1" obwohl die Festplatte eigentlich einen Namen hat. Ich drückte OK und sah den Inhalt der Platte. Ich wählte das erste .ts file an und spulte ein wenig vor, um zum Konzert zu kommen (waren noch alte Aufnahmen aus den 80ern gezeigt wurden) - und mir klappte die Kinnlade runter.
Bildqualität

Die Farbbrillanz war einfach nur beeindruckend. Es regnete im Konzert und bei einer Großaufnahme kann man ungelogen jeden noch so feinen Regentropfen auf Bono's Brille sehen, wie mit dem feinsten Bleistift gezeichnet. Ich habe noch nie ein so detailreiches, scharfes und beeindruckendes Bild gesehen, selbst wenn ich Pause drückte und bei einer ruhigen Kameraführung stoppte, war ein glasklares, fantastisches Bild zu sehen, wie ein astreines Profi-Foto. Ich konnte mich gar nicht sattsehen. Ich hab mir das Konzert ungelogen 3 Tage lang im Dauerbetrieb angesehen... Mittendrin, statt nur dabei, heisst hier die Devise!

Natürlich knipste ich auch das normale TV hin und wieder an. Bei ARD, ZDF und arte konnte ich zuersteinmal HD mit SD vergleichen und der Unterschied war enorm - zumindest, wenn die Quelle auch HD war. Bei alten Filmen sah es dann doch eher gruselig aus, aber die sehen auch auf normalen TV's schon grausig aus. Diese haben meist eine Auflösung von gerade mal 576x480 Pixel, was natürlich doof aussieht. Erst recht, wenn man sie auf den vollen Bildschirm
Bilder von LG 32LV375S
  • LG 32LV375S LG 32LV375S
  • LG 32LV375S Bedienpanel
  • LG 32LV375S Anschlüsse
  • LG 32LV375S LG 32LV375S
LG 32LV375S LG 32LV375S
LG 32LV375S
hier aufblasen würde, was man könnte, doch ich habe die Einstellung gewählt, das Bild an seine eigentliche Größe anzupassen. Sendet also jemand in dieser Größe oder ist eine Datei in dieser Auflösung, ist das Bild von entsprechend schwarzem Rand umgeben. Wenn ich wollte, könnte ich alles auf die 1980x1080 ziehen lassen, aber entweder es fehlt dann was, oder es ist verzogen, auf jeden Fall aber ist es unscharf und matschig, weil die Pixel viel zu groß abgebildet werden.

Die meisten normalen TV Sender strahlen heute in 720x576 bzw 720x480 (16:9) aus und dieses Format wird dann bildfüllend dargestellt. Bei 4:3 habe ich natürlich hier wieder links und rechts einen schwarzen Rand, bei 16:9 allerdings ist das Bild voll ausgefüllt. Und selbst das sieht tatsächlich richtig klasse aus im Vergleich zu meiner alten Röhre. Zwar kann man den Unterschied sehen zu einer Full HD Auflösung, das Bild ist weniger scharf, aber das fällt nicht auf, wenn man nicht mit der Nase vor der Mattscheibe hängt.

Im Setup-Menü kann man natürlich noch an allerlei Farb- und Kontrasteinstellungen herumdrehen, doch das Bild ist eigentlich von vornherein absolut perfekt. Tolle Farben, gute Kontraste, schwarz ist schwarz, es sind klare Abstufungen erkennbar, ähnliche Farben verschwimmen nicht ineinander, harte Kontraste fransen nicht aus. Auch wirken alle Farben kräftig und trotzdem natürlich. Also Menschen haben weder edle Blässe noch Sonnenbrand per se - ausser die Akteure sind tatsächlich davon betroffen.
Tonqualität

Das Konzert bot dann natürlich auch gleich die Möglichkeit, den Sound anzutesten. Dateien von der Festplatte bzw. jedweder externen Quelle sind von vornherein leiser, als das normale TV Programm. Stört nicht weiter, der notwendige Unterschied sind etwa 4-5 Lautstärkepunkte. Der TV hat eine Lautstärkeskala von 0-100. Die Abstufungen sind sehr fein und so ist "ein wenig lauter" auch wirklich nur soviel, keine extremen Sprünge, die einen erschrecken lassen.
Das Konzert war tontechnisch hervorragend. Da nun hier die riesige Plastikkiste fehlt, gibt es bei Lautstärkeanschlag kein Scheppern und Rauschen und Rascheln mehr, sondern weiterhin klaren Sound. Auch der Bass ist erstaunlich gut vernehmbar.
Beim normalen TV allerdings gibt es Abstriche. Bei einer Musik-TV-Show drehte ich einen Auftritt auf 100, der mir gefiel. Zwar war der Sound immernoch richtig klar und detailreich, kein Plärren und Rauschen. Jedoch war er ziemlich platt. Der Soundstream, der übers TV kommt besitzt einfach kaum Bass, da man in erster Linie ja das gesprochene Wort verstehen soll. Und der fehlt dann natürlich, da hier nun wirklich auch einfach der Resonanzkörper des großen Röhren-TV fehlt und der Bass total platt untergeht. Gut, beim normalen TV Programm kann man damit leben. Wie es sich verhält, wenn ein Konzert aus einer DVD gesendet wird oder ein Blockbuster mit reichlich Bumm-Krach-Plauz, muss ich beim passenden Programm erst noch herausfinden.

Trotz allem finde ich den Sound beeindruckend, da er schön klar ist und auch bei sehr laut richtig gut klingt und nicht zu nerven anfängt, wie es beim alten TV der Fall war und man, so schön der Song auch war, dann doch froh war, wenn man wieder runtergedreht hatte.

Der TV bietet über das im TV Programm zugängliche Q.Menu auch Audio-Einstellungen . Musik, Sport, Kino und Spiel werden hier neben Standard geboten. Musik gibt etwas mehr Fülle im Klang, da kommt auch der Bass ein wenig besser durch. Kino erzeugt tatsächlich einen eindrucksvollen Raumklang, der ebenfalls recht satt erscheint. Sport schraubt alles rauf und erzeugt den blechernen Klang, den man von Kommentatoren kennt, die Stimmen rücken in den Vordergrund, Nebengeräusche werden flach in den Hintergrund gedrückt. Spiel zeigt mir jetzt leider keinen erkennbaren Unterschied, es klingt wie zwischen Standard und Kino angesiedelt, also eine recht brauchbare Mischung.

Ein ganz tolles Feature ist die automatische Lautstärkeanpassung, die man im Setup einstellen kann. Der TV passt alles innerhalb des Programms auf die gewählte Lautstärke an. Hat man mal lauter gedreht, um die Dialoge im TV besser zu verstehen und es kam Werbung, wer fiel da nicht regelmäßig vom Stuhl und suchte hastig die Fernbedienung, um leiser zu drehen? Das ist jetzt Vergangenheit. Der TV regelt selber die Werbung (oder jede andere plötzlich lautere Erscheinung) runter auf das vorher selber gewählte Niveau. Man muss auch nach der Werbung nicht wieder lauter drehen, das macht er auch von selbst.

Wenn ich bedenke, dass ich nichtmal sehen kann, wo der Ton rauskommt und das schmale, fast schon zarte Gehäuse doch ordentlich laut machen kann; ist der Sound wirklich klasse. Man kann auch Höhen und Bässe noch selber anpassen, was leider nicht viel hilft, wenn die Soundquelle im Programm zu schwach ist. Da richtet der EQ auch nicht mehr viel aus.

Multimedia

Als Nerd interessierten mich natürlich brennend die Multimediamöglichkeiten, die das Gerät bietet. Ich fand den LAN Anschluss furchtbar interessant und angelte ein Netzwerkkabel aus meinem Techniklager und steckte es dran.
Netzwerk, Internet und SmartTV

Der TV sprang sofort an "Kabelgebundenes Netzwerk ist nicht eingerichtet. Soll es jetzt eingerichtet werden?" Na aber natürlich. Ich liess die Einstellungen wie vorgegeben, denn die IP-Adresse weist der Router zu. Ich hatte allerdings die Mac-Sperre nicht bedacht und es tat sich erstmal gar nichts und der TV meckerte, er könnte keine Verbindung aufbauen. Daraufhin zeigte er mir aber jedoch freundlicherweise die Spezifikationen an und ich tippte die Mac-Adresse des Fernsehers in meinen Router und erlaubte den Zugriff. Ich steckte das Kabel neu dran, richtete das Netzwerk nochmal ein und bekam keine Fehlermeldung mehr.

Sofort erschien auf dem Bildschirm die Meldung, dass eine neue Software installiert würde. Der Fernseher hatte also gleich mal nach Hause telefoniert. Okay, stört mich nicht weiter, ausser dass LG jetzt weiss, dass im Großraum Leipzig jetzt einer ihrer Fernseher steht. Die Softwareaktualisierung kann man im Setup ausknipsen, tut man das nicht, sucht er selbsttätig nach neuen Versionen und lädt diese herunter. Darüber informiert der TV dann auch. Das Update dauerte keine 2min. Durch die Anbindung ans Netz stellte sich auch die Uhr von selbst; Land und Zeitzone musste ich nicht wählen, das hatte mein Vorbesitzer schon getan.

Erwartungsvoll drückte ich den HOME Knopf. Dieser führt ins Hauptmenü des Fernsehers von wo aus man allerhand Dinge tun kann. Während man sich hier aufhält, läuft in einem kleinen Rahmen das TV Programm weiter. Sehr praktisch, wie ich finde.
Am unteren Bildrand sah ich Webbrowser und drückte einfach mal drauf. Es tat sich ein Bild mit Registerkarten auf. "URL", "Favoriten" und "Verlauf". Leider habe ich bis heute nicht rausgefunden, wie ich Favoriten anlege. Ich habe dann mal auf URL gedrückt und eine meiner Seiten aufgerufen. Der Seitenaufbau dauert schon mal recht lange. Ich probierte das noch mit YouTube und es dauerte wirklich 10min, bis die Seite aufgebaut war. Der Browser, ein Safari auf Linux-Basis im übrigen, kann weder JavaScript noch Flash darstellen, wodurch das Surfen eigentlich recht witzlos ist, da heute das Web verstärkt von dynamischen Inhalten lebt. Ich verliess den Browser also wieder und sah mich weiter um.

Im Internet las ich von einer App für's iPhone. Diese heisst iMediaShare (auch für andere Oberflächen zu haben) und kostet nix. Ich lud sie also erstmal runter. Es gibt auch eine 3,99 Bezahlversion, diese bietet mehr Online Video Channels und ist werbefrei. Kaum auf dem iPhone gestartet, das natürlich im gleichen Heimnetzwerk eingeloggt ist, erscheint der AppName im Home-Menü unter SmartShare und ich kann auf den Inhalt meines iPhones zugreifen. So kann ich jetzt Videos, Photos und Musik vom Gerät auf dem TV wiedergeben. Leider kann wohl seit dem letzten App-Update der TV keine Photos mehr vom iPhone anzeigen. Damit ist der Gag für mich schon wieder hinfällig. Denn damit wäre der TV ein tolles, schnelles "schau doch mal!" gewesen. Muss ich wohl warten, bis das nächste Update das wieder repariert!
Unter Videos kann ich nur auf die Videochannels zugreifen, die die App mitliefert, was zB. auch ein YouTube Channel ist. Hinzu kommen unzählige andere Channels wie Bild.de, Facebook, CBS News, New York Times oder ähnliches. Leider wird YouTube auf Biegen und Brechen nur in SD ans Gerät übertragen, obwohl es ja auf YT auch FullHD Videos gibt. Videos, die ich mit der iTunes Mediathek auf das Gerät gespielt habe, sind nicht verfügbar.
Man kann sein iPhone auch an den USB Anschluss hängen, dann arbeitet es wie am PC als Digitalkamera und man kann ebenfalls auf die Fotos zugreifen. Leider nicht auf die gedrehten Videos.

Im Home Menü finde ich auch einen Bereich Premium. Der Name ist ungünstig gewählt, denn das Zeug ist vorrangig kostenfrei. Hier sind Apps qausi vorinstalliert, zB. eine YouTube App, mit der man die Seite nach Clips durchsuchen kann und diese dann wiedergeben kann. Oder auch eine Facebook-App, mit der man tatsächlich seinen Facebook-Account nutzen kann. Riesiger Nachteil bei allem, egal ob Suchen im YT, einloggen im Facebook oder URL eintippen im Webbrowser: man muss jeden Buchstaben zum Eingeben über die Bildschirmtastatur mit den Pfeiltasten ansteuern. Warum die Zahlentasten der Fernbedienung Buchstaben aufgedruckt haben, wie bei einem Handy, ist mir vollkommen schleierhaft, ich habe alle Funktionen des Fernsehers durch - immer wenn ich Buchstaben brauche, muss ich mit der Pfeiltaste rumopern. Hier würde ja die Remote App Abhilfe schaffen, eine iPhone Fernbedienung für den TV. Doch Zitat Support LG:
"Leider wird unsere Remote App im deutschen ITunes Store nicht vertrieben und auch nicht mehr supportet.
Wir möchten Sie bitten für diese Funktion auf ein Android Gerät auszuweichen. Bei diesen Geräten können wir auch einen einwandfreien Funktionsumfang gewährleisten. "

Klaro, ich kauf mir nochn anderes Handy oder was?! Bei itunes.com ist die App zu haben, ich bräuchte also nur eine US-Apple ID. Die App ist auch in deutsch zu haben dort. Verstehe wer will.

Aber weiter im Text. Hier im Premium-Bereich findet man auch Maxdome. Wer diesen Dienst bereits abonniert hat, kann sich hier einloggen, oder wenn man möchte, kann man sich einen Account anlegen, dies geht allerdings nur übers normale Internet. Den Premium-Bereich kann man auch direkt mit der Taste Premium ansteuern.

Es gibt noch einen Bereich LG-Apps . Hier kann man sich weitere Apps herunterladen. Das sind Spiele, Nachrichtenchannels, Informationen etc. Hier gibt es kostenlose und kostenpflichtige Apps. Kostenlose kann man sich direkt auf dem TV herunterladen. Hierzu muss man einen kostenfreien Account registrieren, was direkt auf dem TV funktioniert, natürlich wieder mit nervigen Pfeiltasten auf der Bildschirmtastatur. Möchte man eine App kaufen, muss man einen Bezahl-Account registrieren, dies geht nur über den PC, da man hier vermutlich wegen der Hinterlegung von Bezahldaten eine sichere Verbindung benötigt, die der TV vermutlich nicht nutzen kann. Ich habe testweise ein kleines kostenloses Spiel heruntergeladen, das war 4MB groß. Hier zeigte mir der TV an, dass 323MB verfügbar sind. Niedlich nicht wahr? Vor allem, wenn man 4,5TB Speicher im Computer hängen hat und selbst das iPhone schon 16GB bietet. Das herunterladen dauerte 3-4Minuten, was auch nicht gerade für das Tempo des Fernsehers spricht. Ich hatte ein Mahjongg Spiel geladen. Die Steuerung erfolgt über die Pfeiltasten und kann ziemlich nervig werden. Das Laden und Starten einer solchen App dauert ein ganzes Weilchen und der TV reagiert dabei stellenweise gar nicht. Träge ist also gar kein Ausdruck. Aber wenn man krank im Bett liegt, ist das vielleicht die heiss ersehnte Rettung vor der Langeweile. Es gibt natürlich auch Kartenspiele, Sudoku, Schach und vieles mehr. Bezahlen würde ich für solche Inhalte aber nicht und sehe daher von der Registrierung eines Bezahlaccounts ab.

Die Glotzkiste ist auch Wi-Fi Ready. Über den USB Port kann man einen WLAN Stick nutzen, um den Kollegen drahtlos ins Heimnetzwerk zu integrieren. Zwei Dinge dazu: für jedwede Netzwerkfunktion empfiehlt LG die Kabelverbindung und nicht jeder USB-WLAN-Stick funktioniert, der von LG spezifizierte ist zwar mit 25€ keine Wertanlage, dafür aber verflucht schwer zu finden. Also - kauft ein langes Kabel und gut ist ;).

MediaServer

Ich widmete mich weiter den anderen Möglichkeiten. Im Karton fand ich eine CD mit Nero Media Home 4 Essentials . Hiermit kann mein PC im Netzwerk zum MediaServer werden. Ich habe wie erwähnt massig Videos auf meinem Rechner und da der TV sehr viele Formate wiedergeben kann, klingt das natürlich höchst interessant.

Der TV kann folgendes wiedergeben:

Musik: Mp3 - mehr kann er tatsächlich nicht. Kein WMA, kein Wav, kein AAC. Da meine Sammlung vorrangig in Mp3 ist und alles andere in mp3 konvertiert wird (es macht das Leben nunmal einfacher), stört mich das nicht weiter.

Videos: .wmv (Windows Media), .avi (DivX oder XVid codierte Videos), .MKV (Matroska, ein Containerformat dass einen Funktionalitätsumfang wie eine DVD bietet mit Kapiteln, mehreren Audios und kann Videos in Full HD verarbeiten), MPG und MPEG, VOB (die Roh-Dateien einer DVD), MOV (Apple Quicktime), Mp4 (ein Format für portable Player wie iPod oder PSP), M4v (ebenfalls für portable Geräte), DAT (Rohformate von Digitalkameras) sowie Streaming-Formate TS, TP und ASF. Hinzu kommen gekaufte Inhalte, die mithilfe von DivX einen Kopierschutz haben. Hierzu muss man sich kostenfrei über eine Website registrieren, ein Testvideo herunterladen, den vom TV angezeigten Code in einen DivX Player, den man ebenfalls herunterladen muss, eingeben und kann anschliessend das Testvideo über den TV abspielen und kann ab dann gekaufte Videoinhalte dort abspielen.

Mein Glastonbury Video ist ein .ts File, da es original von der Satelliten-Übertragung gestreamt und aufgezeichnet wurde und somit im .ts Format abgespeichert wurde. Die Wiedergabe erfolgt ohne Störungen, keine Hänger oder ähnliches und die Dateien sind mehrere GB groß.
Viele Videos habe ich im .mkv Format. Während eine avi Datei gewissermaßen DVD Qualität zeigt, kann der mkv-Container die unkomprimierte Qualität verlustfrei wiedergeben und kann so sogar BluRay Qualität bieten. Auch diese sind trotz entsprechender Größe problemlos wiederzugeben.

Nun bin ich ja aber faul - Immer aufstehen, Festplatte zum PC holen, Videofile kopieren (was bei 25GB auch dauern kann), wieder zum TV latschen und anhängen, ist mir ja zuviel. Hier kommt Nero ins Spiel.

Installiert ist das Programm in nicht mal 5min (vielleicht 10, wenn man noch Drittprogramme installieren muss, die die CD verlangt, wenn sie nicht vorhanden sind) und man muss auch den PC danach nicht neu starten.
Geöffnet zeigt das Programm nur ein kleines Fenster, links unten finde ich den Knopf "Server starten". Tue ich dies, erscheint in der Geräte-Liste mein Fernseher. Diesen kann ich nun ansteuern und theoretisch sperren, wenn ich ihn nicht auf meinem PC haben will (sinnvoll bei Familien oder WG's wo mehrere solcher Fernseher und Computer im Netzwerk hängen könnten). Sofern ein TV die Funktion unterstützt (oder ein anderes Gerät mit DNLA Standard - DVD Player zb.), kann man ihn vom PC aus fernsteuern.
Unter Freigaben kann ich nun im Programm die Dateien, Ordner oder ganze Festplatten wählen, die ich freigeben will, damit der TV drauf zugreifen kann. Hat man mehrere TV's im Netzwerk, können problemlos alle Geräte auf verschiedene oder auch die gleiche Videodatei zugreifen, ohne dass dabei Abspielprobleme auftauchen. Ebenso kann die Datei auch weiterhin am Computer abgespielt werden, da dies keine große Aufgabe für den Rechner darstellt. Lediglich anderweitig verwenden sollte man sie nicht, wie zb. irgendwo hochladen, weil der TV dies so extrem beeinträchtigen würde, dass es schlichtweg nicht mehr funktioniert. Die Wiedergabe über den Server wird offensichtlich immer vorgezogen.

Das Programm startet leider beim PC-Start einen Hintergrunddienst, der das Hochfahren extrem ausbremst. Leider habe ich den Dienst noch nicht abschalten können, da ich den Übeltäter noch nicht ausfindig machen konnte.

Das Programm läßt sich simpel bedienen und arbeitet unbemerkt im Hintergrund, wenn es einmal gestartet ist. Über die Fernbedienung kann ich nun über den Input Knopf auf's Netzwerk zugreifen und bekomme im Dateimanager alle freigegebenen Ordner angezeigt. Die Wiedergabe geht problemlos von statten, egal welches Format man hat. Lediglich unpraktisch finde ich den Fakt, dass der Mediaplayer nicht in der Lage ist, DVD Menüs zu nutzen - er spielt diese einfach ab und springt zur nächsten Datei, nutzbar sind sie nicht - und auch von Kapiteln in DVDs oder MKVs keinen Gebrauch macht. Mit der Pfeiltaste springt das Video in einem %-Satz vorwärts. Dieser richtet sich nach der Länge des Videos. Mithilfe der AD Taste auf der Fernbedienung kann ich die AudioSpur wechseln, wenn mehrere vorhanden sind. Die Taste Subtitle läßt mich vorhandene Untertitel anzeigen und auswählen.
Fotos

Der Fernseher kann auch Fotos darstellen im JPG Format. Man kann diese über den MediaServer, ein externes Datengerät wie USB Stick oder Festplatte oder direkt aus einer Digitalkamera am USB-Anschluss abrufen. Leider kann man Fotos nicht rotieren, was heisst, dass Hochkantfotos direkt von einer Kamera kopiert und unbearbeitet, auf der Seite liegend erscheinen. Auch ein Zoomen ist leider nicht möglich, was ich bedauerlich finde, denn meine 15 Megapixel Kamera bietet natürlich eine Auflösung weit größer als Full HD und man könnte hier herrlich Bildbereiche noch herausheben beim Zeigen. Dafür kann man eine Diashow einstellen und für diese auch das Anzeigeintervall wählen.

SimpLink

Die Fernbedienung bietet eine SimpLink Taste. SimpLink ist LG's Name für ein herstellerübergreifendes Bedienkonzept. Kompatible Geräte über HDMI angeschlossen, was neben Audio und Video auch Daten übertragen kann, können untereinander gesteuert werden. Kauft man also einen LG HD-Recorder, kann man diesen über die TV-Fernbedienung steuern. Das ist mit Recordern, Playern oder Audio-Anlagen möglich. Der Consumer Electronics Control Standard (CEC) gibt rudimentäre Funktionen vor, für weitergehende Funktionen muss man allerdings Hersteller-treu sein und bei einem LG TV dann auch LG Zubehör kaufen. Eigentlich eine wirklich tolle Sache und auch sehr reizvoll. Leider aber nicht nutzbar, da mein LG DVD Player zu alt ist und ich nicht vorhabe, mir in absehbarer Zeit einen passenden BluRay Player oder HD Recorder zu kaufen. Auch für eine Soundanlage habe ich jetzt keinen echten Bedarf.
Programmguide

Zurück zum regulären Fernseher. Die Taste Guide schaltet den Elektronischen Programmguide ein (EPG). Leider habe ich das Problem, dass der manchmal gar nicht lädt und viele Programme einfach leer sind. Ich vermute, dass liegt irgendwie an Kabel Deutschland und der Anlieferung der Infos über die SmartCard im CI+ Slot. Auf dem Receiver vorher funzte das uneingeschränkt und sofort.
Der Guide zeigt an, was gerade läuft und zeigt immer einen Überblick für zwei Stunden, mit den Pfeiltasten kann ich nach rechts auf die nächsten zwei Stunden schalten. Finde ich in der Zukunft etwas, was ich sehen will, kann ich mir die Sendung vormerken. Diese steht dann unter "geplante Aufnahmen" obwohl der Fernseher keine Aufnahmefunktion hat. Hat man aber sicher der Einfacheit halber zusammengefasst. Hätte ich per SimpLink einen Recorder angeschlossen, würde die Glotze diesen dann entsprechend fernsteuern. Da dies nicht der Fall ist, ist aber die Funktion deswegen nicht sinnlos. Ist der TV aus, geht er zur markierten Sendung an. Schaut man grad was anderes, schaltet er einfach um. Sehr praktisch oder? So kann man eigentlich nichts mehr verpassen, was man sehen will. Sehr nützlich zB. wenn man nachts etwas sehen will, weil irgendwelche Dropskoffer der Meinung waren, dass man eine Premiere einer preisgekrönten Musikdoku um halb drei nachts auf RTL2 zeigt und aber Bedenken hat, einzupennen. Also Glotze aus und hinlegen. Wenn er von selbst angeht, wird man automatisch wach. Wenn man aber während des Programms einschläft, verpennt man es garantiert.

Habe ich eine Sendung im Guide einfach angewählt (also dass sie blau unterlegt ist) kann ich mit der INFO Taste weitere Informationen zur Sendung ansehen. zB. Sendezeit und Dauer, bei Filmen eine Inhaltsangabe und evtl. Darsteller; ob es sich um eine Wiederholung handelt, wer eine Sendung moderiert oder wer als Gast geplant ist usw. usf. Also alles, was auch eine Programmzeitschrift bieten würde. Die braucht man also nicht mehr kaufen, denn der Guide ist garantiert aktueller.

Drückt man im laufenden Programm OK, erscheint am oberen Bildschirmrand ein Balken mit Infos. Hier lesen wir welchen Kanal wir sehen, was gerade läuft, die lange das noch geht und anhand Balken, wie weit die Sendung fortgeschritten ist und wir erfahren auch, was danach im Programm ansteht. Dazu gibts auch Datum und Uhrzeit und Infos zum Sound, zb. dass DSDS in Dolby Digital gesendet wird.

Timer

Natürlich hat der TV auch einen Timer. Und zwar für beide Richtungen: geplante Abschaltung und geplante Anschaltung. Ich kann wählen, ob ich täglich zur gleichen Zeit auf dem gleichen Programm geweckt werden will, ich kann das für verschiedene Wochenbereiche (Mo-Fr, Sa-So) einzeln programmieren, oder einfach einmalig für die nächsterreichbare Zeit. Gleiches kann ich auch fürs Abschalten machen und mir einmalig, täglich, Mo-Fr oder Sa-So aussuchen, zu welcher genauen Zeit die Kiste ausgehen soll. Der SleepTimer läßt sich mit 10,20,30,60,90,120,180 oder 240min einstellen. Weiterhin gibt es eine automatische Standby Funktion. Diese ist original abgeschaltet, bei mir jedoch war diese eingerichtet auf 4Std. Ich habe das so gelassen. Drückt man 4 Std.lang keine Taste, meldet sich der TV 5min und 1min vor dem Abschalten, dass er gleich ausgeht. Verhindern kann man das mit einem simplen Tastendruck auf der Fernbedienung. Nach jedem Tastendruck beginnen die 4 Std. erneut. Ich find das recht praktisch. Zum einen falls man doch beim Fernsehen einpennt, zum anderen wenn man spontan weg muss und unerwartet doch länger wegbleibt, so läuft das Ding nicht ununterbrochen.
Weitere Funktionen

Hat man kleine Kinder, kann man den TV sperren. Man gibt ein Passwort vor und kann verschiedene Einstellungen wählen, zB. bestimmte Programme sperren, Eingänge blockieren etc.

Ebenso gibt es für Hörgeschädigte die Möglichkeit, grundsätzlich den Modus zu aktivieren, so dass vorhandene Untertitel immer angezeigt werden. Für Blinde kann ein Akustiksignal aktiviert werden.

Im Setup Menü kann man den TV testen. Es gibt Bild-, Ton- und Signaltest. Sehr hilfreich: Im Infofenster kann man sich Seriennummer, Mac-Adresse, SoftwareVersion etc. anzeigen lassen. Hier steht freundlicherweise sogar die Rufnummer des deutschen LG Support notiert.

Videotext

Videotext hat er natürlich auch, das ist heutzutage Standard und eigentlich braucht es keiner mehr. Der Videotext ist schnell geladen und gut lesbar, nur zieht der TV den in 4:3 gelieferten VTX immer auf 16:9, was natürlich etwas seltsam aussieht. Ansonsten haben wir die 4 farbigen Tasten, die im VTX auch ihre ursprüngliche Funktion haben. Im Dateimanager stehen andere Funktionen zur Verfügung und so haben sie auch mehr als einen Existenzsinn.

Stromverbrauch & Energy Saving

Der Fernseher verbraucht auf voller Leistung ca. 65 Watt. Diese erreicht er immer, wenn man im Home Menü ist, da dieses immer auf voller Helligkeit dargestellt wird. Es geht aber auch nach 1min von selber wieder aus, wennn man keine Tasten drückt.

Der Energy-Saving Modus ist ein absolutes Highlight. Es gibt eine Energytaste auf der Fernbedienung, die den entsprechenden Part im Q.Menu öffnet. Hier gibt es folgende Vorgaben:
Aus - der Fernseher ballert auf voller Leistung. Minimum: der Bildschirm dunkelt leicht ab und das Gerät braucht ca 18% weniger. Mittel: hier sparen wir schon 35%, ca. 52 Watt braucht der TV hier. Diese Einstellung habe ich gewählt. Bei Maximum geht der Verbrauch auf ca. 33-34 Watt runter, also fast 50% Ersparnis. Wenn man einen digitalen Radiosender hört, kann man Video Stumm wählen (da hat beim Übersetzen einer gepennt) und der Bildschirm geht nach 3sec aus und der Stromverbrauch sinkt auf 27 Watt. Zusätzlich gibt es die Einstellung Automatisch. Der LG hat einen Umgebungslichtsensor und passt das Panel dem Raumlicht an. Ist es hell, fährt der LG das Licht hoch, ist es abends dunkel im Raum, geht auch der Bildschirm runter.

Bedenke ich, dass meine alte Röhre (70cm) IMMER 65 Watt verbraucht hat, freut mich natürlich der geringere Verbrauch auf der Stufe Mittel. Zusätzlich spare ich mir dank des Geräts nun auch den zusätzlichen Verbrauch des HD Receivers von Kabel Deutschland. Unterm Strich also sehr energiefreundlich und damit freut sich auch die Brieftasche.

Das Nutzen von USB Geräten beeinflusst den Stromverbrauch kaum, es schwankt um 1-2 Watt. Auch das Mediastreaming vom Computer hat keinen Einfluss auf den Verbrauch.

Fernbedienung

Mit Abstand die längste, die ich je besessen habe. Gut 20cm lang und 5cm breit, ist sie jedoch relativ flach. Sie braucht zwei AAA Batterien. Tolles Ding: Der Batteriefachdeckel ist angehangen und kann nicht verschütt gehen.

Ganz oben haben wir den großen, leuchtend roten Powerknopf. Darunter gibt es vier Direkttasten: Energy, AV/Mode (zeigt den AV Eingang an, zb. den DVD Player), Input - hier kann ich wählen, ob ich vom Kabel guggen will, oder vom USB, oder Vom Netzwerk, oder Simplink, wenn vorhanden und TV/Radio, schaltet auf digitale Radioprogramme um oder zurück zum TV.
Darunter haben wir die Zahlentasten, neben der Null finden wir List - hier wird die Programmliste eingeblendet mit dem aktuellen Programm und seinen direkten Nachbarn, ich kann von hier aus auch Sender verschieben - und auf der anderen Seite Q.View. Mit diesem Knopf kann ich zwischen dem aktuellen und letzten Kanal hin und her wechseln.

Darunter gibt es mittig drei Tasten übereinander: FAV bringt uns in die Favoritenlisten, Ratio ruft das Menü zur Einstellung des Seitenverhältnises auf (also 4:3 oder 16:9 zb) und Mute - schaltet den Ton ab. Links davon haben wir langgezogen in blau die Lautstärkentasten und rechts im gleichen Stil die Programmtasten.

Darunter geht es mit den Multimediatasten weiter. In der Mitte thront die OK Taste, umgeben von 4 Pfeiltasten. Links drüber ist Premium, mittig HOME, rechts oben Q.Menu. Unten links haben wir Back (einen Schritt zurück im Menü), Guide in der Mitte (für den EPG) und EXIT rechts unten, der uns wo auch immer wir sind rausbringt und das TV Programm aufruft.

Leider ist die Anordnung suboptimal. die Pfeiltasten haben zwar erhabene Markierungen, sind aber als einziges glatt aus Plastik und nicht gummiert wie die anderen und leicht wie ein Teller geformt. Das führt dazu, dass man eigentlich ständig statt auf "hoch" die Home Taste erwischt und statt "runter" den Guide. Nachteilig ist, wenn man zb. Sender ordnet, fliegt man komplett raus und muss sich wieder zurückwuseln. Da hat wohl einer die Bedienerfreundlichkeit nicht ausreichend getestet. Da braucht man schon Übung, damit einem das nicht laufend passiert.

Drunter kommen die vier farbigen Tasten rot, grün, gelb und blau, die man vom VTX kennt, die aber auch weitere Funktionen im Home Menü und Dateimanager übernehmen. Weiter geht es mit Text, T.Opt (Einstellungen für VTX) und Subtitle. Dann folgen die Player-Tasten wie Stop, Play, Pause, rückwärts und vorwärts. Dann gibts noch SimpLink, INFO und AD für Audio.

Ganz schön viel Knöpfe. Allein die Fernbedienung würde meine Eltern total verwirren, es ist einfach zuviel. Von den Funktionen der Glotze ganz zu schweigen.

Anleitung

Die Anleitung auf CD habe ich mir bis heute nicht wirklich angesehen, ich gebs zu. Das spricht zwar gegen die Anleitung, aber dafür umso mehr fürs TV Gerät. Wer technikinteressiert ist, kommt damit recht einfach zurecht. Die PDF Anleitung gibt jedenfalls sehr viele hilfreiche und nützliche Infos, allerdings ist vieles allgemein gehalten und die Anleitung wird, wie auch die gedruckte Version zur Inbetriebnahme, für etliche Geräte mit verschiedenen Funktionen verwendet. Oft liest man daher "nur Serie X" "nur 3D Modelle" - aber das System beginnt sogar schon auf dem offenbar ebenfalls universal hergestellten Karton - für echte Laien kann das mehr Verwirrung stiften als helfen.

Sonstiges

LG hat ein deutsches, offizielles Supportforum unter forum.lg.de und auch der Email Support antwortet schnell, die Reaktion von LG auf meine Anfrage zur iPhone App "LG Remote" wurde mir innerhalb von 20 Std. beantwortet.

Garantie habe ich nicht, zumindest habe ich keine Garantiekarte. Ich werde diesbezüglich jedoch bei LG nachfragen, ob evtl. noch ein Garantieanspruch besteht, da das Gerät offenbar geprüft wurde, bevor es an mich verkauft wurde und Amazon 10 identische angeboten hat. Da liegt die Vermutung nahe, dass es sich um von LG geprüfte Geräte handelt, die dann exklusiv über Amazon Warehouse neu verkauft werden. Auf ein Neugerät gibt es Original 2 Jahre Herstellergarantie, ergo muss es noch einen Restbestand geben, Amazon verkauft diese Dinger erst seit Mitte 2011.

Putzen muss man so ein Teil auch ab und an. Hierfür sollte man nur ein trockenes Microfasertuch verwenden. Hartnäckigen Schmutz nie mit Wasser und Putzmittel entfernen! Das Panel kann dabei irreparablen Schaden nehmen. Es gibt spezielle LCD Reinigungstücher zu kaufen, die mit einem sehr milden Reinigungsmittel getränkt sind, das keine Schlieren hinterläßt. Drücken sollte man nicht, auch das hinterläßt Schäden auf dem empfindlichen Panel.

Es gibt ein sehr interessantes Zubehör - die Magic Motion Remote. basierend auf der Wii-Technik kann man den TV mit seiner Handbewegung steuern. Die interessiert mich zugegeben sehr, da es das Eingeben von LoginDaten oder Suchworten erheblich erleichtert, weil man den Zeiger dann leichter zwischen den Buchstaben bewegen kann. Die kommt mir nur 6 Tasten aus, während das Originalmodell mit 48 davon aufwartet. Bei Preisen zwischen 30-60 Euro muss man hier aber unbedingt vergleichen.

Technik


  • LED LCD-Fernseher (Edge-LED: Die LED sind an den Seiten des Panels angebracht und leuchten das Bild von den Rändern aus. Volle LED Displays besitzen weit mehr LED hinter dem Panel - und verbrauchen erheblich mehr Strom.)
  • Bildschirmdiagonale: 32 Zoll (80 cm)
  • Bildverhältnis: 16:9 Format
  • Maße (Breite x Höhe x Tiefe): 76 cm x 49 cm x 3,5 cm
  • Gewicht: 9,6 kg
  • Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD / 1080p)
  • Kontrastverhältnis: 3.000.000 : 1
  • Reaktionszeit: 3,5 ms
  • Bildwiederholungsfrequenz: 100 Hz
  • Horizontaler Betrachtungswinkel: 178
  • Vertikaler Betrachtungswinkel: 178
  • Leistung in Watt (RMS): 20 Watt
  • Leistungsaufnahme (Betrieb): 59 Watt
  • Leistungsaufnahme (Standby) in W: 0.1 Watt (original weniger, der Standby-Verbrauch ist nicht messbar mit 2 Stellen nach dem Komma)
  • Energieeffizienzklasse (EU): B

FAZIT

Ich bin begeistert. Fernsehen macht wieder Spass. Ich habe ungelogen seit Mai meinen TV wirklich fast nicht mehr angehabt. Wenn ich gesamt seither auf 60,70 TV Stunden gekommen bin, wird das viel gewesen sein. Seit ich den LG habe, macht Fernsehen wieder Spass und sieht richtig gut aus. Auch die massigen Konzert-DVDs (von Fans für Fans, ich klau nix), die ich gesammelt und gebrannt habe, werde ich mir jetzt endlich ansehen können, da man sie nun auch geniessen kann. Da ich bald 5€ im Monat an Receiver-Miete spare, tendiere ich zur Zubuchung des Kabel HD Pakets mit etlichen HD Sendern (zb. die privaten RTL, Pro7, Sat1, Vox sowie ein paar Spartenkanälen) für 3€, denn jetzt kann ich das ja auch endlich geniessen. Und gerade viele US Serien und Programme werden dann dort auch in Full HD ausgestrahlt.

Der Preis von 352€ ist völlig okay für die gebotene Technik, der Fernseher ist auch durchaus seine 429€ wert, nur mehr als 350 konnte und wollte ich nicht bei Volksbank Papi an Kredit aufnehmen und somit war ich hocherfreut über das Angebot bei Amazon.

Die Qualität an Technik und Verarbeitung ist hervorragend, das Bild ist fantastisch und die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. LG bietet original 2 Jahre Garantie, was doppelt soviel ist wie die meisten Technikhersteller. Die Größe von 32" finde ich vollkommen ausreichend und ich bin immerhin ein Blindfisch.

Der Fernseher ist genau das richtige für Geeks, Nerds und Freaks, wie ich einer bin. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Mankos gibt es wirklich nur kleine, wie die Nicht-Zoomfunktion bei Fotos, das ignorieren von DVD Menüs im Dateimodus und die Nervigkeit der Bildschirmtastatur - damit kann man aber leben. Fürs Surfen im Web ist der TV nun wirklich keine Option, daher muss man die Tastatur nicht oft nutzen. Und vielleicht kommt ja noch ein Softwareupdate, was den ein oder anderen Punkt ausbessert.

Mein Fernseher läuft jetzt wieder öfter, ich schalt wieder meine Lieblingsserien ein, zappe durch die Kanäle und wenn ich die mal endgültig sortiert habe, kann ich auch meinen Kabelanschluss endlich vollends genießen.

WATCH MORE TV! (U2 Fans verstehen den...;))

Meine ausdrückliche Empfehlung für Technikbegeisterte mit voller Punktzahl.

KingSparko / LittleSparko 2012
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ClaudiaR23

ClaudiaR23

16.03.2013 09:56

BH ist da :)

ClaudiaR23

ClaudiaR23

15.03.2013 14:51

ich komm wieder :)

fantagirlie

fantagirlie

09.01.2013 16:10

bh

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