Erfahrungsbericht über

LG 42LV375S

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Prämierter Erfahrungsbericht

LG - Life's Good

5  16.02.2012

Pro:
viele Möglichkeiten, super Qualität, unschlagbarer Preis

Kontra:
Suchtgefahr ;)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

mehr


Futzi100

Über sich: True perfection has to be imperfect - Mein 3. Diamant *freu* Vielen Dank an alle! :)

Mitglied seit:02.03.2008

Erfahrungsberichte:131

Vertrauende:69

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 236 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Im letzten Oktober ist mir mein geliebter DVD-Recorder kaputt gegangen. Eines Morgens schaltete ich den Fernseher an, aber ich bekam nur Schnee auf dem Bildschirm. Der Recorder war aus. Jeder Versuch ihn wieder einzuschalten war zwecklos, er gab keinen Mucks mehr von sich. Also tauschte ich ihn erst einmal gegen meinen DVD-Player aus. Dabei merkte ich aber schon, dass ich eine Sache, die ich bisher seit Jahren gehandhabt hatte, nicht mehr machen konnte. An meinem alten DVD-Recorder hatte ich dank der zwei SCART-Ausgänge gleich zwei Fernseher angeschlossen, einen in meinem Wohnzimmer, den anderen in meinem Büro. Davon musste ich mich nun leider verabschieden. Nun brauch ich aber während der Arbeit immer wieder auch etwas Ablenkung. Ich versuchte etwas Arbeit zu verteilen, so dass ich mich auch tagsüber immer mal wieder ins Wohnzimmer setzen konnte. Ich versuchte auch mehr Arbeit mit Stift und Papier zu erledigen, anstelle mit dem Computer.

Da ich sehr viel Zeit in meinem Büro am PC verbracht hatte, hatte ich meine alte Röhre im Wohnzimmer sehr lange vernachlässigt. Je mehr Zeit ich nun aber mit ihm verbrachte, desto mehr wurde mir klar, wie scheußlich das Gerät in der Zwischenzeit geworden war. Das Bild war ziemlich weich und unscharf, der Ton extrem leise. Ich musste sogar meine alten PC-Boxen an den Fernseher anschließen, damit ich überhaupt noch verstehen konnte, was dort so gesprochen wurde. Dazu kam auch noch ein ständiger leiser Pfeifton, den der Fernseher nun schon seit einiger Zeit dauerhaft von sich gab. Um es kurz zu machen, ich entschied mich zum Kauf eines neuen Fernsehers.

Nun ist das Angebot an Fernseher natürlich gewaltig. Es gibt große und kleine, billige und teure, Röhrengeräte, Plasmafernseher, LED, LCD und so weiter. Ich musste mich also erst einmal ein wenig erkundigen, was es so alles gab und was in meiner Preisspanne liegt. Denn eines war mir klar, ich würde keine paar tausend Euro für einen neuen Fernseher ausgeben.

Ich stöberte also ein wenig rum und fand dann ein sehr interessantes Modell. Es lag mit seinen knapp 520 Euro in meiner Preisspanne und was es an Features so alles versprach war echt eine Wucht. Daher schrieb ich den LG 42LV375S auf meinen Wunschzettel.

~~~2. Gliederung~~~

Da der Bericht sehr umfangreich ist, habe ich ihm mal eine Gliederung vorangestellt, damit jeder Leser schneller die Punkte finden kann, die ihn auch interessieren.

1. Einleitung
2. Gliederung
3. Der Preis
4. Technische Daten
4.1. Technik
4.2. Anschlüsse
4.3. Features
5. Lieferumfang
6. Aussehen und Verarbeitung
7. Inbetriebnahme
8. Einrichtung
8.1. Die Grundeinstellungen
8.2. Programme suchen
8.3. Die Programmliste bearbeiten
9. Bildqualität
9.1. Allgemein
9.2. HDTV
9.3. Einstellungsmöglichkeiten
10. Tonqualität
11. Funktionen
11.1. Programmguide
11.2. Videotext
11.3. Der Mediaplayer
11.4. LG Smart TV
11.5. Mediastreaming
11.6. SIMPLINK
11.7. Energy Saving Modus
11.8. Timer und Weckfunktion
11.9. Als PC-Monitor
12. Zubehör
12.1. Magic Motion Fernbedienung
12.2. CI-Modul
12.3. Wi-Fi-Empfänger
12.4. Soundanlagen
13. Die Fernbedienung
14. Das Handbuch
15. Wartung & Reinigung
16. Die Garantie
17. Mein Fazit

~~~3. Der Preis~~~

Bevor ich den Fernseher kaufen konnte, musste ich erst einmal meine Finanzen checken, ob ich mir das gute Gerät denn wirklich leisten konnte. Gefunden hatte ich ihn übrigens - wo soll es auch anders gewesen sein? - bei Amazon.de. Als ich mir sicher war, dass ich ihn mir leisten konnte, kostete der Fernseher plötzlich fast 540 Euro, also etwa 20 Euro mehr. Zudem stand in der Produktbeschreibung etwas von "noch 7 Stück auf Lager". Nun überlegte ich, ob ich nun gleich zuschlagen, erst einmal abwarten oder mir ein anderes Modell suchen sollte. Die nächsten Tage stieg der Preis immer weiter, je weniger Geräte auf Lager waren und als Amazon ihn selbst gar nicht mehr hatte und man das Gerät nur noch über einen Marketplace-Verkäufer erwerben konnte, stand der Preis schon bei über 620 Euro, also mehr als 100 Euro mehr als zu Beginn meiner Suche.

Ich war schon etwas frustriert und hielt Ausschau nach einem anderen Modell, doch ich fand nichts Passendes. So schaute ich jeden Tag wieder auf die Produktseite bei Amazon und hoffte auf ein kleines Wunder, das auch nicht lange auf sich warten ließ. Offenbar hatte Amazon eine neue Lieferung des Modells bekommen, denn plötzlich waren wieder welche direkt bei Amazon verfügbar. Der Shop meldete nur "Auf Lager" und der Preis lag wieder bei 518,99 Euro. Diesmal schlug ich sofort zu und sicherte mir das Gerät.

Ich habe danach weiter die Preise verfolgt und musste mit ansehen, wie der Preis danach wieder Schritt für Schritt nach oben ging. Heute kostet er übrigens 549,97 Euro. Wer also einen günstigen Preis für das Gerät haben möchte, sollte die Preisentwicklung im Auge behalten. Die Preise schwanken je nach Nachfrage und Verfügbarkeit sehr stark und man kann so einiges Geld sparen, wenn man auf den richtigen Moment wartet.

~~~4. Technische Daten~~~

Hier gibt es erst einmal nur eine Übersicht über die technischen Daten des Geräts, was es alles hat und was es alles so kann. Auf die meisten Dinge werde ich später noch genauer eingehen.
***4.1. Technik***

  • LED LCD-Fernseher (LED-Backlight)
  • Bildschirmdiagonale: 42 Zoll (107 cm)
  • Bildverhältnis: 16:9 Format
  • Maße (Breite x Höhe x Tiefe): 100 cm x 61,5 cm x 3 cm
  • Gewicht: 13,3 kg
  • Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD)
  • Kontrastverhältnis: 3.000.000 : 1
  • Reaktionszeit: 3,5 ms
  • Bildwiederholungsfrequenz: 100 Hz
  • Horizontaler Betrachtungswinkel: 178
  • Vertikaler Betrachtungswinkel: 178
  • Leistung in Watt (RMS): 20 Watt
  • Leistungsaufnahme (Betrieb): 97 Watt
  • Leistungsaufnahme (Standby) in W: 0.1 Watt
  • Energieeffizienzklasse (EU): B
***4.2. Anschlüsse***

  • 3x HDMI
  • 1x Komponenten-Anschluss
  • 1x SCART-Anschluss
  • 1x Antenna IN
  • 1x LNB IN
  • 1x VGA-Anschluss
  • 1x USB-Anschluss
  • 1x Audio IN (Optical Digital)
  • 1x Audio OUT (Optical Digital)
  • 1x LAN-Anschluss
  • 1x Common Interface Slot (CI)
  • 1x Kopfhörer-Ausgang
***4.3. Features***

  • Elektronische Programmzeitschrift (EPG)
  • DVB-S Empfänger: DVB-S2
  • DVB-C Empfänger: DVB-C MPEG4
  • DVB-T Empfänger: DVB-T MPEG4
  • Timer
  • Videotext-Seitenspeicher: 2000
  • Internetfähig
  • PC-Streaming: Audio/Video
  • Media-Player-Funktion: Audio/Video-Wiedergabe
  • HbbTV (LG SMart TV)
  • DLNA zertifiziert
  • CI+
  • WLAN: WiFi-ready

~~~5. Lieferumfang~~~


  • LG 42LV375S LCD-Fernsehgerät
  • Gerätefuß und Wandhalterung, inkl. Schrauben
  • Fernbedienung mit Batterien
  • Kurzanleitung in 2 Büchern in 25 Sprachen
  • Handbuch-CD mit kompletten Handbuch im PDF-Format
  • Software-CD mit nero MediaHome 4 Essentials
  • Garantiekarte

~~~6. Aussehen und Verarbeitung~~~

Das erste was mir an dem Fernseher auffiel war natürlich der gewaltig große Bildschirm. Wenn man sich vorher mit einem 20 Zoll-Fernseher begnügen musste, ist der Sprung auf 42 Zoll gewaltig. Trotz seiner Größe wirkt der Fernseher in meinem Wohnzimmer aber nicht erdrückend, was vor allem an der Bauweise des Flachbildfernsehers liegt. Die schwarze Klavierlack-Optik wirkt sehr schick. Natürlich sind glänzend schwarze Elektrogeräte sehr staubanfällig, aber das stört höchstens am Rande. Dieses edle Teil befreit man sehr gern mal vom Staub. Der Fernseher kommt im 16:9-Format, er ist also deutlich breiter als hoch. Die Kanten sind abgerundet, was dem geschmackvollen Stil des Gerätes nur noch mehr zugutekommt. Also rein fernsehtechnisch hatte ich bis dahin noch nichts Schöneres gesehen, als dieses Gerät.

Nun ist das Aussehen natürlich bei weitem nicht alles, was einem an einem Fernseher interessiert. Auch die Verarbeitung ist gerade für den ersten Eindruck sehr wichtig. Ich hatte schon ein paar andere technische Geräte von LG. Die meisten Erfahrungen konnte ich bisher mit meinem PC-Bildschirm machen. Dieser war qualitativ sehr hochwertig und so wunderte es mich nicht im Geringsten, dass der Fernseher den gleichen Eindruck hinterließ. Das Gehäuse ist tadellos verarbeitet. Der Rahmen ist leicht angeraut, dadurch lag das Gerät beim Aufstellen gut in der Hand. Auch gibt es keine Grate, an denen man sich die Finger aufreissen konnte. Die Übergänge sind perfekt verarbeitet, nirgendwo sind irgendwelche Lücken oder Spalten an den Kanten, alles ist glatt und eben.

Die zwei Panel mit den Anschlüssen sind intelligent verteilt. Die Stecker gehen recht leicht hinein und auch wieder heraus, sitzen allerdings trotzdem fest und wackeln nicht. Trotz des recht günstigen Preises, im Vergleich zu ähnlichen Geräten von anderen Herstellern, kann man schon sagen, dass das Gerät sehr hochwertig verarbeitet worden ist.

~~~7. Inbetriebnahme~~~

Als eines Morgens der Lieferant bei mir klingelte, um mir meinen neuen Fernseher zu bringen, war ich verständlicherweise ziemlich aufgeregt. Voller Vorfreude trug ich den großen Karton in meine Wohnung. Als erstes schuf ich mal Platz in meiner Schrankwand, in dem ich meinen alten Fernseher abstöpselte und dann wegstellte. Danach öffnete ich den großen Karton voller Spannung.

Zum Vorschein kam ein gewaltiges Fernsehgerät, ein Standfuß und drei Tüten mit Schrauben, dem Netzkabel, der Fernbedienung, ein paar Batterien und einer Menge Papier. Als erstes blätterte ich in der Kurzanleitung, um herauszufinden, wie man den Fuß am Gerät befestigen kann. Ich fand eine sehr gut verständliche Zeichnung, wo alles super erklärt wurde. Mit Hilfe von vier Schrauben, die ich mit meinem Akkuschrauber festzog, wurde der Fuß am Gerät befestigt.

Danach stellte ich den Fernseher erst einmal auf seinen neuen Platz und war sofort begeistert. Das Gerät sah schon richtig edel aus, so wie es jetzt auf meiner Schrankwand stand. Allerdings war die gesamte Front noch voller Klebefolien, die zum Schutz des Gerätes beim Transport dort angebracht worden waren. Diese musste ich erst einmal entfernen. Das ging relativ leicht und vor allem rückstandslos.

Danach ging es an die Verkabelung. Ich hatte mir schon vor der Bestellung Hoffnungen gemacht, dass das Gerät einen Eingang für das Satellitenkabel haben würde. Bisher brauchte ich zum Fernsehen immer noch einen Satellitenreceiver und ich hoffte, dass das ab sofort nicht mehr nötig sein würde. Und das war es auch. Schon ein Blick auf das Panel an der Rückseite offenbarte mir den LNB-Eingang. Ich nahm also mein Satellitenkabel und steckte es in den LNB-Eingang und schraubte es fest. Noch schnell das Netzkabel in den Fernseher und in die Steckerleiste gesteckt und schon konnte es losgehen.

Das Anschließen über das LNB-Kabel ist übrigens nur eine Möglichkeit, wie man Bilder auf den Bildschirm kriegt. Der Fernseher unterstützt alle gängigen Methoden. Egal ob Kabel-TV, Satelliten-Empfang, Tuner oder das Anschließen eines externen Geräts (wie einen Satellitenreceiver) über SCART, HDMI oder den Komponenteneingang, alles ist möglich.

~~~8. Einrichtung~~~

Danach war es endlich soweit, ich schaltete meinen neuen Fernseher das erste Mal ein. Als erstes erschien ein hübscher, farbenreicher Bildschirm mit dem Werbeslogan "LG - Life's Good", wie man ihn ja auch aus der Werbung kennt. Der erste Eindruck war schon mal richtig gut, doch bis ich dann auch die ersten Fernsehbilder auf dem Schirm sehen würde, sollte noch etwas Zeit vergehen.

***8.1. Die Grundeinstellungen***

Nun ging es erst einmal an die Grundeinstellungen. Zuerst musste ich die Menüsprache wählen. Die Auswahl war hierbei ziemlich groß. Wie auch schon bei der Kurzanleitung gab es insgesamt 25 Sprachen zur Auswahl und ja, Deutsch war natürlich auch dabei.

Weiter ging es mit der Auswahl des Modus, wobei ich anfangs nicht mal wusste, was das überhaupt sein soll. Wählen konnte ich zwischen einem Privat- und einem Händlermodus. Natürlich wählte ich den Privatmodus aus, doch nur weil ich kein Händler war. Erst später wurde mir klar, was das überhaupt war. Im Privatmodus kann man den Fernseher ganz normal verwenden. Im Händlermodus spielt das Gerät nur eine Demo-Simulation ab, wie man sie auch oft auf den Bildschirmen bei Mediamarkt und Co. sehen kann. Für den Privatnutzer ist das natürlich völlig irrelevant. Ich musste mich ja nicht mehr überzeugen lassen, das Gerät zu kaufen, ich hatte es ja schon.

Nun musste ich noch das Land auswählen. Dies ist in erster Linie für die Wahl der Zeitzone relevant. Laut dem Benutzerhandbuch gibt es, wenn man Russland als Land auswählt, danach noch eine Auswahl der jeweiligen Zeitzone. Das passiert aber nur bei Russland, weil es das einzige unterstützte Land mit mehreren Zeitzonen ist. Deutschland hat nur eine, deswegen fiel die 2. Abfrage bei mir weg. Schon war ich mit den Grundeinstellungen fertig.
***8.2. Programme suchen***

Nun ging es ans Eingemachte. Das Satellitenkabel direkt in den Fernseher stecken zu können ist schließlich nur das eine, danach auch Programme zu empfangen das andere. Ich nahm die Fernbedienung in die Hand und scrollte durch das mir angezeigte Menü. Dies war sehr übersichtlich und ich fand

Bilder von LG 42LV375S
  • LG 42LV375S Der Startbildschirm
  • LG 42LV375S HD Programm
  • LG 42LV375S Die Programmliste
  • LG 42LV375S Der Dateimanager des Mediaplayer
LG 42LV375S Der Startbildschirm
Der Startbildschirm
schnell den Punkt "Setup". Im Setup-Menü grinste mich förmlich der Button "Sender suchen" an, also wählte ich den Menüpunkt aus.

Hier gab es eine Menge Einstellungsmöglichkeiten und ich hatte keinen Plan, was ich da auswählen sollte. Ich wählte also erst einmal optimistisch die Standard-Einstellungen, drückte auf OK und wartete was passiert. Um es nicht allzu spannend zu machen, es passierte rein gar nichts. Der Sendersuchlauf dauerte etwa 10 Minuten und lieferte nicht einen Kanal.

Offenbar waren die Standard-Einstellungen doch nicht die richtigen. Nun musste ich also etwas rumprobieren. Ich wechselte die Einstellungen, es gab insgesamt 8 Voreinstellungen, die ich alle ausprobierte. Das Ergebnis war immer das gleiche: nichts. Ich wechselte manuell den Satelliten, die LNB Frequenz und den DiSEqC-Eingang (was auch immer das war), doch weiter gab es keine Ergebnisse bei den Sendersuchläufen. Langsam rauchte mir schon der Kopf. Also rannte ich im Haus umher und schaute auf die Digital-Receiver, welche Einstellung denn diese hatten. Leider gaben die Geräte von Sky überhaupt keinen Einblick in diese Details, was ziemlich nervig war. Erst der alte Humax-Receiver, der bei meiner Oma stand, gab mir einige Details preis. Leider zeigte er mir Einstellungen an, die ich schon lange ausprobiert hatte. Sollte mein Traum von receiverfreiem Fernsehen etwa doch platzen?

Zwischendurch hatte ich mehrere Male die Kabelverbindung gecheckt. Das Kabel steckte fest im Anschluss. Da ich erst einmal aufgeben wollte und den Receiver über SCART anschließen wollte, brauchte ich das Kabel aber wieder. Ich schraubte es vom Fernseher ab und bastelte es wieder an den Receiver, schloss diesen an den Fernseher an und wechselte am Fernseher auf den AV-Kanal. Nun lieferte der Fernseher da aber auch keine Bilder. Ich überprüfte nochmal das Kabel, konnte aber auch nicht wirklich etwas Verdächtiges entdecken. Mehr aus Mut der Verzweiflung holte ich aber trotzdem ein Messer und Schnitt ein paar Zentimeter von dem Kabel ab. Ich erinnerte mich, dass ich es etwas schwer aus dem Receiver bekommen hatte. Vielleicht hatte ich es ja doch dabei beschädigt?

Ich schnitt also etwas ab, entfernte die Gummiummantelung und steckte den Kopf wieder drauf, schraubte das Kabel wieder in den Receiver und tatsächlich, ich hatte wieder Bild. Vorsichtig zog ich das Kabel wieder aus dem Receiver und steckte es wieder in den LNB-Eingang des Fernsehers. Wechselte wieder ins Setup-Menü, ging auf "Sender suchen", wählte die Standard-Einstellungen und schon nach wenigen Sekunden meldete der Fernseher mir die ersten gefundenen Kanäle. Stunden hatte ich damit zugebracht, die richtige Einstellung zu wählen, dabei hatte ich sie bereits beim ersten Versuch gewählt und es war das Kabel, was nicht richtig funktionierte. Erleichtert beobachtete ich 10 Minuten lang die Anzeige des Sendersuchlaufs, bis er alles gefunden hatte.

***8.3. Die Programmliste bearbeiten***

Nun hatte der Fernseher eine Menge Sender gefunden, sowohl Fernsehsender, als auch digitale Radiosender, nur sah die Programmliste ziemlich abenteuerlich aus. Die ersten Kanäle wurden auf den Sendeplätzen um 1.200 angezeigt und es waren spanische PayTV-Sender. Die ersten deutschen FreeTV-Kanäle kamen noch weiter hinten und waren auch völlig durcheinander. Der Fernseher verfügt offenbar nicht über eine intelligente Sendersortierung, wie es die meisten Satellitenreceiver haben. Auch war keine automatische Sortierung nach Sendergruppen möglich.

Ich musste also die Programmliste manuell bearbeiten. Auf der Fernbedienung gibt es eine Taste, auf der "LIST" steht. Mit der kommt man in die Programmliste. Hier sieht man die verfügbaren Kanäle, nach Nummern sortiert, immer in Dreier-Blocks. Das verschieben auf einen anderen Programmplatz geht ziemlich einfach. Man wählt den Sender aus, den man Verschieben möchte und drückt auf OK. Nun öffnet sich ein kleines Menü, wo man den Sender verschieben kann. Man gibt einfach unter "Programmnummer bearbeiten" die neue Nummer an und bestätigt mit OK. Wie gesagt, das geht recht einfach, ist aber trotzdem mühselig, weil die Liste auf den neu zugewiesenen Platz springt. Da alle Kanäle jenseits von Programmplatz 1.000 waren, ich sie aber natürlich auf die ersten Plätze verschieben wollte, startete ich also immer wieder von Beginn an.

Man kann in der Programmliste die Sender nur mit den Pfeiltasten durchsuchen, also wenn man nach unten drückt in Dreierschritten die Kanäle durchsuchen. Auf die Zifferntasten reagiert das Gerät in der Liste nicht. Wenn man also erst einmal 500 Kanäle durchklicken muss, bevor man zu dem Sender kommt, den man verschieben will, kann das echt eine Weile dauern. Umso ärgerlicher ist es, wenn eigentlich der nächste zu verschiebende Sender gleich danach kommt und man trotzdem wieder durch alles klicken kann. Abhilfe schafft da nur das Verlassen der Programmliste. Nun kann man die Nummer selber wählen und danach die Programmliste wieder öffnen. Dann befindet man sich direkt dort, wo man hin will. Allerdings muss man dazu natürlich vorher auch wissen, wo sich der gesuchte Kanal befindet.

Ich hatte also die Aufgabe, mir ein Blatt Papier und einen Stift zu nehmen und erst einmal durch alle Kanäle zu zappen, um zu sehen, was alles überhaupt vorhanden und sehenswert war. Dann hab ich die vorhandenen Sender auf dem Papier sortiert und dann angefangen die Programmliste im Fernseher dementsprechend zu gestalten. Das hat wahnsinnig lange gedauert und wenn ich ehrlich bin, bin ich noch heute nicht damit fertig. Einige Spartenkanäle, in erster Linie Shopping-Kanäle schlummern noch immer dort, wo der Fernseher sie am Anfang abgespeichert hatte.

In dem kleinen Untermenü in der Programmliste kann man übrigens auch direkt Kanäle sperren, was durchaus sinnvoll ist, wenn man Kinder im Haus hat und nicht möchte, dass sie durch die erschreckend vielen Kanäle zappen, die den ganzen Tag Werbung für Telefonsex bringen. Eine weitere Funktion in diesem Menü ist das Zuweisen des Senders zu einer von vier möglichen Favoritenlisten. Man kann sich also durchaus seine Lieblingssender auf einer Favoritenliste speichern. Wählt man diese dann aus, kann man immer zwischen seinen Lieblingssendern direkt wählen. Für einen uninteressante Sender werden gar nicht erst angezeigt.

Das Sortieren der Kanäle hat viel Zeit beansprucht. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Komfort gewünscht, eine voreingestellte Kanalliste zum Beispiel oder eben wenigstens eine Sortierung nach Sendergruppe. Allerdings hatte ich bei meinen Receiver wiederum das Problem, dass die Senderliste auf den ersten 100 Kanälen fest und damit gar nicht änderbar war. So hatte ich Sender, wie den Kinderkanal, ziemlich weit vorn, andere Sender, die ich aber öfter ansehe, weiter hinten. Zumindest das Problem gibt es beim LG Fernseher nicht. Die Programmliste ist komplett individuell einstellbar, auch wenn es Zeit dauert.


Mit der Bearbeitung der Senderliste war mein Fernseher fertig eingerichtet und ich konnte ihn endlich genießen.

~~~9. Bildqualität~~~

Der Bericht handelt über meinen neuen Fernseher und was könnte bei einem solchen Gerät wichtiger sein, als die Bildqualität? Natürlich stellte sich von Anfang an die Frage, wie der Fernseher bei diesem wichtigsten Kriterium abschneiden würde. Er war ja um einiges günstiger, als die hochpreisigen Markenmodelle, da war die Gefahr natürlich groß, dass man hier Abstriche machen müsste. Man kennt ja gemeinhin den Satz "Was nix kostet, ist auch nix". Das trifft hier aber definitiv nicht zu.

***9.1. Allgemein***

Das Bild ist wirklich beeindruckend, was auch an der enormen Bildschirmgröße liegt. Die Farben sind schön klar und kräftig, dabei aber nicht farbstichig. Alles sieht sehr natürlich aus, der Himmel ist blau, das Gras grün und die Menschen haben eine gesunde Gesichtsfarbe. Die Kontraste sind optimal. Ich musste nichts daran ändern. Schwarze Bildbereiche werden auch schwarz dargestellt, ohne dass der Rest des Bildes zu dunkel erscheint oder unter einem Grauschleier verschwindet. Selbst feinste Nuancen sind sehr gut zu erkennen. Dies war gerade bei meiner alten Röhre nicht der Fall gewesen. Hier war das Bild immer etwas milchig gewesen, was an einem Grauschleier lag, der über dem ganzen Bild hing. Dadurch wirkte das Bild auch immer etwas unscharf.

Hier ist das Bild sehr scharf. Die Objekte verschwimmen nicht ineinander, sondern bleiben, auch bei sehr ähnlichen Farbtönen, klar voneinander abgegrenzt, ohne dabei unnatürlich zu wirken. Die Darstellung der Bilder ist flüssig, auch bei schnellen Szenen und Schnitten gibt es keine Probleme, der Bildfluss wirkt die ganze Zeit natürlich. Bei meiner alten Röhre und auch bei meinem 20 Zoll TFT Fernseher hatte ich gerade da deutliche Schwächen erkannt. Das Bild wirkte immer etwas verschwommen und bei ganz schnellen Schnitten oder rasanten Szenen hatte man schon mal das Gefühl, dass sich auf dem Bildschirm kleine Schatten gebildet haben oder Lichtkegel zu kleinen Strichen verschmolzen, die wie Sternschnuppen wirkten. Das ist hier nicht der Fall, der Fernseher kommt mit den Anforderungen des modernen Fernsehens sehr gut zurecht.

***9.2. HDTV***

Das mit dem HD-Fernsehen war bei mir immer so eine Sache. Am Anfang stand ich High-Def ziemlich skeptisch gegenüber. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine höhere Auflösung wirklich so einen gewaltigen Effekt auf das Bild haben würde. Dann kauften sich meine Eltern einen HD-ready Großbildfernseher und auch hier konnte ich mich nicht wirklich dafür begeistern. Große Unterschiede waren nicht zu erkennen, im normalen TV sowieso nicht, aber auch nicht bei DVDs usw. Das erste Mal begeistert von HDTV war ich dann, als meine Eltern für ein Jahr kostenlos das Sky HD Paket angeboten bekommen hatten. Bei diesen HD-Sendern sah man tatsächlich einen Unterschied und der war gut. Gerade Sky Sports HD hatte es uns natürlich angetan. Das Bild war viel klarer, es waren viel mehr Details zu erkennen. Danach wusste ich, was HD bedeuten kann und ich wusste, dass mein nächster Fernseher ein FullHD sein würde.

Nun hatte ich ja einen und war gespannt, ob das, was ich mir davon versprochen hatte, auch wirklich zutraf. Viele HD-Sender hab ich zwar noch nicht, aber zumindest bei ARD HD und ZDF HD konnte ich das Bild testen. Dieses ist gestochen scharf. Das Bild ist klar und verfügt über eine extrem hohe Farbbrillanz. Man sieht viel mehr Details, Konturen und auch Strukturen als im SDTV (Standard Definition Television). Abends lief in der ARD ein Fussballspiel. Man konnte jeden Grashalm auf dem Rasen erkennen. Man hatte das Gefühl, selbst im Stadion zu sitzen. Einfach toll.

***9.3. Einstellungsmöglichkeiten***

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Bild je nach Bedürfnis einzustellen. Zum einen kann man das Bildformat auswählen. Hier gibt es mehrere Voreinstellungen, 16:9, 4:3, 14:9, volle Breite, Kino-Zoom und eine Automatik-Einstellung. Diese finde ich persönlich am besten, weil sie das Bild an das vom Sender ausgestrahlte Format anpasst. Wird die Sendung in 4:3 ausgestrahlt, stellt der Fernseher auf 4:3, wird die Sendung in 16:9 ausgestrahlt, dann schaltet der Fernseher auf 16:9. Ich finde das sehr praktisch.

Zur Bilddarstellung kann man im Setup-Menü wahnsinnig viele Einstellungen vornehmen. Hier kann man am Kontrast, der Helligkeit, der Schärfe, der Farbe, der Farbbalance und der Farbtemperatur rumspielen. Es gibt sogar noch ein Menü mit weiteren Einstellungen: Dynamischer Kontrast, Dynamische Farbe, Clear White, Hautfarbe, Rauschunterdrückung, Super Resoultion, MPEG Rauschunterdrückung, Gamma und Farbskala. Da ich mit dem Bild eigentlich von Anfang an sehr zufrieden war, hab ich da überhaupt nicht rumgefummelt. Bei vielen Einstellungen weiss ich nicht, was sie bewirken, interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Wer gern auch noch die letzten Reste an Perfektion aus dem Gerät rauskitzeln will, der kann sich aber genug austoben, denke ich.

Zum Bildmodus gibt es übrigens noch 5 Einstellungsmöglichkeiten, die vielleicht sehr hilfreich sein können. Es handelt sich dabei um die Einstellungen Sensor, Standard, lebhaft, Kino und Spiel. Hier hat der Hersteller verschiedene Einstellungen gespeichert, die zum jeweiligen Programm nützlich sein können. Hier werden die Einstellungen mit einem Knopfdruck geändert und vermeintlich an das Programm angepasst. Wenn man eben an der Playstation zocken will, soll man den Bildmodus "Spiel" wählen, schaut man einen Spielfilm, dann wählt man eben "Kino". Ich persönlich nutze diese Einstellungen aber eigentlich nicht. Eine Spielkonsole hab ich nicht und egal ob Filme, Fussball oder Serien, meiner Meinung nach sieht das Bild am besten im Standard-Modus aus, aber auch das ist natürlich jedem selbst überlassen. Eigene Einstellungen kann man übrigens nicht hinzufügen.

~~~10. Tonqualität~~~

Auch dieses Kriterium ist bei einem Fernseher natürlich sehr wichtig. In den meisten Fällen funktioniert Fernsehen nur mit Ton und dieser dient nicht nur der Untermalung des Programms, sondern ist meist zu dessen Komplettierung da. Zwar gibt es auch einzelne Programme, die durchaus ohne Ton unterhalten können - Dank Untertiteln ist ja auch Fernsehen für Gehörlose unterhaltsam - aber erst mit gutem Sound wird das Fernsehen wirklich zu einem Erlebnis.

Um das bieten zu können, benötigt ein Fernsehgerät gute interne Lautsprecher (oder externe Boxen) und ein gutes internes Soundmanagement. Bei meinem alten Fernseher gab es nur Laut und Leise als Einstellungsmöglichkeit und mit der Zeit wurden die internen Lautsprecher so schwach, dass selbst die maximale Volume-Einstellung für viele Sendungen zu leise war. Ich musste mit externen Lautsprechern nachhelfen und selbst die waren qualitativ nicht wirklich hochwertig. Deswegen versprach ich mir von meinem neuen Fernseher auch in diesem Bereich einiges.

Erst einmal ist der Ton richtig schön klar. Es gibt keine Störungen oder Nebengeräusche, kein Piepsen, kein Pfeifen oder Rauschen. Zudem ist das Gerät richtig schön laut. Meist reichen schon die ersten 10 Stufen (von 100) aus und man versteht alles, was gesprochen wird. Oft ist es so, dass mit Zunehmen der Lautstärke auch die Nebengeräusche zunehmen. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Zu Silvester liefen auf 3sat wie jedes Jahr bei Pop around the Clock unzählige Konzerte. Hier konnte der Fernseher das erste Mal so richtig beweisen, was er tontechnisch so drauf hat. Satter Bass, klare Höhen, alles so wie man es sich wünscht. Selbst bei voller Lautstärke (und damit kann man echt jeden hier im Haus wecken, wenn man das will) gibt es kein Zischen, Rauschen oder Scheppern. Von meiner alten Röhre war ich es gewohnt, dass das Gehäuse gern mal surrte und knackte, wenn ich die Lautstärke hochdrehte. Auch das ist hier nicht der Fall, sicherlich auch, weil das Gehäuse an sich natürlich keinen so großen Resonanzkörper mehr darstellt, wie es noch beim Röhrengerät gewesen war. Das Klangbild ist schön breit gefächert. Auch bei vielen Tönen sind die meisten einzeln erkennbar (das kommt natürlich etwas auf die Quelle an), die einzelnen Geräusche sind gut zu erkennen. Sie verschwimmen nicht in einander und man kann sie sehr gut unterscheiden. Es ist entsteht also kein großer Geräusche-Misch-Masch.

Auch hier gibt es für die schnelle Audio-Einstellung wieder ein paar Voreinstellungen. Diese tragen die Bezeichnung Musik, Kino, Sport und Spiel und sind wohl für die jeweiligen Themen angepasst. Ich selbst höre dabei aber kaum Unterschiede zum Standardsound, es kann sich hierbei nur um minimale Änderungen bei den Höhen und Tiefen handeln. Vielleicht würde ich, wenn ich ein digitales Audiosystem an den Fernseher angeschlossen hätte, mehr Variationen hören. Natürlich gibt es auch hier wieder im Setup viele individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Hier kann man nicht nur an den Höhen und Tiefen, an den Bässen oder der Balance rumspielen, hier gibt es auch einige spezielle Features.

Sehr interessant finde ich die automatische Lautstärkeanpassung, die man hier aktivieren kann. Diese regelt die Lautstärke automatisch und passt sie dem Fernsehprogramm an. Wie oft fuhr man schon während einer Werbepause erschrocken hoch, weil die Fernsehsender sie gefühltermaßen doppelt so laut senden, wie das eigentliche Programm? Dies gehört mit dieser Einstellung der Vergangenheit an. Das Lautstärke-Niveau bleibt die ganze Zeit gleich niedrig oder laut, wie man halt will. Man kann hier noch viele kleine Einstellungen vornehmen, die aber insgesamt eher unwichtig sind. Mit der Standard-Einstellung bin ich bisher eigentlich immer am besten gefahren und darüber kann man sich definitiv nicht beschweren.

~~~11. Funktionen~~~

Heutzutage können die Fernseher ein bisschen mehr, als nur Fernsehsendungen ausstrahlen. Ähnlich wie auch bei den Handys (ja, die waren früher tatsächlich nur zum Telefonieren da) bieten auch die modernen Fernseher viele nette Features, einige sind nützlich, einige sogar wichtig, andere wiederum nur nette Spielereien.
***11.1. Programmguide***

Solch ein Feature kannte ich schon von meinen Digital Receivern. Der elektronische Programmguide (EPG) hilft beim Finden von Sendungen und ist quasi eine elektronische Fernsehzeitung. Bei meinem neuen Fernseher gibt es zwei Versionen dieses Guides. Einmal sieht man Elemente davon bereits beim Umschalten. Wenn man auf einen neuen Kanal wechselt, erscheint am oberen Rand des Bildschirms ein Fenster mit dem Titel der aktuellen Sendung, wann sie angefangen hat und bis wann sie noch läuft. Auf der Fernbedienung gibt es eine Info-Taste. Betätigt man diese, öffnet sich ein größeres Fenster am unteren Bildrand. Hier gibt es nun nähere Informationen zum Inhalt der Sendung. Mit Hilfe der Tasten Blau und Rot kann man weiter scrollen. Zur weiteren Navigation muss man nun die Pfeiltasten benutzen. Drückt man nach rechts kann man nähere Informationen zur nachfolgenden Sendung sehen. Drückt man weiter nach rechts, springt man immer zur nächsten Sendung.

Mit den Pfeiltasten nach unten bzw. oben kann man Informationen zu Sendungen einholen, die gerade auf einem anderen Kanal laufen. Hier sieht man als erstes das, was aktuell auf dem Sender läuft, drückt man nun nach rechts, sieht man auch hier die nachfolgenden Sendungen. Man kann mit dem Fernseher also zappen, ohne den Kanal zu wechseln, das nenn ich mal praktisch. Betätigt man die OK-Taste bei einem laufenden Programm, dann wechselt der Fernseher den Kanal. Drückt man "OK" bei einer nachfolgenden Sendung, kann man diese zum späteren Ansehen markieren. Der Fernseher wechselt dann automatisch auf den Kanal, wenn die markierte Sendung beginnt. Der Fernseher schaltet sich aus dem Stand-By-Modus übrigens auch an, wenn die markierte Sendung beginnt. Man kann also nicht wirklich mehr irgendwas verpassen.

Über die Taste "Guide" auf der Fernbedienung kommt man zur 2. Version des EPG. Diese liefert den gleichen Inhalt, aber in einer anderen Darstellungsform. Hier sieht man immer 5 Kanäle gleichzeitig und was auf denen derzeit läuft. Die Ansicht liefert immer nur die Daten von 2 Stunden, also wenn man um 14 Uhr den Guido aktiviert, dann die Zeit von 14 bis 16 Uhr. Über die Pfeiltasten kann ich zu anderen Zeiten springen. Ein Druck nach rechts und schon wär ich bei den Stunden 16-18 Uhr. Mit einem Druck nach unten oder oben, wechsel ich übrigens zu den nächsten bzw. vorhergehenden 5 Sendern. Ansonsten erhält man auch hier über die Info-Taste nähere Informationen zur Sendung und kann diese dann auch markieren.

Ich finde den Programmguide ziemlich praktisch. Er lädt schnell, liefert immer aktuelle Informationen und hat auch meistens einen guten Vorlauf. So kann man immer das Programm der nächsten Tage bereits in Augenschein nehmen, natürlich nur von den Sendern, die diese Informationen auch mitliefern, was leider noch immer nicht jeder Sender tut. Aber die Hauptsender, die öffentlich-rechtlichen und auch die meisten großen Privatsender sind dabei und das ist ja doch das wichtigste. Die Markierfunktion ist spitze, so kann man Sendungen einfach mit wenigen Tastendrücken vormerken und verpasst nichts mehr.
***11.2. Videotext***

Dieses Feature sollte jedem bekannt sein, schließlich gibt‘s den Teletext in Deutschland schon seit den 80er Jahren. Heutzutage ist es auch nichts Besonderes mehr, dass der Fernseher über Videotext verfügt, deswegen möchte ich hier nur auf die Qualität des VT eingehen. Im Großen und Ganzen bin ich damit zufrieden. Die Seiten laden schnell und fehlerfrei und mit den Pfeiltasten kann man zwischen verschiedenen Unterseiten hin und her schalten. Nur die Darstellung gefällt mir nicht besonders. Normalerweise wird Videotext im Format 4:3 ausgestrahlt. Der Fernseher zerrt ihn aber ins Format 16:9 und das sieht man auch. Er wirkt klobig und auseinander gezerrt. Man kann zwar alles problemlos lesen, aber er sieht einfach nicht gut aus. Anfangs dachte ich, es sei nur eine Gewöhnungssache, doch auch jetzt stört es mich immer noch ein wenig. Funktionieren tut er aber tadellos.

***11.3. Der Mediaplayer***

Der Fernseher verfügt über einen eigenen Mediaplayer. Mit diesem kann man viele verschiedene Dateien, Videos, Bild und Musik abspielen. Als Quellen kann man dabei viele externe Geräte benutzen, die man über den USB-Port an den Fernseher anschließen kann. Erfolgreich ausprobiert habe ich bereits meine USB-Sticks, eine SDHC-Speicherkarte über Kartenleser und externe Festplatten, sowohl mit als auch ohne eigene Stromversorgung. Gerade da war ich sehr überrascht. Mein alter DVD-Recorder verfügte ebenfalls über einen USB-Anschluss. Dieser reagierte aber nur auf USB-Sticks und Speicherkarten im Kartenleser. Externe Festplatten ignorierte er völlig. Mein DVD-Player nimmt zumindest die externe Festplatte ohne Stromversorgung, von der Platte mit eigener Stromversorgung will er aber auch nichts wissen. Der Fernseher akzeptiert alles, kann auf alle Geräte zugreifen, die über USB angeschlossen sind. Das ist natürlich sehr, sehr praktisch.

Überrascht war ich auch von der sehr guten Geschwindigkeit, mit der der Fernseher auf die USB-Geräte zugriff. Ordner wurden schnell geladen, genauso wie einzelne Dateien. Es dauert nicht lang, bis der interne Player auch große Videodateien startet. Bei der Widergabe gibt es keine Verzögerungen oder Unterbrechungen. Bild und Ton laufen flüssig, natürlich nur je nach Qualität der Quelldatei. Über den USB-Anschluss kann man auch direkt auf Digitalkameras oder Camcorder zugreifen und sich die Dateien auf dem Fernseher ansehen.

Dabei kann der Fernseher die gängigsten Multimediaformate wiedergeben. Er unterstützt die bekanntesten Videoformate, wie DivX, AVI, WMV, MPG, MPEG, VOB, DAT, MOV, MP4, MKV, M4V und TRP und die Streamingformate TS, TP und ASF. Ich verwende hauptsächlich DivX kodierte AVIs oder VOB-Dateien. Letztere sind nichts anderes als die Videodateien von DVDs. Diese kann man leicht von der Scheibe auf den PC kopieren und dann auf einen USB-Stick ziehen und dann mit dem Fernseher abspielen. Da ich die kleinen Silberscheiben dadurch nur sehr selten benutzen muss, halten diese natürlich länger, weil sie einfach weniger beansprucht werden. Sie bleiben in der DVD-Hülle und damit ganz.

Mein iPhone dreht Videos im MOV-Format. Diese werden leider nicht angezeigt, wenn ich das iPhone direkt an den USB anschließe. Ziehe ich sie aber vom iPhone erst auf den PC und dann auf einen USB-Stick, kann ich mir diese HD-Videos auf meinem Fernseher ansehen. Der Player selbst verfügt über wenig Funktionen. Man kann eine Datei abspielen, stoppen oder pausieren, kann vor und zurückspulen oder mit den Pfeiltasten direkt von einem Kapitel zum nächsten wechseln. Sind bei einer Videodatei Untertitel vorhanden, kann man diese aktivieren und auch ausblenden. Es ist auch möglich bei Videodateien mit mehreren Tonspuren zwischen diesen hin und her zu wechseln.

Seit neuestem habe ich MKV-Dateien entdeckt. Dies ist ein Container für HD-Videos. Die Grundstruktur eines MKV ist der nicht komprimierte AVI. Er ermöglicht das Hinzufügen von festen Kapiteln, mehreren Audiospuren, Untertiteln und die verlustfreie Wiedergabe von FullHD-Videos. Während der AVI also quasi DVD-Qualität liefert, ermöglicht der MKV sogar BluRay-Qualität.

Von den vielen Audioformaten, die es so gibt, spielt der Fernseher nur MP3s ab. Dies ist aber gar nicht schlimm, denn 99,9 Prozent meiner Musikdateien sind MP3s. Bei den Bilddateien zeigt der Fernseher Jpeg-Dateien an. Als Feature für den Bildbetrachter gibt es eine Diashow. Für diese kann man drei verschiedene Geschwindigkeiten (langsam, mittel, schnell) auswählen. Das Gerät sortiert die Anzeige der Bilder alphabetisch, man kann aber auch eine zufällige Anzeige einstellen, die dann auch von der Diashow übernommen wird. Man kann im Betrachter die Bilder drehen, es gibt allerdings keine Zoomfunktion, was ich etwas schade finde.

Ansonsten bin ich mit den Funktionen des Mediaplayers sehr zufrieden. Durch den USB-Anschluss und die Wiedergabe solch vieler Videoformate wurde mein DVD-Player so gut wie nutzlos. Der Fernseher kann einfach alles allein und braucht keine externen Geräte. Damit kann ich natürlich auch etwas Strom sparen, da ich früher zum Fernseher auch noch den DVD-Player benötigte.
***11.4. LG Smart TV***

Fernsehen war gestern, heute gibt es Smart TV. Diese Funktion ist eine wirklich nette Spielerei. Mit LG Smart TV kann man Online-Inhalte direkt auf dem Fernseher darstellen, wie zum Beispiel mit Hilfe der vorinstallierten App Youtube-Videos ansehen. Hierfür ist natürlich eine Breitband-Internetverbindung erforderlich. Diese kann man mit Hilfe eines Routers mit LAN oder WLAN herstellen. LG empfiehlt eine LAN-Verbindung, da WLAN in der Regel langsamer und anfälliger ist.

Auf dem Fernseher sind bereits einige Apps vorinstalliert. Da haben wir unter anderem die Tagesschau-, die Youtube- und die Maxdome-App. Es gibt natürlich noch weitere Apps, zum Beispiel Spiele, die man sich herunterladen kann. Dafür muss man sich bei LG kostenlos registrieren. Hier gibt es zwei Varianten, man kann entweder kostenloses oder zahlendes Mitglied werden. Für eine kostenlose Mitgliedschaft kann man sich direkt über den Fernseher registrieren. Man legt dabei einfach eine ID und ein Passwort fest. Natürlich kann man damit nur kostenlose Inhalte herunterladen. Um zahlendes Mitglied zu werden, muss man sich am Computer über die Webseite www.lgappstv.com registrieren. Für Premium-Services wie Maxdome erfolgt eine separate Registrierung, direkt beim Anbieter. Wer also schon einen Maxdome-Account hat, kann diesen natürlich auch über den Fernseher nutzen.

Ich habe mir zum Antesten ein kleine Spiele-App heruntergeladen. Dies dauerte gar nicht mal so lange, installierte sich dann selbständig und war sofort nutzbar. Ansonsten habe ich diesen Service noch nicht wirklich viel verwendet. Ich bin auch kein zahlendes Mitglied, also weiss ich auch nicht, was man bei der Online-Registrierung alles für Angaben machen muss und wie die Abrechnung erfolgt.

Zum LG Smart TV gehört auch noch ein Browser fürs Internet. Mit diesem kann man tatsächlich auch surfen, allerdings werden Javascript- und Flash-Inhalte nicht dargestellt und der Seitenaufbau ist erkennbar langsam. Das ganze ist sicherlich eine nette Spielerei, aber natürlich kaum wirklich funktional. Vielleicht ändert sich das ja später irgendwann nochmal. Schließlich gibt es ständig Updates für Apps und Firmware.

***11.5. Mediastreaming***

Mit dem Fernsher wurde auch eine Software mitgeliefert. Nero MediaHome 4 Essentials richtet auf dem heimischen PC einen Mediaserver ein. Damit hat man die Möglichkeit, mit der Fernbedienung über den Fernseher auf freigegebene Verzeichnisse und Dateien des PCs zuzugreifen und somit direkt auf dem Fernseher abzuspielen. Dazu müssen PC und Fernseher im gleichen Netzwerk angemeldet sein. Hierfür kann man entweder den LAN-Anschluss auf der Rückseite des Fernsehers und natürlich ein LAN-Kabel nutzen oder man legt sich einen WiFi-Stick zu. Von LG wird das kabelgebundene Netzwerk empfohlen.

Mit Hilfe der Software kann man nun den Fernseher im Netzwerk finden und als Ausgabegerät auswählen und Verzeichnisse auf dem Computer für das Streaming freigeben. Anschließend kann mit dem Fernseher die freigegebenen Dateiordner ansteuern, dafür muss man einfach über INPUT die Quelle DLNA auswählen. Die Steuerung erfolgt dann einfach über den Mediaplayer, genauso, als ob man einen USB-Stick mit Mediadateien angeschlossen hätte.

Die Einrichtung ging rasend schnell und war kinderleicht. Die Steuerung über den Fernseher ist simpel und komfortabel. Alle Dateien, selbst die größten Multimedia-Videos werden ohne Aussetzer abgespielt. Das spart natürlich viel Zeit, weil man die Dateien nicht mehr vor dem Ansehen auf externe Festplatten oder USB-Sticks kopieren muss.

Man könnte, wenn man mehrere dieser Fernsehgeräte zu Hause hat und diese alle im Netzwerk registriert sind, auf jeden Fernseher sein eigenes Programm abspielen, weil die Geräte alle gleichzeitig auf den Mediaserver zugreifen und auch verschiedene Dateien abspielen können.

***11.6. SIMPLINK***

SIMPLINK ist ein sehr nettes Feature, was ich allerdings nicht selber nutzen kann. Es ermöglicht das Steuern von externen Geräten wie BluRay-Playern oder Soundanlagen über die Fernbedienung des Fernsehers, oder umgekehrt. Man braucht also nur noch eine Fernbedienung für alle Geräte. Das ist natürlich sehr praktisch. Leider hat das ganze einen großen Haken, es werden nur Geräte unterstützt, die über HDMI angeschlossen sind und die SIMPLINK auch unterstützen und das sind leider nur die neuesten der neuen Geräte, teure BluRay-Player oder auch DVD- und Festplattenrecorder und dann auch nur vom Hersteller LG. Das ganze läuft über den Consumer Electronics Control-Standard (CEC). Wer also einen alten DVD-Player, selbst von LG hat, wird SIMPLINK trotzdem nicht nutzen können. Auch mit teuren CEC-Geräten anderer Hersteller ist es sehr wahrscheinlich, dass diese trotzdem nicht erkannt werden oder zumindest einige Funktionen nicht verfügbar sind. Ein sehr nettes Feature, aber leider kaum nutzbar, ausser man deckt sich komplett mit neuen, teuren LG-Geräten ein.
***11.7. Energy Saving Modus***

Über den Energy Saving Modus kann man, wie der Name schon sagt, Strom sparen. Hier kann man die Helligkeit des Geräts steuern. Es gibt 4 Stufen, Minimum, Mittel, Maximum und Video Stumm. Hierbei reguliert der Fernseher die Helligkeit des Bildschirms. Wenn der Energy Saving Modus ausgeschaltet ist, ist das Bild natürlich am hellsten. Damit verbraucht das Gerät auch den meisten Strom. Bei der Einstellung Minimum verbraucht der Fernseher etwa 18% weniger. Bei der Einstellung Mittel sind es 35% Ersparnis, bei Maximum sogar fast 50%. Bei der Funktion Video stumm schaltet das Gerät nach 3 Sekunden den Screen aus und verringert den Stromverbrauch damit auf gerademal 45%. Diese Funktion ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man kein Bild braucht, wie zum Beispiel beim Anhören von digitalen Radiosendern. Man kann auch einfach eine Automatik anstellen. Dann passt der Fernseher mit Hilfe eines Sensors die Bildhelligkeit den äusseren Gegebenheiten an. Ist es im Zimmer hell, dann ist es auch der Fernseher, ist es dunkel, dann reduziert sich auch die Helligkeit des Bildschirms. Mit dieser Funktion kann man wirklich ordentlich Energie sparen.

***11.8. Timer und Weckfunktion***

Der LG 42LV375S verfügt über eine Timerfunktion. Mit dieser ist es möglich, dass das Gerät sich nach einer bestimmten Zeit selbständig ausschaltet. Man kann dabei zwischen den vorgegebenen Zeiträumen 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 90 Minuten, 120 Minuten, 180 Minuten und 240 Minuten wählen. Dies ist natürlich nützlich für Personen, die abends gern vor dem Fernseher einschlafen und der Fernseher sonst die ganze Nacht laufen würde. Man kann auch im Setup eine feste Uhrzeit auswählen, zu der sich der Fernseher selbständig abschalten soll. Genau dort kann man auch eine automatische Einschaltzeit wählen, inklusive einer Quelle und der Lautstärke. Der Fernseher kann also auch als großer Wecker fungieren, wenn man ihn sich einfach jeden Tag um die gleiche Uhrzeit auf dem gleichen digitalen Radiosender starten lässt.
***11.9. Als PC-Monitor***

Der Fernseher verfügt über einen VGA-Eingang. Mit Hilfe eines passenden VGA-Kabels kann man also seinen PC an den Fernseher anschließen. Der Fernseher fungiert dann also als PC-Monitor. Wer wollte seine Ciao-Berichte nicht schon immer mal in 42 Zoll FullHD lesen? Es funktioniert auf jeden Fall ohne Probleme, auch wenn ich selbst nicht nutze.

~~~12. Zubehör~~~

Wie bei fast jeder elektronischen Spielerei gibt es auch für den LG 42LV375S noch nettes Zubehör, mit dem man mit dem Gerät noch mehr Spass haben kann. Manche können dabei durchaus nützlich sein.

***12.1. Magic Motion Fernbedienung***

Eine Magic Motion Fernbedienung ist eine spezielle Fernbedienung, die mit nur wenigen Knöpfen auskommt. Ein Großteil der Steuerung des Fernsehers erfolgt durch die Bewegung der eigenen Hand. Diese Bewegungen werden, wie bei einem Wii-Controller, von Sensoren registriert und direkt verarbeitet. Hat die normale Fernbedienung immerhin 48 Tasten, so kommt die Magic Motion Fernbedienung mit gerade mal 6 Tasten aus. Eine solche Fernbedienung kostet zwischen 30 und 60 Euro.

Weitere Informationen gibt es hier: http://www.lgblog.de/2010/07/21/fernbedienung-gestensteuerung-magic-motion/

***12.2. CI-Modul***

Der Fernseher verfügt über einen CI+ Slot (Common Interface). Dieser ist notwendig, um verschlüsseltes Fernsehen zu empfangen, das mit Hilfe einer Decoder-Karte (Smartcard) erst sichtbar gemacht wird. Ich bin Sky-Abonnent. Bisher hatte ich meine Smartcard in dem dazugehörigen Slot im Receiver stecken. Da ich diesen natürlich nun nicht mehr nutze, weil das LNB-Kabel ja direkt im Fernseher steckt und der Fernseher selbst keinen Kartenschlitz hat, benötigte ich ein CI+ Modul, damit ich die Smartcard zum Entschlüsseln der Programme auch verwenden kann.

So ein CI+ Modul ist mit 60 bis 100 Euro recht teuer, aber eben für das Empfangen von verschlüsselten Programmen ohne Receiver unerlässlich. Dies gilt übrigens nicht nur für Sky-, sondern auch für Kabelkunden. Wenn man das Modul hat, steckt man es einfach in den CI+ Slot und steckt die Smartcard hinein. Nach einer kurzen Wartezeit (vielleicht eine Minute) sind die verschlüsselten Sender sichtbar.

***12.3. Wi-Fi-Empfänger***

Der Fernseher ist Wi-Fi-ready, das heisst, dass er ins Netzwerk auch über WLAN integriert werden kann. Dafür benötigt man allerdings einen WLAN-Empfänger, da das Fernsehgerät selbst es nicht von alleine kann. Diese WLAN-Empfänger werden über den USB-Port betrieben. Einfach reinstecken, Daten eingeben und loslegen. Hier gibt es eine große Auswahl an Geräten, man sollte aber besser zum Original-Zubehör von LG greifen, da bei Geräten anderer Hersteller die Kompatibilität nicht gewährleistet ist. Ein USB-WLAN-Empfänger von LG kostet um die 25 Euro.
***12.4. Soundanlagen***

Manche sind der Meinung, dass echtes Heimkinofeeling erst aufkommt, wenn man auch die passende Soundanlage zuhause hat. Doch eine Anlage allein recht natürlich nicht aus. Der Fernseher muss dazu natürlich auch seinen Beitrag leisten. Der LG 42LV375S verfügt über einen digitalen Audio-Ausgang. Dieser leitet die Audiodaten unbearbeitet an einen angeschlossenen Verstärker (oder Dolby Digital Decoder) weiter. Damit gehen keine Informationen verloren und eine angeschlossene Dolby Digital Anlage kann den unverwechselbaren Surroundsound im vollen Umfang wiedergeben. Solche Anlagen gibt es in allen Preiskategorien. Um herauszufinden, welche die beste für einen ist, muss man viel Probe hören und vergleichen. Um sie über SIMPLINK steuern zu können, sollte man sich am besten eine Soundanlage von LG anschaffen, dabei aber unbedingt auf den Begriff SIMPLINK in der Beschreibung achten!

~~~13. Die Fernbedienung~~~

Die Fernbedienung ist gute 20 cm lang und 5 cm breit, wodurch sie gut in der Hand liegt. Passend zum Fernsehgerät kommt sie in glänzend schwarzer Optik daher. Die Tasten sind recht groß, gut zu erreichen und auch deutlich sichtbar beschriftet. Auf der Rückseite befindet sich das Batteriefach und am unteren Ende des oberen Drittels eine Einwölbung, wo man beim Halten einen Finger quer hineinlegen kann, damit die Fernbedienung noch sicherer in der Hand liegt.

Die Tasten sind logisch angebracht und in mehrere Bereiche aufgeteilt. Ganz oben befindet sich einsam, groß und durch sein kräftiges Rot sofort erkennbar, der Powerknopf. Hier schaltet man das Gerät ein und wieder aus. Darunter befinden sich 4 Steuerungstasten: Energy Saving (Bedienen des Energy Saving Modus), AV-Mode (Bedienung des AV-Modus), Input (Wählen eines Anschlusses) und TV/ Radio (Wechseln zwischen TV- und Radio-Sendern).

Darunter befinden sich in Dreierblöcken die Nummerntasten. Diese sind in grau gehalten und heben sich dadurch von den anderen Tasten ab. Ähnlich wie die Nummerntasten bei einem Handy, haben auch die auf der Fernbedienung eine Buchstabenbelegung. Bisher hab ich aber noch keine Funktion oder App gefunden, die diese unterstützt. Im untersten Dreierblock befindet sich die 0. Links daneben ist die Taste LIST, mit der man die Programmliste aufrufen kann. Rechts neben der 0-Taste befindet sich die Q.-VIEW-Taste, mit der man zum vorhergehenden Programm wechseln kann. Weiter unten gibt es dann einen Bereich mit 5 Tasten. Links und rechts sind zwei langgezogene, blaue Tasten. Mit der linken steuert man die Lautstärke am Fernseher, mit der rechten wechselt man die Programme. In der Mitte dieser beiden Tasten befinden sich drei kleinere, auf denen FAV (Favoritenliste auswählen), RATIO (Bildformat auswählen) und MUTE (Ton abschalten) steht. Damit ist die obere Hälfte der Fernbedienung abgehakt. Sie dient hauptsächlich der Steuerung des normalen Fernsehbetriebs und ist in der Regel am häufigsten im Einsatz.

In der unteren Hälfte geht es dann etwas mehr um Multimedia. Zuerst kommt ein Teil, der hauptsächlich der Steuerung der multimedialen Features dient. Es sind die Tasten Premium (Aufrufen der Apps), Home (Aufrufen des Home-Bildschirms) und Q.Menu (Einstellmenü für alle wichtigen Einstellungen für Bild und Ton). Darunter befinden sich die vier Pfeiltasten und die Bestätigungstaste (OK) in der Mitte. Weiter geht es mit der Back-Taste (Zurück zum vorhergehenden Menü), die GUIDE-Taste (Aufrufen des EPG) und die EXIT-Taste, mit der man zum regulären Programm zurückkommt.

Es folgen die 4 farbigen Tasten (rot, grün, gelb und blau), mit denen man einige Sonderfunktionen im Videotext, dem EPG oder anderen multimedialen Menüs bedienen kann. Darunter befinden sich weitere 11 Tasten. TEXT und T.OPT sind für den Videotext nötig. Mit TEXT öffnet und schließt man ihn, mit T.-OPT kann man Sonderfunktionen wie, Zeit anzeigen, Seite vergrößern, Seite halten oder Seite aktualisieren, ausführen. Die Tasten SUBTITLE, Stopp, Play, Pause, Zurück und Vor dienen der Steuerung des Mediaplayers. Sie verhalten sich wie die Steuerungstasten bei einem DVD-Player. Mit der SIMPLINK-Taste aktiviert man das SIMPLINK-Menü, mit INFO kommt man zum Programmguide und die AD-Taste aktiviert oder deaktiviert die Audiobeschreibung.

Wie schon erwähnt, ist die Fernbedienung sehr logisch aufgebaut und man kann sie sehr gut bedienen. Die Tasten reagieren schnell und tun das, was man von ihnen will. Man muss die Fernbedienung auch nicht zielgenau auf den Fernseher halten, das Gerät reagiert auch, wenn man die Fernbedienung in eine andere Richtung hält.

Die Tasten drücken sich sehr leicht. Allerdings sind die Pfeiltasten etwas schlecht zu erreichen. Es kommt öfter vor, dass ich mich da verdrücke, in dem ich anstelle auf Pfeil nach oben auf die HOME-Taste komme oder anstelle von Pfeil nach unten auf die Guide-Taste. Das kann nervig sein, vor allem wenn man gerade dabei ist, Einstellungen vorzunehmen, was dann sofort abgebrochen wird, weil der Home-Bildschirm oder der EPG geladen wird. Dann darf man alles nochmal machen. Hier hat LG wohl eher auf ein schickes Design anstelle von Funktionalität gesetzt, sonst wären die Pfeiltasten vielleicht besser von den anderen Tasten darüber und darunter abgegrenzt worden. So sieht es schick aus, aber man landet eben manchmal auch da, wo man gar nicht hin will. Ansonsten ist die Fernbedienung OK und vollkommen ausreichend für das Gerät.

~~~14. Das Handbuch~~~

Mit dem Fernseher wurden zwei dicke Handbücher mitgleifert. Der Inhalt der beiden ist aber ziemlich kurz gehalten. Es handelte sich dabei nämlich nur um die Kurzanleitung und zwar in 25 verschiedenen Sprachen. Das richtige Handbuch befindet sich als PDF-Datei auf einer mitgelieferten CD. Die Kurzanleitung reicht aus, um das Gerät aufzubauen und einzurichten. Erklärungen zu den vielen Features, die das Gerät so mit sich bringt, findet man allerdings nicht. Dazu braucht man das PDF-Handbuch, was mit seinen 155 Seiten deutlich ausführlicher ist. Hier gibt es Erklärungen zu allen Einstellungsmöglichkeiten und allen Funktionen des Fernseher. Alles ist ziemlich gut und verständlich erklärt, auch mit Hilfe von übersichtlichen Grafiken und Bildern.

Etwas störend finde ich, dass das Handbuch gleich für unzzählig viele verschiedene Modelle geschrieben wurde. Oft liest man bei den vielen Erklärungen im Kleingedruckten "nur für Italien" oder "nur für 3D-Modelle" usw. Allein bei der Fernbedienung werden dadurch 5 verschiedene Modelle vorgestellt. Das ist natürlich etwas sehr lästig, da man bei jedem erklärten Feature erst mal schauen muss, ob der eigene Fernseher dieses überhaupt unterstützt. Da hat LG doch etwas gespart. Hat man aber den richtigen Erklärungstext gefunden, versteht man ihn auch und das ist ja eigentlich das wichtigste.

~~~15. Wartung & Reinigung~~~

Damit das Gerät immer optimal läuft und auch lange am Leben bleibt, ist es wichtig, es gelegentlich zu warten und zu reinigen. Warten beschränkt sich hier natürlich in erster Linie auf das Aktualisieren der Geräte-Software. Alles andere sollte man vom Fachmann machen lassen, allein schon, um nicht seine Garantieansprüche zu verlieren. Wenn man den LG das erste Mal mit dem Internet verbindet, sucht er automatisch nach einer neuen Software. Findet er eine, informiert er darüber und installiert sie. Er sucht weiterhin automatisch nach Updates, dies kann man jedoch im Setup Menü auch abschalten und dann manuell selber suchen. So verhindert man das unerwünschte automatische Installieren, wenn man dafür gerade keine Zeit hat oder lieber fernsehen oder etwas aufnehmen will. Die Aktualisierung dauert in etwa eine Minute und passiert voll automatisch.

Zum Putzen sollte man das Gerät ausschalten. Staub und leichtere Verschmutzungen kann man mit einem weichen, trockenen Tuch einfach entfernen. Wichtig ist dabei, gerade bei der Reinigung der Bildfläche, dass man keinerlei Druck dabei ausüben sollte. Dies kann, wie auch zu starkes Reiben (oder Schrubben), die Bildfläche dauerhaft beschädigen. Will man stärkere Verschmutzungen entfernen, sollte man ein weiches, nebelfeuchtes Tuch verwenden. Bevor man das Gerät wieder einschaltet, sollte man es trocken nachwischen. Man sollte generell keine Haushaltsreiniger verwenden. Wenn eine Verschmutzung zu hartnäckig ist, sollte man auf spezielle Reiniger für LCD-Bildschirme zurückgreifen. In den meisten Fällen reicht aber ein gutes Microfasertuch völlig aus.

~~~16. Die Garantie~~~

Zum Lieferumfang des Geräts gehörte auch ein kleines Büchlein mit der Garantiekarte und den Bestimmungen. LG gibt auf das Gerät eine Herstellergarantie von 2 Jahren gegenüber dem Fachhändler. Wenn ich also ein Problem mit dem Gerät haben sollte, muss ich mich an Amazon.de wenden. Zumindest, wenn das Problem dauerhaft bestehen sollte. Es gibt aber natürlich auch Möglichkeiten, Lösungen für kleinere Probleme selbst zu finden. Hierbei sollte auch der Kundendienst von LG Deutschland behilflich sein.

Diesen erreicht man unter:

LG Electronics Deutschland GmbH
Kundendienst
Jakob-Kaiser-Straße 12
D-47877 Willich

oder der Hotline:

01805/473784 (0180LGSERVICE)

Es gibt auch ein nützliches Supportforum im Internet unter:

forum.lg.de

~~~17. Mein Fazit~~~

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bin mit dem Gerät vollauf zufrieden. Die Bild- und Tonqualität ist der Wahnsinn. Die multimedialen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Ich kann mit dem Gerät meine Videosammlung direkt vom PC abspielen, meine eigenen Fotos und Musik auf den Fernseher holen, mich von ihm wecken lassen und ja, tatsächlich auch damit fernsehen! Die Bedienung ist einfach und meistens selbsterklärend.

Das Gesamtpaket aus Funktionsumfang und Qualität stimmt vollkommen und das zu einem wirklich unschlagbaren Preis. Von mir kann es nichts anderes geben, als die Höchstwertung und eine dicke Empfehlung.

Mir bleibt nur noch zu sagen:

LG - Life's Good.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
travelgirl

travelgirl

12.04.2013 01:08

Da bleiben keine Fragen offen! Glückwunsch zum verdienten Brilli

severine1

severine1

14.03.2013 20:16

bh

EICC

EICC

13.03.2013 06:31

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