Eine PS3 zu haben, ist schon eine feine Sache. Sie kann nicht nur mit teilweise tollen Spielen verschiedenster Genres aufwarten, sondern auch durch MP3-Wiedergabe und Fotoshows überzeugen.
1. Die Vorgeschichte
Auch als Bluray-Player kann diese Konsole bestens dienen, kurz: eigentlich könnte man als Besitzer dieser multimedialen "eierlegenden Wollmilchsau" eigentlich zufrieden sein. Nur: die PS3 kann zwar viel, aber unbedingt "schnell" ist sie bei allen Funktionen jedenfalls nicht...Um nun zum eigentlichen Thema zu kommen, nämlich meinem Bericht über den BD 550 Bluraydiskplayer aus dem Hause LG, muss ich zunächst einen gewichtigen Kritikpunkt an der PS3 in Bezug auf die Geschwindigkeit des Einlesens von Diskmedien allgemein und Blurays im Speziellen zu sprechen kommen. Dies verlangt mir als Nutzer doch immer knapp 15 sec. , teilweise dauert es noch länger - des Wartens ab, bis die Konsole die Bluray als solche erkannt und gestartet hat
2. So kam ich auf den LG BD 550
Schon deshalb "liebäugelte" ich heimlich mit dem Kauf eines "richtigen" und möglichst schnell die Medien einlesenden BD-Spielers. Ein Angebot bei Mediamarkt, wo ein LG BD 550 für wirklich günstige 69 € angeboten wurde, machte mich nun auf dieses Modell nochmals aufmerksam, über welches ich schon einiges Gute gelesen hatte. Eine Recherche im Netz brachte mich schließlich zu dem Schluß, hier einen guten Kauf machen zu können. Also hin zu Mediamarkt, die knapp 70 € bezahlt und mit dem
Player im Gepäck wieder nach Hause gefahren.
3. Lieferumfang
Der relativ kompakte Pappkarton enthielt den eigentlichen BD 550-Player. In der linken Styroporschale der Innenverpackung steckte die schwarzfarbene Fernbedienung zum Gerät, in einer unter dem Gerät in der Packung liegenden Plastiktüte fand ich die zusätzlichen "Kleinteile" zum Gerät, als da wären ein Doppel-Cinch Audiokabel und ein Cinch-Videokabel, genauso wie eine AAA-Batterie für die Fernbedienung, eine Kurzanleitung in Form eines mehrsprachigen Anleitungsheftchens sowie auf CD-Rom das in PDF-Form vorliegende Bedienungshandbuch für den BD 550. Zusätzlich lag in Form eines zusammengefalteten Plakats die Anschlußanleitung in illustrierter Form und englischer Sprache bei.
4. Installation
Nachdem ich mir kurz einen Überblick über das beiliegende Zubehör verschafft hatte, ging es also daran, das Gerät an seinen vorgesehenen Standort aufzustellen und anzuschließen. "Vorgänger" des BD 550 war in meinem Fall ein DVD-Player. Diesen kabelte ich vorher ab, damit hier der BD 550 stehen konnte. Derlei "Umräumungsaktionen" sind manchmal schon fummelig, wenn die nach einer Uminstallation nicht mehr notwendigen Kabel aus Übersichtsgründen abgezogen werden müssen. In der Tat hielt mich diese Arbeit am meisten auf.
Der BD 550 an sich war dagegen schnell installiert und angeschlossen. Dazu verband ich den Player einfach via HDMI-Kabel mit meinem Hannspree-HD Fernseher. Damit ich bei bestimmten BD-Live Blurays auch Infos über das Internet beziehen konnte, dockte ich nun noch das RJ45-Kabel an den Netzwerkanschluß des Players an und verband die andere Seite des Kabels mit einem Netzwerkswitch. Nun noch den Stromanschluß herstellen, was dank der Tatsache, dass das Stromanschlußkabel mit 1,5m Länge doch recht komfortabel an die Steckerleiste anzuschließen war, keine großartige Sache war. Danach legte ich noch die mitgelieferte AAA-Batterie in die Fernbedienung ein und wagte den ersten Start des neuen Players...
5. Einstellungssache
5.1 Der erste Start
Einen richtigen An/Ausschalter hat das Gerät nicht, allerdings eine Standby-Taste an der Gerätefront. Diese Taste drücke ich also und der Player zeigte erste, vernehmliche "Lebenszeichen". Ein kurzes, aber deutliches "Crunch" war nach dem Druck auf die Taste aus dem Laufwerk des BD 550 zu hören - wie sich herausstellen sollte, ein normales Startgeräusch des Gerätes, welches nur für 1-2 sec. zu hören war. Danach "schwieg" der Player, zumindest geräuschetechnisch - vollkommen. Ein Lüfter, der hier etwas zur "Betriebsgeräuschkulisse" beitragen könnte, ist in diesem Gerät nicht eingebaut. Die Anzeige auf dem Bildschirm zeigte zunächst das LG-Bootlogo, in dem im unteren Bereich sich ein roter Fortschrittsbalken binnen 5 sec. von Null auf Hundert füllte. Danach erschien auf hellgrauem Hintergrund das Medienmenu des Players - in englischer Sprache allerdings. Ein Hinweis für mich, doch noch ein paar Einstellungen im Setup des Gerätemenus zu tätigen...
5.2 Einstellungen
Durch Druck auf die "Home"-Taste der Fernbedienung rief ich also das Einstellmenu des BD 550 auf, welches mir sofort mehrere Optionen anbot. Die Bildwechselfrequenz konnte ich in einem Menu von 50p auf 24p umschalten, ebenso die Standardauflösung des Players via HDMI, von 720p über 1080i bis zu 1080p. Welche Einstellungen hier sinnvoll sind, hängt vom eingesetzten HD-Fernseher ab. Meistens
sollte 1080i die richtige Einstellung sein, da viele HD-TVs nicht die Auflösung 1080p beherrschen.
5.3 Was für was einstellen ?
Da mein Hannspree diese Kunst aber beherrscht, wählte ich also 1080p bei 24p. Diese Einstellung ist für Blurayplayer die optimalste für die Wiedergabe von Blurays. Die Filme auf Bluray werden immer mit 24 Vollbildern/Sekunde gedreht und entsprechend auf die Scheibe gemastert. Bei der Wiedergabe von DVDs kann es sich aber auszahlen, hier die Einstellung 50p zu nehmen - DVD-Videos werden nämlich auf eine optimierte Wiedergabe von 25 Bildern/Sekunde "getrimmt", 50 Vollbilder/Sekunde ist hier auch kein Hinderniss, da eben einfach die Wiedergabefrequenz verdoppelt wird, was optisch keinerlei Auswirkungen hat. Allerdings kann es bei einer Wiedergabe einer Bluray mit 50p zu leichten Rucklern in Bewegungsabläufen kommen. Die 24 Einzelbilder pro Sekunde des 24p Videomaterials werden im 50p-Modus zunächst verdoppelt - macht also 48 Bilder pro Sekunde. Da nunmal jetzt gleich 2 Bilder pro Sekunde vom Player nicht wiedergegeben werden - werden für diesen Zweck jeweils 2 Einzelbilder der auf 48 gedoppelten Einzelbilder einfach für die Wiedergabe auf 50p verdoppelt, damit es wieder "passt". Dadurch kann ich bei schnellen Bewegungen einer Bluray dann schonmal einige Nachzieheffekte im Bild sehen.
Ob man also nun auf 24p oder auf 50p die Wiedergaberate des Players einstellt, hängt also sowohl von der Frage ab, ob das eingesetzte HDTV-Gerät überhaupt 24p beherrscht (viele , meist ältere Geräte, können dies gar nicht) und eben auch die Frage, ob überwiegend 24p produzierte Blurays oder in 50p-kompatiblen 25i-Halbbildern produzierte DVDs angeschaut werden.
5.4 Weitere Einstellungen
Diese für den Abspielbetrieb des Bluray-Players recht entscheidenden Einstellungen habe ich als erstes eingestellt. Danach setzte ich die Sprachauswahl erstmal auf "deutsch".
Zusätzlich richtete ich den Player auf den Anschluß ans Internet ein. Einzustellen waren hier die IP-Adresse und die zugehörigen Daten wie Gateway und DNS. Der Einfachheit halber habe ich hier alles auf "Auto" gesetzt und hatte damit mit dem danach vom Player eingesetzten Internetverbindungstest gleich Erfolg.
Damit war ich im Wesentlichen eigentlich mit meinen Einstellungen schon durch.
6. Let´s play it
6.1 Abspielen von Diskmedien (Bluray/DVD/CD)
Als erstes "Testobjekt" für die Feststellung, ob das Gerät wirklich etwas "taugt", führte ich meinem neuen Gerät eine Bluray in Gestalt des neuesten Indiana-Jones Filmes zu und war verblüfft, wie schnell das Gerät das Discmenu nach dem Einlegen der Disk in den Player angesteuert hatte. Auf meiner PS3 jedenfalls dauerte dies im Fall gerade dieser Bluray von der Erkennung bis zum Abspielen der ersten Introsequenzen der Bluray schon deutlich mehr als eine 20 Sekunden. Der BD 550 jedenfalls zuppte kurz hörbar durch die Disk und begann binnen 5 Sekunden mit dem Abspielen der ersten Intros der Bluray, um knapp 5 Sekunden nach Druck auf "Discmenu" das Menu der Bluray auf den Bildschirm zu zaubern.
Dabei verhielt sich das Gerät nach beschriebenem , anfänglichem leichten "crunchen" absolut lautlos bei der Wiedergabe - nur der gewünschte , zum Videobild passende Ton wurde abgespielt. Ähnlich schnell im Zugriff erwies sich das Gerät auch bei einem Test mit einer DVD und CD. Einmal kurz "crunch", dann ging es schon fast direkt los mit dem Abspielen des frisch eingelegten Mediums.
6.2 Abspielen von Dateien über USB
Ganz rechts vorne an der schon leicht abgerundeten Ecke des Players, rechts unmittelbar neben den vier Laufwerkstasten, die an dem Gerät eingebaut sind, finde ich , unter einer fast als "Tarnung" im Gerätedesign auf den Port aufgesetzten Abdeckplatte, eine auch festplattenkompatible USB-Buchse vor.
Die über die an diese USB-Buchse angedockten Speicher müssen allerdings, damit der Player sie als solche erkennt, in FAT oder FAT 32 formatiert worden sein. Das hat für mich den Nachteil, dass ich im Fall einer externen Festplatte, die mit NTFS formatiert ist, was eigentlich der Fileformatierungsstandard im PC-Windowsbereich nunmal ist, zur Nutzung an diesem Player umformatieren müsste. Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Abspielen von Files über ein Speichermedium an diesem Anschluß erstrecken sich daher auch nur im Zusammenhang mit USB-Speichersticks. Der Player "merkt" übrigens automatisch, ob ein USB-Device an den Port angeschlossen wurde oder nicht. Zur Wiedergabe von USB muss ich ggf. eine gerade laufende Bluray-Wiedergabe durch Druck auf die "Stop"-Taste der Fernbedienung unterbrechen. Mittels Druck auf die "Home"-Taste der Fernbedienung gelange ich in das Medienauswahlmenu, welches allerdings auch "normalerweise" erscheint, wenn keine Bluray beim Einschalten und Hochfahren des Gerätes im Laufwerk liegt.
Hier wähle ich über die Pfeiltasten auf der Fernbedienung den Medientyp aus, den ich anschauen möchte. Die Unterteilung der Mediendateien ist beim BD550 in "Video", "Foto" und "Audio"-Dateien unterteilt. Nach Auswahl einer dieser 3 Formate sucht der Player auf dem an der USB-Buchse angedocktem Speichermedium auch nur nach den entsprechenden Filetypen, also im Falle "Video" z.B. nur nach MKV, AVCHD, MPEG und Co und ignoriert dabei eventuell auch vom Gerät abspielbare
Audio- oder Fotodateien.
6.3 Abspielformate und Kompatibilität
Den BD 550 zeichnet es aus meiner Sicht aus, dass er soviele unterschiedlichste Video- , Bild- und Audioformate abspielen kann. Die Auflistung dieser kompatiblen Formate finden sich in dem Kapitel "Auf einen Blick". Hervorzuheben finde ich angesichts der langen Liste an Videoformaten besonders die Eigenschaft, dass der Player auch das Matroska-Videoformat MKV beherrscht. MKV ist, kurz gesagt, eine Art Bluray als einzelne Videodatei, welches sich besonders im Netz doch recht stark durchgesetzt hat. Ein MKV enthält dabei die kompletten HD-Video (meist AVCHD), Audio- und Untertitel, die sonst auf einer Bluray zu finden sind. Tatsächlich hat der BD 550 in einem von mir durchgeführten Test eine kleine, über den auch festplattenkompatiblen USB-Port über einen USB-Stick angereichte Testdatei reibungslos abgespielt. Nur: nutze ich zum Vor- oder zurückspulen innerhalb einer abgespielten MKV mehr als 3x Speed vor oder zurück bringt dies die Wiedergabe der MKV zu einem abrupten Ende. Offenbar ist diese - erst nach einem von mir durchgeführten Firmwareupdate neu hinzugekommene - MKV Abspielfunktion hier noch nicht ganz "ausgereift". Ohne diese , ich gebe es zu, das Gerät auch irgendwie stressenden Massnahmen wird der MKV allerdings zu meiner vollsten Zufriedenheit abgespielt.
Vollkommen reibungslos und wirklich "unfallfrei", da kann ich spulen und machen, was ich möchte, spielt das Gerät allerdings die übrigen Dateiformate ab. MPEG2 HD, AVCHD, JPEG,BMP oder MP3 - hier hatte ich bislang NULL Abstürze oder Hänger. Die Zugriffszeiten auf die Datei ist jedenfalls verblüffend schnell. Zwei Sekunden nach Druck auf die "Enter"-Taste der Fernbedienung wurde die jeweilige Datei schon abgespielt. Bei der MKV dauerte es ein wenig länger, was aber m.E. auch logisch ist. Eine solche Datei kann schonmal gerne größer sein.
6.4 BD-Live & Netzwerk
Leider verhält sich der dank Ethernetschnittstelle auch internetfähige BD 550 in Bezug auf die Geschwindigkeit, mit der er Daten aus dem Netz laden kann, wie meine PS3. Es spielt sichtlich keine Rolle, dass dieser Player keinerlei internen Speicher zur Verfügung hat - meine PS3 hat diesen onboard und ist genauso "lahm" wie der BD550 - daher hier also kein großer Vorwurf. Allerdings nutze ich BD Live mangels attraktivem Angebot so gut wie nicht. Meistens handelt es sich hierbei um reine Werbesites der
Hersteller, die über BD Live mir neue Produkte in Form von Blurays anbieten möchten. Bei Features wie "iMovie" oder "ucontrol", wo der Player auf Wunsch während eines Bluray-Films laufende Infos aus dem Netz nachlädt, verhält sich der BD 550 dagegen wieder richtig "fix". Leider ist der BD 550 (zumindest aktuell) noch nicht DLNA-fähig, d.h. zum Streamen von PC-Inhalten über ein Multimedia-Netzwerk reicht es mit dem BD 550 zumindest im Augenblick noch nicht. Vielleicht ändert dies ja mal ein Firmware-Patch ?
7. Bedienung & Service
... über die Fernbedienung
Für die Steuerung des Gerätes nutze ich in der Regel die Fernbedienung. Das besondere dabei: diese Bedienung kann, so der Player über HDMI angeschlossen wird, über die HDMI-Linkfunktion auch einige Features des Fernsehers steuern. Im Falle meines an den Player angeschlossenen Hannspree-TV bedeutet dies, dass ich mit der Fernbedienung sowohl den Fernseher direkt einschalten und dazu die Lautstärke als auch den Eingang des TVs steuern kann.
Zentrale Tasten finde ich in der doch recht übersichtlich gegliederten Fernbedienung besonders in den vier Richtungstasten, die um eine "Enter"-Taste gruppiert sind. Dazu ist die "Home"-Taste für alle am Gerät vorzunehmenden Einstellungen von recht entscheidender Bedeutung. Leider ein wenig klein für meinen Geschmack geraten sind die "Popup"-Menutasten wie die "Discmenu"-taste, über die ich z.B. während einer laufenden Wiedergabe einer Bluray entweder das verfügbare, in den laufenden Film einblendbare "Popup"-Menu einblenden oder in das Diskmenu springen kann. Dafür finde ich die Laufwerkstasten sehr ordentlich angeordnet. Da sie in einer fluroreszierenden Farbe gehalten sind, leuchten sie auch ganz ohne Lichtquelle.
Die in Form eines Ziffernblocks ganz unten auf der Steuerung angeordneten Nummerntasten brauche ich eigentlich weniger. Mit der Fernbedienung "bewaffnet" fühle ich mich jedenfalls ganz wohl mit der Bedienung des Gerätes.
7.2 ... über die Gerätetasten
Zur Not kann ich auch die vier Bedientasten an der Gerätefront nutzen, hier vor allem die Auswurftaste (eject), falls eine Disk mal wirklich nicht mehr mit der Bedienung zum stoppen zu bringen sein sollte, genauso wie die Stop- und die Play/Pausetaste. Die ebenso verfügbare Standby.-Taste nutze ich schon häufiger - hierüber kann ich das Gerät ein- und ausschalten - maximal allerdings "nur" in den Standby. Eine echte, das Gerät vom Netz trenndende "Aus"-Taste gibt es beim BD 550 nicht. Wenigstens braucht der Player "nur" 0,09 W im Standby - außerdem gibt es ja abschaltbare Mehrfachsteckdosen für den "0W-Stromverbrauch".
7.3 Ein bischen "blöd"...
... finde ich in Bezug auf die LG Fernbedienung nur die Tatsache, dass sie auf der recht verbreitet vorzufindenen "LG"-Codierung sendet. So schalte ich über diese Steuerung leider meinen ebenfalls von LG stammenden DVD-Recorder immer ein oder aus, wenn ich damit eigentlich nur meinen BD-Player bedienen möchte. Schade, dass LG sich nicht , wie es Sony z.B. tut, überlegt hat, dass manche Menschen auch schonmal ein anderes Gerät ihrer Marke neben diesem Player in Betrieb haben und auf eine "alternativ einstellbare" Sequenz gesetzt haben.
7.4 Dank Firmware immer auf dem neuesten Stand
LG unterstützt den BD 550 laufend mit neuen Firmware-Updates. Diese kann ich entweder über die Website unter www.lge.de über den PC downloaden und diese ROM-Files dann auf einen USB-Stick ziehen und so den Player auf neue Firmware updaten oder ich lasse dies den Player automatisch über den eingebauten Ethernet-Anschluß erledigen. Leider ist letzteres Feature nicht sehr empfehlenswert. Es dauerte in einem Versuch von mir mehr als eine halbe Stunde, bis es der Player trotz DSL 6000 geschafft hatte, die Datei herunter zu laden und zu installieren. Jedoch: dank Internetanschluß "merkt" der Player automatisch, ob ein neues Update vorliegt. Falls der Player dies also anzeigt, gehe ich dann lieber über den PC online und lade mir die nur schlappe 77 kb "große" ROM-Datei dann selber herunter. Das Update über USB ist jedenfalls in Windeseile erledigt und dauert deutlich unter 3 Minuten. Dank eines dieser Updates ist der ursprünglich nicht MKV-fähige Player nun übrigens auch MKV-kompatibel...
8. Bild und Tonqualität
8.1 ... über HDMI
Das beste Videobild bekomme ich über HDMI auf meinem HD-Fernseher. 1080p ist hierbei das technisch momentan "höchste der Gefühle", und genau diese Auflösung bietet der BD 550 über HDMI auch an, genauso, wie die HDCP-Funktionalität (High Definition Copy Protection), die sicher stellt, dass der Player auch entsprechend kopiergeschützte Blurays abspielen kann. Es ist einfach stark, wie hervorragend kleinste Details in einem mit dem BD 550 abgespielte BD-Videos auf dem Bildschirm zum Vorschein kommen. Da über HDMI auch 24p-Wiedergabe möglich ist (s.o.), ist so auch ein ruckfreie Wiedergabe der BD garantiert. Außerdem transportiert der BD 550 über HDMI auch das Dolby Digital True HD-Signal auf einen entsprechend geeigneten Receiver. Leider kann ich dies mangels kompatibler Anlage nicht testen.
8.2 ... über YUV
Der BD 550 liefert auch über den analogen YUV-Ausgang Bilder in HD-Qualität auf einen entsprechend kompatiblen TV - im Unterschied zu HDMI allerdings nur bis zu einer Auflösung bis 1080i. Die "24p"-Wiedergabe fällt somit über diesen Anschlu0 also aus. Weiteres Manko: da es sich bei YUV um ein analoges Videosignal handelt, kann ich hierüber auch keine HDCP-geschützten Blurays anschauen. OK, es gibt momentan noch nicht sooo viele entsprechende Blurays, allerdings wollen die Hollywood-Studios noch in diesem Jahr dahingehend "den Hahn" abdrehen und nur noch mit HDCP laufende Blurays veröffentlichen. Ansonsten gibt es von meiner Seite bildtechnisch von meiner Warte aus nichts gegen einen Anschluß über YUV auszusagen. Ein von mir aus Neugier eingestreuter Versuchsanschluß über diesen Ausgang des BD-550 lies optisch zumindest bei einer testweise abgespielten MPEG2 HD-Videodatei über USB kaum Unterschiede zwischen der 1080i-Auflösung über YUV bzw. der 1080p-Auflösung unter HDMI aussagen. Allerdings: besagte "Indiana Jones"-Bluray wollte der Player über YUV mit dem Hinweis auf "copy protection" nicht abspielen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl ?
8.3 ... über FBAS
Die denkbar schlechteste Anschlußlösung für den BD 550 ist eindeutig der Weg über den in CINCH-Form enthaltenen , analogen FBAS-Anschluß. Getestet habe ich diesen, nur Bilder in PAL-Auflösung passierenden Anschluß jedenfalls nicht. Ich habe mir doch keinen BD-Player, der hochauflösende Blurays in 1920x1080 Bildpunkten wiedergeben kann, gekauft, um diese Bilder dann über diesen Anschluß auf nur noch max. 720x576 Pixel auflösende, analoge Videos eindampfen zu lassen ? Dafür reicht dann auch ein DVD-Player dicke aus.
8.4 Audiosignale
Angeschlossen habe ich den BD 550 über den eingebauten coaxialen, digitalen Tonausgang. Testen kann ich allerdings nur das zu True HD abwärtskompatible Dolby Digital 5.1. Hier habe ich in Bezug auf die Tonqualität bzw. -verschickung über diesen digitalen Ausgang keinerlei grobe Patzer heraushören können. Jedenfalls "scalet" der Player auch dieses Format sauber auf DD 5.1 herunter.
9. Auf einen Blick
Allgemeines:
- Modell: BD 550
- Hersteller: LG
- Abmessungen: (T x B x H) : 20 cm x 42,9 cm x 4,5 cm / Gewicht: 1,6 kg
- Leistungsaufnahme (Standby / Betrieb) : 0.09 W / 14 W
Anschlüße:
- Videoanschlüße: 1x FBAS / 1x YUV Component / 1x HDMI
- Audioanschlüße: 1x Stereo Out (2xCinch) / 1 x Digital Audio Oout
- Datenanschlüße: 1 xUSB Anschluss / 1 x Ethernet Anschluss (10Mbit/100Mbit)
Wiedergabe :
- Wiedergabeformate (Audio, Foto & Video): “.jpg”, “.jpeg”, “.png”, “.avi”, “.divx”, “.mpg”, “.mpeg”, “.mkv”, “.mp4”, “.mp3”, “.wma”, “.gif” .
- Abspielbare Codecs: “DIVX3.xx”, “DIVX4.xx”, “DIVX5.xx”, “XVID”, “DIVX6.xx” (nur normale Wiedergabe), H.264/MPEG-4 AVC, MPEG2 PS, MPEG2 TS,MKV
- Abspielbare Audioformate: “Dolby Digital”, “DTS”, “MP3”, “WMA”, “AAC”, “AC3”,Dolby Digital Plus / True HD
- Abtastfrequenz: 32-48 kHz (WMA), 16-48 kHz (MP3) / Bitrate: 32-192 Kbps (WMA), 32-320 Kbps (MP3)
- Abspielbare Untertitel: SubRip (.srt/.txt), SAMI (.smi), SubStation Alpha (.ssa/.txt), MicroDVD (.sub/.txt), VobSub (.sub),
SubViewer 1.0 (.sub), SubViewer 2.0 (.sub/.txt), TMPlayer (.txt), DVD Subtitle System (.txt)
- CD-R/RW, DVD±R/RW, BD-R/RE-Format: ISO 9660+JOLIET, UDF und UDF Bridge-Format
Features:
- Progressive Scan (auch 24p) / BD-Live
- 1080p Upscaling-Funktion / Audio D/A-Wandler: 24 Bits - 192 kHz
FAZIT
Wie ich es im Titel meines Berichts schon andeutete - dieser Player bietet einfach sehr viel für recht wenig Geld. Unter 70 € für einen "richtigen" BD-live fähigen Player, das waren vor Jahren noch "Wunschträume". Nun kann sich wohl bald wirklich auch der "Durchschnittsgucker" auf diese Technik einlassen. Was dem BD 550 einzig fehlt, ist die (noch) mangelnde 3D-Fähigkeit. Vielleicht wird das ja noch von LG per Firmware-Update nachgereicht ? Ebenso ein kleines "Kritikpünktchen" ist das m.E. ein wenig dunkle Frontdisplay am Gerät, allerdings: ich schaue da kaum drauf.
Ich gebe jedenfalls volle fünf Sternchen und eine Empfehlung für den voll gelungenen, leisen, schnellen und preisgünstigen BD 550.
24.05.2011 14:04
Hat etwas länger gedauert - sorry ;o)
22.05.2011 07:16
bh da
19.05.2011 17:58
bh folgt