Lustiges Taschenbuch: 404 - Sommerzeit / Walt Disney

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Lustiges Taschenbuch: 404 - Sommerzeit / Walt Disney

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Sommer in Entenhausen

3  17.08.2010

Pro:
Einige nette Geschichten und schöne Zeichnungen

Kontra:
Natürlich nicht jedermanns/ jederfraus Sache

Empfehlenswert: Ja 

chipad

Über sich: Ein neuer Diamant - danke, ich bin echt platt! DANKE!!!!

Mitglied seit:06.08.2008

Erfahrungsberichte:146

Vertrauende:83

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 241 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Sommerzeit

So lautet der Titel der diesjährigen Juli-Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 404 von Walt Disney. Vielleicht nicht der originellste Name, aber den Umständen und der Jahreszeit angepasst.

Titelbild

Auf dem Titelbild ist ein Strandabschnitt von (vermutlich) Entenhausen von oben zu sehen. Neben diversen Sonnenschirmen sind u.a. Donald (der gerade einer unbekannten Schönheit durch Liften seiner Mütze die Ehre erweist), Dagobert (der selbst am Strand von Geldsäcken umgeben ist), sowie Donalds Neffen Tick, Trick und Track, die im Wasser einem Ball hinterherhechten, zu erkennen. Meine Lieblingsfigur auf dem Titel ist aber zweifelsohne der Muskelprotz, der durch die Reihen der anderen Badegäste stolziert – erinnert sich da nicht jeder an den letzten Strandbesuch?

Die Geschichten

Im LTB 404 sind insgesamt 9 Geschichten zu finden.
  • Schmarotz zu Besuch
  • Ein geborender Störenfried
  • Der große Goofunga
  • Agent DoppelDuck (10): Doppelt getäuscht
  • Zauberlehrling Oswald
  • Die verschwundene Identität
  • Onkel Dagoberts Millionen: Seine sechste Million
  • Maulwurf in Nöten
  • Ferien um jeden Preis
Schmarotz zu Besuch
Ein übel gelaunter und von jedem und allem genervter Donald – er weist sogar Daisy ab, die ihn um einen Gefallen bittet – will seinen dreiwöchigen Sommerurlaub in einer einsamen Berghütte verbringen. Doch als er dort ankommt muss er feststellen, dass der Kühlschrank von einem Monster geplündert wird. Hilfesuchend wendet er sich an seine Kollegen der OMA, der Organisation zur Abwehr von Monstern aller Art. Doch als diese feststellen, dass es sich bei Donalds ungebetenem Gast um einen harmlosen Schmarotz handelt, der sich nur über fremde Kühlschränke hermacht, lehnen sie ein Eingreifen ab. So ist Donald auf die Hilfe seines Vettern Dussel angewiesen, und dass es dabei ziemlich chaotisch zugeht, ist ja irgendwie klar. Als dann auch noch die gesamte Verwandtschaft vor der Tür steht, müssen die beiden schnell eine Lösung finden, denn der Schmarotz darf natürlich nicht entdeckt werden. (30 Seiten, Zeichnungen von Flemming Andersen, Story von Lars Jensen und David Gerstein)

Ich finde: Donald wird ein bisschen übertrieben cholerisch dargestellt, der Schmarotz ist zeichnerisch einfach nur dahingeklatscht. Aber es ist ganz nett, was Dussel und Donald sich einfallen lassen, um ihn loszuwerden. Diese Story bekommt von mir drei Sterne.

Bilder
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Lustiges Taschenbuch: 404 - Sommerzeit / Walt Disney LTB 404: Sommerzeit
Sommerzeit in Entenhausen
Ein geborener Störenfried

Donald entspannt sich in einer Hängematte auf dem Campingplatz. Doch er bleibt nicht lange ungestört und wird von lauten Geräuschen eines Fernsehers geweckt. Natürlich kann dafür nur sein Campingnachbar, mit dem er schon vorher aneinander geraten war, verantwortlich sein. Donald greift zur verschiedenen Maßnahmen, um endlich wieder seine wohlverdiente Ruhe zu bekommen… (8 Seiten, Zeichnungen von Ottavio Panaro, Story von Rudy Salvagnini)

Ich denke: Auch hier ist wieder beeindruckend, was Donald für Ideen hat um sich ausruhen zu können. Hätte er nicht einfach rübergehen und um Ruhe bitten können? Ebenfalls drei Sterne.

Der große Goofunga

Micky und Goofy stoßen am Strand bei der Schatzsuche mit einem Metallsuchgerät auf ein aufgelaufenes Schiff (Braucht man dafür tatsächlich ein Metallsuchgerät???). Getrennt erkunden sie es. Von der Besatzung ist keine Spur zu finden, dafür sind aber Unmengen von Möhren an Bord, außerdem Betäubungsgewehre und ein Funkgerät, dass noch immer SOS sendet. Micky entdeckt schließlich in der Bordwand ein klaffendes Loch und riesige, vom Schiff weg führende Fußspuren, denen Goofy offensichtlich schon gefolgt ist. Wie es der Titel der Geschichte schon vermuten lässt, stoßen Micky und Goofy auf ein Riesenwesen mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu Goofy. Zum Glück ist es ihnen freundlich gesinnt und sie beschließen, ihn mit nach Entenhausen zu nehmen. Es stellt sich heraus, dass ein Filmproduzent Goofunga als Star für seinen nächsten Film haben will und ihn deswegen von einer Insel entführen ließ. Logisch, dass er nun alles dran setzt, ihn wieder einzufangen. Nur gut, dass Goofunga Micky und Goofy an seiner Seite hat, die ihm beistehen. (38 Seiten, Story und Zeichnungen von Casty)

Hmmm, Goofy mag ich nicht sonderlich. Und ich fand den Ausgang der Geschichte ein wenig vorhersehbar. Daher nur 2 Sterne.

Agent Doppelduck (10) - Doppelt getäuscht

Donald als Geheimagent – das kann eigentlich nicht gutgehen. In dieser mehrteiligen Story geht es um ein U-Boot namens White Deep, das am Südpol ins Heiße Herz der Erde vordringen und so die Erwärmung des Planeten stoppen soll. (30 Seiten, aber mehrteilig, Story von Marco Bosco, Zeichnungen von Francesco D‘Ippolito)

Ich finde: Wenn man die bisherigen Folgen nicht kennt, wird man einige Zusammenhänge nicht verstehen. Die Geschichte an sich ist aber auch spannend und dazu noch besser gezeichnet als einige der anderen. Von mir daher 4 Sterne.

Zauberlehrling Oswald

Die Hexe Gundel ist wie meistens damit beschäftigt, den Glückszehner von Dagobert in ihren Besitz zu bringen. Dafür braut sie einen Zaubertrank, wird bei der Zubereitung aber durch einen plötzlich auftauchenden Gast, der sich als Zauberlehrling Oswald vorstellt, gleich mehrfach gestört. Oswald soll sich im Auftrag der Hexenmeisterin bei Gundel auf seine Abschlussprüfung vorbereiten. Oswald ist vorlaut und sehr selbstbewusst, man könnte auch arrogant sagen. Er und Gundel geraten wiederholt aneinander, so dass sie sich persönlich bei der Hexenmeisterin beschweren will. In der Zeit richtet Oswald natürlich weiteres Unheil an. Gundel erteilt ihm eine Lektion und hat bis zur Abschlussprüfung vermeintlich ihre Ruhe. Dann allerdings kommt es zu einer großen Überraschung. (30 Seiten, Story von Bruno Concina, Zeichnungen von Guiseppa Dalla Santa)

Kennt nicht jeder einen arroganten Besserwisser wie Oswald? Die vom Glückszehner besessene Gundel kann einem fast leidtun, so sehr piesackt Oswald sie. Mir gefällt die Geschichte weil sich beide immer etwas Neues einfallen lassen. Und die Überraschung am Ende krönt die Geschichte. 4 Sterne von mir.

Die verschwundene Identität

Donald hat Daisy in die Premiere der neuen Show von Moritz Morfinger, einem bekannten Verwandlungskünstler eingeladen. Auf ihren Plätzen angekommen warten sie auf den Beginn der Vorstellung – die aber einfach nicht startet. Donald erkundigt sich, wird aber abgewimmelt. Natürlich lässt er das nicht auf sich sitzen und verschafft sich als Phantomias Zutritt zur Garderobe. Moritz Morfinger erzählt ihm, dass eine der Personen, die er in der Show verkörpert, verschwunden ist. Phantomias will natürlich helfen, sie wiederzufinden. Zufällig kann Moritz auch einen Superhelden darstellen und begleitet ihn auf seiner Suche, die sie zunächst zum Club der Milliardäre, dann zu den Panzerknackern und schließlich in weitere Teile Entenhausens führt. (27 Seiten, Story von Alessandro Sisti, Zeichnungen von Silvia Ziche)

Tja, Phantomias hat bei mir einen Stein im Bret. Und die Geschichte ist ansprechend gezeichnet und trotz Mitdenkens nicht zuletzt auch ein wenig verwirrend. Damit trifft sie meinen Geschmack vollkommen und erhält von mit 5 Sterne.

Onkel Dagoberts Millionen – Seine sechste Million

In der Serie um Dagobert Millionen ist dies (logischerweise) der sechste Teil. Die Familie ist bei Oma Duck zusammengekommen und über den Umweg eines Fotos, auf dem Dagobert ein Buch signiert, erfahren wir, wie er seine sechste Million verdient hat. Alles beginnt in Frankreich, wo Dagobert zusammen mit seinem Partner Jules eine Käserei betreibt. Das hat am Ende aber nur am Rande etwas mit der sechsten Million zu tun… (25 Seiten, Story von Fausto Vitaliano, Zeichnungen von Marco Mazzarello)

Ich finde: Eine Geschichte voller Sprachwitz und Ironie, eines der Highlights des Buches. So heißt der hergestellte Käse Fleur de Mort, weil er so entsetzlich stinkt. Oder, als Dagobert die Befürchtung äußert, dass das Teufelszeug noch das Tal in die Luft jagt, entgegnet Jules trocken: Nein, nur korsischer Käse explodiert. Genial auch die (wie immer) abgemachte Aufteilung des Gewinns: 50 Prozent für Dagobert und der Rest wird gerecht geteilt. Herrlich. Neben der Phantomias-Geschichte mein Lieblingsstück in diesem Buch, 5 Sterne also!

Maulwurf in Nöten

Steinbeiß, ein Undercover-Ermittler der Entenhausener Polizei wurde in eine Bande eingeschleust, die den Einbruch in eine Bank plant. Die größte Sorge des Maulwurfs dabei ist aber weniger enttarnt zu werden, sondern vielmehr, dass er am Ende tatsächlich kriminell werden könnte, so wie es in seiner Familie eigentlich Tradition ist. Doch um die Tarnung nicht auffliegen zu lassen, bestehen Inspektor Issel und Micky Mouse darauf, dass der Ermittler an dem Coup teilnimmt. Dabei geht einiges schief und am Ende muss Steinbeiß sich entscheiden, auf welcher Seite des Gesetzes er stehen will. (31 Seiten, Story von Tito Faraci, Zeichnungen von Giorgio Cavazzano)

Eine nette und angenehm zu lesende Geschichte, durchschnittlich gezeichnet, mit einem etwas hektischen Ende. 3 Sterne.

Ferien um jeden Preis

Sommer in Entenhausen, alle sind verreist. Nur Donald und seine Neffen nicht. Donald beschließt seinen Onkel Dagobert um Hilfe zu bitten. Nach langer Diskussion, bei der Dagobert sogar behauptet, nicht reich zu sein, lässt er sich tatsächlich erweichen und spendiert den drei Kleinen eine Suite in einem seiner Hotels. Donald bleibt dagegen außen vor. Doch seine Neffen verzichten auf Extraportionen und können so die Reservierung auf vier Personen erhöhen – Donald will Dagobert davon berichten, wird jedoch zum Wache halten im Geldspeicher verdonnert während Dagobert zu den Neffen ins Hotel fährt. Nur mit Hilfe der Panzerknacker und einer List gelingt es ihm, doch noch seinen Urlaub zu bekommen… (30 Seiten, Story von Gian Giacomo Dalmasso, Zeichnungen von Giovan Battista Carpi)

Ich denke: Diese Geschichte steht meiner Meinung nach zu Recht am Ende des Buches. Die Neffen zunächst übertrieben anspruchsvoll und dann verzichten sie plötzlich auf Sonderrationen. Dagobert erst knausrig wie immer, dann plötzlich extrem großzügig und schließlich egoistisch die Situation ausnutzend. Und Donald erst ungeschickt und cholerisch, dann sich Dagobert gegenüber durchsetzend, schließlich sehr gerissen und listig – irgendwie passt da nichts zusammen. Wenigstens die Zeichnungen sind sehr gelungen, daher zumindest 2 Sterne.

Mein Fazit

Das LTB 404 ist eines der durchschnittlichen mit einigen sehr gelungenen Geschichten, einigen weniger gelungenen und einigen in der Mitte. Die Zeichnungen sind in der Regel so, wie man sie von einem LTB erwartet, alle Figuren sind eindeutig erkennbar und in der Regel gut getroffen. Von mir bekommt das LTB 404 daher 3 Sterne mit Tendenz nach oben, nicht zuletzt wegen des schönen Titelbildes, das viele kleine Details erblicken lässt wenn man nur genau hinschaut.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nostalgia86

nostalgia86

05.05.2013 21:59

BH

v_to_the_a

v_to_the_a

01.05.2013 09:45

Ich fass es nicht, genau diese Ausgabe lag paar Monate neben meiner Toilette, bis es jmd. mitgehen lassen hat.

Frkruemel

Frkruemel

28.03.2013 12:59

BH

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