Mein Haar vibriert
24. Feb 2002
Pro:
Preis - Leistungsverhältnis, Farbe ist einheitlich, schimmert wirklich ein bisschen, einfache Anwendung, trotz Geruch hat meine Kopfhaut nicht rebelliert
Kontra:
chemischer, beißender Geruch; Haarausfall unmittelbar nach Anwendung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Farbintensiät:
Haltbarkeit:
Einwirkzeit:
Haarverträglichkeit:
Kopfhautverträglichkeit:
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 E.vonScharfsinnig
Über sich:
Qui vit sans folie n'est pas si sage qu'on croit. - Wer ohne Verrücktheiten lebt, ist nicht so weis...
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Mein Haar vibriert ****************** Jetzt habe ich es auch ausprobiert – die neue Haartönung aus dem Hause L´Oréal, und ich muss sagen, eigentlich bin ich positiv überrascht. Die (wenigen) Meinungen dazu gingen ja hier bei Ciao etwas auseinander, und da ich mir sowieso die Haare mal wieder tönen wollte, dachte ich mir: Mach dir ein eigenes Bild.
Verpackung, Preis und Inhalt ************************ Schlecht klang es ja nicht, was auf der in hellblau gehaltenen Verpackung versprochen wurde. Open up Color soll dauerhaft eine leichte Aufhellung oder leichte dunklere Nuancierung der momentanen/natürlichen Haarfarbe ermöglichen. Das sogenannte "Intensiv-Licht-Color-Gel" soll faszinierende Lichtreflexe im getönten Haar ermöglichen. Es wird allerdings davon abgeraten, es auf stark ergrautem Haar anzuwenden. Mir gefiel die Formulierung "leichte Aufhellung", denn das war es, was ich suchte, denn ich wollte kein zu sehr gebleichtes Blondinchen werden oder mir vorher noch einen Aufheller besorgen, bevor ich die eigentliche Tönung verwenden kann. In der rechteckigen Pappschachtel sind 1 Flasche Colorationsgel à 60ml, 1 Flasche mit Entwicklercreme à 60 ml und eine Flasche Pflegekur à 40 ml enthalten. Außerdem gibt´s natürlich noch die Handschuhe und die Gebrauschanweisung dazu, die bei keiner Tönung fehlen dürfen. Open up Color kostet ca. 8,70€, damit ist es nicht wirklich preiswert, aber es gibt auch teurere Produkte in diesem Bereich.
Anwendung ********** Die Handschuhe sahen schon mal sehr professionell aus, anders als die üblichen einfachen zwei Plastiktüten je
mit 5 Ausbeulungen. Diese Handschuhe lagen enger an und ich konnte irgendwie besser zufassen. Erst mal sollte man sich die Gebrauchsanweisung genau durchlesen (auch denen, die des Deutschen nicht mächtig sind, werden Alternativen geboten), denn je nachdem, ob man vorrangig die Ansätze nachtönen oder das gesamte Haar neu einfärben möchte, sollte man unterschiedlich vorgehen. Außerdem sollten Leute mit empfindlicher Haut oder Leute, die zu allergischen Reaktionen neigen, vorher den in der Anweisung beschriebenen Hauttest durchführen. Eine verhunzte Kopfhaut ist schließlich keine Haarfarbe der Welt wert.
Nachdem man die Haare befeuchtet (nicht gewaschen oder ganz nassgemacht) hat, bringt man das Colorationsgel und die Entwicklercreme in ein Behältnis und schüttelt ordentlich, bis sich die zwei Substanzen vermischt haben. Dann kann es losgehen. Ich fand die Lösung mit dem feuchten Haar gut: So tropft das Haar nicht, weil es nicht nass ist, ist aber auch nicht völlig widerspenstig, weil es nicht vollkommen trocken ist. Das Gel, das man dann aufträgt, ist relativ flüssig, tropft aber nicht. Ein Gel eben. Bei mir ging es nicht vorrangig darum, die Ansätze neu zu tönen, also begann ich auch nicht zunächst Scheitel für Scheitel mit dem Auftragen, sondern verteilte gleich das ganze Gel mehr oder weniger fachmännisch auf dem ganzen Haar. Das dauerte auch erst mal eine Weile dauerte, da mein Haar etwas über das Schulterblatt hinausgeht. Der Geruch der Tönung ist zugegebenermaßen nicht sehr angenehm. Nur unterschwellig stieg mir der Versuch in die Nase, den beißenden chemischen Geruch durch Parfümstoffe zu mildern. Ernsthaft, von tiefen Atemzügen, während man die Coloration aufträgt, muss ich sogar als chemisch Unwissender abraten. (Laut Hersteller sind Resorcin, Wasserstoffperoxid (im Entwickler), Toluylendiamin und ein geringer Ammoniakgehalt vorhanden)
Das Ganze soll man ca. 30 Minuten einziehen lassen, bei schon einmal gefärbten Haaren, die nur einen neuen Ansatz brauchen, nur ca. 20 Minuten. Nach Féria von L´Oréal war ich ja schon skeptisch, denn damit hatte ich ein unschönes Erlebnis gehabt. Das Zeug hat noch mehr gestunken und nach 15 Minuten auf der Kopfhaut gebrannt. Das ist bei Open up nicht der Fall, aber man muss dazu sagen, dass man unbedingt vermeiden sollte, das Gel in irgend einer Form in die Kopfhaut einzureiben! Eine Tönung dieser Art ist so oder so nicht gesund für Haut und Haar, und dass ich dabei mehr Haare verloren habe als beim normalen Waschen, lässt sich wohl auch bei den meisten anderen Tönungen nicht vermeiden. Das Pflegepräparat beruhigte meine Haare und die Haut aber wieder etwas – und duftete wesentlich angenehmer. Nachdem ich sie nach dem Ausspülen der Haare, was recht schnell ging, 2 Minuten einwirken ließ, waren meine frisch getönten Haare wieder geschmeidig und leicht kämmbar. Die Anwendung hat gerade ganz gut gereicht. Bei längeren Haar, das sich bis zur Poponähe erstreckt, würde ich der Käuferin empfehlen, zwei Packungen zu kaufen.
Effekt ***** Da ich vorher durch verschiedene Tönungen, die mehr oder weniger nacheinander in unauffälligen Übergängen herausgewachsen waren, quasi mehrere Haarfarben hatte, bin ich zufrieden, wie gleichmäßig und intensiv die Open up Tönung meinen Haarton hinbekommen hat. Ich habe naturhellblond gewählt, eine der Nuancen, die zwischen mittelbraun und mittelblond liegen, und ich muss sagen, ich bin mit der Farbe sehr zufrieden, da sie der auf der Packung vorne abgebildeten entspricht.
Was die "vibrierenden Farb- und Lichtreflexe" (steht wirklich auf der Verpackung) angeht, finde ich den Ausdruck übertrieben, mein Haar vibriert natürlich nicht, wie der Hersteller verwirrenderweise wirbt. Aber die Reflexe im Licht sind, ich glaube das ein wenig beurteilen zu können, besser als bei anderen Tönungen. Gerade bei den helleren Nuancen erkennt man im (Tages-) Licht schimmernde Reflexe. Aber Wunder erwartet bitte nicht. Auch ein Verfitzen der Haare kann ich nicht erkennen (jedenfalls nicht mehr als vorher, da ich Locken habe). Eher ging es zurück - nicht zuletzt durch die Pflegespülung zum Schluss. Was das Herauswachsen betrifft, kann ich keine konkreten Angaben machen, da ich die dauerhaft haltbare Tönung erst vor ein paar Tagen benutzt habe, aber wenn sich die Nuance nicht wesentlich von der Naturhaarfarbe unterscheidet, dann sollte kein extrem erkennbarer Ansatz nachwachsen, sondern erfahrungsgemäß eher ein weicher Übergang, den man dann bei Bedarf nachtönen kann. Fazit ****
Bis auf den chemisch beißenden Geruch und den Haarausfall, der zwar nicht extrem war, mir aber negativ aufgefallen ist, bin ich von Open up positiv überrascht, deshalb ziehe ich nur einen Stern ab. Außerdem zahlt L´Oréal für die Meinung der Kundin, die die Tönung benutzt hat, 2,56€ auf das Konto, wenn man die ausgefüllte Postkarte losschickt. Weitere Infos bekommt ihr, wenn ihr auf der Internetseite von L´Oréal rumsurft. Ich hoffe, ich konnte euch ein paar nützliche Informationen geben – auch wenn einige Leser vielleicht nicht zu denen gehören, die vor den Regalen mit Tönungen stehen bleiben... ;-)
Ciao, Eva
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17.04.2002 15:09
Hallo, wollte das Produkt auch schon ausprobieren, habe mich aber nicht drangetraut, weil ich dachte, dass es die Faarfarbe stark verändert vonwegen Aufhellen und so. Dein Bericht ist super ausführlich und sehr vertrauenserweckend! Traue mich vielleicht jetzt doch! Liebe Grüße, Bente
23.03.2002 16:47
klingt eigentlich ganz gut, ich ziehe es dennoch vor meine Haare beim Friseur färben zu lassen, auch wenn das etwas teurer ist, mit dem Ergebnis bis ich zufriedener als mit allen Tönungen, die ich in mehreren Versuchen getestet habe.
25.02.2002 22:00
Wenn Haare nach der Behandlung ausfallen ist ja irgendetwas nicht ganz ok.Solch ein Mittel werde ich sicher nicht kaufen. Gruß