Blacky ist ein Schatz
30.06.2001
Pro:
liebenswerter treuer Begleiter
Kontra:
hoher Zeitaufwand, hoher Anschaffungspreis
Empfehlenswert:
Ja
 Wolfsfrau41
Über sich:
Mitglied seit:12.06.2001
Erfahrungsberichte:35
Vertrauende:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Da ich gestern meinen Pekinesen vorgestellt habe, möchte ich es nun nicht versäumen, auch über meinen Labrador Blacky zu schreiben. Eigentlich wäre er ja zuerst an der Reihe gewesen, denn er ist auch mein erster Hund. Ich habe ihn im Alter von 5 Wochen bekommen, eigentlich ja etwas zu früh, aber die Besitzer wollten die kleinen loswerden. In den ersten Wochen mußte ich ihn noch mit einem speziellen Muttermilchersatz füttern. Aber er hat sich prächtig entwickelt und ist heute mein ganzer Stolz. Auch wenn seine allzu große Gier nach "Rippchen" ihn etwas aus den Formen geraten lassen hat. Mit meinem kleinen Pekinesen versteht er sich prächtig. Im folgenden eine Beschreibung dieser wunderbaren Rasse: Der Labrador stammt aus Kanada und kam Anfang des 19. Jahrhunderts nach England. Über seine Herkunft kann man nur spekulieren. Vielleicht stammt er ursprünglich aus dem hohen Norden und kam mit dem Wikinger Erich dem Roten Ende des 10. Jahrhunderts nach Nordamerika. Sicher ist nur, daß er vom 12. Jahrhundert an über einen längeren Zeitraum in Neufundland ansässig war, wo er sich mit dem Neufundländer paarte. Dort entwickelte er auch seine Widerstandsfähigkeit und entdeckte seine Liebe zum Wasser. Kein Wunder also, daß er der bevorzugte Hund der Kabeljaufischer war, denn er fing Fische ein, die ihnen aus dem Netz sprangen.
Der Labrador ist ein mittelgroßer, robuster und kräftiger Hund mit einem langen Kopf und Hängeohren. Er besitzt einen ausgeprägten Kiefer und eine breite, tiefe Brust. Er hat ein kurzes, dichtes und wasserundurchlässiges Fell. Seine Schulterhöhe beträgt ca. 57 cm bei den Rüden und ca. 55 cm bei den Hündinnen, er wird ca. 25 bis 35 kg schwer und hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 12 Jahren. Der Labrador ist ein hervorragender Familienhund, er versteht sich mit Klein und Groß und fühlt sich in der Stadt ebenso wohl wie auf dem Land. Er ist ein wahrer Schatz, der sich über nichts beschwert. Ohne aufzumucken läßt er sich von den Allerkleinsten am Schwanz oder an den Ohren ziehen. Mit größeren Kindern kann er stundenlang spielen, ohne müde zu werden. Er nimmt liebend gern an allen sportlichen Aktivitäten teil, auch Fußball. Kein Wunder also, daß er in den USA zum Kinderhund Nr. 1 gewählt wurde. Er ist intelligent, folgsam, zutraulich und seinem Herrchen treu ergeben. Er ist ein ruhiger Hund, der nur bellt, wenn es nötig ist und von daher auch ein ausgezeichneter Wachhund.
Ich habe nicht lang gebraucht, um meinem Labrador die grundlegenden Hundemanieren beizubringen. Er ist sehr verträglich im Umgang mit anderen Hunden und tut fast alles, um seiner Umgebung zu gefallen. Wenn man sich einen Labrador-Welpen zulegt, sollte man die ersten Lebensmonate sehr wichtig nehmen. Denn da unser junger Freund voller Energie und Überschwang ist, stellt er auch eine Menge an. Er springt an jedem Besucher hoch, egal, ob seine Pfoten dreckig sind oder nicht und reißt in seiner Begeisterung schon einmal ein Tischtuch herunter..... Junge Rüden sind recht eigensinnig und starrköpfig. Da hilft nur eine gute Erziehung.
Zur Ernährung kann ich sagen, daß ein Labrador eigentlich ständig hungrig ist und von daher auch zum Übergewicht neigt. Leider war ich nicht so konsequent und habe dem Betteln meines Hundes wohl zu oft nachgegeben, jetzt hat er einige Pfündchen zuviel, aber ich liebe ihn trotzdem. Er sollte zweimal täglich zu festen Zeiten fressen. Süßigkeiten und Essensreste sind eigentlich streng untersagt. Mein Hund bekommt Pedigree Pal Trockenfutter und zweimal in der Woche seine geliebten Rippchen, auf die er einfach nicht verzichten kann. Diätversuche waren zum Scheitern verurteilt, er reagierte doch recht ungehalten auf weniger Nahrung. Ich laß ihn regelmäßig beim Tierarzt durchchecken und er ist trotz seines Übergewichtes recht fit und gesund. Im täglichen Leben ist der Labrador ein idealer Hund. Spaziergänge sind äußerst wichtig für ihn, er muß täglich mindestens dreimal ausgiebig ausgeführt werden, wobei er das Element Wasser sehr bevorzugt.
Seine Pflege ist nicht aufwendig. Regelmäßig einige Bürstenstriche genügen, um sein etwas rauhes Fell instand zu halten. Kauft man den Labrador beim Züchter muß man mit einem hohen Anschaffungspreis rechnen.
Für Menschen, die die Natur lieben, gerne auch mit Kindern, ist er der ideale Partner. Ich kann den Labrador nur empfehlen, mein Blacky ist ein echter Schatz und macht mir täglich auf neue sehr viel Freude.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
22.01.2006 15:43
Also der "hohe Anschaffungspreis" von mitlerweile 1000 Euro?! Das soll ein Nachteil sein? Also, wenn ich ein "Familienmitglied" 15 Jahre lang behalte... Und dagegen mal einen Sommerurlaub für 3 Wochen? Dann frag ich mich doch ernsthaft, wo ich sparen möchte! Zumal ein gesunder Welpe (Untersuchungen der Eltern, Impfungen, Entwurmungen, Prüfungen der Eltern etc., 8 Wochen liebevolle Aufzucht nicht in einem dreckigen Pferdestall o.ä. ) nunmal Geld kostet. Also vorsicht! Nicht am falschen Ende sparen. Augen auf beim Welpenkauf!
21.08.2003 23:40
Tja, die Jungs sind ausserordentlich verfressen und ein Labbi sieht schon mit Normalgewicht zu dick aus. Na, wens stört... toller Bericht. gruß - geo
05.04.2003 14:16
Vielen Dank für diesen informativen und von Herzen kommenden Beitrag! tatsächlich fühle ich mich aufgrund der guten erfahrungen bestärkt, auch einen Labrador zu übernehmen!