Lachs im Zweifel / Adams, Douglas

Lachs im Zweifel / Adams, Douglas

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... "Lachs im Zweifel" wurde erst nach Douglas Adams Tod aus den Kapiteln des Buches, an dem er zuletzt schrieb und verschiedenen anderen Artikeln von ihm zusammengestellt. Herausgeber Peter Guzzardi, Adams persönliche Assistentin Sophie Austin, Adams Agent Ed Victor und seine Ehefrau Jane Belson ... Bericht lesen





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komische Romane schreiben. --Hannes Riffel
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Franks Auftrag
Erfahrungsbericht von komiker13 über Lachs im Zweifel / Adams, Douglas
15. März 2008


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: durchschnittlich 
Unterhaltungswert: hoch 
Spannung: ziemlich spannend 
Humor: ziemlich humorvoll 
Aufmachung: ok 

Pro: Kurzweilig geschrieben, unterhaltsame Anekdoten und Pointen, persönliche Informationen über Adams .
Kontra: Man erhält keinen kompletten Roman, persönliche Infos über Adams sind eher für Fans interessant .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

"Die Leute denken, man sitzt in einem Zimmer, macht ein nachdenkliches Gesicht und schreibt tolle Gedanken auf. Doch meistens sitzt man in einem Zimmer, macht ein panisches Gesicht und hofft sie haben einem noch keine Wache vor die Tür gestellt." Douglas N. Adams.
Zugegeben, dieser Druck besteht beim Schreiben von Produktberichten nicht, sofern man sich selbst nicht in einem Moment unbegreifbarer Dummheit einem anderen Autor gegenüber dazu selbstverpflichtet hat. Grund genug, dies zu vermeiden und zum Thema überzugehen:

Man könnte sagen, Douglas Adams ist mein Lieblingsautor. Zumindest sind es seine Bücher, die für mich den größten Unterhaltungswert in der Literaturgeschichte besitzen. Während die Fans eines vor ca. 2000 Jahren an die Überreste eines Baumes genagelten Mannes gerne in der Bibel wühlen, steht für mich das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" für großartige Literatur und Unterhaltungskunst. "Lachs im Zweifel" wurde erst nach Douglas Adams Tod aus den Kapiteln des Buches, an dem er zuletzt schrieb und verschiedenen anderen Artikeln von ihm zusammengestellt. Herausgeber Peter Guzzardi, Adams persönliche Assistentin Sophie Austin, Adams Agent Ed Victor und seine Ehefrau Jane Belson wählten hierzu Adams Werke aus, die nach seinem Tod auf seinem Rechner gefunden wurden, für dieses Buch aus, das Adams Tochter Polly gewidmet ist.
Und da ich mal wieder in der Stimmung für ein Adams-Buch war - kaufte, las und siegte ich, um darüber zu berichten:


Der Autor


Douglas Noel Adams (DNA) wurde am 11.03.1952 in Cambridge, Großbritannien geboren. Er studierte dort englische Literatur. Nach dem Studium versuchte er sich zunächst als freier Rundfunkautor und teilte das Schicksal der wohl meisten Schriftsteller: Er scheiterte. In der Folge hielt er sich mit einer Reihe exotischer Aushilfsjobs - vom Hühnerstallausmister bis zum Bodyguard der Herrscherfamilie von Katar - über Wasser. Nebenbei sendete er weiter gelegentliche Sketche für Rundfunksendungen ein, die ihn jedoch nicht aus seiner Lage herausbrachten. Sein letzter Versuch "Per Anhalter durch die Galaxis" zog ihn 1978 schließlich aus dem Sumpf heraus. Sein Arbeitsstil schien durch und durch von Chaos geprägt. Geoffrey Perkins sagte über ihn: "Douglas machte sich mit einer Riesenmenge Ideen an die Arbeit, hatte aber kaum eine Vorstellung, wie sich die Geschichte entwickeln sollte. Er schrieb an ihr fast wie Dickens, in wöchentlichen Teillieferungen, ohne recht zu wissen, wie sie enden würde." Aber vielleicht macht gerade das die Geschichten für den Leser spannend. Douglas selbst äußerte sich wie folgt: "Ich liebe Abgabetermine. Ich liebe das zischende Geräusch, das sie machen, wenn sie verstreichen." Dennoch oder gerade deshalb hatte er mit seinen Werken und seinem eigenwilligen, aber unterhaltsamen Schreibstil große Erfolge. Seinem Hörspielerfolg "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" zu deutsch "Per Anhalter ins All" folgte das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Diesen Roman entwickelte er schließlich zu einer fünfbändigen Trilogie weiter. Daneben schrieb er noch zwei "Dirk Gently"-Romane und einige andere Werke, arbeitete zudem noch an Computerspielen und der Verfilmung von Per Anhalter durch die Galaxis mit. Er heiratete 1991 im Alter von 39 und hinterließ eine 1994 geborene Tochter als er am 11.05.2001 unerwartet an den Folgen eines Herzinfarktes in Santa Monica, USA verstarb.


Die Wahl der Titel und Kapitelnamen


Den Titel "Lachs im Zweifel" finde ich gut gewählt, weil das der Titel des Buches werden sollte, an dem Adams kurz vor seinem Tod noch arbeitete.
Etwas unpassender finde ich den Untertitel "Zum letzten Mal per Anhalter durch die Galaxis". Das Buch beinhaltet mit dem Kapitel "Jung-Zaphod geht auf Nummer Sicher" zwar einen Abschnitt aus dem Jahr 1986, das sowohl inhaltlich als auch stilistisch der Anhalter-Serie zuzuordnen ist. Allerdings macht dies gerade einmal 14 1/2 von 320 Seiten aus. Vor dem Hintergrund, dass der Anhalter ein Kassenschlager war und Adams selbst sich in Interviews immer wieder etwas betrübt zeigte, oft auf den Anhalter-Autor reduziert zu werden und dass seine übrigen Werke vergleichsweise im Hintergrund blieben, hinterlässt die Wahl dieses Untertitels bei mir ein Geschmäckle. Auch wenn nicht auszuschließen ist, dass man ihm damit einen Tribut zollen wollte, mein Eindruck ist ein anderer.
Für eine solche Widmung hätte meiner Meinung nach die Idee von Adams Freund und Geschäftspartner Robbie Stamp, den Inhalt des Buches nach dem Aufbau seiner Webseite und dem Titel seines dritten Anhalter Romanes (Das Leben, das Universum und der ganze Rest) zu gliedern, völlig gereicht. Diese Gliederung kommt für meinen Geschmack nicht so plump wie der Untertitel daher und passt zum Inhalt des Buches.


Prolog


Eine fünfzehnseitige Biographie über Douglas Adams von Nicholas Wroe gibt dem Leser im Prolog Einblicke in das Leben des Verstorbenen, seinem größten Erfolg "Per Anhalter durch die Galaxis" und Adams Vorlieben und Interessen. Dieser Beitrag erschien bereits am 03.06.2000 im Guardian und stellt anschaulich und kurzweilig dar, um was für einen Menschen es sich bei DNA handelte. Es bildet einen Grundriss dessen, was später noch in vielen Beiträgen über und von DNA ausgebreitet wird. Dabei schildert Wroe nicht nur seine eigene Sicht, sondern schmückt sie auch vielfach passend mit Zitaten über und von DNA aus. Dem Beitrag schließt sich eine tabellarischer Lebenslauf von DNA an.
Meiner Meinung nach bildet der Prolog einen gelungenen Vorspann in dieses Buch. Wer den verstorbenen Autor noch nicht kannte, weiß spätestens nach dem Prolog über wen dieses Buch handelt und das nicht nur formell, sondern auch menschlich.


Einleitung


Stephen Fry führt einen in weiteren sechs Seiten in das Buch ein. Ein "douglassiger Augenblick" für ihn, die ansonsten für ihn höchstwahrscheinlich Apple-Macintosh-Computer, Nicht einzuhaltende Abgabetermine, Ed Victor - Douglas' Agent, gefährdete Tierarten und ungeheuer teure Fünfsternehotels beinhalten - die Dinge, mit denen er DNA spontan verbindet. Anhand dieser Dinge schreibt sich Fry durch die Einleitung durch dieses Buch und gibt dabei seine persönlichen Eindrücke zu DNA wieder. Kurz vor Schluss gibt er eine sehr hilfreiche Empfehlung ab, das Buch nicht in einem runterzulesen, sondern Stück für Stück, um die tiefer liegenden Inhalte zu erfassen. Die wichtigste Aussage der Einleitung aus meiner Sicht.


Das Leben


Das erste richtige Kapitel, wenn man so will, denn nun kommt der verstorbene Autor zu Wort. Auf 86 Seiten werden hier Brief, Interview und Glossen von DNA (wieder)veröffentlicht. In kurzweiligen Texten erfährt man einiges über DNA und seine Ansichten. Richtig vom Hocker haute mich zwar keiner dieser Beiträge, an seine Romane kommen die Kurztexte nicht heran. Aber sie geben viel über den Menschen DNA und seine Vorlieben und Eigenarten preis. Bemerkenswert finde ich wie ausschmückend DNA schon als Zwölfjähriger in einem Leserbrief seine Anspannung beschreibt, die ihn jede Woche ereilte, wenn er das Eagle-Magazin nach Hause geschickt bekam. Die meisten Menschen sind selbst im Erwachsenenalter nicht in der Lage, ein Gefühl so anschaulich und ausgeprägt zu darzustellen. Auch nachfolgend erfährt man viel Persönliches in mehr und minder lesenswerten Artikeln von DNA. Mehr und minder je nach Interesse. So finden sich neben einem Geburtstagsgrußartikel an Paul McCartney, in dem DNA seine Beatles-Leidenschaft ausführt, u.a. ein Artikel über den persönlichen und für ihn peinlichen Kleinkrieg seiner Körpergröße gegen die Schuluniform, sein Buch "der Sinn des Labenz", über seine Nase, sein Lieblingsbuch, die zwei Hunde Maggie und Trudie, Vorschriften, Katermittel, Lieblingsdrinks, zum Millennium, sein Dreamteam, ein Interview mit Virgin.net, ein Bericht über sein irrwitziges Vorhaben auf einem Rochen zu reiten, einen Artikel, was guten Tee ausmacht und einen weiteren Bericht über seine Aktion für "Save the Rhino", als er in einem Rhinozeros-Kostüm den Kilimandscharo hinaufwanderte.
Wie gesagt, einiges interessierte mich von den Themen mehr als anderes, aber ich denke, die Beiträge geben einen guten Überblick über DNA's Interessen und Hobbies. Sie sind allesamt eher kurzweilig als langatmig geschrieben. Auch wenn DNAs Vorliebe für lange Schachtelsätze einem nicht verborgen bleibt. Aber gerade dies machte auch seinen Schreibstil aus: Wild und chaotisch, geschrieben wie gesprochen. Angesichts dieser vielen Kurzgeschichten empfiehlt es sich wirklich, das Kapitel nicht einfach runterzulesen, sondern sich hier und da einfach mal einen Beitrag rauszugreifen und ihn zu genießen. Dafür sind sie kurz und selbstständig genug.


Das Universum


Stilistisch ist das zweite Kapitel wie das erste aufgebaut, nur dass es sich nun weniger mit Artikeln über DNAs Interessen befasst, als mit seinen kleinen, satirischen Scharmützeln mit der Umwelt. Direkt im ersten Artikel "Frank der Wandale" lässt er sich über das Thema Handwerker aus. Allseits verhasste und gefürchtete Menschen. Zu Recht werden zumindest diejenigen meinen, die ihre einschlägigen Erfahrungen damit schon machen durften. Und auch bei DNA kamen diese Erfahrungen nicht zu kurz. Leider provozierten sie DNA nicht genug, denn von mir aus hätte der Artikel über die Handwerker gerne ein ganzes Buch füllen dürfen. Statt dessen bekommt DNA ein Einsehen und lässt sich neben dem Handwerker auch noch ein wenig über Computersysteme 1989 aus, auch wenn letztere noch weitere Artikel in diesem Kapitel füllen. Weiterhin findet sich ein aus meiner Sicht recht interessantes Interview des American Atheists mit DNA hier wieder. In diesem Interview führt DNA seine Thesen sehr anschaulich, schlüssig und leidenschaftlich aus, ohne dafür in einen "heiligen Krieg" zu ziehen. Es schließt sich ein netter Artikel über Voraussagen an, die sich nachher als völlig verkehrt erwiesen. Weitere Beiträge finden sich über Themen wie seinen Kleinkrieg mit kleinen Bammeldingern (Netzsteckern) - für jedes Gerät ein anderes, Verbessern durch Weglassen, Ausnahmen in Versicherungspolicen und sich selbst als Wendehals. Sehr lesenswert fand ich in diesem Kapitel auch seinen Stegreif-Vortrag mit dem Titel "Gibt es einen künstlichen Gott"? Auf rund 25 Seiten führt er hier seine philosophische Sichtweise über die Funktion der Gottesidee und die menschliche Entwicklung in vier (Sand)zeitaltern aus. Abschließend findet sich noch eine amüsante Kurzgeschichte über einen vermeintlichen Keksdiebstahl im Zug wieder, die mir sogar noch dunkel aus der Schule in Erinnerung ist.
Auch hier gibt es wie im ersten Kapitel für mich interessantere und weniger interessante Beiträge. Neben den philosophischen Ausflügen gibt sich DNA auch als ganz normaler Durchschnittsmensch im Kampf oder Ärger über den ganz normal Alltag, den alle erleben. Er verarbeitet die Situationen satirisch, nicht ohne seine menschliche Verärgerung zum Ausdruck zu bringen. Flüssig runterlesen lassen sich trotz mancher Marathonsatzkonstruktionen die Beiträge alle, wobei es sich auch lohnt über den ein oder anderen Satz mal etwas für sich zu verweilen. Neben dem stumpfen Runterlesens des Kapitels bietet es sich auch hier an, einfach einzelne Beiträge herauszugreifen und sie isoliert zu lesen, da die Beiträge nicht aufeinander aufbauen.


Und der ganze Rest


Das letzte Kapitel beginnt mit einem Adams-Interview mit dem Onion A.V. Club aus dem Jahr 1998, in dem sich DNA ausführlich über seine damals aktuellen Projekte: das Computerspiel Raumschiff Titanic, dem langen Weg bis zur Verfilmung vom Anhalter und dem beabsichtigten neuen Dirk Gently - Roman "Lachs im Zweifel äußert. Aus meiner Sicht eher ein Platzfüller als ein spektakulärer Beitrag, aber immerhin gibt er einen Einblick in das Verhältnis, dass DNA zu seiner Arbeit hatte.
Es folgt ein etwas ironischer Brief an den Studioboss David Vogel, mit dem DNA gleichzeitig die Hand ausstreckte, offenbar bestehende Probleme bei der Verfilmung des Anhalterfilmes auszuräumen. Einen Schmunzler ist allein die ganze Seite mit DNAs damaligen Kontaktmöglichkeiten wert.
Nach diesem Geplänkel kommt das Buch für die Romananhänger endlich zum eingemachten und der Untertitel bekommt seinen kleinen Auftritt. "Jung-Zaphod geht auf Nummer Sicher" vermittelt mir tatsächlich den Eindruck einen Abschnitt zu lesen, der ohne weiteres ein Einschub aus einem Anhalter-Roman hätte sein können. Sie ist wieder da, die Anhalter Atmosphäre, wenn DNA die Ankunft eines Raumschiffes in der Nähe einer Insel beschreibt und auch die Sicht der völlig unbefangenen Inselbewohner hierzu darstellt. Auch die Dialoge zwischen zwei sachlich orientierten Beamten auf dem Raumschiff und dem schrillen Chaoten Zaphod Beeblebrox spiegeln ein bekanntes Anhaltermuster wieder. DNA versteht es hier wieder Spannung aufzubauen, wenn die 3 ein gesunkenes Raumschiff bergen und Sonderbares feststellen. Natürlich lässt sich DNA auch einen netten Seitenhieb aufs irdische Geschehen zum Ende des Kapitels nicht nehmen, der sehr zum Schmunzeln einlädt. Für Fans der Anhalterreihe ist diese Kurzgeschichte sehr lesenswert.
Vor dem großen Finale, den Kapiteln, die einer neuer Dirk Gently - Roman hätten bilden sollen, folgt noch mal ein zweiseitiger Auszug aus einem Adams-Interview mit Matt Newsome zu den Kapiteln auf die Folter.
Danach kommen sie endlich die Kapitel zu dem beabsichtigten neuen Roman. Die veröffentlichte Fassung wurde allerdings aus verschiedenen Fassungen des unvollendeten Werks zusammengestellt. In diesen beweist DNA wieder seine ausgefallene Fantasie, sein Talent für überlange lesbare Schachtelsätze, skurrile Einfälle, witzige Seitenhiebe auf den Alltag und den Aufbau von Spannungsbögen. In der Geschichte wird Dirk Gently, ein eher erfolgloser Privatdetektiv, von jemandem engagiert, dem er nie begegnet um einen Auftrag zu erledigen, zu dem er keine genauen Angaben erhält. Als Dirk Gently kritisch gefragt wird, von wem er überhaupt den Auftrag habe, antwortet er von "Frank", um sich der Fragerei zu entziehen. Er weiß nicht, ob sein Auftraggeber Frank heißt und es ist ihm auch egal, wichtig ist ihm allein, dass er diesen Auftrag hat, egal wie wirr er ist.
Entsprechend wirr erschien mir auch die Handlung im ersten Moment, jedoch erlangte sie im Laufe der 11 Kapitel durchaus ihre Zusammenhänge. Von Seite zu Seite gefiel mir die Geschichte besser, so dass ich nachher ein wenig enttäuscht war, dass sie mittendrin einfach abbrach. Nach den Eindrücken wäre der Roman wieder sehr lesenswert geworden und auch an dem vorhandenen Ausschnitt sollten DNA-begeisterte Leser ihre Freude finden. Andere Leser sollten andere Adams-Werke zunächst vorziehen.
Das Kapitel "Und der ganze Rest" schließt mal wieder mit Auszügen aus einem Adams-Interview mit dem Daily Nexus vom 05.04.2000. Nun eigentlich ist es eher ein Bericht von einem Interview, in dem Adams Lebensstil, sein Hang zur Naturwissenschaft, insbesondere der Biologie, und seiner Schwierigkeit beim Schreiben darstellt.
Im Ergebnis hat mir dieses Kapitel im ganzen Buch am besten gefallen. Die vielen kurzen Beiträge und Artikel sind zwar nett, aber erst in den Romanen blühte Adams meiner Meinung nach richtig auf.


Epilog


Zum Abschluss erfolgt noch mal ein Artikel von Richard Dawkins, der am 14.05.2001 im Guardian erschien. D.h., nein, eigentlich ist es kein Artikel sondern eine Totenklage. Dawkins alias Charles Simonyi (Professor of the Public Understanding of Science an der Universität Oxford) würdigt in diesem Abschnitt DNA als seinen Freund, als Menschen, als Komiker, seine Aussprüche, sein Handeln, seine Werke. Die Totenklage passt meiner Meinung nach als Epilog sehr gut, nicht nur weil sie DNA würdigt, sondern auch den Leser von den Vortexten noch einmal runterholt. Denn Douglas Adams ist tot und dieses Buch veröffentlichte seine letzte Bucharbeit, komplettiert durch einige andere Artikel und Interviews von ihm und über ihn. Dem Epilog folgt passenderweise eine Übersicht über die Abfolge des Todesgottesdienstes und die Danksagung des Herausgebers.


Sonstiges


Die Originalausgabe "THE SALMON OF DOUBT" erschien bei Macmillan, London.
Meine deutschsprachige Taschenbuchausgabe erschien in der dritten Auflage in 04/2005 beim Heyne Verlag in München. Sie wurde aus dem Englischen von Benjamin Schwarz übersetzt, der u.a. auch die Anhalter-Bücher ins Deutsche übersetzte. Das Buch umfasst 320 Seiten, ist in der alten Rechtschreibung verfasst und kostete mich 8,95 Euro.
ISBN: 978-3-453-40045-0


Fazit


Lachs im Zweifel ist weder ein zusammenhängender Roman noch eine Biographie. Aber das Buch enthält etwas vom beiden. Es offenbart viel über den Menschen Douglas Noel Adams. Ein paar Worte nahestehender Menschen, einige Beiträge für Zeitungen von ihm selbst, Interviews mit ihm und erste Kapitel eines unvollendeten Dirk-Gently-Romans. Es bietet sich damit in erster Linie für Menschen an, die Douglas Adams mit seinen anderen Büchern begeistern konnte, diese bereits durchgelesen haben, es bedauern, dass wohl keine weiteren Romane von ihm mehr erscheinen werden und sich für die letzten Reste seiner Arbeit oder ihn selbst und seine Gedankenwelt interessieren. Wer mit seinen Büchern noch nichts zu tun hatte, sollte lieber erst mal zu einem anderen Werk greifen, um seinen Humor in voller Breite zu genießen. 

weitere Erfahrungsberichte
Goodbye and thank you for your books
Bewertung für Lachs im Zweifel / Adams, Douglas von Lorin76

Pro: bunte Mischung, viel über den Autor selbst
Kontra: leider wurde sein letzter Roman nicht mehr vollendet

Das ist also das letzte Buch von Douglas Adams. Wobei „sein letztes Buch“ hier nicht ganz treffend ist. Denn es handelt sich nicht um einen fertigen Roman, den der Autor in dieser Form veröffentlichen wollte. (Dieses Buch ist ja nach dem Tod des berühmten Autors in dieser Form zusammengestellt und veröffentlicht worden.) Vielmehr handelt es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von allen möglichen Dingen von und über Douglas Adams. Dazu ...
...Autor einiger sehr bekannter, witziger Science-Fiction-Romane, die zu richtigen Kultbüchern geworden sind: „Per Anhalter durch das Universum“ („The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“), „Das Restaurant am Ende des Universums“ („The Restaurant at the End of the Universe“), „Das Leben und der ganze Rest“ („Life, the Universe and Everything“)... ausserdem stammen von ihm auch ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

21.09.2003
Zum letzen Mal per Anhalter
Bewertung für Lachs im Zweifel / Adams, Douglas von Raileigh

Pro: Ein Nachruf vom Verstorbenen verfasst
Kontra: Leider sein allerletztes Buch

Er war einer der größten Schriftsteller der Gegenwart. Oder kennen Sie noch jemanden der Bestseller schreibt und fast zwei Meter groß ist? Douglas Adams hat nur eine bescheidene menge an Büchern geschrieben, trotzdem zählt er selbst unter den Kultautoren zu den Kultautoren. Die Titel seiner Sci-Fi-Romanreihe "Per Anhalter durch die Galaxis" werden heute als geflügelte Worte gebraucht. Es gibt wohl kaum Buchtitel, die bekannter sind, als beispielsweise ...
...mit der man auf umständlichste Art und Weise, das Wort "alles" umschreiben kann. Douglas Adams führte vor, wie wenig ernst man Sci-Fi nehmen kann, ähnlich wie Tom Holt und Terry Pratchett dies mit der Fantasie tun. Sein schönstes und wichtigstes Buch jedoch verkaufte sich bisher am schlechtesten. "Die Letzten ihrer Art" eine Reise zu den bedrohten Tierarten dieser Welt ist ein Musterbeispiel für ein Hand in Hand gehen von Engagement und Entertainment. ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
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sehr hilfreich

18.04.2003
Abgabetermine waren nie sein Ding.
Bewertung für Lachs im Zweifel / Adams, Douglas von nasebaer040

Pro: Die bessere Biografie
Kontra: Leider lebt der Autor nicht mehr

Es ist schon ein komisches Gefühl, ein Buch zu lesen, das von jemanden nach seinem Tod 'geschrieben' wurde. Mit "Lachs im Zweifel" legt der Herausgeber Peter Guzzardi mehr als eine Biographie der schreiberischen Leistungen Douglas Adams vor. Vielmehr ist es der krönende Abschluss einer Ära und eine Hommage an einen der größten Autoren der Neuzeit. Eigentlich ist "Lachs im Zweifel" der dritte Roman der Dirk Gently-Reihe. Leider konnte Douglas Adams ...
...das Buch unter diesem Titel mehr, als urpsrünglich geplant. Ein Großteil zu Beginn des Buches ist gespickt mit vielen, teils auch unveröffentlichten Artikeln, Kolumnen, Kurzgeschichten und Interviews. Hier erfährt sogar derjenige, der glaubte, alles über Douglas Adams zu wissen, noch neues. Erst dann folgt der schon fertiggestellte Teil des dritten Dirk Gently Buches, das den Originaltitel "The Salmon of Doubt" tragen sollte. Nur wenige Kapitel ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
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Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
hilfreich

10.02.2007
Eigentlich nur für Adams-Fans
Bewertung für Lachs im Zweifel / Adams, Douglas von Rickenbacher

Pro: Viele amüsante Begegnungen mit Douglas Adams
Kontra: Die Geschichte wäre so nicht veröffentlicht worden

Da ich alles von Douglas Adams gelesen habe, kaufte ich mir auch dieses Buch. "Lachs im Zweifel" ist ein Sammelsurium voller teils bis dato unveröffentlichten Arbeiten und Interviews, die einem interessante Einblicke in Adams Gedankenwelt geben. Das Buch ist nichts für Leser, die einen abgeschlossenen Unterhaltungsroman erwarten. Lediglich echte Fans und Leute die etwas mehr über den Menschen Douglas Adams erfahren möchten, sollten sich das Buch ...
...dass die Titelgeschichte: "Lachs im Zweifel", aus elf verschiedenen Versionen zusammengestückelt wurde und man nie erfahren wird, wie die Geschichte in der Endfassung ausgesehen hätte. Für mich waren die kurzweiligen Kolumnen, Reden und Interviews lesenswerter, als die unvollendete "Lachs im Zweifel"-Geschichte. Empfehlen kann ich das Buch wie gesagt nur Fans oder als Ergänzung zu Adams Biografie. Zum Autor: Douglas Noel Adams wurde 1952 in Cambridge ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
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29.11.2005

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Alles über Arthur Dent, Trillian & Co.
Bewertung für Keine Panik! / Gaiman, Neil von  mima17

Pro: unterhaltsam, witzig, sehr informativ & aktuell, nettes Cover, stimmige Übersetzung
Kontra: es liegt kein Handtuch bei

.../77), das in "Lachs des Zweifels" detailliert abgedruckt ist (David Gilmour sang Pink Floyds "Wish you were here"!). Der Umschlag °°°°°°°°° Auf dem Cover des vorliegenden Buch sehen wir eine Zeichnung von Mr. Adams, gezeichnet im Stil der anderen Anhalter-Bücher. Links von ihm, in der Luft schwebend, kurz vor seinem Ohr, sehen wir einen süßen kleinen, gelben BABELFISCH***. Der dunkle Hintergrund ist mit Sternen und Galaxienebeln angefüllt. Auf der knallroten Rückseite des Umschlags ist der Babelfisch blau gefärbt. ***: übersetzt jede Sprache, egal welche, in die des Benutzers. Cool! Inhalte °°°°°°°°° Wer war Douglas Adams? War er der wichtigste Autor des 20. Jahrhunderts - oder nur der witzigste? Feststeht, dass er der Science Fiction als einer der wenigen Autor eine witzige Seite abringen konnte, und das ist schon eine bemerkenswerte... Bericht lesen

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sehr hilfreich
30.06.2004

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