Unsere Familie/unsere Firma hat Ende 1988 einen Lada Nova GL Kombi mit 1,5 Liter Benziner und U-Kat neu bestellt. Im Januar 1989 kam das gute Stück frisch in kommunistischem rot aus der UdSSR. Ich selbst hatte das große Glück, diesen Wagen ein Jahr lang zu fahren, nachdem ich 1997 den Führerschein ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von RaMaZo über Lada Nova 30.12.2000
Fahrzeugbewertung des Autors:
Pro:
Groß, preiswert, exotisch, zuverlässig, Sitze
Kontra:
hoher Verbrauch, Rost, pflegebedürftige Technik
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Fahrbericht
Unsere Familie/unsere Firma hat Ende 1988 einen Lada Nova GL Kombi mit 1,5 Liter Benziner und U-Kat neu bestellt. Im Januar 1989 kam das gute Stück frisch in kommunistischem rot aus der UdSSR. Ich selbst hatte das große Glück, diesen Wagen ein Jahr lang zu fahren, nachdem ich 1997 den Führerschein gemacht habe.
Für mich als Fahranfänger bot der Lada den großen Vorteil, daß ich ein großes und behäbiges Auto fahren lernte, ohne daß ich daran viel kaputt machen kann. Der Wagen hat dicke und stabile Stoßstangen, die Rempeleien gut wegstecken. (Das ist bei den lackierten Stoßstangen der Neuzeit nicht immer so). Die Hängerkupplung bietet eine zusätzlichen Schutz nach hinten. Das sympatische Kantendesign der 70er Jahre sticht aus dem Meer der Auto-Eier deutlich heraus und ist gut zu überschauen, man sieht Anfang, Ende und alle Ecken. Das riesige Lenkrad ersetzt die Servolenkung. Die schmalen Säulen und großen Fenster ermöglichen gute Ausblicke. Die hohe Sitzposition erhebt den Fahrer über die Widrigkeiten des Straßenverkehrs, auf den bequemen "Clubsesseln" vorne und "Omas Couch" hinten fahren alle Passagiere sehr bequem. Die Heizung ist einmalig stark, kein anderes West-Auto kann so schnell und stark heizen. Unsere Wintertemperaturen sind für sibirische Verhältnisse gerade mal warm.
Der Innenraum ist für 5 große Personen gut geeignet, nirgends gibt es Platzprobleme. Der Kofferraum des Kombi läßt sich durch die niedrige Ladekante und die glatte Ladefläche bei umgelegter Rücksitzbank gut beladen, mit einer Doppelluftmatratze wird der Lada Nova Kombi zum bequemen Zweitwohnsitz. Meine Doppelluftmatratze paßte genau zwischen die (damals aufpreispflichtige) Dachreling und machte aus meinem Lada einen Platz an der Sonne.
Unvergleichlich stark ist das Abblend- und Fernlicht, das zwar nur einfache H4 Lampen hat, sich aber gut verteilt und die Nacht zum Tage macht. Die Technik ist an sich grundsolide, aber es gehen immer Kleinigkeiten kaputt. Ich hatte immer einen doppelten Satz Sicherungen und Glühbirnen an Bord, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Lada liefert einen umfangreichen und hochqualitativen Werkzeugsatz mit incl. Luftdruckmesser, Pumpe, Handlampe, Montierhebel für die Schlauch-Reifen; "moderne" Autos haben gerade einen billigen Schraubschlüssel), der beim Lada durchaus Sinn macht. Irgendwas ist immer zu basteln. Die Elektrik ist sehr anfällig, uns ging der Anlasser und die Lichtmaschine kaputt, die kleinen Wischer an den Lampen vorne und die Waschanlage der Heckscheibe waren vom ersten Tag an defekt. Die Zündung mit altmodischen Unterbrecher wollte gut gepflegt werden, dann springt der Wagen auch bei Kälte und Nässe zuverlässig an. Zum Glück ist der Wagen so einfach aufgebaut, daß viele Kleinigkeiten selbst behoben werden können. Die umfangreiche Bedienungsanleitung erklärt nicht nur die Funktionen, sondern beinhaltet eine komplette Wartungsanweisung!
Wir hatten noch nicht die moderne 1,7 Liter Einspritzmaschine, sondern den alten 1,5 Liter Vergasermotor mit ungeregeltem Kat (Irrsinn der Steuergesetzgebung: 1988 bekamen wir für unser schadstoffarmes Auto DM 650,- Steuerförderung, 1998 wurde das selbe Auto als Stinker mit DM 20,- pro 100ccm straf-besteuert!). Dieser Motor sprang immer an, wenn die Zündung und die Batterie mitspielten. Gewöhnungsbedürftig ist, daß das Zündschloß links vom Lenkrad liegt und der Choke (kann das heute noch irgendjemand bedienen?) auf der rechten Seite mit Gefühl gezogen werden will. Der Motor lief zuverlässig, fraß aber immer 10l Normal/100km und 1l Öl/1.000km. Die Leistung ist lasch, das liegt aber auch an den schlechten Bremsen, die ständig schief ziehen und vorne immer mitschleifen. Das hat niemand in den Griff bekommen. Als Dauertempo auf langen Touren empfehlen sich 120km/h, darüber wird der Wagen unnötig laut. Zum Ziehen schwerer Anhänger ist er nur bedingt geeignet, 80 km/h erreicht er nur nach langem Anlauf. Das hat meinen Übermut als Fahranfänger gut abgekühlt. Kleine Reparaturen und Einstellarbeiten lassen sich leicht selbst durchführen, da der kleine Motor im großen Motorraum gut zugänglich ist. Service-Teile (Bremsen, Auspuff, Filter...) führt jeder Teilehandel, auf allen Schrottplätzen finden sich billige Blech- und Motorteile.
Ein ewiges Ärgernis waren die Reifen. Unsere Felgen waren so schlecht gemacht, daß von Anfang an Reifen mit Innenschlauch montiert wurden. Kaum einer der heutigen Reifen-Schell-Dienste kennt sich noch damit aus, dementsprechend groß waren unsere Probleme. Der Reservereifen wurde midestens 3 mal im Jahr benutzt, da einem Schlauch die Luft ausgeht. Regelmäßige Kontrollen des Luftdrucks brachten keine Besserung. Die Federung ist sehr weich und komfortabel, der Wagen ist eine Sänfte, die viel Fahrkomfort bietet, aber schnelle Fahrten über schlechte und kurvige Straßen mit gefährlichem Kippeln und Heckschwenks bestraft. Im Winter kommen noch die üblichen Nachteile des Heckantriebs dazu. Die Karosserie rostet, besonders an den Radläufen, allen Türen und Klappen sowie den Kotflügeln vorne. Eine frühzeitige Konservierung ist wirklich sinnvoll.
Alles in allem waren wir mit unserem "Luxus-Lada" (Lieblings-Spruch meiner 10 Jahre alten Schwester) sehr gut bedient, wer technisch etwas Geschick und guten Willen mitbringt, kann mit diesem Auto viele vergnügliche Kilometer fahren. Die Vorteile, einen Exoten zu fahren, der billig und sehr praktisch ist werden sich bald herumsprechen. Meine Freunde stellten mich anderen Leuten mit:" das ist der mit dem skurillen Lada!" vor. Wir mußten unseren Lada 1998 wegen einem Unfallschaden leider verschrotten lassen, keines meiner West-Autos hat mich bis jetzt so fasziniert wie der Lada Nova GL Kombi.
Pro: Guter Preis und viel Platz Kontra: Hohe Rostanfälligkeit
Ich habe ein Jahr den LADA-Nova GL Kombi gefahren und mich von Anfang an in das Auto verliebt. Seine klobige, eckige Form macht Ihn zum absoluten Blickfang im Durcheinander der aerodynamischen modernen Karossen. Die 85PS mobilisieren zwar nicht zu Höchstl ...
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Ich habe einen Lada Nova (2105) mit 1300er Maschine 1993 vom Zoll Gera übernommen. Seitdem ist das Fahrzeug 180000 km gelaufen und niemals liegen geblieben - weder im winterlichen Nordschweden noch in der kasachischen Wüste. Reparaturen waren nicht zu ver ...
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...dafür, dass die Servo nicht ganz so schmerzlich vermisst wird!)
>>FAHR & SPAR
Der SuperNova kostet in Clima-Ausstattung 5.600 € Airco inklusive; das Basismodell Europa ist fabrikneu schon ab 4.000 € erhältlich. Das sind Preise, für die gibt es gar nix vergleichbares - selbst ein Lada 112 (so ein Bruder im Geiste) kostet drei Mille mehr...
Problem nur: in Deutschland gibt es weder Dacia noch SuperNova - insofern erübrigen sich Gedankenspiele in diese Richtung (auch wenn ein Export aus Rumänien sicher möglich wäre).
Allein der Verbrauch ist etwas üppig. 7,5 Liter im Schnitt (ohne Vollgasetappen) sind (k)ein Wort...
>>FAZIT!
Der Dacia SuperNova hat den sympathischen Touch des Exoten. Solide Renault-Technik und ein Superpreis stehen Verarbeitungsmängel und eine de facto Nicht-Sicherheitsausstattung (kein Airbag, kein ABS) gegenüber......
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