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Torf, Torf und nochmals Torf! So schlicht wäre dieser Whisky zu beschreiben, wenn man ihm nicht mehr abgewinnen könnte! Lagavulin, was "the mill in the hollow" heißt, steht auf einem Gelände, auf dem bereits um 1740 schwarzgebrannt wurde. 1816 gründeten schließlich John Johnston und 1817 Archibald Campbell zwei legale Destillerien direkt nebeneinander, die 1837 im Eigentum der Graham Brüder zu Lagavulin verschmolzen. Seit 1987 gehört Lagavulin zu den United Distillers, die aus ihm einen der erfolgreichsten "Classic Malts" gemacht haben.
Der komplexe Geschmack des Lagavulin beruht im wesentlichen auf drei Säulen: dem schweren Torf, der Sherrysüße und dem Seecharakter. Der Torfgeschmack mit einem Phenolgehalt von immerhin 35 ppm resultiert einerseits aus dem weichen dunklen Wasser des Solum Lochs, das über zwei Meilen durch Torf fließt, bevor es bei Lagavulin ankommt. Andererseits wird das Malz in der Port Ellen Mälzerei speziell für den Lagavulin über dem schweren Castle Hill Torf geräuchert. Beim Sherry gibt man sich auch nicht mit einem x-beliebigen zufrieden. Für die Distillers Edition wurden beispielsweise die Fässer des schweren und süßen Pedro-Ximenez verwendet. Und der deutliche Seecharakter des Whiskys kommt daher, daß die leeren Fässer vor dem Füllen oft am Strand gelagert werden, wo sie dem freien Spiel von Wind und Gischt ausgeliefert sind. Der Lagavulin hat also deutlich mehr zu bieten als den vordergründigen Torfgeschmack. Er ist ein komplexer und durchaus robuster Malt, dem auch die "Serienfertigung" im Rahmen der Classic Malts (noch) nichts anhaben konnte.
Wer gerne mal in der Gegend von Port Ellen vorbeischauen möchte, wird sich freuen, daß die Destillerie ganzjährig werktags für Besucher geöffnet ist. Tel.: 01496-302400, bzw. -302250 (Besucherzentrum).
Im Gegensatz zu Laphroaig hat Lagavulin keine eigene Homepage. Wer will kann "einstiegsweise" mal bei der Islay Whisky Society vorbeischauen: http://www.islaywhiskysociety.com
Ich teste jeden Whisky von Zeit zu Zeit erneut, darum können sich die Bewertungen ändern, aber zur Zeit gilt:
Whisky: Lagavulin, 16J., OA., 43%.
Nase (Duft): Tiefer Torf und eine kräftige dunkle Süße.
Körper: Schwer-mittelschwer.
Geschmack: Torfdominiert, ausbalanciert mit Sherry, salziger Tang, trocken, komplex.
Abgang: Langer Abgang mit viel Torf, dunkler trockener Nachgeschmack, kribbelt lang und sanft auf der Zunge.
Bewertung (Skala 1-10): 8,1, (7,9).
Letzte Verkostung: 10.09.2000, (10.02.1999).
Ein Vergleich zur Torfigkeit: Alle "Classic Malts" außer Talisker und Lagavulin werden in der Nähe des Moray Firth in der Roseisle Mälzerei geräuchert. Dabei werden in 18 Stunden etwa 2 bis 3 Tonne Torf für 300 Tonnen Gerste verbrannt. In Port Ellen hängt das Malz für den Lagavulin ebenso lang im Rauch. Hier werden aber 5 bis 6 Tonnen Torf für nur 48 Tonnen Gerste verwendet!
ja, ich finde auch, dass der Ardberg das Islay-Feeling (gibts sowas? *gg*) besser transportiert - aber der Lagavulin ist aufgrund seiner einmaligen Rauchigkeit (die ja bereits reduziert wurde für zukünftige Abfüllungen :-( ) meiner Ansicht dennoch ein absoluter Klassiker....
treter der Islay Malts der gleichzeitig über einen äußerst harmonischen Charakter verfügt. Das macht den Lagavulin 16 years Whisky so einzigartig und zu einem Muss für jeden Wh...
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26.03.2007 18:14
Feiner Bericht über meinen Lieblingswhiskey und ja, ich kenne Ardbeg!
12.05.2003 17:25
ja, ich finde auch, dass der Ardberg das Islay-Feeling (gibts sowas? *gg*) besser transportiert - aber der Lagavulin ist aufgrund seiner einmaligen Rauchigkeit (die ja bereits reduziert wurde für zukünftige Abfüllungen :-( ) meiner Ansicht dennoch ein absoluter Klassiker....
11.11.2000 10:12
da kann ich jetzt endlich mitreden, den der mundet sogar dem baerwurz. Grüße vom baerwurz