Licht und Schatten: Lancia Y 1.2 LS automatic
08.05.2004 (10.12.2004)
Pro:
komfortable Fahreigenschaften, sehr gute Ausstattung, niedriger Anschaffungspreis, individuelles Design
Kontra:
hoher Verbrauch, Schwächen in Detaillösungen
Empfehlenswert:
Ja
 ventimiglia
Über sich:
Mitglied seit:19.09.2003
Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das edle Reisen ist an sich ja eine Domäne der Autos mit dem guten Stern. Doch Kleinwagen-Komfort „made in Germany“ gibt es erst seit 1997, als in Rastatt die erste A-Klasse 1997 vom Band lief. Schon in den 70er Jahren auf den Dreh kamen die von Parkplatzproblemen und chaotischem Verkehr geplagten Italiener und schickten den 3,40 m langen Autobianchi A112 auf die Straße. Dieser wurde Ende der 80er vom kantigeren und 3 cm längeren Y10 beerbt, der in Deutschland unter dem Markenzeichen Lancia auf den Markt kam. 1996 schließlich folgte der auf 3,72 m gewachsene Lancia Y. Dieser edle Italiener ist ein interessantes Schnäppchen auf dem Gebrauchtwagenmarkt, denn im September 2003 wurde er durch den wulstig geformten Ypsilon abgelöst.
Im Folgenden werden alle Ausstattungsvarianten des Y vorgestellt. Einen ausführlichen Fahrbericht gibt es aber nur zu der von mir persönlich gefahrenen Automatik-Variante mit 60 PS. *************************************************************************
VORGESCHICHTE Eigentlich wollte ich gar kein Auto mit Automatikgetriebe. Schließlich standen diese für mich für erhöhten Verbrauch und Verschleißanfälligkeit. Warnendes Beispiel war der Wagen eines Freundes von mir, wo das Automatikgetriebe vor der Zeit den Geist aufgegeben hatte. Der Austausch wäre dann so teuer gewesen, dass er lieber gleich das ganze Auto verschrottete.
Zudem wollte ich eigentlich keinen Benziner mehr, war ich doch in zwei Jahren quasi mit dem Citroën AX Diesel meiner Freundin verwachsen – zugegeben ob seines fortgeschrittenen Alters (Jahrgang 1989) nicht besonders schön anzuschauen, aber unverwüstlich und mit gerade mal 4,5 Litern auf 100 Kilometern so was von sparsam! Da wollte ich nur noch ungern meinen Renault Twingo nehmen, denn der bot als Auto von 1998 zwar zeitgemäßen Komfort und mit zwei Airbags auch ein Minimum an Sicherheit, doch im Vergleich zum AX schluckte er 6,3 Liter Super im Durchschnitt. Andererseits merkte man dem Twingo seine fast 100.000 Kilometer Laufleistung bis auf mal wieder auf quasi Null heruntergefahrene Bremsen gar nicht an. Dann zogen wir um und meine Freundin konnte ihre neue Arbeitsstelle bequem zu Fuß erreichen. Ich selbst musste jetzt weniger Kilometer zu meiner neuen Arbeitsstelle fahren. Wir wollten unseren Fahrzeugbestand also von zwei Autos auf eines einschränken und angesichts der hohen Laufleistung des Twingo auch gleich etwas Neueres kaufen. Als dann auch noch der Jahrhundertsommer 2003 mit Temperaturen um die 40°C kam, wo auch das Herunterlassen beider Seitenfenster so gut wie gar nichts half, musste nun auf jeden Fall ein Wagen mit Klimaanlage her.
PUNTOS BRUDER UND DIE DEUTSCHE KONKURRENZ Leider mussten wir feststellen, dass wirtschaftliche Dieselmodelle, bei denen sich auch Laufleistungen von weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr lohnen, trotz Wirtschaftsflaute und Überangebot ein teures Vergnügen waren. Für einen vernünftigen gebrauchten Selbstzünder waren mindestens 7.000 bis 8.000 Euro nötig, unser Limit lag jedoch bei 6.000 Euro. So kamen wir sehr schnell auf den Lancia Y, denn deutsche Modelle à la Corsa, Opel und Fiesta waren selbst als Benziner unerschwinglich, während die Preise für den Kleinwagen aus Italien in Erwartung des Nachfolgers Ypsilon in die Tiefe purzelten.
Für den Lancia spricht, dass er mit dem in Deutschland ungleich erfolgreicheren Punto technisch weitgehend baugleich ist. Das Schwestermodell von Fiat hat sich entgegen früherer Vorurteile nicht nur durch drehfreudige Motoren, sondern auch durch widerstandsfähige Karosserie und Elektronik millionenfach bewährt und war jahrelang Importauto Nummer Eins in Deutschland. *************************************************************************
PRAXISBERICHT: LANCIA Y LS AUTOMATIC Der Lancia Y LS ist die einzige Ausstattungslinie, bei der das stufenlose CEVT-Automatikgetriebe als Optional geordert werden konnte. Und genau so einen Exoten unter den Exoten nenne ich seit November 2003 mein Eigen. Zu meinem Y LS automatic kam ich eher zufällig, nachdem mir schon einen blauer Y „Elefantino blu“ mit Klimaanlage für 5.850 Euro durch die Lappen gegangen war. Schon der war ein Schnäppchen, weil er als 1999-er Modell erst 16.000 Kilometer auf dem Buckel hatte und zudem mit sinnvollen Extras wie Beifahrerairbag und ABS ausgestattet war.
Der LS automatic, der dann quasi als „Liebe auf den zweiten Blick“ von mir erstanden wurde, stand praktischerweise nicht weit von meiner Heimatstadt entfernt und war der Nachlass einer kürzlich verstorbenen älteren Dame, die mit ihm in sechs Jahren gerade mal 15.600 Kilometer zurückgelegt hatte. Gerne hätte der Erbe den Wagen noch für seine Tochter gelassen, doch die musste als 14-Jährige noch etwas auf den Führerschein warten. EIN MASSANZUG AUF RÄDERN
Man sah dem Wagen sofort an, dass er von einer Nichtraucherin gefahren worden war und die meiste Zeit in der Garage gestanden hatte – eine tadellose Karosserie und nicht ein Gramm Staub im Innenraum. Zudem hatte dieser LS automatic einige Sonderausstattungen. Abgesehen von der Klimaanlage mit Pollenfilter fiel als Erstes die Alcantara-Polsterung ins Auge. Edles Leder in auffälligem Bordeauxrot überspannte die Sitze und die vier (!) Kopfstützen, das Armaturenbrett und die Innenfläche der Seitentüren und versprühte wohlige Wohnzimmeratmosphäre. Anders als in anderen Kleinwagen bekommt der Y-Fahrer im Innenraum keinen Zentimeter lackiertes Blech zu sehen, so dass man das Gefühl hat, in einem Auto einer höheren Klasse zu sitzen. Überhaupt die Sitze: Selten habe ich so edel und gleichzeitig so komfortabel gesessen wie im Y. Das Gestühl ist im Gegensatz zu Autos französischer Produktion so angenehm hart wie eine gute Latexmatratze. Und der Seitenhalt verschafft dem kleinsten Lancia Sizilien-erprobte Langstreckentauglichkeit. Hinzu kommt die im LS serienmäßige Höhenverstellung für Fahrersitz und Lenkrad, die eine entspannte Sitzhaltung ermöglichen. Schade nur, dass der Teleskoparm für die Sitzhöhenverstellung dazu neigt, auszufahren und den Sitz leicht nach oben zu verschieben. Deshalb kontrolliere ich den Verstellarm vor jeder Fahrt, um nicht beim ersten Schlagloch unfreundliche Bekanntschaft mit dem Dachhimmel zu machen.
SCHÖN, ABER NICHT IMMER PRAKTISCH Leider – muss ich als Allergiker sagen – hatte der Wagen auch eine Schiebedach, mit dem ich nur in der pollenfreien Zeit etwas anfangen konnte und das erwartungsgemäß wertvolle Zentimeter Dachfreiheit raubte. Als wenig praktisch erwiesen sich auch die asymmetrisch geteilten und umlegbaren Rücksitze. Leider sind hier nur die Lehnen geteilt, so dass bei der Belegung eines von drei Plätzen auf der Rücksitzbank keine ebene Ladefläche entsteht. Will man den gesamten hinteren Raum für Gepäck nutzen, wird man schnell über die hinteren Kopfstützen fluchen, die erst in halbgeneigter Stellung der Rückenlehne abnehmbar sind.
Vor allem nicht für Fingernägel zarter Frauenhände zu empfehlen ist das Umlegen der Sitzbank, da im Gegensatz z.B. zum Fiat Cinquecento keine zusätzliche Schlaufe das Ziehen erleichtert. Will man die Rücksitzbank wieder einrasten lassen, wünscht man sich eine Krake zu sein, da die beiden Gurtschlösser und der Beckengurt für den fünften Mann eigentlich mit zwei Händen hochgehalten werden müssten, während man die Bank nach unten drückt. Das sind die Momente, wo ich wehmütig an meinen Twingo zurückdenke, wo man die komplette Rückbank von der Heckseite aus in zehn Sekunden umlegen oder für etwas zu groß geratene Gepäckstücke auch einfach nur um 17 cm verschieben kann – aber beim neuen Panda hat Fiat ja Lernfähigkeit bewiesen. EIGENWILLIGES ARMATURENBRETT
Für die meisten Autofahrer ungewohnt dürfte es sein, dass der analoge Geschwindigkeits- und Drehzahlmesser (beim LE/Elefantino Blu ist’s nur der Tacho) in der Mitte des Armaturenbretts liegen, während man durch den Lenkradkranz auf eine nach oben offene Ablage
Bilder von Lancia Y 1.2 16V
blickt, die sich bis auf die Beifahrerseite erstreckt. Ich war’s jedoch vom Twingo her gewohnt und hatte auch gleichzeitig ein neues Zuhause für meinen etwas bescheuerten, aber kultigen Wackel-Elvis gefunden. In Zeiten wulstiger Armaturenbretter hatte Lancia wohl in seinem Gedenken eine wunderbar flache Ablage montiert, die sich auch sonst ganz praktisch für Kassetten und anderen rutschintensiven Krimskrams eignet. Ich persönlich ziehe es jedoch vor, meine Kassetten im geschlossenen Handschuhfach unter dem Beifahrer-Airbag abzulegen und die oberen Ablagen bis auf Elvis’ Platz für Atlanten bei längeren Touren frei zu halten.Während die Bordinstrumente wie gesagt mittig positioniert sind, werden die am häufigsten benutzten Funktionen über die beiden Multifunktionshebel am Lenkrad eingestellt. Über den rechten Hebel reguliert man die Wisch- und Waschfunktion für Windschutz- und Heckscheibe. Leider gibt es beim Heckwischer keine Intervallfunktion wie z.B. bei der A-Klasse von Mercedes. Dafür funktionieren alle Wischer Fiat-untypisch auch bei hohen Geschwindigkeiten rubbelfrei. Der linke Hebel ist voll und ganz für die Beleuchtung zuständig. Praktischerweise schaltet sich das Außenlicht wie bei allen Fahrzeugen aus italienischer Produktion mit dem Abstellen des Motors ab. Fährt man wieder los, geht auch das Licht wieder an, wenn der linke Wählhebel noch in der entsprechenden Position steht.
Die Druckschalter für die nicht so häufig genutzten Funktionen finden sich im Kombiinstrument über der Mittelkonsole. Als Erstes springt einen der riesige, rote Knopf für die Warnblinkanlage an. Mein LS automatic hat oberhalb des Radios zusätzlich Schalter für Nebelschlussleuchte, Heckscheibenheizung und Nebelscheinwerfer. Unterhalb des Radios, und damit weniger griffgünstig, befinden sich die Druckschalter für Klimaanlage und Umluft. Praktischerweise sind alle Schalter mit einer Kontrollleuchte ausgestattet, die auch bei Tageslicht gut zu erkennen ist. Das Radio ist meiner Ansicht nach zwar nicht zu tief positioniert, würde aber eigentlich ganz nach oben an die Stelle der zentralen Luftdüsen gehören. GEWAGTES KAROSSERIE-DESIGN
Ein Lancia Y ist aufgrund seines extravaganten Designs und seiner Seltenheit auf deutschen Straßen ein Garant für ein Höchstmaß an Individualität. Fiats „Cento Stile“ wagte schon Mitte der 90-er Jahre ein von ovalen Bögen geprägtes Design, das so modern war, das es in acht Jahren Bauzeit quasi unverändert blieb. Ovale Bögen lassen die Motorhaube und den Kühlergrill mit dem integrierten Lancia-Logo als Einheit erscheinen. Einen schmalen Bogen nach oben hin, der den ersten Bogen überschneidet, bilden wiederum die Schweinwerfer mit dem Kühlergrill. Die Schutzleiste schwingt sich in Höhe der Fahrertür nach oben, um zum Heck hin wieder leicht auf Höhe der Stoßstange abzufallen. Ein volles Oval bildet neben den Außenspiegeln auch die Heckklappe und lässt die Heckleuchten spitz aufeinander zulaufen, ohne jedoch so hässlich und Innenraum raubend auszufallen wie beim Ford Ka. Der hohe Wiedererkennungswert eines solchen Design zeigt sich auch darin, dass es Lancia zwar für nötig befand, auf der Heckklappe sein Firmenlogo unterzubringen, eine Typenbezeichnung jedoch wegließ.
Ein weiteres Element, dass mir persönlich gefällt, ist auch die schwarze B-Säule, die vorderes und hinteres Seitenfenster quasi als Einheit erscheinen lässt und sich auch im Detail als sehr praktisch erweist. Die Türschlösser und –griffe sind nämlich sehr hoch angebracht, so dass sie mitten im schwarzen Plastik der Säule liegen. Diese ist kratzerunempfindlich, so dass es nichts ausmacht, wenn man mal im Dunkeln mit dem Schlüssel daneben stochert. Beim LS ist im Hauptschlüssel aber auch Gott sei Dank eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung untergebracht, mit der man zu später Stunde gar nichts falsch machen kann. Der Chic des Lancia lässt sich mit einigen Accessoires sogar noch steigern. Mein LS hat eine hellblaue „Kaleidos“-Metalliclackierung und 185-er Reifen auf Leichtmetallfelgen im Format 5 ½ x 14. Die Lackierung kostete seinerzeit 850 DM und die Reifen auf Leichtmetallfelgen 920 DM extra. Diese beiden Zusatzausstattungen sind zusammen mit der Alcantara-Lederausstattung im Innenraum (770 DM) sicherlich der wichtigste äußere Ausdruck, dass es bei meinem LS um keinen Billigheimer handelte. Ich bin anhand der Preisliste von 1997 auf einen Neuwert von über 30.000 DM/15.000 Euro gekommen.
Leider auch nicht gegen Aufpreis für den Y zu bekommen ist eine längere Motorhaube. Genau hier fehlen die wenigen Zentimeter, durch die beim Schwestermodell Fiat Punto erst der 1,7-Liter-Turbodiesel mit 70 PS und ab dem Jahr 2000 der brillante und extrem sparsame 1,9-Liter-Common-Rail-Motor mit Direkteinspritzung – der so genannte „JTD“ – eingebaut wurden. Dieser Fehler wurde beim 2003 eingeführten Y-Nachfolger „Ypsilon“ mit dem Multijet-Diesel mit 70 PS mehr als behoben, braucht dieser doch gerade mal 4,3 Liter Sprit auf 100 Kilometer. SICHERHEIT UND KOMFORT
Die Bequemlichkeit kommt im ganz auf Komfort ausgelegten Y erwartungsgemäß nicht zu kurz. Als am wertvollsten hat sich im Praxisbetrieb neben der schon erwähnten Lenkrad- und Fahrersitzhöhenverstellung die Klimaanlage erwiesen – ein Extra, das beim Y früher mit immerhin 1.850 DM zu Buche schlug. Auch wenn sich dabei nicht um eine moderne Klimaautomatik, sondern eine manuelle Klimaanlage handelt, bei der man die Wärme des Luftstroms über den Heizungsdrehschalter regeln muss, ist der Y sowohl im Sommer als auch im Winter sehr schnell auf angenehme Temperaturen zu bringen. Die Klimaanlage ist so kräftig, dass auch vollkommen beschlagene Fenster in Sekundenschnelle klar werden. Ein weiteres sinnvolles Extra, auf das man beim Kauf eines gebrauchten unbedingt achten sollte, ist die Servolenkung, die beim Basismodell LE/Elefantino Blu seinerzeit 870 DM kostete und ab der LS-Ausstattung serienmäßig an Bord ist. Man muss bedenken, dass ein Y in der Regel vorrangig im Stadtverkehr bewegt wird, wo schnelle Lenkmanöver und Ein- und Ausparken an der Tagesordnung sind, so dass die 965 Kilo Leergewicht ohne Servolenkung doch schnell ins Gewicht fallen. Die Lenkhilfe ist vor allem etwas für zarte Frauenarme, da das Lenkrad mit ihrer Hilfe buchstäblich mit dem kleinen Finger umgedreht werden kann. Andererseits ist sie so leicht ausgelegt, dass man auf der Autobahn bei Seitenwind schon ein wenig aufpassen sollte.
Bei allen Y serienmäßig ist die Zentralverriegelung, bei der man das Auto entweder per Schlüsselumdrehung oder Funkfernbedienung aufschließen kann. Anders als beim Twingo kann man den Y mit einem Druck auf einen der Entriegelungshebel an den Innenseiten der Türen sofort wieder schließen und dann – geschützt vor eventuellen unfreundlichen Begegnungen – in aller Ruhe den Motor starten, da Zentralverriegelung und elektronische Wegfahrsperre nicht miteinander gekoppelt sind. Weniger gut ist, dass die Heckklappe nicht in die Zentralverriegelung integriert ist. Wenn sie ins Schloss fällt, ist sie automatisch immer zu und man muss sie dann entweder mit dem Autoschlüssel von außen oder per Entriegelungszug vom Innenraum aus entriegeln. Als praktisch erweisen sich hingegen beim Erkundigen nach dem Weg und Bezahlen der Mautgebühr auf italienischen Autobahnen die elektrischen Fensterheber. Diese sind erstaunlicherweise selbst beim Basismodell LE/Elefantino blu schon serienmäßig. 260 DM extra waren jedoch, wenn es sich nicht gerade um das Spitzenmodell LX handelte, für elektrische und beheizbare Außenspiegel zu berappen. Wenn diese wie bei meinem LS fehlen, macht dies nichts, da man auch den Beifahrerspiegel leicht von innen verstellen kann. Zudem kosten mechanische Außenspiegel auch nicht so viel in der Reparatur, wenn sie abgefahren wurden.
Nützlich ist die Kofferraumbeleuchtung, die ab dem LS serienmäßig im Y ist. Gut für das Kartenstudieren auf Autobahnfahrten zu gebrauchen ist die kleine Leselampe, die auf der Beinfahrerseite am Dachhimmel neben der Innenraumbeleuchtung untergebracht ist. Meine Freundin freut sich, wenn sie fährt, zudem über einen vollwertigen Schminkspiegel auch in der Sonnenblende auf der Fahrerseite sowie über die Ablageflächen, die sich in der Mittelkonsole und den Seitentüren finden. Eindeutig für italienische Sonnenbrillenfanatiker gedacht ist das Brillenablagefach unten links am Armaturenbrett. Auch wenn der Y im Crashtest nicht überdurchschnittlich gut abschneiden konnte, ist er für den normalen Gebrauch durchaus als sicheres Auto zu bezeichnen. Mein LS automatic hat nicht nur den serienmäßigen Fahrerairbag, sondern auch Beifahrer-Airbag und ABS an Bord. Alle Y verfügen darüber hinaus über das „Fire Prevention System“, das bei einem starken Aufprall die Kraftstoffzufuhr unterbricht und so der Gefahr von Explosionen vorbeugt. Der Seitenaufprallschutz macht sich in satt zufallenden Türen bemerkbar, allerdings muss man wie bei allen Autos aus dem Hause Fiat/Lancia/Alfa Romeo die Tür mit Schmackes ins Schloss werfen, damit die schwache Türarretierung auch einrastet.
GUTMÜTIGES FAHRVERHALTEN Im Fiat-Konzern sind die Rollen klar verteilt: Fiat stellt die „Volkswagen“ oder auch „Brot-und-Butter-Autos“ her, Alfa Romeo steht für erschwingliche, Ferrari und Maserati für quasi unerschwingliche Sportlichkeit und Lancia ist die Marke für komfortables Reisen und gediegene Eleganz. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass der Y wie die größeren Lancia sich vor allem darauf konzentriert, Straßenunebenheiten zu schlucken und das Motorgeräusch auf eines leises Flüstern zu dämmen, während sportliche Fahrleistungen weitgehend ein Fremdwort bleiben.
Der Y ist vor allem in der Automatik-Version nichts für Raser, holt aber das Maximum aus seinen 60 PS heraus, wenn es die Sicherheit erfordert. Wenn der Vordermann in der Stadt oder auf der Landstraße zur Mumie erstarrt, legt man den in der Mittelkonsole gelegenen Wählhebel von der normalen Fahrstufe D („Drive“) auf L („Low“) und hat mit einem Schlag rund 2.000 Umdrehung pro Minute mehr zur Verfügung. Dann wird der sonst so grundgemütliche Y zur brummenden Hummel und hört sich richtig aggressiv an. Die L-Position ist aber auch bei Steigungen und Gefällen, da sonst der Motor nicht ausreichend beschleunigen bzw. abbremsen kann. Als jemand, der immer Autos mit Handschaltung gefahren ist, muss ich sagen, dass meine Vorgängerin mit der Entscheidung für das Automatikgetriebe genau richtig lag, auch wenn der LS automatic 1997 genau 2.000 DM mehr kostete als der normale LS mit Handschaltung. Das CEVT-Getriebe brachte mir fast von Anfang ein entspannteres Fahrgefühl und es war aufgrund seiner speziellen Konstruktion auch gar nicht schwer, sich von der manuellen auf die automatische Schaltung umzustellen. Das Umschalten von D auf L und umgekehrt ist nämlich ohne die Überwindung einer Sperre und somit in Sekundenschnelle möglich, da diese beiden Position linear hintereinander liegen. Im zäh fließenden Verkehr der Stadt braucht man diese Umschaltung außerdem so gut wie gar nicht, da die Bremse den Y auch im D-Modus abrupt und felsenfest abbremst. Der L-Modus ist für die Zuschaltung der Motorbremse für Geschwindigkeiten ab 50 km/h geeignet.
Vor allem im Stau lernt man die Vorteile des Automatikgetriebes zu schätzen. Ich persönlich stecke dreimal pro Woche im Verkehr fest und kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie mir der linke Fuß im AX oder Twingo nach einer halben Stunde Stop-and-go-Verkehr fast abfiel. Im Lancia muss man einfach der Dinge harren, die da kommen, da sich der Wagen – anders als andere Automatikautos – im D-Modus nur bei Druck aufs Gaspedal bewegt. Steht man längere Zeit still, sollte man zur Schonung des Getriebes in die Leerlaufposition N („Neutral“) schalten. Dabei muss man mit dem Daumen einen Druckknopf eindrücken, um die dazwischen liegende Sperre zu überwinden. Das Gleiche gilt, wenn man von N aus weiter auf den Rückwärtsgang R oder die Parkposition P schalten möchte, da der Lancia eben keine Mercedes-typische zerklüftete Automatik-Kulisse, sondern eine lineare Gangkulisse besitzt. Ist man sich nicht ganz sicher, in welchem Gang man gerade ist, hilft ein schneller Blick auf die Leuchtdioden neben den Gangbezeichnungen. Ist man im Rückwärtsgang, bestätigt dies einem ein zusätzliches, 18 Sekunden andauerndes Piepen.
Leider gehen schnelle Gangwechsel wie z.B. beim Einparken bei meinem LS automatic nicht immer ohne Knacken und Knarzen ab – wahrscheinlich wird da der nächste planmäßige Austausch der Flüssigkeit im Automatikgetriebe Abhilfe schaffen. Der Verbrauch des speziellen Getriebeöls tendiert dagegen gegen Null, so dass man mit der Neufüllung ohne Probleme weitere 45.000 Kilometer zurücklegen kann. BEQUEMLICHKEIT CONTRA WIRTSCHAFTLICHKEIT
Der größte Schwachpunkt des LS automatic ist gleichzeitig sein großer Vorteil: Die Bequemlichkeit! Leider ist alles, was direkt oder direkt mit dem Automatikgetriebe zu tun hat, sehr empfindlich und auch leider teuer. Kaputt war bei mir innerhalb eines Jahres nach Kauf das Magnetventil im Zündschloss und das zugehörige Steuergerät sowie die elektromagnetische Kupplung. Die erste Reparatur, bei der Zündschloss und Steuergerät ausgetauscht werden mussten, kostete mich bei Fiat Weidele in Heiligenhaus sage und schreibe 438 Euro. Außerdem musste ich auf beide Teile insgesamt zehn (!) Tage warten, weil sie erst extra aus Italien herbeigeschafft werden musste und das auch für das Rheinland zuständige Ersatzteillager in Frankreich zu allem Überfluss auch noch seine Generalinventur machen musste.
Die zweite Reparatur war so teuer, dass ich schon kurz davor war, den Wagen zu verkaufen. Das hydraulisch betriebene ECVT-Automatikgetriebe verfügt über eine elektromagnetische Kupplung, die allein schon rund 1.300 Euro (!) kostete. Hinzu kamen noch einmal etwa 300 Euro Arbeitskosten, was noch relativ niedrig war, da ich den Y zu einer freien, aber auf italienische Autos spezialisierte Werkstatt in Düsseldorf gebracht hatte. Insgesamt durfte ich also 1.600 Euro blechen – und das bei einem Restwert des Wagens von circa 4.300 Euro. Ein durch eine defekte Kupplung zerstörtes Getriebe hätte sogar über 3.000 Euro gekostet! Als teuer entpuppte sich die Automatik auch bei der Inspektion. Von den Gesamtkosten in Höhe von 426 Euro entfielen alleine 300 auf Getriebeöl und Filter für das ECVT-Getriebe. Diese Inspektion ließ ich wider besseres Wissen (ich hatte schon mal einen Fiat Cinquecento) bei der Fiat Niederlassung in Düsseldorf machen. Dort war man nicht in der Lage, mir vor der Inspektion die exakten Materialkosten zu nennen – eigentlich ein Unding! Und deshalb kann ich auch nur jeden, ob er nun Lancia, Fiat oder Alfa fährt, davor warnen, bei Problemen an die Erkrather Straße zu fahren.
Neben all diesen Problemen mit dem Getriebe und damit zusammenhängenden Teilen musste auch die Benzinpumpe und alle vier Zündkerzen ausgetauscht werden. Hier konnte aber nicht Lancia etwas dafür, sondern – noch so ein paar Verbrecher – die Eigner der Elf-Tankstelle in Roquebrune Cap Martin vor den Toren des Fürstentums Monaco. Die bekamen nämlich den Hals nicht voll und warteten einfach nicht die 15 bis 20 Minuten ab, die die festen Bestandteile im Benzin nach der Betankung der Vorratsbehälter der Tankstelle brauchen, um zu Boden zu sinken. Die Mechaniker von Nuova Sicauto in Arma di Taggia bei San Remo holten in nur drei Stunden, die ich gemütlich daneben stehen konnte, aus dem Tank und der Benzinpumpe pfenniggroße Steine heraus. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die italienischen Mechaniker von allen Fiat/Lancia-Mechanikern, mit denen ich es zu tun hatte, am besten gearbeitet haben. KLEINES AUTO, ABER HOHER VERBRAUCH
Ein weiterer großer Schwachpunkt des Y LS automatic ist neben der Anfälligkeit des Getriebes der für einen Kleinwagen relativ hohen Verbrauch. Dieser liegt auf der Landstraße bei circa 6, in der Stadt bei circa 7,3 und bei Tempo 130 auf der Autobahn sogar bei 8,4 Litern pro 100 Kilometern. Damit braucht der LS automatic nach der alten Drittelmix-Berechnung durchschnittlich 7,2 Liter auf 100 Kilometern und kommt mit seiner 47-Liter-Tankfüllung nur 653 Kilometer weit. Deswegen habe ich schon an den Einbau einer Autogasanlage gedacht. Der Liter „LPG“ kostet in Deutschland zur Zeit rund 55 Cent, während der Liter Superbenzin (95 Oktan) mit circa 1,15 Euro teuer zu stehen kommt. Ein LPG-Auto braucht im Durchschnitt 20% mehr Sprit, der Y LS automatic also auf 100 Kilometer statt 7,2 Litern Super 8,6 Liter Autogas, kostet also statt 8,28 Euro nur 4,73 Euro. Somit holt man die Kosten für die Autogasanlage inklusive Einbau in Höhe von circa 2.000 Euro nach circa 56.300 Kilometern wieder herein. Der Preisvorteil für das LPG dürfte, da das Autogas in Deutschland noch auf Jahre hinaus wegen seiner Umweltfreundlichkeit steuerlich gefördert wird, eher noch größer werden. Wer in der Nähe der niederländischen, belgischen oder luxemburgischen Grenze wohnt, kann sogar noch mehr sparen. In den Niederlanden und Luxemburg kostet der Liter LPG nur 30 bis 35 Cent, in Belgien sogar nur 25 Cent.
Aber auch wenn ich auf den Einbau einer Autogasanlage verzichten sollte, denke ich im Hochsommer im Stau nicht an den hohen Verbrauch, sondern lieber daran, in dieser Situation ganz entspannt bleiben zu können, während die anderen einen Krampf in der linken Wade erleiden und sich über die Seitenfenster mühsam Luft zufächeln. Und außerdem macht mein Y seine hohen Verbrauchskosten über niedrige Fixkosten weg. Für den 1,2 Liter großen Euro-2-Motor sind im Jahr 93 Euro Kfz-Steuer fällig. Auch die Versicherung langt nicht so erbarmungslos zu wie etwa bei Alfa Romeos: In der Haftpflicht hat der Y Typklasse 16, in der Teilkasko 15, so dass ich bei einer jährlichen Fahrleistung von 9.000 Kilometer und 50 % Schadenfreiheitsrabatt bei der Deutschen Internet Versicherung (das ist wirklich, die billigste die ich kenne, und sie arbeitet schnell und gut) 341 Euro im Jahr zahle. EDEL UND BILLIG
Der Wertverlust ist bei Lancias erfahrungsgemäß hoch, doch dafür bekommt man als Käufer schon für wenig Geld ein quasi neues, ausgereiftes und gut ausgestattetes Auto. Ich blätterte für meinen Y von 1997 mit 16.000 Kilometern Laufleistung seinerzeit 5.150 Euro hin, habe aber bei autoscout24.de auch schon einen LS automatic mit Klima und Alcantara von 1997 mit 26.000 Kilometern für 4.650 Euro gesehen. Zum Vergleich: Ein 1996-er Y mit Handschaltung, Klima und 61.000 Kilometer war bei mobile.de schon für 2.900 Euro zu haben. Und wenn es in ein, zwei Jahren endlich ein ausreichendes Gebrauchtwagenangebot des Nachfolgers Ypsilon gibt, dürften die Preise sogar noch weiter nach unten gehen. Um einen unnötig hohen Wertverlust zu vermeiden, sollte man seinen Y lange nutzen. Wenn man bedenkt, dass in der Kleinwagenklasse bei normalem Verschleiß (15.000 Kilometer pro Jahr) jährliche Wertverluste von 750 bis 1.000 Euro ganz normal sind, kann man sich ausrechnen, dass man ab einer Haltedauer von fünf Jahren anfängt zu sparen. Einen gepflegten Kleinwagen mit Klima, ABS und zwei Airbags dürfte man auch 2009 noch für 500 bis 1.000 Euro loswerden.
Ein Beispiel für die langfristige Wertstabilität eines Lancias ist der Y-Vorgänger Y10. So kostet ein Y10 Avenue mit Klima und Alcantara von 1993 mit 51.000 Kilometern auf dem Tacho circa 1.400 Euro, ein Y10 Avenue selectronic von 1990 mit Automatikgetriebe, Alcantara und 70.000 Kilometern immerhin noch 700 Euro. *************************************************************************
ALLE MODELLVARIANTEN DES LANCIA Y AUF EINEN BLICK Der LS automatic ist zwar die Inkarnation der Lancia-Philosophie der gediegenen Individualität, doch es gibt ja auch Menschen wie meine Mutter, die unverdrossen per Handschaltung durchs Leben fahren wollen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle ein wenig auf die restlichen Modellvarianten des Lancia Y eingehen.
MOTOREN Leider ist die Motorenauswahl beim Lancia Y relativ begrenzt. Anders als beim Punto steht kein Diesel, sondern nur ein 1,2-Liter-Benzinmotor mit 8 bzw. 16 Ventilen zur Auswahl, der 60 respektive 80 PS leistet. Der leistungsschwächere Antrieb, der einen Verbrauch von durchschnittlich 6,7 (Handschaltung) bzw. 7,3 Litern (Automatik) auf 100 Kilometer ermöglicht, ist weitaus häufiger anzutreffen und war meiner Freundin und mir noch aus unserem Sizilien-Urlaub im Vorjahr in guter Erinnerung geblieben. Die 80-PS-Maschine ist mehr etwas für spendierfreudige Individualisten mit Sinn für Fahrfreude, denn diese kratzt die bei sportlicher Fahrweise auch schon mal an der 9-Liter-Marke.
DER FARBEN-WELTMEISTER Bei der Außenfarbe hat man die sprichwörtliche Qual der Wahl. Lancias Design-Maxime zufolge, wonach kein Y einem anderen gleichen sollte, stehen 112 (!) Pastell- und Metallictöne zur Auswahl. Damit ist der kleine Italiener ein absoluter Weltrekordhalter im modernen Automobilbau.
ERSTE UND ZWEITE GENERATION Der individuelle Charakter des Y lässt sich mit Hilfe der Ausstattungsvarianten noch verstärken. Dabei sind grundsätzlich die erste und die zweite Baureihe zu unterscheiden, die nach außen hin bis auf ein paar kleine Details identisch sind. Die erste, ab 1996 gebaute Serie ist am schwarzen Plastikstreifen zu erkennen, der das ganze Auto in einer geschwungenen Linie umgibt und vor Parkremplern schützen soll. Seitlich integriert steht auf einem silbernen Schild die Modellbezeichnung wie z.B. „LANCIA Y LS“. Beim Facelift im Jahr 2000 wurde der besagte Schutzstreifen in Wagenfarbe lackiert und der Schriftzug durch ein silbernes Y unterhalb des Streifens ersetzt.
Auch im Innenraum tun sich die erste und zweite Baureihe des Lancia Y nicht viel. Im Wesentlichen sind die Stoffbezüge anders gestaltet und die Sitze überzeugen durch noch besseren Seitenhalt. Außerdem sind im Y der zweiten Generation zwei, bei den ganz späten Modellen ab 2002 sogar vier Airbags serienmäßig. Die höherklassigen Ausstattungsvarianten der jüngeren Modelle haben auch ABS an Bord. An dieser Stelle möchte ich aber vor allem die Ausstattungsvarianten der ersten Baureihe beschreiben, da mir zu diesen ausführliche Informationen vorliegen. LE UND ELEFANTINO BLU
Basismodell war zuerst der LE und später der „Elefantino blu“, zu erkennen am kleinen blauen Elefant oberhalb des Türschlosses und der lackierten Kühlergrilleinrahmung vorne. Die Stoffbezüge variieren – je nach Außenfarbe des Wagens – zwischen Blau, Rot, Grün und Grau kombiniert mit Schwarz. Positiv zu erwähnen ist die serienmäßige Radiovorbereitung mit zwei Lautsprechern. Lancia überließ seinen Kunden die freie Wahl des Autoradios, so dass man in einem Y alles Mögliche antreffen kann. Die meisten Wagen dürften jedoch mit Blaupunkt-Radios ausgestattet sein, die in der Regel durch gute Soundqualität und lange Haltbarkeit brillieren. Der Elefantino Blu hatte den Beifahrer-Airbag und in späteren Jahren auch Windowbags und ABS serienmäßig. Ansonsten ist die Ausstattung mit dem des bis 2000 hergestellten Basismodells LE vergleichbar:
Fahrerairbag Elektrische Fensterheber vorn Lancia Code Zentralverriegelung für Türen und Kofferraumklappe Sicherheitspaket (Seitenaufprallschutz, Sicherheitslenksäule, Fire Prevention System, dritte Bremsleuchte, Gurtstraffer) Verbundglasfrontscheibe Wärmeschutzverglasung „Ather Plus“ Ausstellfenster hinten Heckscheibenwisch-/-waschanlage Heckscheibe beheizbar Bereifung 165/65 R 14 Elektronische Leuchtweitenregulierung Halogenscheinwerfer Nebelschlussleuchte Rückstrahler in den Türen Heckklappenentriegelung von innen 2 Außenspiegel von innen einstellbar Make-Up-Spiegel in der Sonnenblende der Beifahrerseite Sicherheitsgurte vorne höhenverstellbar Beifahrersitz mit mechanischer Memory-Funktion Vollpolsterkopfstützen Verkabelung für Radio, Antenne und Lautsprecher Ablagefach in der Mittelkonsole Ablagefächer in Fahrer- und Beifahrertür Heizungs-/Lüftungsgebläse mit Umluftschaltung Vorbereitung für Antipollenfilter Umklappbare Fondsitzbank mit asymmetrisch geteilter Lehne und Kopfstützen Digitaluhr Instrumentenbeleuchtung Zentrales Anzeigeelement mit Kühlwasserthermometer und Tageskilometerzähler LS
Bei der ersten Baureihe heißt die nächsthöhere Ausstattungsvariante LS. Hier ist schon einiges an Bord, das das Fahren angenehm gestaltet wie z.B. der höhenverstellbare Fahrersitz. Leider ist die Klimaanlage mit Pollenfilter nur eine Sonderausstattung, die damals schon 1.890 DM kostete. Ebenfalls extra löhnen musste man für die edel verarbeiteten Alcantara-Lederbezüge der Sitze, des Armaturenbretts und der Innentüren, die dennoch in LS-Modellen relativ häufig anzutreffen ist. Serienausstattung LS (zusätzlich zur Basisausstattung): Servolenkung Fernbedienung für Zentralverriegelung Lenkrad höhenverstellbar Fahrersitz höhenverstellbar mit Lordosenstütze Drehzahlmesser Außentemperaturanzeige Heizung/Lüftung mit 4 Geschwindigkeiten Kofferraumbeleuchtung
LX UND ELEFANTINO ROSSO Die edelste Variante der von 1996 bis 2000 gebauten Y ist der LX, der damals ausschließlich in Verbindung mit dem 80-PS-Benziner zu haben war. Die Sportlichkeit des LX kommt nach außen hin durch Breitreifen zur Geltung, die andererseits auch in Verbindung mit dem damals üblichen Fahrerairbag, höhenverstellbarem Lenkrad und Fahrersitz sowie Vier-Sensoren-ABS von Bosch ein adäquates Sicherheitssystem darstellen. Ansonsten ist einiges serienmäßig, was seinerzeit in deutschen Autos fehlte. Vermisst wird bloß weiterhin die Klimaanlage und das Alcantara-Leder. Die zweite Baureihe von 2000 bis 2003 schließt mit dem „Elefantino rosso“ mit dem – nomen est omen – kleinen roten Rüsseltier an der B-Säule ab. Der rote Dumbo ist in etwa mit dem LX der ersten Baureihe zu vergleichen, nur dass hier die oben genannten Sicherheitsaccessoires (zwei bzw. vier Airbags, ABS) hinzukommen.
Serienausstattung LX (zusätzlich zur LS-Ausstattung): ABS Alcantara Elektrische Außenspiegel in Wagenfarbe Nebelscheinwerfer Bereifung 185/60 R 14 Elektrischer Fensterheber auf Fahrerseite mit Impulsschaltung Deckenleuchte mit Lesespot Mittelkonsole mit Holzimitat
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17.04.2006 16:40
Großartig, fundiert, praxisbezogen, vielen Dank ! Große Hilfe !
30.09.2004 20:55
Hervorragender Bericht, vielen Dank! Hast mir sehr geholfen bei der Entscheidung FÜR meinen Y!
09.05.2004 13:44
Zum Glück findet man heute auch mal einen guten Autobericht und nicht nur was über Enzo Ferrari, wo man hinter das ER-FAHREN nur Fragezeichen machen kann! LG "M60"