Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preis, grillt schnell |
| Kontra: |
Gefahr für Kinder, Stabilität trügt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Heute war der letzte Schultag und wir sehen nun sechs langen schönen Wochen Sommerferien entgegen. Die ersten drei Wochen sind davon besonders glücklich, da mein Mann auch seinen wohlverdienten Urlaub hat. Das wird bedeuten, dass wir viele schöne Abende grillen werden oder auch mal zum Mittag.
Wir haben zwar in unserer Gartenhütte einen Grill, der aber fest eingebaut ist, so dass wir ihn nicht transportieren können. Nun haben wir aber unsere Terrasse im vorderen Teil des Grundstücks hergerichtet und sitzen dort auch sehr viel. Nun kam die Überlegung, auch dort grillen zu wollen. Zu diesem Zweck legten wir uns einen ganz kleinen kompakten Grill zu, der sich Landmanns Grillfass nennt.
Zum Produkt:
Es handelt sich dabei um einen kleinen Grill auf drei Beinen. Er ist nicht sehr hoch und hat auch keine riesige Auflagefläche vom Rost her. Man kann sich den Grill so vorstellen, wie einen kleinen Ofen. Es gibt eine Fläche., auf die man die Kohlen auflegt. Darunter befindet sich ein kleines Gehäuse, in das die verbrannte Kohle hineinfällt und wo sich praktisch die Hitze fürs Grillen ansammelt. Über der Fläche für die Kohlen befindet sich dann das Grillrost, das man auf drei Ebenen stellen kann.
Aufbau:
Als wir den Grill erworben haben, befand er sich in einem Karton. Dieser Karton war unheimlich schwer, was ich nicht erwartet hatte. Zu Hause kam dann das Aufbauen. Ich kann dazu sagen, dass ich froh war, dass mein Mann diese Aufgabe übernommen hat. Ich selbst hätte doch damit zugesessen, denn so ganz firm bin ich nicht im Aufbauen von Gegenständen. Doch bei meinem Mann war der Aufbau in einer Viertelstunde getan. Es ging auch recht einfach, zumindest klappte alles beim ersten Mal.
Maße:
Höhe: ca 32 cm
Grilldurchmesser: ca 34 cm
Stabilität beim ersten Anblick:
Stolz standen wir dann vor einigen Wochen vor unserem aufgebauten Grillfass. Es wirkte doch recht stabil, was wir gar nicht so erwartet hatten. Denn der Grill war doch recht preiswert. Doch die Ausführung schien gusseisern zu sein und es deutete auf eine gute Haltbarkeit.
Handhabung:
Nun geht es ran an die Wurst!
Die Grillkohle wird in die dafür gedachte Fläche gegeben. Grillanzünder muss natürlich dazu gegeben werden und dann kann die Kohle entflammt werden. Dann kann man das Grillrost aufsetzen, was man natürlich auch vor dem Erstgebrauch abgewaschen wird.
Wenn die Kohle durchgeglüht ist, verteilt man sie unter dem Grillrost und kann dann die Würstchen und Steaks auf den Grill legen.
Ratz-Fatz:
Was mich bei dem Grill fasziniert ist die Schnelligkeit. Anders als bei meinem großen Grill, entsteht hier eine scheinbar wahnsinnige Hitze. Der kleine Grill hat eine unheimliche Power. Die Steaks und Würste und auch vegetarische Sachen sind unheimlich schnell gar. Man muss allerdings öfter mal das Grillgut wenden, damit es nicht am Ende doch noch anbrennt.
Sollten sich Flammen bilden vom heruntertropfenden Fett, kann man gut mit einem Bier ablöschen, das gibt auch noch einen tollen Geschmack.
Weitere Verwendung:
Wir haben den Grill im Mai gekauft, als mein jüngerer Sohn seinen 10.Geburtstag nachgefeiert hat. Wir haben mit den Kindern Stockbrot gemacht und Würstchen auf einem Spieß gegrillt. Dazu haben wir den kleinen Grill verwendet. Wir haben lediglich den Unterbau des Grillfasses genommen und nicht das Grillrost aufgelegt. So konnten die Kinder ihre Stöcke direkt über die Glut hängen und es wurde alles sehr schnell gar und auch schön von der Farbe her. Eine tolle Sache, gerade für den Kindergeburtstag.
Nach etlichen Grillabenden:
Nun haben wir in den letzten vier Wochen sehr viel mit dem kleinen Grill gegrillt, da wir ihn einfach praktisch und schön finden. Er hat uns auch gute Dienste geleistet. Doch nun ist gerade heute leider unsere kleine Tochter im Schuppen gegen den abgestellten Grill gelaufen und hat ihn umgerissen. Dabei ist ein Stücken des Grillrostes abgebrochen. Das hat mich doch sehr erstaunt, denn ich hatte da mehr Haltbarkeit erwartet. Wahrscheinlich ist das, was ich für Gusseisen gehalten hatte, nur ein anderes Metall, das die Optik von Gusseisen hatte. Das ist ein wenig Schade. Wir können den Grill aber noch benutzen, aber eben mit einer Macke im Grillrost; was sich nun im Gebrauch bewähren muss.
Sollte er nun nicht mehr zu verwenden sein in dieser Form, werde ich ein neues Rost kaufen, damit wir damit weiter grillen können. Denn der Grill an sich begeistert mich immer noch, denn er grillt einfach bombig.
Unterwegs:
Dieser Grill lässt sich auf Grund seiner Größe hervorragend mitnehmen. Man muss nur darauf achten, dass man ihn immer gut auskühlen lässt.
Kohle:
Es reicht bei diesem Grill eine halbe Packung Kohle von Aldi.
Reinigung:
Nach jedem Grillen sollte man die Asche ausleeren sowie sie kalt genug ist (am besten über Nacht abkühlen lassen). Das Grillrost reinigt man mit Spülmittel.
Kinder und Grill:
Wie immer gilt Vorsicht, wenn man mit Kindern gilt. Sie sind unberechenbar und können Gefahren nicht einschätzen. Unsere 21 Monate alten Zwillinge kommen daher beim Grillen grundsätzlich in den Hochstuhl, damit sie nicht an den Grill kommen können. Denn gerade auf Grund seiner nicht zu großen Höhe, ist er für Kleinkinder ein großer Gefahrenpunkt.
Personen:
Auch wenn der Grill kleine Ausmaße hat, reicht er locker für vier Personen. Da er wirklich zügig grillt, muss da keiner auf sein Grillessen warten. Ich denke, dass man auch 5 bis 6 Personen gut damit satt kriegen könnte in einer annehmbaren Zeit.
Kaufort:
Wir haben Landmanns Grillfass bei plaza erworben.
Preis:
Wir haben für das Grillfass 9.99 Euro gegeben.
Fazit:
Ich empfehle den Grill mit drei Sternen. Einen ziehe ich ab, weil er eben doch recht schnell kaputt geht, wenn er von einmal umfallen schon ein Stück vom Rost abspringen lässt. Und den anderen ziehe ich ein, da er eben auf Grund seiner geringen Größe eine große Gefahr für Kleinkinder besteht. Ansonsten kann ich nichts bemängeln, der Preis stimmt und die Steaks sind wahnsinnig schnell fertig.