Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens (2003)

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Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens (2003)

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L.C.T.R:T.C.O.L

3  17.08.2003

Pro:
Angelina Jolie

Kontra:
Siehe Bericht

Empfehlenswert: Ja 

Posdole

Über sich: "ES GENÜGT, EINEN KÄFIG ZU VERGOLDEN, UND DIE MEISTEN LEUTE TAPPEN IN DIE FALLE" (Pavel Ko...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


Während „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) noch arg bemüht war, ein Computerspiel in Film umzusetzen, hat es Jan de Bont mit dem Sequel geschafft, sich von diesem Zwang zu befreien. „The Cradle of Life“ ist vor allem der Versuch, einen weiblichen Bond zu schaffen. Das gilt für die Geschichte, für die Hauptdarstellerin und letztlich auch für den ganzen Look des Films. Die Grabräuberin, die in Part One noch an der Seite ihres Vaters Jon Voight spielte, bekommt in Part Two einen Bösewicht und ein Schlitzohr zur Seite. Der böse Bube ist der Nobelpreis-gekürte Wissenschaftler Jonathan Reiss (Ciarán Hinds), das Schlitzohr Terry Sheridan (Gerard Butler), der – welche Schande – die Royal Air Force und seine Kameraden verraten hat und nun in einem Gefängnis irgendwo in Kasachstan sein Dasein fristet. Ihn sucht sich die Lady im Auftrag ihrer Majestät als Partner aus, um an die Büchse der Pandora zu gelangen, die Schurke Reiss ebenfalls in die schmutzigen Finger zu bekommen trachtet.

Dabei beginnt alles so friedlich. Eine Hochzeitsfeier auf der griechischen Insel Santorin wird jäh von einem Erdbeben gestört und legt den Tempel der Luna, den der große Alexander der Große gebaut haben soll, frei. Der Lunatempel offenbart neben einigen anderen Schätzen eine leuchtende Glaskugel, die den Wegweiser zur Büchse der Pandora enthalten soll. Wer die Büchse öffnet, lässt alle Übel und Schlechtigkeiten dieser Welt frei. Reiss will die Büchse, um sie an den meist bietenden Schurken oder Schurkenstaat zu verkaufen; Lara will dies verhindern.

Als Lara mit einem befreundeten griechischen Fischer und seinen zwei Söhnen die Kugel im Tempel findet, kommt ihr der chinesische Gangster Chen Lo (Simon Yam) zuvor. Jimmy und Gus Petraki (Fabiano Martell, Jonathan Coyne) müssen mit ihrem Leben bezahlen; Lara entkommt knapp. Terry führt Lara zu den chinesischen Mafiosi, und es gelingt ihr, Chen Lo die Kugel wieder abzujagen – in Shanghai.

And so on. Beim Endspurt finden sich alle wieder: Terry, dem Lara unterwegs den Laufpass gegeben hatte, weil sie ihm nicht traut, Reiss und sein Lakai Sean (Til Schweiger in einer nebensächlichen Nebenrolle) und natürlich Lara, unterstützt von Kosa (Djimon Hounsou). Das Rätsel der Kugel ist entschlüsselt; die Wiege des Lebens liegt irgendwo am Kilimanjaro. Und wer sie letztlich in die Hände bekommt, dürfte klar sein ...

Angelina, oh Angelina .. Du bist die einzige, der die Rolle der Lara wirklich auf den Leib geschnitten ist! Angelina Jolie, die Heroine, die mit dem Wissen verheißenden Lächeln auf den Lippen. Angelina, die mit den breiten Lippen, die ebenso einladend sind wie das Meer vor Santorin ...

Genug des süßen Honigs. Jedenfalls hat die Jolie es geschafft, Lara zu „sein“. Und wie schon in Teil 1 kämpft sie sich ohne Furcht und Tadel durch die Erdteile, unter Wasser, im chinesischen Bergland, am Kilimanjaro, in Höhlen, in Shanghai – wo ihr wollt und wie es euch gefällt. Jan de Bont legte offenbar Wert darauf, die Geschichte dieses Sequels nicht allzu flach über die Kinoleinwände abspulen zu lassen. Und so gab er dem Bösewicht in Gestalt von Ciarán Hinds, dem unberechenbaren Verräter Terry und auch Lara etwas mit auf den Weg: etwas mehr Charakter. Hinds spielt Reiss skrupellos, aber er verzichtet auf allzu arge Übertreibungen. Gerard Butler macht seine Sache recht ordentlich. Einerseits möchte er Lara besitzen, andererseits ist er Einzelkämpfer mit egoistischen Interessen. Die restlichen Rollen kann man getrost unter Stichwortgeber und unumgängliche Zutaten abhaken.

Tatsächlich ist Lara so etwas wie der weibliche Bond, wenn auch mit vielen Abstrichen angesichts der Tatsache, dass der Bond-Mythos eben den 60er Jahren entstammt, während Lara gut dreißig Jahre später das Licht der Welt erblickte. Und so kämpft sich die Heroine, mal auf dem Motorrad über die chinesische Mauer, mal mit einem gewagten Fallschirmsprung vom Wolkenkratzer in Shanghai, durch aller Herren Länder und lässt die – die Herren – meist alt aussehen. Einmal haut sie doch tatsächlich einem ausgewachsenen Hai ordentlich auf die Schnauze, damit der sie aus dem Wasser zieht. Ich fass es nicht! Aber Glaubwürdigkeit ist in solchen Filmen nicht angesagt und darf deshalb auch nicht bewertet werden.

Tomb Raider 2 gefiel mir ehrlich gesagt besser als sein Vorgänger. Und trotzdem fehlt dem Spektakel der letzte Pfiff, der letzte Schliff und der letzte Pfeffer. Ein bisschen mehr Bedacht auf die Charaktere, auf die Geschichte, denn einen weiblichen Bond braucht es eigentlich nicht. Die Jolie hat genug Format, um eine eigenständige, „ausgearbeitete“ Figur abzugeben. Was die Geschichte betrifft: Das Mystische (Glaskugel, Tempel, Büchse der Pandora) gibt etwas her für eine zauberhafte, geheimnisvoll umwobene Geschichte. Allein, so richtig durchdacht und mit phantasievoll gestrickten Episoden versehen ist diese Story nicht. Auch hier fehlt der letzte Schliff. Und manchmal schleppt sich die Handlung schon etwas arg gequält durch die „Wiege des Lebens“.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens
(Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life)
USA 2003, 117 Minuten
Regie: Jan de Bont

Drehbuch: Dean Georgaris, Steven E. de Souza, James V. Hart
Musik: Alan Silvestri
Director of Photography: David Tattersall
Schnitt: Michael Kahn
Produktionsdesign: Kirk M. Petruccelli, John Fenner, Frank Walsh
Hauptdarsteller: Angelina Jolie (Lara Croft), Gerald Butler (Terry Sheridan), Ciarán Hinds (Jonathan Reiss), Chris Barrie (Hillary), Noah Taylor (Bryce), Djimon Hounsou (Kosa), Til Schweiger (Sean), Simon Yam (Chen Lo), Terence Yin (Xien), Daniel Caltagirone (Nicholas Petraki), Fabiano Martell (Jimmy Petraki), Jonathan Coyne (Gus Petraki)

Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0325703

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (3 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2003/07/072502.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (1 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/t/tomb_raider2.html

© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
XXLALF58

XXLALF58

10.12.2011 10:54

mein film ist dieser nicht. mit diesem kämpferischen weib. eine wahre katastrophe, nicht dein bericht - sondern der ganze film. bh und ganz liebe grüße

yesup

yesup

30.12.2005 01:19

bisher gab ich dir immer recht, doch das hier sehe ich anders. das hier war ein geldmach film. der film diente lediglich dazu die angie in enge klamotten zu zwängen, zwanghaft actionszenen einzubauen, bemüht exotische locations zu suchen und der die krönung die aufgsetzte psyeudo liebesgeschichte. zurecht gefloppt das ding. lg curd

Pestlaeufer

Pestlaeufer

17.03.2004 03:02

Ja der Bericht hat mir sehr gut gefallen

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