Die Grenze ist der Himmel
09.12.2000
Pro:
Kontra:
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 andy__
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:34
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der eine, Siggi, ist ein Lebenskünstler und arbeitet momentan in einer Werkstatt als Motorradmechaniker, der andere, Graff, rasselte gerade durch die Zwischenprüfung an der Uni und fühlt sich deswegen eher vage an sein Wien gebunden. Siggi besitzt ein Motorrad, ein altertümliches Modell mit immensen Ausmaßen und höllischer Motorkraft, was liegt also näher, als dem ganzen bisherigen noch jungen Leben den Rücken zu kehren auf einer Spritztour ins Ungewisse. Das erste Ziel ist der Wiener Zoo, wo Graff durch die Frühlingsgefühle in sein erstes Techtelmechtel gerät und Siggi währenddessen dabei ist, ernstere und größere Gedanken mit weitreichenderen Ausmaßen zu entwickeln. Doch weiter geht's zunächst mal in Richtung Berge, wo beide nach Lausbubenart ihr Essen selbst aus den Gebirgsbächen fangen und über Gott und die Welt philosophieren. Sie lernen Gallen kennen und Graff verliebt sich in die junge Schöne.Doch plötzlich kommt Siggi bei einem Motorradunfall ums Leben und nachdem sich Gallen entschlossen hat, mit Graff zusammen nach Wien zu gehen, entwickelt sich die ganze Geschichte zu einer Mission, deren Ziel es ist, die Tiere des Wiener Zoos in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Das Ende dabei ist vielschichtig und wird vom Autor in mehreren Varianten angeboten, so daß es dem Leser eigentlich selbst überlassen bleibt, dem Ganzen einen Schluß anzufügen. Nicht nur der Schluß des Buches weicht von der herkömmlichen Erzählart eines Romans ab. Formal ist "Laßt die Bären los !" so etwas wie ein Montageroman, der die eigentliche Handlung regelmäßig mit Auszügen aus dem "Tagebuch Siggis" und geschichtlichen Rückblenden durchsetzt. Die historische Tiefe, die anhand der Geschichte von Siggis Eltern geschaffen wird, schafft neben einem zweiten eigenen Handlungsstrang im Buch auch eine detailgenaue Schilderung Wiens und Südosteuropas während des Krieges und macht das absolut lesenswerte und ungewöhnliche Buch zu einem Abenteuerroman mit historischem Bezug.
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08.06.2001 13:38
Dies ist eines der wenigen irving-bücher die ich bisher noch nicht gelesen habe. Durch deinen bericht bin ich aber fest entschlossen mir das buch als nächstes zu kaufen.
09.12.2000 22:51
wow sehr gute meinung, gut zu lesen...klasse...gruß...ivonne