Lautoka, Lautoka

Bilder der Ciao Community

Lautoka, Lautoka

> Detaillierte Produktbeschreibung

80% positiv

1 Erfahrungsberichte der Community

Es gibt leider keine Angebote

Erfahrungsbericht über "Lautoka, Lautoka"

veröffentlicht 21.07.2016 | celles
Mitglied seit : 27.02.2011
Erfahrungsberichte : 1978
Vertrauende : 182
Über sich :
Sehr gut
Pro in der Südsee
Kontra viele neumodische Gebäude
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Die Nummer 3 auf Fidschi !"

Rathaus Lautoka, Lautoka

Rathaus Lautoka, Lautoka

Grüß Gott aus Wien !

In Lautoka waren wir auch und die ist die drittgrößte Stadt Fidschis. Dies ist seit kurzem auch ein Stopp der Kreuzfahrtindustrie und war bisher eher das Zentrum der Zucker- und Holzproduktion. Lautoka ist auf der Insel Viti Levu gelegen und nur 25 km nördlich des Nadi International Airport, einem Flughafen der gerne von australischen Packagetouristen angeflogen wird.

Lautoka kannte man schon 1789, als Kapitän William Bligh von der HMS Bounty die Küster erforsche. Immerhin wurde Lautoka 1929 schon als Stadt anerkannt.


KLIMA und LAGE

Nachdem Lautoka bei 17° S und 177 ° O liegt, weist es oft tropisches Klima auf. Dies bedeutet, dass am Jahresanfang und Jahresende die Regenzeit herrscht mit vielen, teils heftigen Regengüsse, die kurz aber auch anhaltend sein können. Die Temperaturen sind dann meist über 30 C und die Luftfeuchte sehr hoch. In der Jahresmitte ist es trockener und die Temperaturen meist unter 30 C.


RELIGIONENGEMISCH

Historisch gesehen ist Fidschi, auch durch die Britische Kolonialmacht, sehr bunt in seiner Religion geworden und wurde ja auch erst 1970 unabhängig. Dadurch kann man sicher auch die Vielfalt der bald folgenden sakralen Bauten besser verstehen.

Die Fijianer haben folgende Bekenntnisse:

55,4 % evangelische Christen (34,6 % entfallen davon auf Methodisten)
27,9 % sind Hindus
9,1 % sind römisch-katholisch
6,3 % sind Muslime
5,7 % Assembly of God
3,9 % Sieben-Tags-Adventisten
0,8 % Anglikaner
0,7 % sind konfessionslos
0,3 % sind Sikhs

HAFEN

Der Hafen lag etwas außerhalb und es waren rund 10 Minuten Fahrtzeit bis zum Zentrum. Wir sind aber den Weg zurück zu Fuß gegangen, weil der Bus auch beim Hineinfahren einen Umweg machte, für welchen es zu Fuß einen Trampelpfad gab. Der Shuttle war nicht gratis, aber an den Preis kann ich mich nicht erinnern.

Wir waren im Hafen mit der Holland America Line und mit dem großen Oosterdam Schiff. Der Hafen war ein reiner Industriehafen mit vielen Containern, den man aber zu Fuß verlassen kann. Was ? Ja, das ist nicht in jedem Hafen so und hier war kein Fahrzeug fürs Hinausgehen verpflichtend. Das Schönste war das Giebeldach mit dem dunkelblauen Holz und den großen, weißen Lettern und der Aufschrift Port of Lautoka und dem passenden Logo dazu.

Vor der Einfahrt befindet sich ein Verkehrskreis mit Rasenfläche und einiges an Blumen. Die Attraktion sind aber die drei großen Anker von diversen Schiffen.


SRI KRISHNA KALIYA TEMPLE

Nachdem viele Inder auf Fidschi leben, ist es auch nicht verwunderlich, dass wir auf einen Tempel stießen. Die Inder wurden von der damaligen Kolonialmacht England nach Fidschi importiert, damit die dort im Zuckerrohr auf den Plantagen schuften durften.

Der Tempel ist zwar recht schlicht, aber die roten, runden Bodenfliesen mit den weißen Fugen und die breiten, auslandende Treppe mit zwei Nirostageländern und zwei Holzgeländern machten schon etwas her und an der weißen Wand hinten findet sich ein Gemälde in Blautönen mit Kali und vielen Schlangen und Frauen im Wasser wieder. Das Flachdach weist auch eine große, runde Wölbung nach vorne auf.


RATHAUS

Das Rathaus liegt auch etwa außerhalb und ist ein Neubau aus einem Stockwerk mit braunem Äußeren und ziegelrotem Dach. Das Schönste daran sind davor die ausladenden Bäume, die Palmen und die Grünflächen. Dahinter befindet sich ein großer Park, in dem sich viele Menschen unter den wenigen Bäumen bei 35 C im Schatten aufhielten.


HIGH COURT

Der High Court ist ein grauer Betonbau, nur ebenerdig aber mit einer Vielzahl an Bögen. Das sah gar nicht mal so schlecht aus gepaart mit der gepflegten Grasfläche mit den Palmen, Bäumen und Sträuchern.


POST

Das Postamt war ein recht großes weißes Gebäude mit riesiger Aufschrift mit Post in Blau und Fiji in Rot mit dem Slogan WE DELIVER MORE. Auffällig für mich waren die vielen, kleinen kobaltblauen Postfächer außerhalb an der Fassaden unterhalb der mit Netzen bedeckten Fenstern.


SHOPPING DISTRICT

Der Einkaufsbezirk rund um die Naviti, Vidilio und Vakabale besteht aus nicht so schönen Zweckbauten, meist aus Wellblech. Praktisch sind die breiten Vordächern, die eine Art Arkade erzeugen und bei den häufigen und kräftigen Regengüssen auf Fidschi sehr gelegen kommen und auch Schatten von der stechenden Sonne spenden.

Darunter war auch der große, weiße MH Supermarkt mit roter Beschriftung und an beiden Längsseiten Arkaden. Es gibt wenig an historischen Bauten, wenn dann aus den 50er Jahren. Das meiste wird von grauen Gehsteigen dominiert, die recht sauber sind und auch Polizei in blauer Uniform patroulliert. Das schlimme sind vielleicht die vielen übergroßen Werbetafeln. Wenigstens an der Sugar City Mall gibt es eine historische Tafel zur Geschichte.

In einem Souvenirladen, vor dem ein Statist in Naturrock und oben Ohne stand, kauften wir ein paar Ansichtskarten. Dort gibt es neben viel Kitsch auch Holzartifakte zu kaufen. In einem Bekleidungsgeschäft haben wir im Abverkauf ein schönes Fiji T-Shirt für 29 USD erstanden. Die Beratung war auch sehr freundlich.

Auch ganz schmale, offene Kanäle durchziehen die Stadt. Diese waren auch sauber und frei von Müll. Malerisch sind diese Kanäle nicht, weil sie eher wie Betonrinnsale aussehen.


BUSBAHNHOF

Gleich anschließend an dieses Viertel reiht sich der chaotische Bahnhof an. Die Busmodelle waren entweder weiß oder ocker-grün-ocker aber nicht neu, dafür noch passabel aussehend. Es gibt von dort aus auch Busse in die Hauptstadt Suva und gleich dahinter einen großen Supermarkt in dem wir für nicht ganz einen USD eine Flasche des berühmten Fiji Wassers gekauft haben.


PERPETUAL HELP CATHOLIC CHURCH

Die kleine Kirche mit dem hellblauen Anstrich und den grauen Flanken erregte unsere Aufmerksamkeit, weil es auch nicht an Sehenswürdigkeit in Lautoka wimmelt. Auffallend war für mich auch das lange, flache Vordach, das auch von eckigen Trägern gestützt wurde mit einem großen Kreuz in der Mitte oben. Unter dem Dachgiebel ist auch ein großes, rundes Fenster.

Der Sakralraum hat einen grauen Boden mit roten und blauen Karos und viele Holzbänke. Die Wände sind hellblau und die Streben unter dem Dach haben dieselbe Farbe. Von den grauen Flächen hängen große, weiße Ventilatoren herunter, die aber wenig an Kühle spendieren.

Der Altarbereich ist viereckig und darüber eine große Holzvertäfelung mit einem großen Holzkreuz in der Mitte. Der Altar ist eher schlicht gehalten und hat in den Ecken auch einiges an Heiligenstatuen zu bieten.
MARKT

Auch der quasi quadratische Markt befand sich in dieser Gegend. Dort waren wunderschöne Flammenbäume anzutreffen gemeinsam mit vielen blauen Plastikplanen, die vor der brutalen Sonneneinstrahlungen schützen sollen. Dort waren auch viele Leute auf einem Platz und die Waren wie Melonen oder Ananas lagen am Boden. Auch gab es viel an Gemüse zu kaufen.


JAME MOSCHEE

Die Moschee auf der Promenade ist für mich das Highlight von Lautoka. Diese ist außen weiß und hat einen Stock und dieser ist auch mit zwiebelartigen Aushöhlungen versehen. Auch das Minarett ist etwas anders und sehr schlank mit etlichen Lautsprechern versehen. Die Kuppel ist nicht zentral, dafür groß und grün und alles steht voll im Grünen.


CHURCHILL PARK

Der Churchill Park ist eine riesige Grünfläche, die weniger als Park genutzt wird, sondern mehr als Sportfläche für Fußball, Kricket usw. Folglich fehlt es auch an Bäumen und der Park ist voll in der Sonne.

Dort befindet sich auch das Denkmal für den Lautoka Crime Free Declaration Day. Dieses befindet sich auf zwei grauen Stufen und darauf steht erhöht der dunkelgraue Stein mit der schwarzen Gedenkplakette. Beidseits wird dieser von kleineren Steinen mit einer umhängenden Kette flankiert.


VITOGO PARADE

Auf der Parade befinden sich beidseits viele Geschäfte, teils noch in historischen Gebäuden. Meistens habe diese malerische Dachgiebel mit der Jahreszahl darin.
Das Herzstück bildet aber die Grünfläche, einst eine Bahntrasse einer eingleisigen Linie.

Diese soll oder sollte mal wieder fahren, nur wann ??? Die Gleise sehen noch ganz gut aus, sind aber teils unterbrochen und auf ihnen balancieren gerne Einheimische. Auch haben einige primitive Bänke beidseits Platz gefunden, entweder unter Bäumen oder hohen Palmen mit grauem Stamm. Auch Flammenbäume habe ich dort schon bemerkt.

Die Parade machte einen sehr sauberen Eindruck und sie wertete die Stadt schon sehr auf. Ihre Länge beträgt rund 1,5 km. Der gefährlichste Part für uns, war es über die kleine Eisenbahnbrücke zu gehen, die über einen Kanal drüber ging.


BOTANISCHER GARTEN

Der Botanische Garten liegt rund 20 Minuten Gehzeit von der Parade entfernt. Es geht auch dorthin leicht bergauf und dies alles war noch in schwülem Wetter. Den Haupteingang haben wir gar nicht erreicht, sondern nur einen Trampelpfad dank eines fehlenden Zaunstücks.

Viel darf man sich von dem Garten nicht erwarten, weil er sich selbst überlassen ist. Vielleicht war das Highlight auch eher der Seerosenteich mit den zahlreichen Seerosen und der intakten Holzbrücke drüber. An den Ufern schossen mir unbekannte Pflanzen empor. Auch die große Anzahl an Palmen ist bemerkenswert.

Durch den Park gehen etliche Schotterwege. Eine Beschriftung der Pflanzen habe ich nicht bemerkt und teils war der Park und auch schon einige Gebäude überwuchert.


SHIRLEY PARK

Der Park ist eine große Grünfläche, gut gepflegt, der duch viel Gras und wenig an Bäumen und Sträuchern besticht und etwas abfallend ist. Bei unserem Besuch war er sehr sauber. Der Teil an der schmalen Uferpromenade zum Atlantik hin hat mir am Besten gefallen.

Der Steinweg ist vom Ufer durch eine niedrige Steinmauer abgetrennt. Entlang dieser sind auch einige Unterstände mit Bänken und diese spenden diesen den einzigen Schatten. Auch grüne Mülleimer waren ausreichend zugegen. Die Aussicht aufs Meer und die Hügellandschaft im Westen hat mich auch beeindruckt.


FAZIT

Ich muss sagen, dass ich Lautoka von meinen Fotos her jetzt fast schöner finde, als damals beim Besuch. Das liegt sicher auch an der Meinung, dass man in der Südsee schöne Dinge vermutet und im Vergleich zu Vanuatu sind diese auf Fidschi noch verbreiteter. Das Interessanteste war für mich die Parade mit der Moschee, dem Churchill Park und den vielen Läden, aber allein nur nach Lautoka zu kommen, zahlt sich als Destination nicht sehr aus.

Danke fürs Lesen

Celles

Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 769 mal gelesen und wie folgt bewertet:
90% :
> Wie bewertet man einen Erfahrungsbericht?
besonders hilfreich

Ihre Bewertung zu diesem Erfahrungsbericht

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • pinkdawn veröffentlicht 01.03.2017
    bh - Ich muss gestehen, dass ich mir die Südsee auch schöner vorgestellt hab. Vielleicht bis auf das letzte Foto. Das ist sehr ansprechend. Hab kürzlich einen Film über ein Bootcamp für Jugendliche auf einer Fidschi-Insel gesehen. Angeblich auf wahren Fakten basierend ... Da ging es auch nicht sehr "südseemäßig" zu ... ;-)
  • Sommergirl-Mary veröffentlicht 27.02.2017
    bh
  • back_again veröffentlicht 05.10.2016
    Fotos sind oft schöner als die Realität :) Aber es hat euch ja gefallen
  • Haben Sie Fragen? Loggen Sie sich auf Ihr Ciao-Konto ein, um dem Autor einen Kommentar zu hinterlassen. Sich anmelden

Produktdaten : Lautoka, Lautoka

Produktbeschreibung des Herstellers

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 29/06/2016