Neue Bilder müssen her...
27.08.2005 (17.02.2006)
Pro:
sehr günstig, Übertaktungspotential
Kontra:
schwer wie die Seuche
Empfehlenswert:
Ja
Details:
3D-Beschleunigung:
Installation
Kompatibilität:
mehr
 schipperke
Über sich:
Essen is pfertich :-)
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Irgendwann ist die Zeit gekommen, die alte Hardware entspricht nicht mehr so ganz den Anforderungen, die alte Hardware fängt an zu spinnen, aktuelle Treiber verursachen Fehler bei der Komponente und die alten Treiber sind nicht mehr kompatibel zum Rest - es ist wieder hochrüsten angesagt... Bei mir waren es2 Punkte, die mich nach gut 3 Jahren der Pause wieder zum Schraubenzieher greifen ließen und eine Grundrenovierung durchführen ließen. Zum Einen hat sich mein Board verabschiedet, Qualitätsmangel von Epox, leider außerhalb der Garantiezeit, und zum Zweiten kamen ständig Fehlermeldungen bei den Grakatreibern, keine Version wollte mehr so recht laufen mit meiner alten TI4600 von Pny. Die Geschichte mit dem Board ist in 2 anderen Berichten verewigt (der über´s neue Board folgt noch, ist zwar fertig, aber ich will noch etwas warten mit der Veröffentlichung, bis ich mir sicher bin, daß mein Geschreibsel stimmt), die Grakastory folgt nun hier.
Kaufentscheidung: -------------------------- Es sollte schon ein Leistungsschub spürbar sein und nicht nur reine Reparaturmaßnahme sein ;-). Da ich derzeit nicht unbedingt den Drang habe, den Prozessor weiter aufzurüsten (hier tut sich in letzter Zeit sehr wenig für viel Geld) und auch auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis achte, , war schnell die Grafikkarte als Ziel der Bemühungen ausgemacht.
Aber welche? Erstmal den Hersteller aussuchen: Außer Gainward bietet meines Wissens nach kein Hersteller mehr eine direkte Garantieabwicklung an, und Gainwards sind teuer... Wenn Gainward wegfällt, ist es eigentlich schon fast egal, welchen Hersteller man wählt, wichtiger ist dann die Wahl des Händlers, weil im Fall der Fälle die Garantieabwicklung dann über diesen läuft. Also blos nicht das billigste Angebot von einem dubiosen Internethändler, sondern lieber ein paar Euro mehr vom Händler vor Ort oder einem Internethändler mit einer guten Reputation.
Und welchen Chip auf der Grafikkarte? Es sollte eine Grafikkarte für den alten AGP-Slot sein. Relativ schnell kam ich auf den GeForce 6800, der unter den modernen Chips eine Sonderstellung einnimmt. Es gibt ihn nicht für den neuen PCIx-Slot und je nach Grakahersteller ist er leicht auf ein höheres Leistungslevel zu bringen (dazu später mehr). Daß es ihn nicht für den aktuellen Slot gibt, drückt den Preis nach unten, und das Design der Leadtek scheint für den zusätzlichen Leistungsschub mittels Tuning besonders zugänglich zu sein. So jedenfalls nach meinen Recherchen im Internet. Eine ältere GF 5900, die meinen Ansprüchen wahrscheinlich auch genügt hätte, bietet auch keinen wesentlichen Preisvorteil bei deutlich weniger Leistung.
Zusammengefaßt: Leadtek mit GF 6800 von einem guten Händler, und ich sollte glücklich werden. Fündig wurde ich bei mindfactory, einem sehr zuverlässigen Internethändler, für 140 Euro inkl. Versand. Grad mal 3 Euro über dem günstigsten Angebot, wo eine Garantieabwicklung sehr zweifelhaft erscheint... Aufgefallen ist mir bei meiner Suche, daß das Ding bei eBay massenweise von diesen "dubiosen" Händlern zu weit höheren Preisen angeboten und verkauft wird - Leutz, glaubt doch bitte nicht, daß eBay=günstig ist !!!
Lieferung und Lieferumfang: --------------------------------------- Ja, was kommt denn da an? Ein Megapaket, in dem sicher 4 Grakas inklusive Verkaufsverpackung Platz hätten! Erst hab ich ein Wenig auf mindfactory geschimpft, als ich mich durch die ganze Verpackung durchgekämpft hab. Luftpolster über Luftpolster - übertreiben die nicht ein wenig? Bei der Verkaufsverpackung angelangt, dann die nächste Überraschung: Hat da einer ne Bleiplatte mit beigelegt oder wiegt die beigelegte Software so viel? Weder noch, es ist die Graka selbst, und eine stille Bitte an mindfactory um Vergebung wegen der "Verpackungsflüche". Als ich das Ding in Händen hielt, verstand ich den Aufwand mit den ganzen Luftpolstergedöns. Wer unseren rosaroten (ehemals gelben) Pappnasen etwas anvertraut, hat entweder Erfahrung und macht´s wie mindfactory oder läuft Gegahr, daß die Sendung zu Bruch geht, insbesondere, wenn auf der Graka ein Kühlkörper diesen Ausmaßes verbaut ist :-) Weiter im Lieferumfang: > ein Softwarepaket bestehend aus Teibern, DVD-Player, einem Programm namens Winfox, welches ähnliche Funktionen wie der Rivatuner verspricht (nicht installieren, der Rivatuner ist besser!) und 2 Spielen -ein Adapter, dessen Sinn mir noch nicht klar ist, ein Cinch-SGVA-Adapter und ein kurzes Cinchkabel. - und natürlich eine Bedienungsanleitung in Englisch inkl. einer "Schnellinstallatinosanleitung" in div. Sprachen (auch Deutsch)
Installation: ---------------- Wer bislang eine ATI-Graka hatte, sollte VOR dem Umrüsten die ATI-Treiber entfernen. GeForce-Inhaber können meiner Erfahrung nach darauf verzichten, da die Treiber universell funktionieren. Der Einbau selbst gestaltet sich unspektakulär. Alte Graka raus, neue rein (dabei gut festschrauben, die Karte hat ein enormes Gewicht) und los geht´s... Nach dem ersten Hochfahren sollten aktuelle nVidia-Treiber aufgespielt werden (befinden sich auf der InstallationsCD bzw können -wenn die Graka schon älter ist - aus dem Internet heruntergeladen werden)
Leistungsdaten (oder für wen lohnt sich die Graka): ----------------------------------------------------------------------- Ich versuch hier mal eine Bezug zu einer GF TI4600 und neueren Grakas herzustellen. Wenn jemamd eine ältere Graka hat und an Vergleichswerten interessiert ist, dem empfehle ich, meinen früheren Grakabericht über die Albatrongraka zu lesen und sinngemäß mit diesem hier zu verbinden.
Mit der Einführung der 6xxx Grafikkarten hat nVidia einen kräftigen Leistungsschub durchgeführt. Gegenüber einer 5900XT hat die 6800 etwa 150% mehr zu bieten im DirectX-9 Betrieb, gegenüber einer TI-4600 oder einer 5600 etwa 400%. Als Ursache ist die erhöhte Anzahl an Vertex-und Pixelshadern (mehr dazu weiter unten) hauptsächlich verantwortlich. Der aktuelle Softwarehunger hinkt allerdings etwas hinterher. Wer eine 5900 oder etwas Vergleichbares im System hat, kann trotz des theoretisch enormen Leisungszuwachses meiner Meinung nach auf eine Aufrüstung verzichten und getrost warten, bis wirklich hungige Software auf den Markt kommt, solang er mit den Frameraten beim Spielen kein Problem hat. Unterhalb der Leistung einer 5900 lohnt sich meiner Meinung nach das Hochrüsten schon, vorausgesetzt, es ist mindestens ein Athlon T-Bred > 2300+ (oder vergleichbarer Pentium) verbaut. Unterhalb dieser CPU lohnt sich das Aufrüsten nicht, weil die CPU dann den Flaschenhals darstellt und die Möglichkeiten der Graka nicht ausgeschöpft werden können. Übertaktung: ------------------
Stellt sich erstmal die Frage: Lohnt sich das überhaupt? Jeder PC hat ein schwächstes Glied, und es macht keinen Sinn, andere Komponenten hochzupushen, wenn der Flaschenhals trotzdem bestehen bleibt. Beim Tunen einer Grafikkarte sollte daher insbesondere das Potential der CPU näher betrachtet werden. Eine GF 6800 Grafikkarte spielt in etwa mit einem T-Bred von AMD in einer Preisklasse. Wer eine langsamere CPU hat, wird durch des "Aufmachen" der Graka keinerlei Vorteile bemerken, kann es sich also sparen. Beim T-Bred lohnt sich das Aufmachen auch erst ab höheren Taktraten jenseits eines 2300+, erst ab einem 64er Athlon wird es richtig sinnvoll. Da ich einen 2700+ T-Bred im System habe, habe ich auf ein Höhertakten verzichtet und lediglich die zusätzlichen Pipelines freigeschalten. Damit wird die Graka nicht mehr als in der Orginalversion belastet und die Lebensdauer nicht verkürzt. Das Freischalten gelingt einfach mit Hilfe der Rivatuners in seiner aktuellen Version. Es müssen nur die Pixel- und Vertexshader angeklickt werden, die per Hardware maskiert sind, einmal neu gestartet, und das war´s schon. Damit verfügt nun die GF 6800 von Leadtek über die gleiche Anzahl an Shadern wie die 6800 Ultra.
--------------------------------------------------------------------------------------- edit: wozu sind Pixel- und Vertex-Shader gut und wo liegt der Unterschied zwischen einer GF 6800 und den höherpreisigen Modellen? Die Pixelshader übernehmen das Auffüllen der Bilder mit Pixeln. Je mehr davon zur Verfügung stehen, um ein Bild zu füllen, desto schneller geht es. Eine GF 6800 verfügt über 12, per Rivatuner können die restlichen 4, welche nur deaktiviert wurden, um eine Differenzierung zu den höherpreisigen Modellen zu gewährleisten, dazu geschalten werden. Somit läuft das Füllen 33% schneller ab. Die Vertexshader sind für die Gitterlinien des Bildes zuständig. Auch hier gilt: je mehr gleichzeitig werkeln, desto besser. 6 Stück hat eine GF 6800 Ultra, einer davon wurde wegmaskiert bei der GF6800. Macht 20% Unterschied. edit Ende ---------------------------------------------------------------------------------------- Eine genauere Beschreibung dazu liefere ich hier nicht, auch nicht eine Garantie, daß es mit jeder Karte funktioniert. Allerdings weisen diverse Berichte im Internet darauf hin, daß die Leadtek eine sehr hohe Trefferquote aufweist. Mit dem Rivatuner lassen sichso gut wie alle Einstellungen der Graka manipulieren, und jeder sollte sich dessen bewußt sein, was er macht. Darum keine weitere Anleitung...
Der Erfolg war allerdings schon beeindruckend. Doom3 läuft nu mit Frameraten von gut 60 fps(bei maximalen Einstellungen!), ab und zu über 70, und das bei "nur" einem T-Bred 2700+ , 1 GB RAM und schnellen SCSI-Platten. Vor dem Freischalten lagen die Raten bei knapp 50 bis 60 fps. Der Gewinn liegt also bei den rund 20% der zusätzlichen Vertexeinheit und zeigt, daß die CPU und das Gesamtsystem mit der Grakaleistung noch mithält, also kein neuer Flaschenhals entstanden ist. Mit einem Anheben der Taktraten wäre also weiterer Geschwindigkeitszuwachs zu erwarten ;-). Aber wozu? Alle Spiele laufen auch so flüssig, wozu dann die Hardware quälen und die Lebenserwartung verkürzen?
Das Ergebniss hat mir aber auch gezeigt, daß ich mit meiner Meinung in Bezug auf CPU-Power richtig gelegen habe. Aktuelle Prozessoren bringen nicht den Leistungsgewinn, den uns die Werbung Glauben machen will, ein stimmiges Gesamtsystem aus relativ preisgünstigen, aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten bringt viel mehr. Der Betrieb: ----------------
der Lüfter ist relativ leise, nicht hörbar unter meinen ganzen Gehäuselüftern, die ich zur Kühlung der SCSI-Platten benötige. Die GPU (Graphic Processor Unit) daddelt im Leerlauf mit rund 50 Grad, unter Vollast steigt die Temperatur auf gut 60 Grad - weit entfernt von kritischen Temperaturen. Es macht Spaß, ALLE Spiele ohne Probleme mit höchsten Einstellungen laufen zu lassen... Fazit: -------
Werd wohl die nächsten 3 Jahre wieder meine Ruhe haben. 140 Euro gut angelegt, 4 statt der möglichen 5 Sterne nur wegen der Unsitte der Grafikkartenhersteller, keine eigene Garantieabwicklung durchzuführen. LG und viel Spaß beim Lesen Gerd
Update 17.2.2006: Nu gibt es den Chip schon ein paar Monate nicht mehr auf dem Markt, auch nicht mehr für AGP-Karten. Restbestände bei eBay sind sicherlich noch vorhanden. Der Preis war vor einem guten halben Jahr ein Hammer, die letzten (leistungsschwächeren) 6600GT werden zur Zeit zum gleichen Preis angeboten. Die Tuningmaßnahme hat erwartungsgemäß zu keinerlei Verschleiß oder Instabilität geführt. Auch heute spielt die Karte noch im oberen Mittelklassesegment mit und reicht dicke für Alles, was so an Spielen auf dem Markt ist. Nur wer HDTV-Fernsehem am PC anschauen will und nicht einen aktuellen Hochleistungsprozessor in seinem PC hat, sollte auf eine aktuellere Karte ausweichen, da diese neuen Karten dem Prozessor bezüglich der Decodierung Einiges an Rechenarbeit abnehmen. Für mich immer noch die erste Wahl beim alten AGP-Steckplatz...
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15.12.2006 20:22
hallo gerd- also der händler ist ok- der hersteller leadtek nicht- habe damit schlechte erfahrungen geamacht- zwei 6800 gt waren defekt- dauerndes hin und hergeschicke und gewarte auf den rückläufer- nach der zwieien habe das ding verkauft und bin auf asus umgestiegen- gruß frank
26.08.2006 01:08
toller Erfahrungsbericht liest sich wie ein Roman, sehr gut!
19.03.2006 21:16
Als ich muss sagen, dieser Bericht ist mir glatt ein "bh" wert. Einfach super was da drin steckt. Vor ca. 5 Monaten hatte ich auch die Qual der Wahl und mich hat an der 6800 nur die 128MB VRAM abgeschreckt. 256MB waren bei mir auf der Wunschliste. Einzig ein Wörtchen zu den Taktraten hat mit noch gefehlt. Schonmal OC probiert ? Wie hoch geht die so ?