Leben des Brian, Das

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Jeder nur ein Kreuz

5  10.11.2003

Pro:
Einfach genial, lustig, Zwerchfellkiller

Kontra:
Die Sache mit dem Ufo verstehe ich nicht

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Schiller1971

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:346

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 67 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich euch mal einen meiner Lieblingsfilme antun, der seinesgleichen sucht. Als ich diesen Film zum ersten mal sah, ist mir doch glatt das Gebiss aus dem Gesicht gefallen und mein Zwerchfell hat Purzelbäume geschlagen. Aber nun erst mal los.

Die Filmhandlung
**********************
Ihr alle kennt gewiss die Lebensgeschichte des Jesus, gelle? - Die Zeit vor etwa 2003 Jahren war gewissermaßen ein wenig Chaotisch, so geschah es auch, das sich die heiligen drei Könige ganz gewaltig verlaufen haben und glatt in den falschen Stall latschen, da sie dort das Christuskind erwarten - doch Fehlanzeige, im Stall lag nur Brian. Auf die Verwechslung aufmerksam geworden, sammeln die Könige natürlich ihre Geschenke wieder ein und gehen dann in den Nachbarstall, wo Jesus denn auch wirklich geboren wurde.

Blende

Brian hat es in seinen, nun dreißig Lenzen nie einfach gehabt, so verdient er sich sein Brot als Imbissverkäufer (Otternasen, Wolfszitzenchips und dergleichen) in einer Arena.
Dann trifft er an einem sonnigen Arbeitstag auf die Volksfront von Judäa, die sich dort ziemlich über die Mumu eines anscheinend transsexuellen Mitgliedes, der doch lieber eine Frau wäre und Kinder bekommen möchte.
Da Brian nichts Besonderes vor hat, beschließt er auch Mitglied in diesem munteren Verein zu werden - doch er muss zuerst eine Mutprobe bestehen. Er soll an den Palast der Römer schreiben "Römer geht nach Hause" - so trottelig Brian nun mal ist, macht er Rechtschreibfehler und lässt sich zudem von einem Römer erwischen - da dieser Römer aber anscheinend Lehrer war, muss Brian die ganze Nacht lang Rechtschreibstunden bei ihm nehmen und so ziemlich alle Häuser mit diesem Spruch bepinseln.

Als nächstes plant die VFvJ, die Frau von Pontius Pilatus zu entführen - hat allerdings Pech, denn eine ähnliche Organisation hat die gleiche Idee. Und während sich die beiden Gruppierungen sich bekriegen, schauen die Römer, die durch den Tumult aufmerksam geworden sind zu, wie die Gruppen sich zerlegen. Brian kommt als einzigster davon und wurde zum Verhör zu Pontius Pilatus gebracht. Dieses Verhör endet natürlich im Desaster, da Pilatus einen wirklich lustigen Sprachfehler hat.
Brian entkommt und wird von Außerirdischen entführt, die jedoch mit ihrem Raumgleiter abstürzen - Brian landet unversehrt unter Propheten, die ihren Unsinn den Leuten predigen. Da Brian sich tarnen muss, besorgt er sich umständlich einen Bart und gesellt sich unter die Propheten und hält eine Rede. Die Leute sind begeistert und folgen ihrem vermeintlichen Messias überall hin. Brian ist der Stress zu viel und flitzt in die Wüste ab. Dabei hat er aber nicht aufgepasst und stolpert in ein Loch, worin ein Eremit sitzt, der jahrelang gefastet und geschwiegen hat. Da Brian ihm ziemlich auf die Zehen getreten hat, schreit der natürlich los und die Gläubigen, die Brian gefolgt sind hielten das für ein Wunder, was sie noch mehr glauben ließ.

Hier endet meine kurze Inhaltsangabe.

Über den Film
*****************
Als die Schauspielergruppe Monty Python diesen Film 1978 drehten, ahnten sie noch nicht, welche Unruhe sie damit stiften würde. Die Kirchenvertreter schrieen Blasphemie und Kätzerei - die anderen freuten sich und waren begeistert über dieses Machwerk.

Die erste Idee zu einem Film entstand 1976. Damals sollte der Film ?Jesus Christ: Lust for Glory? heißen und die Apostelgeschichte erzählen. Da die Pythons allerdings keinen Ärger mit der Kirche wollte, wurde das Script so oft umgeschrieben, bis halt "The life of Brian" dabei herauskam.

Trotz allem wurde der Film bis 1980 in Schweden verboten - angeblich gotteslästerlich. Natürlich wurden die Schweden deshalb von den Norwegern ausgelacht bzw. bespöttelt.

Auch heute noch ist dieser Film in einigen Bundesstaaten der USA verboten - aus oben genannten Gründen. (Mei, wie spießig muss man denn sein?).

Einige Daten
*****************
Regie: Terry Jones

Cartoons und Animationen: Terry Gilliam

Darsteller:

Graham Chapman : Brian, Schwanzus Longus, einen Schlauberger
John Cleese : Reg, einen anderen Schlauberger, den Zenturio...
Terry Gilliam : Gefangener...
Eric Idle : Loretta, Otto, einen Wächter...
Terry Jones : Brians Mom, den heiligen Simon...
Michael Palin : Pilatus, der Ex-Leprakranke, Rübennase...

Carol Cleveland : Mrs. Gregory
John Young (I) : Mattes
Sue Jones-Davies : Judith
Kenneth Colley : Jesus

Freigegeben ist der Film erst ab 16 (was ich aber absolut für überzogen halte, man kann es auch mit der FSK übertreiben. Es fließt ja kein Blut und auch das geprügel ist eher harmlos und lustig gehalten, manch Bud Spencer Film ist brutaler).


Mein Senf zur Otternase
*****************************
Ich finde den Film einfach zu herrlich und genial. Die Pythons geben hier gewitzten und schönen, schwarzen Humor zum Besten, da dürfte kein Auge trocken bleiben. Außer das der Film einfach nur lustig ist, ist er auch ein wenig kritisch, zuweilen für ganz ganz fromme Christen blasphemisch - aber man soll ja auch nicht alles immer so Bierernst nehmen, oder?
Für Leute, die die Lois Trenker Sandalenfilme wie Ben Hur oder so lieben, werden wohl an diesem Film vergeblich nach Staub suchen, denn dieser Film ist sehr turbulent und wirbelt fleißig Staub auf - kurz - er ist einfach genial und herrlich und darf in keiner Filmesammlung fehlen.
Ich schaue mir diesen Film gerne und öfter mal an - einfach um mal loszulachen, weil´s ja gesund ist. Euch möchte ich ihn auch empfehlen, daher volle Sternezahl.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Vickydax

Vickydax

15.12.2003 00:24

Hey!!!! Auch ein Fan von sowas???HAMMER!!!! Ich finde echt die Kreuzigungsszenen am bessten und natürlich die Mom von ihm. Vicky

InnocentAngel

InnocentAngel

01.12.2003 21:21

*kicher* Der Film ist ein echter Brüller... Ich kann mich aber gar nicht mehr an Außerirdische erinnern *grübel* Meine Lieblingszene ist die, die man da oben auf dem Foto sieht... Wo er imemr wieder die Römer sind doof oder so an die Wand schmiert und dann von einem Römer Latein-Grammatik-Unterricht bekommt... LG Anja

Don_Wito

Don_Wito

20.11.2003 22:29

Als Monty Python Fan ist dieser Film einfach ein MUSS! "Mama, findest du meine Nase zu groß?" "Immer denkst du an Sex Sex Sex! Mögen die Mädchen dies, mögen die Mädchen das, ist er zu groß, ist er zu klein..." Die Texte sind einfach der Hammer. Diese Parodie ist echt herrlich... Dein Bericht ist auch wie immer einsame Spitze! LG Witek

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