Leben des Brian, Das

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Always look on the bright side of life ....

5  20.03.2005

Pro:
alles

Kontra:
-  -  -  -

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Über sich: Habe mich wieder einmal an einem Bericht versucht ...

Mitglied seit:18.12.2001

Erfahrungsberichte:69

Vertrauende:14

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 143 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute ist es nun endlich soweit – der Bericht zum „Das Leben des Brian“ wird bei Ciao eingestellt. Wer hat mich auf die Idee gebracht? Das Ciao Mitglied „DasMorgenblau“; so, ich werde versuchen, der Genialität dieses Meisterwerkes halbwegs gerecht zu werden und einen sauberen Bericht zu verfassen. Informationen hierzu habe ich mir natürlich nicht aus den Fingern gesogen sondern mit Hilfe der Homepage http://www.pythonsite.de/ niedergeschrieben.


Einleitung:
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„Das Leben des Brian“ ist einer jener Filme, mit denen ich aufgewachsen bin und sicher an die fünfzehnmal gesehen habe. Heute weiß ich nicht mehr wie es war als ich zum ersten Mal geschaut habe, keine Ahnung, doch er hat mich gleich begeistert.

Der Film ist ein Machwerk der britischen „Monty Python“-Gruppe, welche sich aus folgenden Charakteren zusammensetzt: Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin. Sie trafen sich schon in ihrer Collegezeit, wobei die eine Hälfte in Oxford und die andere in Camebridge studierten. Bekannt geworden sind sie sicher durch die TV-Serie „Monty Pythons flying circus“, welche auf BBC ausgestrahlt wurde.


Vorstellung der Charaktere:
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Hier sollen nun die Hauptdarsteller des Filmes kurz vorgestellt werden:


Graham Chapman:
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Graham Chapman wurde am 8. Jänner 1941 in Leicester (England) geboren und starb am 4. Oktober 1989. Chapman hat in Oxford studiert und war mit John Cleese und Peter Idle Mitglied der „Cambridge Footlight Society“. 1962 stand er zum ersten Mal auf der Bühne; 1964 geht er mit John Cleese auf Tournee. Chapman schreibt Drehbücher und Sketche, seine berühmteste Rolle ist sicher jene des Brian!

John Cleese:
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John Cleese wurde am 27.10.1939 in Weston-super-Mare (Somerset, England) geboren. Er studierte in Cambridge Jus (was wir ihm in dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ auf den ersten Blick schon ankennen!), doch wandte sich bald dem Schauspielen zu. Er war auch Mitglied der „Cambridge Footlight Society“.

Terry Gilliam:
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Terry ist der einzige in der Truppe, welcher nicht in England geboren ist sondern am 22. November 1940 in Minneapolis/USA. In Übersee trifft er auch zum ersten Mal mit John Cleese zusammen und eine langjährige Freundschaft beginnt. Bekannt wurde Terry Gilliam unter anderem auch aufgrund seiner Regiearbeiten bei den Filmen „12 Monkeys“ (1995) und „Fear and Loathing in Las Vegas“ (1999).

Eric Idle:
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Eric Idle wurde am 29. März 1943 in South Shields (Durham, England) geboren und hat in Camebridge Englisch studiert. 1962 wurde er in die „Cambridge Footlight Society“ gewählt und trifft dort auf Chapman und Cleese. Er ist der Haupt-Songschreiber der Monty Pythons.

Terry Jones:
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Terry Jones wurde am 1. Februar 1942 in Colwyn Bay (Wales) geboren. Er studierte Geschichte in Oxford und trifft im Zuge seienr Auftritte mit der „Oxford Revue“ auf Palin. Er führte Regie bei dem Film „Das Leben des Brian“.

Michael Palin:
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Palin wurde am 5. Mai 1943 in Sheffield (Yorkshire, Englan) geboren und studierte auch in Oxford. Dort stand er 1964 mit Jones und der „Oxford Revue“ auf der Bühne. Er schrieb die Drehbücher sämtlicher Kultfilme.

Genannt werden sollte hier auch auf jeden Fall George Harrison. Es werden sich nun viele denken: „Was hat ein Mitglied der Beatles denn mit „Das Leben des Brian“ zu tun?“. Nun, der Film sollte eigentlich ursprünglich mit dem Geld der Filmgesellschaft EMI produziert werden, doch die zogen alles wieder zurück nachdem die Verantwortlichen das Skript gelesen hatten. Doch George Harrison wollte den Film unbedingt sehen und gründete kurzerhand eine eigene Firma – „Handmade Films“. Er spielt auch selbst eine kleine Rolle darin!


Doch nun zum Film:
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Der Film „Das Leben des Brian“ stammt aus dem Jahre 1979 und ist sicherlich der bekannteste der Monty Python Filme (die anderen sind: „Die Ritter der Kokosnuss“, „Jabberwocky“, „Der Sinn des Lebens“). Er ist blasphemisch, kurios, religionskritisch und bitterböse, was vielleicht auch ein Grund dafür sein könnte, dass er in Norwegen bis in das Jahr 1980 verboten war (http://www.loq12.at/film/08_brian/film_facts.ihtml) und Schweden wie folgt dafür warb: „Der Film der so lustig ist, dass er in Norwegen bereits verboten wurde.“ (!)

Buch und Besetzung: die oben genannten
Ausführende Produzenten: George Harrison, Denis O’Brien
Produzent: John Goldstone
Produktionsdesign: Terry Gilliam
Regie: Terry Jones
Länge: ca. 90 min.
Farbe
FSK: freigegeben ab 12 Jahren


Inhalt:
---------
Brian wird in einer kleinen Stadt namens Bethlehem geboren. Seine Mutter wird von den drei Weisen aus dem Morgenland besucht, die ihr Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen um dem Neugeborenen zu huldigen. Die Dame des Hauses ist überrascht über die dargebotenen Gaben: ... „Myrrhe? Was ist n das für ein Zeug?“. Bald schon stellt sich heraus, dass sich die Weisen in der Tür geirrt haben und der wahre Messias noch auf ihre Huldigung wartet.

Nun, Brian lebt zeitgleich mit Jesus von Nazareth und sein Leben gleicht dem des Gottessohne fast bis aufs Haar. Auch er wird von der Bevölkerung als der Messias angesehen (die Massen finden seine verlorene Sandale und huldigen der Fußbekleidung als wäre sie eine heilige Reliquie), von Außerirdischen entführt, festgenommen (bei dem Versuch, in den römischen Palast einzubrechen), vor Gericht gestellt (und von Pilatus zu „Poden“ geworfen) und gekreuzigt (und wie gesagt: „Jeder nur ein Kreuz“). Zuerst jedoch schließt er sich noch der „Volksfront von Judäa“ (und nicht der „Judäischen Volksfront“ – das ist der Konkurrenzverein) an und lernt dort Judith kennen und lieben. Doch diese ist so mit der Befreiung ihres Volkes von den Römern beschäftigt („Denn was haben die Römer je für uns getan?“; „Den Frieden gebracht“; „Pah“) und sieht Brians Tod am Kreuz als Martyrium an und ... lässt ihn hängen. Als er so am Kreuz hängt und ihn keiner mehr retten will, stimmen die anderen um ihn herum ein Lied an, welches sehr erfolgreich wurde und auch aus der Feder der Monty Pythons stammt: „Always look on the bright side of life“ *pfeif*.


Doppelrollen der Schauspieler:
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Graham Chapman – Brian, ein Weiser, „Schwanzus Longus“ (hihi)
John Cleese – Reg, ein Weiser, Steinigungsmeister, ....
Terry Gilliam – Gefangener, Prophet, Revolutionär, ...
Eric Idle – Loretta/Stan (“Ich möchte eine Frau sein”), Hauptsinger bei der Kreuzigung, Assistenz des Wärters, ...
Terry Jones – Brians Mutter, der heilige Simon, ...
Michael Palin – der mit der großen Nase, Exleprakranker, ...


Eine Szene: (Steinigung)
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Charaktere: Matthias, Steinigungsmeister, Wachen, Frauen (oder Männer?).

Steinigungsmeister:
Matthias, Sohn des (...)?
Matthias:
Was muss ich sagen? Ja?
Wache:
Ja.
Matthias:
Ja.
Steinigungsmeister:
Du wurdest für schuldig befunden durch den Ältestenrat unserer Stadt, den Namen unseres
allmächtigen Herrn geschmäht zu haben. Du lästertest Gott auf unglaublich infame Weise.
Frauen:
Uhhhh!
Steinigungsmeister:
Und wirst somit zu Tode gesteinigt.
Frauen:
Jajaja.
Matthias:
Hören sie. Wir hatten ein wundervolles Abendessen und ich habe nur zu meiner Frau
gesagt, dieses Stück Heilbutt wäre grade gut genug für Jehova gewesen.
Frauen:
Ohh!
Steinigungsmeister:
Blasphemie! Er wiederholt seine Sünde.
Frauen:
Ja.
Steinigungsmeister:
Habt ihr es gehört.
Frauen:
Ja, wir haben es gehört.
Frau:
[mit hoher Stimme] Ja wir haben es...
Steinigungsmeister:
Kann es sein, dass Weibsvolk anwesend ist?
Frauen:
Nein...
Steinigungsmeister:
Nun, wohl dann. Ich verkünde nun, Kraft des mir verliehenen Amtes, dass der hier
anwesende...
Matthias:
Autsch! Wir haben doch noch gar nicht angefangen.
Steinigungsmeister:
Wer war das? Wer warf den Stein? Wer hat ihn geworfen? Ich will es wissen.
Frauen:
Sie hat, sie hat. Er hat, er hat.
Frau:
Verzeihung. Ich dachte wir hätten schon angefangen.
Steinigungsmeister:
Abmarsch nach hinten.
Frau:
Pööö.
Steinigungsmeister:
Einer tanzt immer aus der Reihe. Also, wo waren wir?
Matthias:
Hören sie. Ich weiß nicht, was daran Blasphemie sein soll, wenn man nur Jehova sagt.
Frauen:
Ahh.
Steinigungsmeister:
Du machst alles nur noch schlimmer für dich, Elender.
Matthias:
NOCH schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein, hä? Jehova! Jehova! Jehova! (Anm.: wirft seine Beine nach vorne ….)
Steinigungsmeister:
Ich warne dich, Schändlicher. Wenn du noch einmal Jehova in den Mund nimmst... (Anm.: er wird von einem Stein getroffen) Das reicht wer hat ihn geschmissen.
Matthias:
Hahaha!
Steinigungsmeister:
Wirds bald, wer hat ihn geschmissen.
Frauen:
Sie, sie... er, er.
Steinigungsmeister:
Warst du es?
Frau:
Ja.
Steinigungsmeister:
Also dann...
Frau:
Sie haben Jehova gesagt.
Frauen:
(Anm.: werfen Steine auf den Steinigungsmeister) Ahhhh!
Steinigungsmeister:
Aufhören. Aufhören. Schluss jetzt. Ich sage aus. Alles herhören: niemand hat irgend
jemanden zu steinigen, bevor ich nicht diese Pfeife geblasen habe. Habt ihr verstanden?
Selbst wenn, und ich möchte, dass das absolut klar ist, selbst wenn irgend jemand Jehova
sagt. ...
Frauen:
Ahhh! (Anm.: Steinigungsmeister wird gesteinigt und von einem Felsbrocken erschlagen)
Frau:
Guter Wurf.


Fazit und eigene Meinung:
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Nun denn, kaum ein Film hat mein Leben mehr beeinträchtigt, kaum ein lustiger Abend mit Freunden vergeht, an dem nicht wieder einer ein Zitat aus dem Film bringt. „Das Leben des Brian“ hat mit seinen witzigen Aussagen und Blödelein eine gesamte Generation geprägt und ich bin stolz, eine Vertreterin dieser zu sein.

Man muss jedoch der Fairness halber erwähnen, dass dieser Film sicher nicht jedermanns Geschmack trifft. Man muss mit dem schwarzen Humor der Partie und ihrem Sarkasmus zurechtkommen; man darf nichts in den falschen Hals bekommen. Es gibt sicher Menschen die nicht so ganz einverstanden sind mit der Auslegung mancher Szenen und nicht alles so lustig finden wie ich, doch gesehen haben muss man den Film auf jeden Fall bin ich der Meinung. Er ist ein Meisterwerk der „alten Schule“, solche Filme werden nicht mehr gedreht weil man es sich in der heutigen schnelllebigen Zeit einfach nicht mehr erlauben kann. Die „Purschen“ von damals konnten ihren Traum verwirklichen, das Geld kam von einem glühenden Anhänger und so konnte es losgehen.

Es gibt nur wenige Filme, welche die Menschen so in zwei Lager spalten - ein anderes Beispiel, in meinen Augen jedoch völlig überbewertet, ist der „Passion Christi“ Film von Mel Gibson. Ich habe sogar gelesen, dass man überlegte als Kontrast nicht auch „Das Leben des Brian“ noch einmal im Kino laufen zu lassen was meiner Meinung nach eine super Idee ist. Ich weiß jedoch nicht ob diese Idee in die Tat umgesetzt wurde oder nicht (vielleicht weiß das jemand von euch???) Der Monty Python Film ist einfach genial, auch deshalb, weil der Mythos von Jesus auf die Schaufel genommen wird, was in unserer Zeit schon als Sakrileg gelten mag – wie war dies dann noch im Jahre 1979, wo er sogar in einem europäischen Land verboten war.

Ich glaube fest daran, dass man den Film auch als gutes Beispiel dafür sehen kann, wie man mit Religion umgehen kann: Nicht zu ernst und nicht zu gläubig ... so long: „Always look on the bright side of life, ....“


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Leuchttuermin

Leuchttuermin

25.07.2007 00:11

Ich sag dazu nur "Otternasen?" :-)

Primaserafina

Primaserafina

19.12.2006 21:05

Wow - was für ein grandioser Bericht! Spitze! LG GINA

Cislegpfeil

Cislegpfeil

23.07.2006 20:00

Sehr unterhaltsamer Beitrag

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