Über sich:Aufgrund einer Wohnsitzverlagerung dürften demnächst viiiiiiiele neue Berichte folgen!
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"Leben ohne Handy" als Unterpunkt der Kategorie "soziale Brennpunkte" find ich doch ein bisschen heftig. Einfach weil ich fast mein ganzes Leben ohne die Dinger ausgekommen bin und das keineswegs als sozialen Brennpunkt in einer Reihe mit Obdachlosigkeit und Drogenmissbrauch empfunden habe.
Fast mein ganzes Leben heißt in diesem Falle, dass ich seit vier Monaten tatsächlich eines dieser mobilen Telefonimitate besitze. Natürlich habe ich es mir nicht extra gekauft, sondern bekam es geschenkt. Da das Handy eines der ersten Mobiltelefone überhaupt war, sollte man dieses klobige, häßliche Geschenk jedoch auch nicht als allzu tolle Gabe ansehen. Ich nutze es lediglich als Notfall-ADAC-Anrufapparat, falls mir mein Auto fernab der Zivilisation verrecken sollte. Man kann damit weder tolle Fotos schießen, noch seine Freundin filmen, noch irgendwelche dümmlichen Spiele spielen.
Ich hatte jedenfalls kein Handy als der Handywahn in der sechsten Klasse anfing und jeder begann mit den Dingern rumzulaufen, ich hatte kein Handy als in der achten Klasse die ersten Videos untereinander verschickt wurden und ich hatte auch kein Handy als ich die zwei Jahre Ausbildung machte. Wozu auch? Freunde hatte ich nicht viele und brauchte auch keine weiteren. Wenn jemand mich sprechen wollte, was so einmal pro Monat vorkam, rief er die Festnetznummer an und verlangte nach mir. Abgesehen von der steten Gefahr, irgendwo mitten in der Pampa mit dem Auto liegenzubleiben, wenns geht noch bei Schnee und Minusgraden, sah ich auch nie einen Grund, ein Handy sinnvoll zu benutzen. Dies lag sicher auch in der Tatsache begründet, dass ich nicht das Geld hatte, um hunderte dümmlicher SMS (die Erfindung dieses Dienstes ist wohl das überflüssigste was die Menschheit jemals hervorgebracht hat) zu verschicken, wie es offenbar bei jedem anderen meiner Altersgenossen der Fall war. Ich finde es geradezu pervers, dass heutzutage jeder Zweitklässler mit so einem Ding rumläuft und jedes Kind über drei Jahren ohne Handy als uncooler Spießer zu gelten scheint. Ich habe zu meiner Zeit den Weg nach Hause schließlich auch ohne Handy gefunden. Aber dank GPS ist ja selbst der eigene Orientierungssinn überflüssig geworden.
P.S.: Ich habe während meiner Ausbildung übrigens auch als Handyberater fungieren müssen, obwohl ich davon absolut keine Ahnung hatte. Die Leute in meiner damaligen Abteilung haben aber gedacht ich will sie verklapsen und so war ich drei Monate im Handyverkauf ohne zu wissen worüber ich eigentlich rede. Ist aber irgendwie nie schiefgegangen.
Wenn mir mein Auto mal liegenblieben sollte, werde ich anders darüber denken. Ansonsten brauche ich kein Handy und ein Großteil der Leute um mich rum meines Erachtens genauso wenig.
27.11.2009 20:35
Ich habe auch nur kurze Zeit ein Handy besessen, aber nur ein ausgesondertes von Sohnemann. Jetzt habe ich keins mehr und vermisse es auch nicht.LG
20.11.2009 11:45
Die Kategoriepositionierung ist wirklich goldig ;)
20.11.2009 10:42
Mein Auto hat mal in einem Funkloch den Dienst versagt........nerv. LG Yo