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Mini-Hexenhäuser: Bastelbackspass für Alle!

5  11.12.2002

Pro:
kein Backen nötig, für alle Altersstufen (ab6), sehr kreativ

Kontra:
30 - 90 Minuten Basteldauer, etwas Herumgemantsche

Empfehlenswert: Ja 

Alitschka

Über sich:

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Weihnachtsbacken mit den Kindern angesagt? Selbstgebasteltes Mitbringsel gesucht? Oder fehlt euch in der Adventszeit einfach etwas, wenn kein Hexenhäuschen in der Wohnung steht? Wie wäre es dann mit einem Mini-Hexenhäuschen aus Spekulatius oder Butterkeksen?

So ein Häuschen ist relativ leicht zusammengebastelt, vollständig essbar, einfach süß, sehr dekorativ und fordert die Kreativität von Kindern und Erwachsenen heraus. Aus Lebkuchen ist es zwar nicht wirklich, aber es passt in die "Häuschen"-Kategorie. Wer mag kann ja mal versuchen statt mit Keksen mit diesen flachen rechteckigen Lebkuchen von Bahlsen zu Arbeiten - dann wirds sogar ein echtes Hexen-Lebkuchen-Häuschen. Für den Anfang sind aber harte Kekse wie Spekulatius oder Butterkekse geeigneter.


HERAUSFORDERUNGSFAKTOR

Meine langjährige Erfahrung als Leiterin von Kinder- und Jugendgruppen zeigt, dass gerade Jungs diese Art der Weihnachtsbäckerei sehr anspricht - offenbar hat es ein bischen was von Lego. Während die Jungs sich bei der Hexenhaus-Bastelei Konstruktionswettkämpfe liefern geht es den Mädchen meist mehr um den ästhetischen Aspekt ... na ja ... genug der Philosophie - es macht allen Beteiligten jedes Jahr wieder Spaß. Mir auch, obwohl ich die Dinger nun seit 15 Jahren fast jede Saison wieder bastle.

Die Hexenhaus-Bastelei ist für Kinder ab 6 geeignet, wobei die Kleinen meist noch ein bischen Hilfe brauchen. Ich habe die Dinger aber auch schon mit 14jährigen Mädchen oder im Kreis erwachsener Frauen gebastelt. Erwachsene benötigen etwa 30 Minuten, Kinder brauchen 60-90, gehen völlig darin auf und haben nach dieser Zeit meist 2-3 Häuschen. Ich habe noch KEIN Kind erlebt, das nicht Spaß an dieser Aktion gehabt hätte ... und ich habe das mit Dutzenden von Kindern gebastelt.


GRUNDKONSTRUKTION

Im Wesentlichen bestehen die Mini-Hexenhäuschen aus Keksen, die mit einem sehr dick angerührten Zuckerguss zusammengehalten werden.

Ein Keks bildet dabei die Grundlage. Auf diesen Keks wird im hinteren Teil mittig ein Domino-Stein aufgeklebt - mit Zuckerguss selbstverständlich. Anschließend wird dem Domino-Stein ein Dach aufgesetzt. Dieses Dach besteht aus zwei halben Keksen die im 45°-Winkel aneinandergeklebt wurden.

Man muss die Kekse meist etwas aneinanderpressen bis der Guss angetrocknet ist. Wer möchte kann für das Dach auch zwei ganze Kekse nehmen, die damit ein hohes spitzes Dach bilden - ähnlich wie bei Bierdeckel-Häuschen. Der Domino-Stein in der Mitte bietet dem Dach von innen heraus Stabilität. Es macht Sinn ihn auch ein bischen mit Zuckerguss einzukleistern, damit die Kekse besseren Halt haben.


WEITER GEHT'S

Das Grundgerüst vom Hexenhaus ist nun fertig. Es sollte gut angetrocknet sein, damit es nicht bei Berührungen auseinanderfällt, denn jetzt geht es an's Verzieren. Falls Ungeduldige unter den Bastlern sind, können diese in der Antrocknungszeit für das erste Häuschen gleich ein zweites Grundgerüst erstellen und sich, während dieses trocknet, wieder der Verzierung des ersten zuwenden.

Zunächst einmal benötigen wir natürlich eine Hexe und Hänsel und Gretel. Schließlich soll es ja ein Hexenhaus sein. Hierfür nehmen wir Gummibärchen. Ein normales für die Hexe und zwei etwas eingekürzte für die Kinder. Diese werden wieder mittels Zuckerguss auf dem vorderen Drittel der Keks-Grundplatte in den "Vorgarten" des Häuschens geklebt. Wer mag kann diesen Vorgarten mit einem Zaun aus zurechtgeschnittenen Keksfragmenten versehen. Alles immer schön mit Zuckerguss anpappen.

Nun ist das Dach des Häuschens dran. Dieses wird mit allerlei Süßigkeiten verschönert. Hierfür eignen sich Smarties, M&Ms, Zucker- oder Schokostreusel, buntgefärbter Zuckerguss (Lebensmittelfarbe), sämtliche essbaren Tortendekorationen aus der Backwaren-Abteilung und so weiter.

Wer mehr oder weniger "gesund" backen will, verwendet Vollkorn-Butterkekse als Basis, Bio-Gummibärchen und für die Deko halbe Erdnüsse oder Mandeln, Rosinen, aus getrockneten Aprikosen geschnittene Sternchen und ähnliches.

Erwachsene benötigen für die Bastelarbeit etwa 30 Minuten, mit Kindern sollte man schon 60-90 Minuten einplanen, hat dafür meist hinterher aber auch 2-3 Häuschen pro Kind. 6-8jährige benötigen noch viel Hilfe von Erwachsenen und werden in den Wartezeiten leicht ungeduldig.

Die fertigen Häuschen brauchen 2-3 Stunden zum durchtrocken. Danach sind sie ziemlich stabil, transportabel und können auch hübsch verpackt werden. Z.B. in durchsichtige Folie. Sie eignen sich hervorragend als Weihnachtsgeschenke von Kindern an Eltern, als hübsche Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit oder einfach als adventliche Dekoration in der eigenen Wohnung.


MATERIALIEN UND ZUCKERGUSS

Was brauchen wir jetzt für die Hexenhausbastelei?
Zunächst mal Zuckerguss. Der wird einfach aus frischgepresstem Zitronensaft und Puderzucker angerührt. Wer keinen Zitronensaft mag oder verträgt kann auch Eiklar verwenden, dann sollte das Häuschen aber auch bald verspeist werden, glaube ich - ich verwende eher die Zitronen-Variante.

Als NOTWENDIGE MATERIALIEN brauchen wir also:
- Puderzucker
- Zitronensaft oder Eiklar
- möglichst rechteckige Kekse z.b. Butterkekse oder
Spekulatius
- Dominosteine
- Gummibärchen oder andere Gummifiguren

ZUSÄTZLICH benötigen wir z.B.:
- Kuchendekorationen
- Smarties
- Mandeln, Nüsse, Rosinen
- Lebensmittelfarbe

HILFREICH sind Materialien wie:
- Alufolie, Backpapier oder Brettchen zum Unterlegen
wegen dem Herumgemantsche. Optimal ist es, die
Arbeitsfläche mit Zeitungspapier abzudecken und die
Häuser auf den Brettchen zu basteln, weil man sie
so mitsamt Brett beiseite stellen und trocknen
lassen kann.
- Schüssel und Löffel zum Guss anrühren
- Messer oder Backpinsel zum Auftragen vom Guss
- Zahnstocher zum Verzieren und Positionieren bei einem hohen künstlerischen Anspruch ;-)


ZUM SCHLUSS

Hexenhäuschen sind eigentlich recht einfach zu basteln. Die Aktion macht Spaß und ich habe schon ganze Hexendörfer erstellt. Das Rumgemantsche hält sich auch in Grenzen - alte T-Shirts reichen bei Kindern durchaus aus.

So ...ich wünsche eine wunderbare, kreative, besinnliche, fröhliche Adventszeit!

Über Kommentare, insbesondere zur Verständlichkeit meiner Anleitung würde ich mich freuen. Und natürlich über ein Feedback wie es geklappt hat, falls ihr mein Hexenhaus-Rezept ausprobiert.

Liebe Grüße und Frohe Weihnachten!

Alitschka

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Quasseltante

Quasseltante

29.11.2009 15:10

den Zuckergußkleber stellt man am besten aus 2 steifgeschlagenen Eiweißen her, gibt darein 1 Päckchen Puderzucker und etwas Zitrone- LG

Claudia555

Claudia555

12.12.2002 18:25

Super Bericht, dieses Jahr werde ich es nicht testen aber vielleicht im nächsten

Beavi

Beavi

11.12.2002 22:02

Als kleines Kind hab ich auch immer ein Hexenhaus bekommen, meine Mutter hatte es stets gebastelt. Am liebsten mochte ich den weißen Zuckerguß *gg*, der lebte bei mir nicht lange... Gruß Beavi

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