Ein nicht ganz perfekter Scheinwerfer
10.10.2008
Pro:
Lange Akkulaufzeit; Hohe Lichtstärke
Kontra:
Lampenschirm blendet; Halterung nicht ganz solide
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Häufigkeit der Nutzung
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 spirit145
Über sich:
Mitglied seit:19.01.2003
Erfahrungsberichte:15
Vertrauende:2
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Auf der Suche nach einem ausdauernden LED-Scheinwerfer für mein Rennrad um auch bei Dunkelheit zur Arbeit zu fahren, bin ich auf die IXON IQ gestoßen. Für knapp 90€ hatte ich sie vor einem Jahr bei H&S Bike Discount erstanden. Allerdings kam sehr schnell die Ernüchterung: Busch Müller hatte bei der Einführung der IXON eine ganze Reihe fehlerhafter Geräte gefertigt. Der Fehler äußerte sich in einer defekten Ladeelektronik so dass sich die Lampe nicht korrekt aufladen ließ. Somit blieb mir nichts anderes übrig als die Lampe tauschen zu lassen. Aber das klappte soweit problemlos (der Fehler war laut H&S kein Einzelfall) und ich bekam als Ersatz ein korrekt funktionierendes Gerät. So viel zur Vorgeschichte. Akkulaufzeit Dieser Scheinwerfer ist von Akkulaufzeit und von der Leuchtkraft her, der Beste, den ich je besessen habe. Die angegebenen 4-5 Stunden werden tatsächlich erreicht. Das ist jedoch auch von der jeweiligen Außentemperatur abhängig. Bei tiefen Minustemperaturen lag die Zeit zwischen 3 und 4 Stunden. Aber das reicht vollkommen um zur Arbeit hin- und zurückzukommen (bei mir sind es insgesamt 50 km). Die Akkus selber haben die lange Liegezeit während des Sommers gut überstanden, was nicht unbedingt eine Selbstvertändlichkeit ist. Sie haben auch nach einem Jahr eine ähnliche Leistung wie vor einem Jahr.
Lichtstärke: Die Lichtausbeute ist sehr gut und reicht auch bei unbeleuchteten Wegen/Straßen vollkommen aus. Man kann somit alle Hindernisse frühzeitig erkennen und man kann bei einer zu hohen Scheinwerfereinstellung den Gegenverkehr richtig blenden. Ein Manko gibt es jedoch beim Lampenschirm. Wie bei der Abbildung erkennbar, ist das transparente Kunststoff der Streuscheibe bis auf die Seitenfläche gezogen. Dadurch strahlt der Scheinwerfer auch etwas auf die Seite und nach oben, was von der Idee her ganz toll ist, da man besser von der Seite gesehen wird. Aber es gibt eben auch einen entscheidenden Nachteil für den Fahrer selbst. Bei einer dunklen Umgebung (ohne Straßenlaternen) blendet das Streulicht, welches zur Seite und nach oben strahlt, ziemlich stark. Mich wundert es, dass es noch keinem der Entwickler aufgefallen ist. Oder sind die nur in der Stadt gefahren? Aber dafür braucht man eigentlich keine IXON. Die Abhilfe für dieses Problem: Die seitliche Fläche der Streuscheibe mit Isolierband abkleben. Ist zwar nicht schön aber zweckmäßig. Halterung: Sie hat den selten Vorteil unter den gängigen Halterungen, dass sie nicht festgeschraubt werden muss, denn sie wird mit einem Schnellverschluss befestigt. Aber dabei gibt es auch einen Haken: Sie ist leider etwas weich ausgeführt und ich bin mir nicht sicher ob sie bei einer Geländefahrt auch sicher hält. Und dann könnte es passieren, dass der Spannhebel runterrutscht. Ich benutze die Lampe jedoch nur auf dem Rennrad und konnte das deshalb nicht testen und wollte es eigentlich auch nicht ;-) Das wäre dann ein teurer Verlust. Ein weiterer Nachteil, jedoch nur für den Erstanwender, ist das tückische Einrasten. Denn es gibt zwei Einrastpositionen. Bei der ersten spürbaren Einrastung (recht leise) ist sie nicht richtig befestigt. Deshalb muss mit mehr Kraft als üblich die Lampe auf die Halterung geschoben werden bis ein deutlich vernehmbares "Klick" ertönt. Ich hatte beim ersten Mal den Fehler gemacht die Lampe nur auf der ersten Einrastposition zu schieben und somit machte sie nach der ersten Bodenwelle einen Abflug. Aber glücklicherweise hatte sie den Sturz überlebt. Diesbezüglich hatte ich meine Kollegen und meinen Radhändler gefragt und hatte erfahren, dass ich nicht der Einzige mit dieser Erfahrung im Umgang mit der IXON IQ bin. Also wer sich die Lampe kauft, vor der ersten Fahrt, den wirklich korrekten Sitz der Lampe kontrollieren.
Bedienung: Die Bedienung ist ganz simpel. Es handelt sich wie häufig bei vergleichbaren Lampen um eine 1-Knopf-Bedienung. Lang drücken: Ein- und Ausschalten Kurz drücken: Wechseln zwischen den Lampenmodi (10 oder 40 Lux) Akkuzustandsanzeige: Die grünblinkende Diode zeigt den Akkuzustand an. Je kürzer die Grünphasen sind, desto schwächer sind die Akkus. Wenn die Akkus fast leer sind blinkt die LED rot und die Lampe schaltet in den 10-Lux-Modus. Das Laden ist ganz einfach: Einstecken und warten bis die grüne LED erlischt. Das Ladegerät verfügt über einen Überladeschutz und somit kann den Akkus nichts passieren, wenn das Ladegerät mal länger als vorgesehen an der Steckdose hängt.
Fazit: Bei der IXON IQ handelt es sich um einen tollen Scheinwerfer mit starker Leuchtkraft und langer Akkulaufzeit. Es wäre jedoch schön wenn künftig die Streuscheibe nur nach vorne leuchten würde und die Halterung stabiler von der Ausführung wäre. Ein weiterer Wermutstropfen war die fehlerhafte Serie mit der defekten Ladeelektronik. So etwas darf bei so einem Hersteller wie Busch und Müller eigentlich nicht vorkommen. Der Scheinwerfer ist gut aber eben noch nicht perfekt. Somit sind 4 Sterne aus meiner Sicht gerechtfertigt.
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10.10.2008 13:23
sehr schöner bericht
10.10.2008 10:27
Noch ein postiv "Rennradverrückter" - find ich gut! ;o) LG Thomas