Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
gemütliche Zimmer, nette Schwestern und gute Betreuung |
| Kontra: |
eigentlich nichts |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Jawohl, ich hab es endlich geschafft und werde Euch deshalb an meinen frischen Eindrücken der Entbindungsstation des Borromäus-Hospitals (kurz Borro) teilhaben lassen.
Für die Neugierigen kurz die technischen Daten von Jan Malte vorweg :
Geboren am 13.07.2003 um 16.11 Uhr mit einem Startgewicht von 3180 g, das sich auf eine Körperlänge von 53 cm verteilt.
Nu aber wieder zurück zum eigentlichen Thema:
Hier in Leer gibt es zwei Krankenhäuser und ich habe mich direkt für das Borro entschieden, da ich das Kreiskrankenhaus nicht mag. Somit kann und werde ich keine Vergleiche zwischen beiden Häusern anstellen.
Meine ersten Begegnungen in Sachen Schwangerschaft und Krankenhaus begannen mit einem Geburtsvorbereitungskurs, der von den Hebammen im Borro angeboten wird. Dies waren insgesamt 10 „Sitzungen“ a 1,5 Stunden, von denen immer eine Stunde Übungen gemacht wurden und alles mögliche rund um die Schwangerschaft / Geburt und in der letzten halben Stunde ging es hinunter in das hauseigene Schwimmbad, wo halt im Wasser entsprechende Übungen gemacht wurden (leider durfte ich an Letzterem aufgrund meiner vorzeitigen Wehen nicht teilnehmen). An einem Nachmittag war „Partnertag“ angesagt und wir haben sowohl den Kreißsaal ( mit wie viel „s“ schreibt man das denn nun ?) und auch die Entbindungs- oder auch Wöchnerinnen-Station besichtigt, was mir einen zusätzlichen Gang erspart hat, da man diese auch an jedem ersten Sonntag im Monat besichtigen kann (vorher anrufen, falls alle Kreißsäle besetzt sind ist natürlich nichts mit besichtigen).
Der Kreißsaal:
Das Wort selber klingt nach einem riesigen sterilen Raum, aber in Wirklichkeit sind es drei gemütliche Zimmer mit verschiedener Ausstattung. In diese Abteilung kommt man nur durch eine mit Klingel versehen Tür, damit kein Durchgangsverkehr herrscht. Zwei der Kreissäle sind mit einer urgemütlichen, riesigen Badewanne versehen, im Dritten steht dafür ein so genanntes Roma-Rad. Ansonsten hat man auch die Möglichkeit, sich an Seile zu hängen, einen Pezzi-Ball oder den Gebärhocker zu nutzen und zu guter letzt ist natürlich in jedem Zimmer auch ein Bett vorhanden. Diese Betten sind allerdings mit allerlei technischen Raffinessen versehen, so dass man diese zu einer Art Stuhl umfunktionieren kann und lauter solchen (für Gebärende) netten Sachen verstellen kann. Kurzum: es werden zahlreiche Varianten zum Entbinden angeboten. Wer sich einen Eindruck verschaffen will, kann dies auch per Internet erledigen, denn das Borro ist auch im Internet vertreten unter www.borro-leer.de ( und dann bis zu Geburtshilfe durchklicken, da sind auch Abbildungen von den einzelnen Zimmern). Der Kreißsaal ist übrigens immer mit mindestens einer Hebamme und einem Arzt besetzt, bei Bedarf kommen weitere hinzu.
Die Entbindungsstation
Diese befindet sich normalerweise zusammen mit dem Kreißsaal im ersten Stock. Derzeit wird die Wöchnerinnenstation allerdings umgebaut und modernisiert und daher befindet sich eine Art Provisorium im darüber liegenden Stockwerk; dort oben war ich ebenfalls untergebracht, da die Umbauarbeiten wohl noch bis ca. Ende des Jahres anhalten werden.
In der eigentlichen Station, die ich während meines Geburtsvorbereitungskurses besichtigt habe, waren die Zimmer meist mit zwei Personen belegt, die sich ein einigermaßen geräumiges Bad teilen. Ebenso ist ein TV-Gerät auf dem Zimmer, und auf Wunsch kann man sich in der Anmeldung des Borro das Telefon freischalten lassen. Auf der Station ist weiterhin ein Säuglingszimmer, ein Stillzimmer (wo nur die Mama´s reindürfen, damit sie zur Not vor Besucheranstürmen flüchten können) und ein Frühstücksraum, wo es das Frühstück und das Abendessen in Buffetform gibt. Die Zeiten sind etwas ausgedehnter, so dass auch Stillende in Ruhe frühstücken können, ohne ihre Zwerge zu stressen oder aber man holt sich das was man Essen möchte aufs Zimmer – jeder wie er mag halt.
Während meines Aufenthaltes vom 13.-18.07.2003 war eben alles etwas anders, weil ja die eigentliche Station nicht zur Verfügung stand. Dennoch haben sich alle viel Mühe gegeben, es den frischen Mama´s so angenehm wie möglich zu gestalten. Das unangenehmste während des gesamten Aufenthaltes waren die Bauarbeiten direkt unter uns, da dort mit schwerem Geschütz alles mögliche von den Wänden gestemmt wurde und die Wände eingerissen wurden. Immerhin war abends gegen 17 Uhr Feierabend und es kehrte Ruhe ein. Selbst die Schwestern waren leicht angenervt (welch Wunder!), blieben aber stets höflich und zuvorkommend. Einziger Vorteil des Lärms ist wohl das Abhärten der Kleinen; meiner schläft jedenfalls beim dicksten Radau noch tief und fest weiter. Leider wurde zeitweise wegen der Umbauerei auch das Wasser abgestellt, was ohne Vorankündigung natürlich entsprechend unangenehm war. Beides war zwar in meinem Fall extrem störend, aber dafür gibt es keine Abzüge, da das ja kein ständiger Zustand ist und alle nachfolgenden werdenden Mütter dafür neu ausgestattete Zimmer bekommen – vielleicht komme ich ja auch noch in den Genuss der neuen Station.
Ich bekam jedenfalls nach meiner Ankunft ein Zimmer zugewiesen, in dem bereits eine junge Frau war. Diese hatte bereits entbunden und ich habe mich von Anfang an gut mit ihr verstanden. Leider hat sie mich bereits zwei Tage später verlassen, aber dafür hatte ich ab da das Zimmer für mich alleine ;-). Das Zimmer war mit Holzmöbeln (nicht massiv, aber trotzdem gemütlich) ausgestattet; es gab für jeden einen Kleiderschrank (mit Safe!), eine gemeinsame Wickelkommode, eine Regalwand (wo auch der Fernseher stand) und ein paar Stühlen für Besucher. Klingt spartanisch, aber reicht vollkommen; schließlich stehen da ja auch noch zwei Betten, zwei von den Krankenhaus-Nachttischen und noch die zwei fahrbaren Betten für die Babies.
Der Tagesablauf ist immer gleich, so will ich den kurz darstellen:
Morgens gegen 7 Uhr wird man geweckt zum Fiebermessen und ggf. eine Blutdruckkontrolle gemacht. Bei der Gelegenheit werden auch die Betten „kontrolliert“ und man bekommt frische Wäsche aufgezogen. Wenn ich einigermaßen fit war (wenn man nach dreimal nachts Stillen von fit sprechen kann), bin ich danach meist gleich unter die Dusche gehüpft und so gegen halb acht, acht kam dann auch das Frühstück. Hier oben gab es leider kein Buffet; ein Raum war zwar da, aber geeignete Tische waren nicht vorhanden (allerdings soll das auch auf der „provisorischen“ Station noch eingerichtet werden). Dafür haben die Schwestern das mit dem Abräumen nicht so eng gesehen und wenn man um zehn noch nicht mit dem Frühstück fertig war, war das eben auch in Ordnung. Im Laufe des Vormittages war immer die Visite, meist so gegen 10 Uhr rum. Zweimal hab ich die verpasst, weil ich gerade mit meinem Mann in der Cafeteria saß (der konnte mich nur vormittags besuchen), aber das war nicht weiter schlimm. Um 12 Uhr kam dann schon das Mittagessen, was ich manchmal als viel zu früh empfand, wenn ich erst spät zum Frühstücken kam. Aber auch das konnte man stehen lassen, wenn man wollte ( und kaltes Essen mag). Nachmittags gegen halb drei konnte man sich an einem kleinen Tisch mit Kaffee, Tee und heißem Wasser (für diverse andere Tees in Beuteln) bedienen, der frei zugänglich auf dem Flur stand. Als eingefleischter Ostfriese habe ich mir immer drei Tassen (Becher) Tee gegönnt. Dazu gibt es je nach Wunsch etwas Gebäck oder Kuchen (konnte man auf den Essenskarten auswählen), was schon mit dem Mittagessen geliefert wurde. Um halb sechs gab es dann das Abendbrot und das ist so im Großen und Ganzen der Tagesablauf. Die Lücken wurden dann ausgefüllt mit Füttern / Stillen des Kindes, mehr oder wenig Besuch empfangen, Windeln wechseln, das eigene Kind bestaunen und Schlaf nachholen und so langweilig es klingt: mir hat das schon gereicht und ich war jeden Abend ganz schön kaputt.
Die Sache mit den Mahlzeiten ist recht angenehm geregelt gewesen: man hat für jede Mahlzeit immer ein Kärtchen ausfüllen müssen (also drei am Tag), wo man haargenau angeben konnte, von was man wie viel essen möchte. So stand man jedenfalls nicht vor dem Problem, etwas zu bekommen, was man partout nicht mag. Für die Abendration hat es sich bei mir bewährt, extra viel zu bestellen, damit ich mir noch ein oder zwei Brote, sowie einen Joghurt für später am Abend, bzw. nachts zurückzustellen, denn beim Stillen hat man enorm schnell wieder Hunger.
Wie auch auf der eigentlichen Station ist auch hier oben ein Stillzimmer eingerichtet worden, wo mehrere gemütliche Stühle zum Stillen bereitstanden, wie auch Stillkissen und natürlich auch ein Wickeltisch, an dem man seine Kleinen bei Bedarf wickeln konnte. Auch ein Säuglingszimmer gab es hier, wo wiederum zwei Wickeltische zur Verfügung standen. Ich hab meistens hier gewickelt, da mein Zimmer direkt nebenan war und ich somit nicht alles was ich brauchte extra zum „meinem“ Wickeltisch tragen musste. Zumal in dem Neugeborenenzimmer wirklich alles parat stand (Windeln, Tücher, Kleidung für die Kleinen, Nabelschnurpulver, Kompressen, und was man sonst noch so alles braucht). Weiterhin steht hier die Waage, wo die Kleinen täglich gewogen werden) und ein spezielles Wärmebettchen (die anderen Sachen, die noch da standen konnte ich nicht zuordnen und ich habe sie auch nie in Gebrauch gesehen).
In diesem Zimmer standen auch die Babies, die „abgegeben“ wurden. Somit war dieses Zimmer meist verschlossen (damit kein Unbefugter Zugang hat) und man hat sich bei Bedarf aufschließen lassen. Das Abgeben klingt brutal, aber gemeint ist damit, das man das Baby unter Aufsicht gibt, sofern man grad selber kein Auge darauf halten kann (oder will), was beim Duschen oder auch mal Nachts der Fall sein kann. So hat man jedenfalls immer freie Wahl, ob man sein Kind bei sich haben möchte oder aber eben auch nicht. Ich hab meinen Kleinen bis auf wenige Male eigentlich immer bei mir gehabt, da ich mich so gut wie möglich auf die Situation zu Hause einstellen konnte, denn da kann ich ihn ja schließlich auch nicht abgeben.
Auf der Station gibt es ansonsten noch einen Aufenthaltsraum, den ich aber nie genutzt habe. Bei mir gleich um die Ecke war ein Balkon, der war mir bei dem warmen Wetter deutlich lieber, da es auf den Zimmern manchmal extrem warm und stickig war (trotz offener Tür). Ach ja, unser Zimmer hatte selbstverständlich auch einen Balkon (mit zwei Stühlen), aber auf dem anderen war mehr los ;-).
Die Schwestern waren allesamt sehr nett und freundlich und ich hab eigentlich keine erlebt, die schlecht drauf war. Im Gegenteil: alle stellten sich nach der Gratulation mit Namen vor und haben stets betont, dass wenn etwas wäre wir klingeln sollten oder ob man uns sonst noch etwas Gutes tun könne. Auch bei Fragen meinerseits habe ich immer brauchbare Antworten und / oder Hilfestellung bekommen (man ist beim ersten Kind ja manchmal so unbeholfen und will ja auch nichts falsch machen). Auch bei Problemen wurde mir immer schnell geholfen, sei es nächtliche Schwierigkeiten mit der Brust (wo ich Kohlblätter bekommen habe nachts um drei) oder sonstigen Dingen.
Einziges wirkliches Manko ist die Tatsache der nicht vorhandenen Säuglingsstation, die z.B. das Kreiskrankenhaus hat. Sollte man also deutlich vor dem eigentlichen Entbindungstermin sein oder es ist abzusehen, dass das Kind eine gesonderte Behandlung braucht, ist das Borro zum Entbinden nicht zu empfehlen. Sollte unvorhergesehenerweise das Kind nach der Entbindung auf eine Säuglingsstation verlegt werden müssen, so werden (entgegen vielen anders lautenden Gerüchten) Mutter und Kind ins nahe liegende Kreiskrankenhaus verlegt. Für die Untersuchungen bei den Babies (U1 und ggf. U2) steht jedoch ein Kinderarzt im Haus zur Verfügung.
So, nun ist mein Bericht doch etwas länger geworden (ich hoffe, ich habe nicht doch noch was vergessen), aber zumindest könnt ihr so einigermaßen meine Tage im Krankenhaus nachvollziehen und euch vorstellen, wie es da so aussieht und abläuft. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder dort entbinden und vergebe somit 5 Sterne (da alle Unannehmlichkeiten nur temporärer Natur sind).
Sabine mit Jan Malte (der heute gerade 10 Tage alt ist)
| weitere Erfahrungsberichte |
Marlon,geb. 25.07.2006! Nur ins Borro! Super!!
Bewertung für Leer Borromäus-Hospital von
Nordsee75
Pro: Alles Perfekt! Nett,Freundlich,zuvorkommend,man ist hier Mensch!!!!!!!!!
Kontra: Es gibt unsererseits keine Negativen Erlebnisse!!!!!
Hallo. Unser Sohn kam am 25.07.2006 um 8.24 Uhr im Borro zur Welt!!! Ich kann Euch sagen SPITZE!!! Alles war Perfekt,von Anfang bis Ende! Wir hatten dort gemeinsam mit meinem Mann und unserem älteren Sohn ein Familienzimmer und és war eine unvergessliche ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
30.06.2009
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Geburt im Borromäus, Leer ( kurz Borro)
Bewertung für Leer Borromäus-Hospital von
ALXIA
Pro: Ambiente
Kontra: Hebammen, Arzte, Service, Freundlichkeit,
Meine Geburt im Borro...
Als erstes muss ich sagen, dass ich von Bekannten gehört hab, wie toll und fein das im Borro ist,
also bin ich dort zum entbinden hingegangen ohne mir vorher irgendwas anzugucken. leidar.
Kurse hab ich nicht gemacht. dass hat ...
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13.09.2008
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